Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Edit: Außerdem habe ich ja auch nie behauptet das Kernkraft auch in Zukunft das Maß aller Dinge ist sondern das sie zur Zeit noch unverzichtbar ist.

Das stimmt so einfach nicht, denn die Kernkraft macht einen relativ geringen Anteil im Strommix aus, man kann auf sie im Rahmen des geplanten Atomausstiegs verzichten.
 
Wenn das bis dahin wirklich wirtschftlich machbar ist bin ich der letzte der was dagegen sagt.
 
Wenn der politische Wille da ist, ist es definitiv machbar. Aber dazu muss man natürlich am Atomausstieg festhalten.

Der politische Wille setzt allerdings Vernunft voraus.
Wie man angesichts eines fehlenden Endlagers [trotz 30 jähriger Suche und Erprobung!], sich häufender Störfälle und vor allem steigender Uranpreise und sinkender Erzvorkommen auf Atomkraft setzen kann, ist mit "Vernunft" nicht zu erklären.

Vor allem die Endlager-Problematik ist "herzerfrischend" [wenn es denn nicht so ernst wäre].
Etliche Bürgerbewegungen wurden in den Teilen Deutschlands gegründet, in denen die Möglichkeiten für ein Atomendlager geprüft werden [sollten].

Was mir dabei auffällt - ich habe bisher keine einzige Bürgerbewegung oder Partei gefunden, die sich für ein Atomendlager in ihrem Gebiet einsetzt. :biggrin:
Bei all den AKW-Befürwortern muss es doch sowas geben?!
 
Einfach nach der Wahl die Wahlkreise mit höchstem CDU/FDP Stimmenanteil nehmen und anfragen, ob man da lagern darf...

Die CDU-Regierungen von Baden-Württemberg und Bayern haben ja schon längst beschlossen, das in "ihrem" Land keine Forschungen bzgl. Endlager gemacht werden. Fleißig Atommüll produzieren aber dann schleunigst weg damit :LOL:
 
Fleißig Atommüll produzieren aber dann schleunigst weg damit :LOL:

... und immer mit dem Verweis, es gäbe schon genügend [!] Forschungen zu einem Endlager in Gorleben bzw. Asse.
Für einen Herrn Seehofer sind die Zustände in der Asse scheinbar völlig normal und nicht besorgniserregend.
Sollte man da nicht wirklich darüber nachdenken, die Asse zu räumen und in einem Endlager in Bayern für die nächsten Jahrtausende zu verstauen?
Ein näher liegender Schluss ist mir bisher nicht eingefallen.
 
Die brauche ich mir nicht anschauen. Mit sowas durfte ich die letzten 12 Monate in Klausuren rechnen. Trotzdem wäre ein solcher Reaktor wesentlich effizienter und könnte wie im Artikel zu lesen ist mit "abgebrannten" Stäben konventioneller AKW´s betrieben werden.
 
Gut, das verringert evtl. die Menge des Atommülls - von daher mag der Betrieb von einigen Meilern dieser Art durchaus sinnvoll sein. Nur lösen tun sie das Problem wohl nicht.

- Atommüll werden wir auch weiterhin haben.
- Die Risiken von Strahlung bei Lagerung der Abfälle und beim Betrieb des Kraftwerkes bleiben bestehen.
 
Das ist ja auch unbestritten und nicht der Weisheit letzter Schluss, aber Fakt ist egal was wir hier in Deutschland machen bleibt Atomkraft noch viele viele Jahrzehnte auf diesem Planeten erhalten.
Der im Artikel vorgestellte Reaktor läuft mit "verbrauchten" Brennstäben konventioneller Reaktoren die ja wie festgestellt Weltweit noch ne ganze Zeit laufen, d.h. damit würde im Endeffekt sogar die Menge anfallenden Atommülls reduziert werden.
Alles gemäß dem Fall das dieser Reaktortyp wirklich lauffähig gebaut werden kann. Bislang ist das Ding ja noch in der Forschung.
Ich wollte durch den Link auch nur zum Ausdruck bringen das nicht alles was in dem Bereich geforscht wird pauschal verteufelt werden sollte und das durchaus Potential besteht die Atommüllproblematik zu entschärfen.
 
Haben wir schon verstanden.

Grundsätzlich wird aber jeder Betreiber - Egal, ob der eines Endlagers oder der eines solchen AKWs damit zu kämpfen haben, dass es keiner vor der Haustür haben will... ;)
 
Nochmal kurz den Thread nach oben bringen um zu zeigen was Forschung in punkto Atomkraft bringen kann: https://www.heise.de/newsticker/Forscher-wollen-nachhaltigen-Kernreaktortyp-bauen--/meldung/144356


Wenn denn der erste Reaktor 2040 fertiggestellt werden soll, dann wird es 2045 werden. Sinnvoller wäre es definitv bis 2045 eine dezentrale Energieversorgung durch erneuerbare Energien aufzubauen, da diese eben weniger Nachteile mit sich bringen. Zukunftsfähig ist Atomkraft nicht.
Dies zeigt übrigens auch die Tatsache, dass das Konzept für den Reaktor schon seit 20 Jahren existiert und von unabhängigen Wissenschaftlern gab es auch noch keine Statements, die irgendwie belegen würden, dass diese Behauptung, dass die Reaktoren "Allesfresser" wären, stimmen würde.
 
Mal kurz eine Frage: Warum bringen wir unseren Atommüll nicht nach Sibirien? Dort lagern doch die Russen auch ihren Atommüll, dort stört er nicht und wenn man ihnen genug Geld gibt, dann werden sie den Müll auch gerne annehmen. Günstiger als die Endlagerung in Deutschland wäre das allemal...
 
Tolle Idee!

Wir wollen nicht, das die Umwelt verdreckt wird, also schicken wir unseren Müll einfach dorthin, wo sich keine Sau um Sicherheitsvorkehrungen schert!

(Ach übrigens: Müllexport ist illegal... :ugly:)
 
Also ich würde es so machen... Ich finde es ehrlicher, wenn man sagt: Wer bezahlbaren Strom will, der muss auch auf die Atomkraft setzen... Die Grünen verschweigen ja immer, dass ihr super Solarstrom das Zehnfache des konventionellen Stroms kostet... Und die "Zukunftsjobs" (Solarkollektoren) werden auch bald alle in China sein... Dort ist das Wort Einspeisegesetz gerne gehört... Wir finanzieren die weltweite Solarindustrie... Ich weiß nicht, ob ich das wirklich begrüßen soll... Sind denn Arbeitsplätze in energieintensiven Industrien weniger wert?

Und was bitteschön wäre an einem solchen Geschäft schlecht? In Sibirien lebt kein Mensch und wird auch in den nächsten hundert Jahren niemand leben... Soll man es eben in sowieso schon radioaktiv verseuchten Gegenden lagern... Gab ja genügend Atomtests... Dort kann sowieso niemand mehr gesund leben... Problem gelöst... Her mit nem Umweltpreis... 8)