News Berliner Verwaltungsgericht: Schule muss Raum für Muslime zum Gebet ...

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25 April 2006
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[N] Berliner Verwaltungsgericht: Schule muss Raum für Muslime zum Gebet ...

Folgende News wurde am 29.09.2009 um 16:45:00 Uhr veröffentlicht:
Berliner Verwaltungsgericht: Schule muss Raum für Muslime zum Gebet einräumen
Shortnews

Das Berliner Verwaltungsgericht hat am heutigen Dienstag entschieden, dass einem Schüler die Möglichkeit gegeben werden muss, abgeschieden während der Pause beten zu können. Damit folgte das Gericht seiner eigenen, bereits zuvor mitgeteilten, Eilentscheidung. Ein 16-Jähriger Gymnasiast hatte darauf geklagt, dass das Gymnasium einen Gebetsraums für Muslime einrichten müsse, damit er einmal am Tag dort beten könne (SN berichtete).
 
Find ich auch nicht gut... Verstehe einfach nicht, warum es so lebensnotwendig ist, während der Schulzeit zu beten... Freie Religionsausübung schön und gut, aber das muss doch nicht während der Arbeit/Schule sein... Irgendwie finde ich eine solche Religiösität beängstigend, denn dass Glauben jedweger Art irrational ist, ist ja nicht zu bestreiten...

Wo hört eigentlich die religiöse Toleranz auf? Muss jetzt in Biologie der Kreationismus gelehrt werden, aus Respekt vor chrsitlichen Fanatikern, die sich von Darwin beleidigt fühlen? 8O

Ts, mir soll doch mal jemand erklären, wer irgendwem mal verraten hat, dass Gott verlangt, dass er fünfmal am Tag in eine Himmelsrichtung betet... Wäre es keine Religion, wäre es lächerlich... (und damit meine ich ausdrücklich jedwege religiöse Vorschrift die sich auf Weisungen "Gottes" berufen... Da kann ich doch nur müde mit dem Kopf schütteln, wenn ich sowas höre...)

Da war uns doch die DDR wirklich vorraus... Wenigstens wurde da keine Kirche oder ähnliches unterstützt... (In Tschechien sind 60 Prozent der Bevölkerung atheistisch... Glaube nicht, dass denen irgendwas abgeht)

Lange Rede, kurzer Sinn: Schule und Religion passen nicht zueinander... ;)
 
Ich bin auf nem Bischhöflichen Gymnasium (D.h. vom Bistum finanziert und gestützt) und wir haben nichtmal einen Gebetsraum oder so für Katholiken.
Der soll sich mal nicht so anstellen. :roll:
 
Zu meiner Schulzeit war es noch so, dass man den Montag nach seiner Erstkommunion oder Konfirmation von der Schule fernbleiben konnte. Also vom gesamten Unterricht. Das ist in meinen Augen auch sinnfreie Freiheit für Religionen.

Naja. Zu dem Gebetsraum: Ich bin kein Anthropologe. Keine Ahnung in wiefern das sinnvoll, richtig, oder übertrieben ist. Da werden sich die Meinungen teilen. Aber warum die eigene Meinung dass es Unsinn ist jetzt unbedingt die richtige sein sollte, weiß ich nicht. Dass man in Muslimen immer gleich Erzfeinde sehen muss, denen man nichts zugesteht... vielleicht erklärbar, aber sicher nicht richtig. Eher traurig.
 
Nun ja. Es handelt sich um eine Oberschule, da wird erfahrungsgemäß eher weniger "geprügelt". Und eine Ruheraum wird es ja auch nicht, sondern ein Gebetsraum...
 
Sack: Es wird hier in einzelnen Beiträgen impliziert. Und auch in anderen Threads hier sind slche Tendenzen vernehmbar.

An meiner Schule (wie an vielen anderen auch) gab es übrigens ab und an ökomenische Gottesdienste. Also mit einem evangelischen und einem katholischen Geistlichen. In meinen Augen wird man den Muslimen da auch nicht gerecht. Oder irre ich mich da? Wieso kann man ihnen deshalb nicht ab und zu mal ein Zugeständnis machen? Ich denke, man kann nicht alles 1:1 zwischen den Religionen abwägen.
 
Find ich auch nicht gut... Verstehe einfach nicht, warum es so lebensnotwendig ist, während der Schulzeit zu beten... Freie Religionsausübung schön und gut, aber das muss doch nicht während der Arbeit/Schule sein...

Wo ist denn jetzt das Problem?
Der Schüler kommt pünktlich in den Unterricht, der Schulbetrieb wird nicht gestört. Der Rektorin gefällt es nicht, dass ein Schüler auf dem Flur betet, dann muss sie ihm halt einen Raum zur Verfügung stellen, selber Schuld.
Im Gegensatz zu manch Relilehrern möchte dieser Schüler noch nichteinmal irgendwen missionieren, nein er will nur seinem Glauben nachgehen. Das hat nichts mit Säkularisierung am Hut. Er nimmt absolut keinen Einfluss auf die Schule.

