Samy Deluxe unter Beschuss ! (TAZ,SZ,VICE) H****r war doch Österreicher/Deutschland halt dein Maul!

Doch, oder glaubst du, dass zum Beispiel ein Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern alleine zurecht kommen würde?

Die Welt wäre heute eine andere, wenn es keine Nationen gäbe. Und ich gehe davon aus, dass sie schlechter wäre.

Wer weiß, wie es um Mecklenburg-Vorpommern stünde, wenn es keine vereinte deutsche Nation gegeben hätte (also ab 1871 die Dinge anders gelaufen wären)? Dass es so schlecht um das Land steht, ist doch eine Folge unseres nationalen Vereinigungsprozesses...

Die Welt wäre eine freiere, wenn es keine Nationen gäbe. Und ich gehe davon aus, dass sie daduch eine bessere wäre...
 
Die Welt wäre eine freiere, wenn es keine Nationen gäbe. Und ich gehe davon aus, dass sie daduch eine bessere wäre...

Angenommen wir würden wieder in die Klein- und Vielstaaterei zurückfallen. Was hätte ich davon, wenn es keine Nation und keinen Nationalstaat gäbe?

Alles was nicht in meiner Region produziert würde, wäre sehr viel teurer.
Reisen wären viel umständlicher und ebenfalls teurer.
Wer garantiert die Souveränität meiner Heimat?
Wie sollen globale Probleme gelöst werden?
Wie soll der Austausch unter den Kulturen stattfinden; wie behalte ich meine eigene bei?

Klingt alles nicht gerade sehr verlockend...
 
Gar nichts - Nation bleibt Nation, egal, ob sie klein oder groß ist. Es geht ja eben darum, gar keine Staaten mehr zu haben...

Es kann Staaten geben ohne das eine Nation vorhanden ist... Oder wie würdest du die Reiche vor dem ersten Auftreten der Nationen respektive des Nationalgefühls bezeichnen?

Und gar keine Staaten mehr zu haben...:LOL: Regiert dann jeder selbst über seinen Hof? Das würde im Chaos enden. Du kannst eine Gesellschaft nicht wieder in kleinere Gruppen oder gar Einzelpersonen aufsplittern. Eine Rückentwicklung in die Ur-Gesellschaft ist nicht mehr möglich.
 
Es kann Staaten geben ohne das eine Nation vorhanden ist... Oder wie würdest du die Reiche vor dem ersten Auftreten der Nationen respektive des Nationalgefühls bezeichnen?

In Anbetracht der Tatsache, dass Bayern und Hamburger z.B. wenig gemein haben, kann man wohl auch die Kleinstaaten des HRR als Nation bezeichnen....

Und gar keine Staaten mehr zu haben...:LOL: Regiert dann jeder selbst über seinen Hof? Das würde im Chaos enden. Du kannst eine Gesellschaft nicht wieder in kleinere Gruppen oder gar Einzelpersonen aufsplittern. Eine Rückentwicklung in die Ur-Gesellschaft ist nicht mehr möglich.

Ganz richtig, "jeder" regiert dann "selbst über seinen Hof". Und zum Chaos führt es nur, solange die Mehrzahl der Menschen so dumm und ignorant ist - ich sage nicht, dass sich das jemals ändern wird; meine Vorstellung ist ein Ideal, keine Frage, aber jeder Schritt in diese Richtung ist ein Gewinn...
 
Es macht doch keinen Sinn, über politische Systeme zu philosophieren, die nie Bestand haben werden, weil sie absolut utopisch sind. Wenn wir Politikwissenschaftler so arbeiten würden wie du, wären wir von keinem Nutzen...
Und Hamburg und Bayern haben mehr gemein als man denken mag. Und sie sind definitiv nicht als Nationen zu bezeichnen, weder heute noch damals. Du solltest Nation nicht mit Staat oder Territorium gleichsetzen.
 
Es macht doch keinen Sinn, über politische Systeme zu philosophieren, die nie Bestand haben werden, weil sie absolut utopisch sind. Wenn wir Politikwissenschaftler so arbeiten würden wie du, wären wir von keinem Nutzen...

Ich bin ja auch kein Politikwissenschaftler...aber ich halte es generell für sehr sinnvoll, über Utopien nachzudenken, denn auch wenn man sie nicht erreichen kann, kann man versuchen, ihnen nahe zu kommen - was immer einen Gewinn bedeutet.


Außerdem darf ich laut Duden "Nation" sehr wohl als "Staat" verwenden, natürlich in einem etwas "intensiveren" Sinne.
 
