News Türkei: Christentum - Religionsfreiheit ist "kein grundlegendes Menschenrecht"

Klar und richtig. Der Punkt ist, dass es versäumt wurde und weiterhin versäumt wird.

Naja, nicht wirklich...
Bei der Greencard Anfang 2000 oder so war die Aufenthaltserlaubnis auf fünf Jahre beschränkt.

Kritiker hielten dass für eine Einschränkung, die Leute davon abhalten könnte, herzukommen.

gruss kelle!
 
Naja, nicht wirklich...
Bei der Greencard Anfang 2000 oder so war die Aufenthaltserlaubnis auf fünf Jahre beschränkt.

Kritiker hielten dass für eine Einschränkung, die Leute davon abhalten könnte, herzukommen.
Ja, wäre eine Maßnahme. Gibt's die eigentlich noch?

Was die Kritiker angeht, so kann ich auch den Gedankengang nachvollziehen. Haben die Kritiker denn auch eine Alternative angeboten oder wollten sie nur mal wieder nörgeln? Habe die Diskussion um die Greencard nie mitbekommen ehrlich gesagt...

Gruß,
Photon
 
Eigentlich müsste das Land dann auch noch auf dem europäischen Kontinent liegen, [...]

Und schon müssen wir Zypern aus der EU werfen und Island dürfte nicht mitmachen wenn es wollte.

Du hast Recht, die Türkei muss in puncto Wirtschaft und Menschenrecht bestimmte Standards erfüllen, die sie bis jetzt noch nicht erfüllt. Ich frage mich auch ob sie ernsthaft bereit wäre immense Souveränität an die EU abzugeben. Aber wenn sie die grundsätzlichen EU Vorgaben erfüllt - warum sollte man den Beitritt nicht gestatten?

Mehr noch: reicht nicht eigentlich der glaubhafte Wille der türkischen Regierung aus, Menschenrechte in der Türkei durchzusetzen? Wäre es in diesem Falle nicht sinnvoll das Land in die EU aufzunehmen um diese Prozesse effektiver fördern und lenken zu können?
 
Und schon müssen wir Zypern aus der EU werfen und Island dürfte nicht mitmachen wenn es wollte.
Ich sag' ja nichts dagegen. Ich sage: Willkommen, Japan. Die Idee fände ich auch gar nicht schlecht - nur mit Personalausweis ein Wochenende in Tokio würde mich schon reizen.

[...] Aber wenn sie [Türkei] die grundsätzlichen EU Vorgaben erfüllt - warum sollte man den Beitritt nicht gestatten?

Mehr noch: reicht nicht eigentlich der glaubhafte Wille der türkischen Regierung aus, Menschenrechte in der Türkei durchzusetzen? Wäre es in diesem Falle nicht sinnvoll das Land in die EU aufzunehmen um diese Prozesse effektiver fördern und lenken zu können?
Ja, also der glaubhafte Wille der Türkei reicht wohl kaum aus. Denn den anderen Mitgliedstaaten hat auch nicht der "glaubhafte Wille" gereicht, ihr Bruttoinlandsprodukt (oder pro-Kopf) an EU-Richtlinien anzupassen. Keine Ahnung, warum die Türkei bei so fundamentalen Dingen wie den Menschenrechten ein Auge zugedrückt werden sollte? Oder ist es in der EU doch scheißegal und geht es wieder mal nur um die Wirtschaft und damit um das Geld?

Im Grunde ist mit dem EU-Beitritt Deutschlands das deutsche Kind sowieso in den Brunnen gefallen. Raus können wir nicht mehr und jetzt kann man auch gleich eine Eurasische Union schaffen. Dann haben wir wenigstens noch so große und aufstrebende Industrienationen wie China und Japan mit drin und können den Amis richtig einheizen, wenn nicht sogar schon diktieren. Da Menschenrechte sowieso nur sekundär zu sein scheinen, sobald Geld im Spiel ist, können wir uns auch gleich mit Saudi-Arabien, Irak und Iran anfreunden und vielleicht schon in ein paar Jahren ebenfalls für 10 ct/l Super tanken. Also ich bin für die Eurasische Union. Schlechter kann es nicht werden.

