Würdet ihr fälschlich überwiesenes Geld zurückgeben?

Würdet ihr irrtümlicherweise überwiesenes Geld zurückschicken?

  • Ja, auf jeden Fall

    Stimmen: 64 52,9%
  • Nur wenn derjenige sich meldet

    Stimmen: 51 42,1%
  • Nein, auf keinem Fall

    Stimmen: 6 5,0%

  • Umfrageteilnehmer
    121

R3vo

Well-known member
ID: 103550
L
16 Mai 2006
363
38
Der Anlass für diese Umfrage ist dieser Thread:
https://www.klamm.de/forum/showthread.php?t=199701

Nachdem in dem Thread ja verbittert diskutiert wird, ob und warum man Geld, das einem irrtümlicherweise überwiesen worden ist (im genannten Fall gehts immerhin um +30k €) zurückschicken sollte und andererseits viele Argumente dafür kommen, es nicht zu tun, würd mich nun interessieren was IHR machen würdet.

Wenn ihr einen Batzen Geld offensichtlich fälschlicherweise überwiesen bekommt, würdet ihr das Geld zurückschicken oder behalten?

Man scheint rechtlich auf der sicheren Seite zu sein wenn man es behält. Aber wie siehts mit der Moral aus?

Fändet ihrs unmoralisch das Geld zu behalten?
Oder gar dumm es zurückzuschicken?
 
es kommt auf die summe an, wenn es paar 100 euro sind, lohnt es sich nicht, dafür "stress" zu haben, wenn es aber so 30 k oder mehr wären, würd ich es behalten und ausgeben :ugly: so kann man auch mal nen monat "spaß" haben im leben, auch wenn es danach möglicherweise (je nach rechtssprechung) schlecht aussieht
 
auf jeden fall zurückgeben! Egal welche Summe...

Es ist nicht meins und damit Basta!
Früher oder später meldet sich derjenige sowieso...

Es kamen in dem Thread auch immer Stimmen Richtung "der Überweiser hat es doch falsch gemacht, also hat er Pech...". Ey, diejenigen will ich nicht sehen, wenn die mal etwas falsch überweisen... (jaja, sowas passiert denen natürlich nicht...)
 
klar, vllt. nicht so "frech", aber ich würde, wenn ich das geld ausgegeben hätte, sagen, wie es ist und er den rest über einen anwalt laufen lassen soll

anders bringts ja nichts
 
klar, vllt. nicht so "frech", aber ich würde, wenn ich das geld ausgegeben hätte, sagen, wie es ist und er den rest über einen anwalt laufen lassen soll

anders bringts ja nichts

mit dem Hintergedanken, dass er sowieso keine Chance hat das Geld wieder zu sehen?
Wie is das jetzt eigentlich, im anderen Thread stand mal so und mal so, is man jetzt rechtlich auf der sicheren Seite wenn man das Geld ausgibt?

Was wenn mans einfach nur nicht rausrückt?
 
Ja ich würde es zurückgeben.
Ich hatte das auch schonmal gemacht da hatte mir eine Private Rentenversicherung Geld überwiesen was für jemand anders bestimmt war.
Das hatte ich der Bank gesagt und das Geld wurde zurücküberwiesen.

Was mich etwas geärgert hatte war das von der Versicherung noch nicht mal ein dankeschön kam.

Genauso war es als ich eine Amex Karte gefunden hatte die ich an Anerican Express gesendet hatte , die hatten sich auch nicht bedankt.
 
Man scheint rechtlich auf der sicheren Seite zu sein wenn man es behält.

Du hast Recht - rechtlich gehört das Geld mit vollständiger Sicherheit weiterhin demjenigen, der es versehentlich an das falsche Konto überwiesen hat und NICHT demjenigen, der es zufällig bekommen hat.

Man kann also darauf hoffen, dass derjenige der das Geld an die falsche Stelle geschickt hat sich nie wieder meldet und es darum ausgeben. Seinen Anspruch auf das Geld hat der Eigentümer des Geldes deshalb aber nicht verloren. Meldet er sich, schuldet man ihm das Geld also. Er kann es auf zivilrechtlichem Wege eintreiben. Wenn man also nicht gerade vor hat für den Rest seines Lebens bettelarm zu bleiben, hat man also durch das Ausgeben des Geldes eines anderen wenig gewonnen.

Was ich also machen würde?

Ich sehe da zwei sinnvolle Alternativen:
a) Ich bemerke die Fehlüberweisung und mache mir die Mühe sofort meine Bank und den Überweiser zu kontaktieren, damit er das Geld möglichst schnell wieder hat (vielleicht wollte er damit ja z.B. eigentlich Aktien kaufen oder ein befristetes Angebot wahrnehmen und wenn zuviel Zeit verstreicht kann er das nicht mehr). Wenn ich mich dazu entschlossen habe würde ich nett nachfragen ob ihm meine Bemühungen nicht ein kleine "Aufwandsentschädigung" wert waren (meinetwegen eine Art "Finderlohn").
b) Ich warte bis er, oder meine Bank sich meldet und um die Freigabe zur Rückbuchung des Geldes bittet. Dieser stimme ich zu und vergesse den Vorfall. Um einen Finderlohn (der mir nicht zusteht und der in diesem Fall, da ich gar nichts getan habe, auch nicht angemessen ist) bitte ich nicht.

