In Remember

06. Mai 1937:
Das Luftschiff LZ 129 Hindenburg geht bei der Landung in Lakehurst (USA) in Flammen auf. Es sterben 36 Menschen.
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Das Luftschiff LZ 129 ist besser bekannt unter seinem Namen „Hindenburg“ und war eines der größten jemals gebauten Luftfahrzeuge. Es erlangte traurige Berühmtheit durch die verheerende Katastrophe von Lakehurst im Mai 1937, die das Ende der zivilen Starrluftschifffahrt markierte.

Die LZ 129 wurde von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH in Friedrichshafen entworfen und gebaut. Ursprünglich für die Verwendung des nicht brennbaren Heliums konzipiert, musste sie aufgrund eines US-Exportverbots stattdessen mit hoch entzündlichem Wasserstoff gefüllt werden, was letztendlich zur Katastrophe beitrug.
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Betrieb und Unglück:
Die LZ 129 „Hindenburg“ absolvierte ihre Jungfernfahrt am 4. März 1936 und wurde im Transatlantik-Passagierdienst zwischen Deutschland (hauptsächlich Frankfurt am Main) und Nord- sowie Südamerika eingesetzt.
Luxuriöse Ausstattung:
Trotz der beengten Schlafkabinen verbrachten die Passagiere ihre Zeit in eleganten öffentlichen Bereichen wie einem Speisesaal, einer Lounge, einem Schreibzimmer und einem Rauchsalon, der aus Sicherheitsgründen unter leichtem Überdruck stand und nur über eine Schleuse zugänglich war.
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Propaganda:
Das Luftschiff wurde vom nationalsozialistischen Regime für Propagandazwecke genutzt, unter anderem bei einer Deutschlandfahrt im März 1936 und bei den Olympischen Spielen in Berlin im August 1936.
Die Katastrophe: Am 6. Mai 1937 fing die „Hindenburg“ während des Landeanflugs in Lakehurst, New Jersey, Feuer und verbrannte innerhalb von etwa 32 Sekunden. Von den 97 Menschen an Bord (36 Passagiere und 61 Besatzungsmitglieder) kamen 35 ums Leben, zusätzlich starb ein Mitglied der Bodenmannschaft. Die genaue Ursache ist bis heute Gegenstand von Theorien, am wahrscheinlichsten gilt eine elektrostatische Entladung, die austretenden Wasserstoff entzündete.
 
06. Mai 1915:
Orson Welles, US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler wird geboren.
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Genie, Visionär und Hollywood-Außenseiter:
Orson Welles (1915–1985) prägte wie kaum ein anderer die Ästhetik des modernen Kinos. Bereits mit 25 Jahren schuf er mit seinem Debüt Citizen Kane (1941) ein Werk, das bis heute regelmäßig als einer der besten Filme aller Zeiten gelistet wird.

Highlights seiner Karriere:
Radiogeschichte:

1938 versetzte er die USA mit seinem Hörspiel Krieg der Welten (The War of the Worlds) in helle Aufregung. Die fiktive Reportage über eine Mars-Invasion war so realistisch inszeniert, dass viele Hörer sie für eine echte Nachricht hielten.
Regiewerke:
Neben Citizen Kane schuf er Meisterwerke wie den Film noir Im Zeichen des Bösen (Touch of Evil), die Shakespeare-Adaption Falstaff (Chimes at Midnight) und das experimentelle Essay F wie Fälschung.
Schauspiel:
Mit seiner markanten Baritonstimme glänzte er auch vor der Kamera, etwa als Harry Lime in Der dritte Mann.
Der "gefallene Engel" von Hollywood:
Welles war bekannt für seine kompromisslose künstlerische Vision, die ihn oft in Konflikt mit den großen Filmstudios brachte. Viele seiner Projekte blieben unvollendet oder wurden gegen seinen Willen umgeschnitten. Erst Jahrzehnte nach seinem Tod wurde sein letzter Film, The Other Side of the Wind, fertiggestellt und 2018 auf Netflix veröffentlicht.

Welles verstarb 1985 in Hollywood; seine Asche wurde auf einem Landgut in Spanien beigesetzt. Er hinterließ ein Erbe, das Generationen von Filmemachern von Martin Scorsese bis Steven Spielberg beeinflusste.
 
06. Mai 1992:
Marlene Dietrich, deutsch-US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin stirbt.
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Marlene Dietrich (1901–1992) war eine deutsch-amerikanische Schauspielerin und Sängerin, die als eine der bedeutendsten Stilikonen und Leinwandlegenden des 20. Jahrhunderts gilt.