Gruß,
Photon
 
Raus können wir nicht mehr [...]

Wer sagt das denn? Wir sind ein souveränes Volk, wir können jederzeit die EU verlassen. Kein Land kann rausgeschmissen werden, aber natürlich kann jedes von sich aus gehen.

Du musst halt nur eine Mehrheit für solche Lächerlichkeiten finden. Und da dir da keine der etablierten Parteien bei helfen wird, wirst du wohl um die Gründung einer neuen Partei nicht herum kommen. Tja, es ist ein langer Weg - aber vielleicht klappt es ja :).
 
Wer sagt das denn? Wir sind ein souveränes Volk, wir können jederzeit die EU verlassen. Kein Land kann rausgeschmissen werden, aber natürlich kann jedes von sich aus gehen.
[...]
Nein, also mit "nicht können" war nicht die theoretische Unmöglichkeit gemeint. Vielmehr sind wir inzwischen sehr stark mit der EU verzahnt, zahlen ja auch Netto das meiste ein und die Wirtschaft hat auch längst ihre "Provisionen" an die Politiker ausbezahlt. Ich bin der Ansicht, dass zum jetzigen oder späteren Zeitpunkt ein EU-Austritt Deutschland mehr schaden würde, als der Verbleib in der EU. Wir hätten niemals beitreten dürfen, aber nun ist es zu spät und jetzt tut es weniger weh, wenn wir dabei bleiben. So war es gemeint.

Gruß,
Photon
 
Du musst halt nur eine Mehrheit für solche Lächerlichkeiten finden. Und da dir da keine der etablierten Parteien bei helfen wird, wirst du wohl um die Gründung einer neuen Partei nicht herum kommen. Tja, es ist ein langer Weg - aber vielleicht klappt es ja :).
Naja, die Linke gewinnt ja immer mehr Stimmen.

Es denken zwar (Gott sein Dank) nicht alle so, aber trotzdem verdeutlicht auch diese Äußerung von Dir ganz gut, dass es eben doch an mangelndem Respekt hapert. Wenn jemand hier 30-40 Jahre arbeitet, in bzw für Deutschland, Steuern zahlt und seine Kinder hier zur Welt bringt, wieso sollte ihn (und seine Kinder) dann plötzlich jemand nach Hause schicken?
Wie schon gesagt war das von vorne herein auf Zeit begrenzt und deshalb wurden die Leute auch nicht in die Gesellschaft integriert vielmehr ghettoisiert um die mutmaßlich beabsichtigte Rückkehr in ihre Heimatländer zu erleichtern. Heute heisst es man hätte eine Integration über Jahrzehnte vernachlässigt tatsächlich aber war eine Integration von keiner Seite je beabsichtigt.
Die meisten Gastarbeiter können als reiche Leute in ihre Heimat zurückkehren und dort einen sorgenfreien Ruhestand ausleben. Aber nach Hause schickt sie niemand!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie schon gesagt war das von vorne herein auf Zeit begrenzt und deshalb wurden die Leute auch nicht in die Gesellschaft integriert vielmehr ghettoisiert um die mutmaßlich beabsichtigte Rückkehr in ihre Heimatländer zu erleichtern. Heute heisst es man hätte eine Integration über Jahrzehnte vernachlässigt tatsächlich aber war eine Integration von keiner Seite je beabsichtigt.
Also dafür wäre mir eine Quelle ganz recht. Eine bewußte "Ghettoisierung", um die Heimkehr zu erleichtern oder anders formuliert: Um eine Integration zu erschweren!? :roll:
Die meisten Gastarbeiter können als reiche Leute in ihre Heimat zurückkehren und dort einen sorgenfreien Ruhestand ausleben.
Können sie doch auch hier machen. :roll:
 
Mutter ist deutsch, vater ist türke, bin in deutschland geboren und besitze einen deutschen pass.

darf ich hier bleiben? =)

Bin mir nicht ganz sicher. Wieviele Generationen ist denn Deine Mutter Deutsche?