Welche Alternative ich wählen würde hängt so ein bisschen vom Geldbetrag ab. Ab etwa vierstelligen Beträgen würde ich wohl zu a) tendieren.
 
Also ich glaub wenn ich Geld von ner Versicherung oder ner Bank falsch überwiesen bekommen würde, würd ichs behalten.

Is was anderes wie wenn man ner Rentnerin ihr Geld unterschlägt. Die haben schließlich genug Geld und ziehen es einem nur so aus der Tasche.
 
Man hat keine Pflicht, sich zu melden. Aber das auf Seite schaffen könnte einem schon als Unterschlagung ausgelegt werden. Und wenn man es nocht hat und auf Aufforderung nicht zurückgibt, dann ist es ebenfalls Unterschlagung.

Das ganze ist übrigens höchst hypothetisch. Die Bank kann die Buchung ganz einfach rückgängig machen. Dazu haben alle Banken entsprechende Klauseln in ihren AGB. Die buchen einfach das Geld zurück. Und wenn man es schon nicht mehr hat, dann teilen sie dem Menschen, der es fehlerhaft überwiesen hat, mal schnell Name und Adresse mit, damit dieser das zivilrechtlich einklagen kann. Und dann darf man 30 Jahre schön jeden Cent über der Pfändungsgrenze abgeben.

Marty
 
naja so spontan würde ich sagen das ichs wahrscheinlcih zurückgeben würde..

egal wie viel überwiesesen wurde...Ich finde das ungerecht und gegen die Moral...Der jenige dem das geld gehört arbeitet hard..tagelang..monatelang.. jahrelang wer weiß wie viel...und wir verbrauchen das geld weil es uns rechtlich "zusteht"...Das ist nicht gerecht...
 
Also ich glaub wenn ich Geld von ner Versicherung oder ner Bank falsch überwiesen bekommen würde, würd ichs behalten.

Is was anderes wie wenn man ner Rentnerin ihr Geld unterschlägt. Die haben schließlich genug Geld und ziehen es einem nur so aus der Tasche.

So einen großen Unterschied sehe ich da trotzdem nicht, beides ist Unrecht. Wer denkt, dass Versicherungen sowieso zu viel Geld haben, schreckt auch vor Versicherungsbetrug nicht zurück und darunter leiden unterm Strich alle anderen Versicherten.

Was ist das Problem daran, das Geld einfach zurückzugeben? Es klingt für mich einfach nur kindlich naiv, wenn man denkt, man könne sich so den Traum vom großen Geld ohne Nachteil erfüllen.
 
Ich würd's natürlich auch zurückgeben.


„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
*Kant-GFS weiter mach*
 
Ich würde vermutlich relativ schnell, nachdem ich das verarbeitet habe, daran denken, wie es mir gehen würde, wenn mir das passieren würde. Es kann ja zum Beispiel auch so sein, dass derjenige es nicht unbedingt so dicke hat, und das Geld wirklich *dringend* braucht, wofür auch immer. Aber auch, wenn derjenige nicht unbedingt am Rande des Abgrunds steht: Lange gespart hat er bestimmt dafür.

In diesem Sinne würde ich dann Kontakt aufnehmen, und das Geld komplett zurücküberweisen. Habe daher natürlich für ja gevoted ;)
 
Ich würde vorerst mal garnicht reagieren. Meldet sich jemand, bekommt der natürlich sein Geld wieder. Aber ich opfere nicht meine Zeit um das in einem langen Telefongespräch mit meiner Bank zu regeln.
 
Schwer zu sagen, was ich machen würde. Grade bei einem so hohen Betrag.
Ich weiß nicht ob ich moralisch "richtig" entscheiden würde.

Eins ist jedoch klar: Wenn er sich melden würde, würd ich es ihm zurückzahlen. Egal ob ich rechtlich abgesichert wäre oder nicht.
Ich würde mich sonst wohl als letzter Schmarotzer fühlen ..
 
Meine Entscheidung wäre ganz einfach:

Ich lege es auf mein Tagesgeldkonto und warte einfach ab. Das bringt ganz gut Zinsen und da das Geld sicher jemand vermisst, wird er sich über meine Bank auch bei mir melden. Bis dahin kann ich ja mal die Zinsen kassieren.

Ich würde nicht das Risiko eingehen das Geld zurück zu überweisen... nachher vertippe ich mich dabei auch noch mal :ugly:

Nein, ernsthaft. es ist vielleicht nicht moralisch der beste Weg, aber da es bei der gleichen Bank bleibt und ich es nicht dem Zugriff entziehe, sondern nur einen kleinen Vorteil für mich ziehe, ist es meiner Ansicht nach ok.
 
Um ehrlich zu sein, ich hätte keine Ahnung, was ich machen würde. Wäre schön, wenn ich klar und deutlich sagen könnte, dass ich das Geld zurückgeben würde. Andererseit bin ich natürlich auch an die 1st rule of acquisition [1] gebunden: "Once you have their money, you never give it back."

Soviel zur Moral, aber was passiert wenn man Hartz-IV-Empfänger ist? Wenn man rein rechtlich der Eigentümer des Geldes ist, wird einem doch eigentlich sofort das Alg-II gestrichen?

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Rules_of_Acquisition