Irgendwie finde ich eine solche Religiösität beängstigend, denn dass Glauben jedweger Art irrational ist, ist ja nicht zu bestreiten...

Welch ein respektvoller Umgang mit Andersdenkenden. Aber viele Naturwissenschaftler erheben sich bekanntlich gerne über alles.
Glauben beduetet für viele Menschen inneren Frieden, ein Halt in einer individualisierten Gesellschaft. Das ist mehr als Rational, auch wenn ich keines der Rituale nachvollziehen kann.

Wo hört eigentlich die religiöse Toleranz auf? Muss jetzt in Biologie der Kreationismus gelehrt werden, aus Respekt vor chrsitlichen Fanatikern, die sich von Darwin beleidigt fühlen? 8O

Nö, es geht in Biologie um die Lehre des Lebens, die nunmal naturwissenschaftlich erklärt werden kann. Daher hat Kreationismus oder "Intelligent design" dort nicht zu suchen.

Lehramtsstudenten, die einen Biologie-Leistungskurs in der Oberstufe besucht hatten, lehnten zu fast acht Prozent die Evolution ab. Von denjenigen, die einen Grundkurs absolviert hatten, waren es 17 Prozent, von denjenigen ohne Biologieunterricht sogar über 20 Prozent.
https://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/384/459030/text/2/
Ich kenne da sogar eine...

Ts, mir soll doch mal jemand erklären, wer irgendwem mal verraten hat, dass Gott verlangt, dass er fünfmal am Tag in eine Himmelsrichtung betet... Wäre es keine Religion, wäre es lächerlich... (und damit meine ich ausdrücklich jedwege religiöse Vorschrift die sich auf Weisungen "Gottes" berufen... Da kann ich doch nur müde mit dem Kopf schütteln, wenn ich sowas höre...)

Nur weil du einen Glauben weder vertrittst, noch nachvollziehen kannst ist das kein Zeichen, dass du dich über diesen erheben kannst.
Das ist arroganz gepaart mit fehlendem Respekt. Ich kenne viele Menschen, die durch ihren Glauben selbstbewusster sind, als sie ohne diesen wären. Ich freue mich für diese. Nervig wirds dann, wenn es extremistische Tendenzen annimmt, aber darum soll es hier ja nicht gehen.

Da war uns doch die DDR wirklich vorraus... Wenigstens wurde da keine Kirche oder ähnliches unterstützt...

Kirchen waren die wenigen geschützten Orte der DDR, in denen man Regimekritik ausüben durfte...
 
[...] Er nimmt absolut keinen Einfluss auf die Schule.[...]
Dann frage ich mich, warum die Schule vor Gericht gezerrt wird... Ansonsten bin ich doch bei dir... Ich sehe hier keine kulturelle Unterwanderung von Islamisten, aber trotzdem kann man ja wohl geteilter Meinung sein wie weit man Religionsgruppen entgegenkommen muss um Gleichheit für alle zu bewahren... Die einfachste Lösung wäre eben: Kein extra (Gebets)raum für niemanden... ;)
 
Dann frage ich mich, warum die Schule vor Gericht gezerrt wird...

Gerade bei Shortnews sollte man die Originalquelle lesen:

Vorausgegangen war ein Streit zwischen den Eltern des Jungen und der Schulleitung. Die Direktorin hatte dem damals 14-Jährigen verboten, auf dem Schulflur zu beten, und auf die Neutralität der Schule verwiesen. Der Junge hatte sich jedoch auf seine Pflicht zum fünfmaligen Gebet am Tag berufen und geklagt.

Hätte die Direktorin das Beten auf dem Flur nicht verboten, hätte es auch keinen Rechtsstreit gegeben.
 
Ich kann hier mal eine kleine Anekdote anbringen:
Letztes Semester ging es in einem Chemie-Praktikum darum, dass eine Mitstudentin aus der Türkei ihr Kopftuch trägt... Ich habe bei einer Diskussion mitgelauscht und dort wurde dann vom Prof sinngemäß gesagt: "Normalerweise sind Kopfbedeckungen ja nicht erlaubt, aber der Aufstand lohnt sich nicht"
 
Ich kann hier mal eine kleine Anekdote anbringen

Kann ich auch. Ich hab heut morgen gefrühstückt, mir einen Tee gekocht, gemütlich den Tagesschau-Podcast von gestern abend geguckt.... und plötzlich war ich schon total spät dran und bin fast zu spät zur Vorlesung gekommen.


Oh. Passt ja garnicht zum Thema... :ugly:
Oh. Deine ja auch nicht... :roll:
 
Warum denn nicht? Hätte man den einfach auf dem Flur beten lassen, dann gäbe es jetzt keine Extrawurst und damit keinen Gebetsraum...

In dem Zusammenhang ergibt das in der Tat Sinn. Hättest du der Deutlichkeit halber dazuschreiben können. War schließlich nicht die Fortführung deiner bisherigen Meinung. Naja. Jetzt weiß ich bescheid. ^^