Und, ganz wichtig für die Beantwortung der Frage, gibt es vielleicht jüdische Vorfahren in der Linie der Mutter?

Er besitzt einen deutschen Pass, er ist also Deutscher. Folglich darf er sich genau so lange in Deutschland aufhalten wie das jeder andere Deutsche auch kann.

Aber vielleicht war die Rückfrage von Photon ja auch gar nicht ernst gemeint.
 
[...] Er besitzt einen deutschen Pass, er ist also Deutscher. Folglich darf er sich genau so lange in Deutschland aufhalten wie das jeder andere Deutsche auch kann.[...]
Ich habe diesbezüglich den Minister für Integration und sofortige Rückführung kontaktiert. Er sagte, dass ein Nachweis erforderlich wäre, der aus mindestens 3 Teilen besteht:

Zunächst muss die Mutter einen Nachweis ihrer Ahnenlinie bis 1490 vorweisen, aus dem hervorgeht, dass sie deutscher Abstammung wäre. Ideal wäre eine Ahnenlinie aus dem Hause Habsburg. Der Vater muss eine europäische Abstammung vorweisen können, die zwischen dem Jahr 0 und 200 n. Chr. zurück geht. Als letzter Punkt werden auch die neuesten schädelkundlichen Erkenntnisse mit einbezogen. Demnach darf die Schädelform nicht zu slawisch sein, die Hautfarbe nicht zu dunkel und das Haar nicht zu schwarz. Eine entsprechende Farbtabelle wird auf Wunsch versandt.

Nur wenn alle 3 Fälle zweifelsfrei ins Raster passen, darf er hier bleiben. Sonst sehe ich schwarz und sage schonmal: "Tschö".

Gruß,
Photon
 
Problem ist, wohin schieben wir ihn ab? Mit einem deutschen Pass? Ob Österreich ihn wohl nehmen würde? Oder müsste er dafür blond sein?

Marty
 
Problem ist, wohin schieben wir ihn ab? [...]
Hmm, im Südwesten Frankreich - nee, das kann man niemandem antun. Jeden Tag Baguettebrot verursacht Blähungen.

Im Westen Belgien - gefährliches Pflaster, wenn man noch nicht 18 ist.

Im Nordwesten die Niederlande, würde gehen, muss mal jemand anfragen.

Im Osten Polen - naja, die kommen ja nicht umsonst zu uns (und ziehen dann weiter nach Engeland). Im Südosten Tschechien, auch nicht gerade eine führende Industrienation.

Und im Süden Österreich und Schweiz - die lassen eh keinen rein.

Bleibt Norden, die Nord- oder Ostsee. Eher Nordsee mit guter Chance auf eine Freifahrt auf dem Atlantik. Soll um diese Jahreszeit ganz kuschelig da draußen sein. Oder Dänemark, wenn die Sterne günstig stehen.

Also geben wir ihm ein Boot. Am besten ein Schlauchboot, das kann man zur Not flicken, wenn es etwas rauher werden sollte auf dem Atlantik, was ich mir nicht vorstellen kann. Und von da aus steht ihm doch die ganze Welt offen. Das bezaubernde Kanada, die USA, Schweden, mit etwas Glück findet er auch Finnland. Oder ganz bequem einmal um das Kap gepaddelt, schwupps - ist man auch schon in Australien.

Wird sich schon was finden. Zur Not gibt es ganz zauberhafte Gegenden um den Südpol. Auch im Norden, vielleicht Spitzbergen. Nun soll mal einer sagen, er wüßte dann nicht, wohin...
 
Die Leute haben bei der Ankunft eine Wohnung und ein Fahrrad bekommen - mehr als jeder deutsche Arbeiter zu jener Zeit. Und weil sie gearbeitet haben und Geld verdienten (was sie offensichtlich in ihrer Heimat nicht konnten, sonst wären sie nicht hier) schuldet Deutschland ihnen Dank?