...aber ich halte es generell für sehr sinnvoll, über Utopien nachzudenken, denn auch wenn man sie nicht erreichen kann, kann man versuchen, ihnen nahe zu kommen - was immer einen Gewinn bedeutet.

Ich glaube, dass du eher Ideale meinst. Und du solltest, wenn du schon an Utopien denkst, auch die Distopien bedenken; für den einen oder anderen kann ein Streben danach auch Gewinn bedeuten...

Außerdem darf ich laut Duden "Nation" sehr wohl als "Staat" verwenden, natürlich in einem etwas "intensiveren" Sinne.

Aber nicht im Zusammenhang mit Nationalstolz/Nationalgefühl.
 
Ich glaube, dass du eher Ideale meinst. Und du solltest, wenn du schon an Utopien denkst, auch die Distopien bedenken; für den einen oder anderen kann ein Streben danach auch Gewinn bedeuten...

Das Ideal ist die Freiheit, die Utopie ist die anarchische Staatenlosigkeit. Natürlich hat das in sich schon einen dystopischen Beigeschmack, aber ich erhebe ja auch keinen Allmachtsanspruch auf meine Ideale - was übrigens Politik in meinen Augen zur absoluten Ungerechtigkeit macht: entweder drückt ein Einzelner seine Interessen durch oder die Mehrheit tut es: beides nicht gerade sehr "gerecht".

Aber nicht im Zusammenhang mit Nationalstolz/Nationalgefühl.

Helmut Schmidt hat das Bundesverdienstkreuz abgelehnt, weil die Hamburger Verfassung es den Bürgern verbietet, Auszeichnungen von anderen Staaten/Nationen anzunehmen. Wenn das kein Nationalgefühl ist, weiß ich auch nicht...
 
Trotz der Diskussion weiß ich aber immer noch nicht, was man unter "Nationalstolz" versteht. :-?

Muss ich mich im Ausland wegen unserer Vergangenheit schämen und meinen Status als Deutsche verleugnen? Nein muss ich nicht. Ich bin eine Deutsche. In Deutschland geboren.
Jedes Land hat seine Vergangenheit und andere Länder sind weder besser noch schlechter in ihrer Vergangenheit. Für fast jedes Land kann man Chroniken erstellen, wo sie sich gegenseitig abgeschlachtet haben, für Land, Öl, Glaube oder Hautfarbe :roll:

Also wer will mir jetzt bitte vorschreiben, dass ich als Deutsche geduckt durch die Gegend laufen soll?
 
Das Ideal ist die Freiheit, die Utopie ist die anarchische Staatenlosigkeit.

Es gibt da mehrere, Stichwort Kommunismus...
Ich bin der Ansicht, dass Anarchie wider der Natur des Menschen ist. Und daher ist für mich Anarchie auch eine reine Dystopie.

Helmut Schmidt hat das Bundesverdienstkreuz abgelehnt, weil die Hamburger Verfassung es den Bürgern verbietet, Auszeichnungen von anderen Staaten/Nationen anzunehmen. Wenn das kein Nationalgefühl ist, weiß ich auch nicht...

Es geht nicht um Auszeichnungen im Allgemeinen, die man ablehnen muss, aber das nur am Rande...

Helmut Schmidt versteht sich als Hanseat, aber das ist für mich eher Lokalpatriotismus. Und ich denke, dass er dieses auch seinem wahren Nationalgefühl unterordnet. Aber: Was soll daran schlecht sein?

Ich wiederhole es noch mal gerne: Ohne Nationalgefühl keine Nationalstaatsbildung, ohne Nationalstaaten herrscht das Chaos.
 
Es gibt da mehrere, Stichwort Kommunismus...
Ich bin der Ansicht, dass Anarchie wider der Natur des Menschen ist. Und daher ist für mich Anarchie auch eine reine Dystopie.

Anarchie ist doch das Ergebnis unserer Entwicklung: erst die kleinen Familien, dann die kleinen Gruppen, dann die ersten Kulturen, dann die ersten politischen Systeme, dann die Bildung von Imperien, dann von Staaten, die Gesellschaft wird immer größer und größer - bis sie schließlich überflüssig wird und alles sich auflöst zur individuellen Freiheit.

Helmut Schmidt versteht sich als Hanseat, aber das ist für mich eher Lokalpatriotismus.

Nur, weil der Patriotismus sich auf einen kleinen Raum beschränkt, ist er dennoch eine Form von Nationalgefühl...

Ich wiederhole es noch mal gerne: Ohne Nationalgefühl keine Nationalstaatsbildung, ohne Nationalstaaten herrscht das Chaos.

Und im Chaos die größte mögliche Freiheit für jeden einzelnen, zu tun, was immer er möchte, ohne von außen aufgezwungene Konsequenzen fürchten zu müssen.

Also wer will mir jetzt bitte vorschreiben, dass ich als Deutsche geduckt durch die Gegend laufen soll?

Jeder, der damals lebte, jeder, dessen soziale/religiöse/etc. Gruppe verfolgt wurde, jeder "gute" Deutsche sowieso...es ist ein Dogma...
 
Und im Chaos die größte mögliche Freiheit für jeden einzelnen, zu tun, was immer er möchte, ohne von außen aufgezwungene Konsequenzen fürchten zu müssen.

Ich sehe nicht, wo ich frei bin, wenn es keine Regeln gibt. Freiheit hat nichts mit einem regellosen, chaotischen Brei zu tun, wo jeder das tun kann, wonach ihm beliebt. Dann geht das Hauen und Stechen los; aber gut. Es wird nicht eintreten, weil man die Menschheit nicht desozialisieren und entzivilisieren kann.
 
Ich sehe nicht, wo ich frei bin, wenn es keine Regeln gibt. Freiheit hat nichts mit einem regellosen, chaotischen Brei zu tun, wo jeder das tun kann, wonach ihm beliebt. Dann geht das Hauen und Stechen los; aber gut. Es wird nicht eintreten, weil man die Menschheit nicht desozialisieren und entzivilisieren kann.


Freiheit hat sehr viel mit Möglichkeit zu tun: die Möglichkeit, jemanden umzubringen, ohne dass eine abstrakte Institution wie ein Rechtsstaat dies bestraft, ist eine Art von Freiheit, zum Beispiel. Meine Idee der Freiheit geht über das Maß dessen, was die Gesellschaft akzeptiert, weit hinaus, denn sie erträgt Freiheit nur, solange sie ihr dienlich ist und niemandem schadet...
 
Jeder, der damals lebte, jeder, dessen soziale/religiöse/etc. Gruppe verfolgt wurde, jeder "gute" Deutsche sowieso...es ist ein Dogma...

Fein, dann kann sich jeder auf dieser Welt lebende Mensch an die eigene Nase fassen und ebenfalls geduckt laufen.
Solange das nicht passiert, werde ich das auch nicht tun.
 
Ich hoffe sehr, daß das ironisch gemeint war.

Keineswegs. Oder würdest du mir widersprechen, dass der Zentralrat noch immer darauf pocht, dass die ungeheure Schuld jener Zeit noch heute gern und von vielen Seiten wachgerufen wird (insbesondere von unserern Politikern) etc. Und willst du mir widersprechen, wenn ich von Dogma spreche, wo du selbst doch so entsetzt darauf reagierst, wenn man daran rüttelt?
 
Niemand kann etwas dafür, in welchem Land er geboren wurde und ich werde mir ganz sicher nicht die Schuld meiner Vorfahren aufbürden, denn ich habe daran nicht mitgewirkt. Wieso also sollte ich mir von ZdJ irgendwas einreden lassen?
 
Niemand kann etwas dafür, in welchem Land er geboren wurde und ich werde mir ganz sicher nicht die Schuld meiner Vorfahren aufbürden, denn ich habe daran nicht mitgewirkt. Wieso also sollte ich mir von ZdJ irgendwas einreden lassen?

Ich behaupte ja nicht, dass du das tust. Aber schau dir nur das hier an https://www.klamm.de/forum/showthread.php?t=245848, dann siehst du schon, dass es doch vollkommen üblich ist, jene Ereignisse heute noch wachzuhalten und vorzuwerfen...


Übrigens: niemand kann etwas dafür, in welchem Land er geboren wurde - wieso soll er dann Nationalgefühl entwickeln?
 
Freiheit hat sehr viel mit Möglichkeit zu tun: die Möglichkeit, jemanden umzubringen, ohne dass eine abstrakte Institution wie ein Rechtsstaat dies bestraft, ist eine Art von Freiheit, zum Beispiel. Meine Idee der Freiheit geht über das Maß dessen, was die Gesellschaft akzeptiert, weit hinaus, denn sie erträgt Freiheit nur, solange sie ihr dienlich ist und niemandem schadet...

Und lass mich raten, jeder, der deine Ansichten als irrational ansieht, ist spießig... :LOL:

Zur Freiheit gehört auch Verantwortung. Ich kann nicht meinen Nachbarn töten, weil mir danach ist; denn damit würde ich ihm ja seine Freiheit zu leben rauben.