Ja, Dank und Respekt. Diese Gastarbeiter haben den Wirtschaftsboom der frühen BRD, der uns zu dem gemacht hat, was wir sind, mitgetragen bzw erst möglich gemacht. Spätestens seit das Rotationsprinzip irgendwann Ende der 60er Anfang der 70er aufgegeben wurde und man den bewährten Arbeitern gestattete, ihre Familien nachzuholen bzw hier Familien zu gründen, ist Deutschland ein Einwanderungsland. Also ist eigentlich alles was Du zu dem Thema von Dir gelassen hast (in Deiner gewohnt geringschätzigen Art diesen Menschen gegenüber) wieder mal nur ein Zeichen Deiner .. naja, ich spar mir das :D
 
Ja, Dank und Respekt.
Respekt. Wir reden jetzt von der Form Respekt, die man jedem Menschen gegenüber bringt (oder bringen sollte), oder eine besondere Form, eher die devote Art? Also ich habe nicht im Ansatz Verständnis dafür, weswegen man Gastarbeitern eine besondere Form von Respekt entgegen bringen sollte. Sie haben gearbeitet und verdient. Der Dank war der Gehaltsscheck, der Respekt ist das Angebot der deutschen Staatsbürgerschaft, nachdem sie X Jahre in diesem Land zugebracht haben. Und das ist ein sehr sehr großer Respekt, wie ich finde. Wer das nicht wahrnimmt und hier keine Arbeit mehr zu erledigen ist, dann muss man sich eben auf die Bedeutung des Wortes "Gastarbeiter" besinnen und sie in Richtung Heimat schicken. Ist doch gar keine Frage!

Diese Gastarbeiter haben den Wirtschaftsboom der frühen BRD [...] mitgetragen bzw erst möglich gemacht. Spätestens seit [...] Ende der 60er Anfang der 70er [...] man den bewährten Arbeitern gestattete, ihre Familien nachzuholen bzw hier Familien zu gründen, ist Deutschland ein Einwanderungsland. Also ist eigentlich alles was Du zu dem Thema von Dir gelassen hast [:roll:] wieder mal nur ein Zeichen Deiner .. naja, ich spar mir das :D
Ja, also ich verbiete Dir nicht, vor jedem Menschen Deiner Wahl Dein Haupt in Demut zu senken. Du kannst auch gern allem und jedem für irgendwas dankbar sein. Ist mir völlig wurscht. Mir geht es anders, denn ich sehe keinerlei Veranlassung für irgendeine Form besonderer Dankbarkeit. Zumal ja wohl niemand seinen gut bezahlten Job in Ostanatolien aufgegeben hat, um Deutschland aus der Scheiße zu ziehen.

Aber wie gesagt: Danke, wem immer Du willst, aber fang nicht an, mich hier mit Unsinn zu schulmeistern.
 
Nenn Unsinn, was Du willst, es bleiben trotzdem Fakten.
Ja, nein, also ja - natürlich sind es Fakten. Und genauso ist es auch gewesen. Nur ich habe keinen Punkt gefunden, der von mir auch nur den Anflug von Dankbarkeit auslösen könnte. Und ich habe den letzen Satz:
bennsenson schrieb:
Also ist eigentlich alles was Du zu dem Thema von Dir gelassen hast (in Deiner gewohnt geringschätzigen Art diesen Menschen gegenüber) wieder mal nur ein Zeichen Deiner .. [...]
in keinen Zusammenhang bringen können, mit dem, was Du vorher geschrieben hast. Da der ganze Test in seiner Gesamtheit somit für mich überhaupt keinen Sinn ergab, musste ich davon ausgehen, dass Du nur mal wieder etwas pöbeln wolltest. Macht ja nix, Photon hat ein breites Kreuz und kann sowas ab ;)

Aber vielleicht, um das noch aufzuklären: Die Gastarbeiter sind hergekommen und haben gearbeitet. Dann haben sie ihre Familien her geholt. Und deshalb ist alles, was ich hier in dem Thread geschrieben habe, Blödsinn. Habe ich das jetzt richtig zusammengefasst?