Karriere & Durchbruch:
Der Blaue Engel (1930):

Ihre Rolle als die laszive Nachtclubsängerin Lola Lola unter der Regie von Josef von Sternberg brachte ihr den internationalen Durchbruch und machte das Lied „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ weltberühmt.
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Hollywood-Ära:
In den 1930er Jahren drehte sie in den USA Klassiker wie Marokko (ihre einzige Oscar-Nominierung), Shanghai-Express und Der große Bluff.
Chanson-Karriere:
Ab den 1950er Jahren feierte sie eine zweite Karriere als Sängerin mit Hits wie „Lili Marleen“, „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“ und dem Antikriegslied „Sag mir, wo die Blumen sind“.

Politisches Engagement & Widerstand:
Dietrich war eine entschiedene Gegnerin des Nationalsozialismus.
Exil & Staatsbürgerschaft:
Sie lehnte lukrative Angebote des NS-Regimes zur Rückkehr ab und nahm 1939 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an.
Truppenbetreuung:
Während des Zweiten Weltkriegs sang sie an der Front für alliierte Soldaten, wofür sie 1947 die Medal of Freedom erhielt.
Kontroverse in Deutschland:
In der Nachkriegszeit wurde sie in Deutschland oft als „Vaterlandsverräterin“ angefeindet. Erst Jahrzehnte später erfolgte eine offizielle Versöhnung durch die Stadt Berlin.

Stilikone & Privatleben:
Androgynität:

Sie revolutionierte die Mode, indem sie Frack, Zylinder und die nach ihr benannte „Marlene-Hose“ für Frauen salonfähig machte.
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Privates:
Sie war von 1923 bis zu seinem Tod 1976 mit Rudolf Sieber verheiratet (obwohl sie getrennt lebten) und hatte eine Tochter, Maria Riva.
Rückzug:
Die letzten 13 Jahre ihres Lebens verbrachte sie fast vollständig isoliert in ihrer Wohnung in Paris.
Marlene Dietrich ist heute in einem Ehrengrab auf dem Friedhof Schöneberg III in Berlin beigesetzt.


 
07. Mai 1189:
Eine Siedlung am westlichen Alsterufer, welche zuvor von Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein gegründet worden ist, erhält durch einen angeblichen kaiserlichen Freibrief Friedrich Barbarossas weitgehende handels- und stadtrechtliche Privilegien. Dieses Diplom gilt als Gründungsurkunde Hamburgs.
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07. Mai 1765:
Die Victory, später das Flaggschiff des Admirals Horatio Nelson in der Schlacht von Trafalgar, läuft vom Stapel.
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Die HMS Victory ist eines der berühmtesten Kriegsschiffe der Geschichte und das älteste noch im Dienst befindliche Marineschiff der Welt.

Historische Eckdaten:
Bau & Stapellauf:

Sie wurde 1759 auf Kiel gelegt und am 7. Mai 1765 in der Chatham-Werft vom Stapel gelassen.
Indienststellung (1778 ):
Nach einer langen Zeit in der Reserve wurde sie erst am 12. März 1778 für den aktiven Dienst ausgerüstet, als Frankreich in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg eintrat.
Schlacht von Trafalgar (1805):
Ihr größter historischer Moment war die Rolle als Flaggschiff von Vizeadmiral Lord Nelson am 21. Oktober 1805, in der Nelson den entscheidenden Sieg gegen die französisch-spanische Flotte errang, jedoch selbst tödlich verwundet wurde.
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07. Mai 1901:
Gary Cooper, US-amerikanischer Schauspieler wird geboren.
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Gary Cooper (1901–1961) war einer der bedeutendsten US-Schauspieler des klassischen Hollywoods, bekannt für sein minimalistisches Spiel und sein Image als „starker, schweigsamer“ Held.

Werdegang & Karriere:
Anfänge:

Der in Montana geborene Cooper startete seine Karriere in den 1920er-Jahren als Stuntreiter und Statist in Western.
Durchbruch:
Mit dem Film The Virginian (1929) gelang ihm der Übergang zum Tonfilm und der Aufstieg zum Topstar.
Meilensteine:
Er drehte über 100 Filme, darunter Klassiker wie Mr. Deeds Goes to Town (1936), Sergeant York (1941) und High Noon (Zwölf Uhr mittags, 1952).
Auszeichnungen:
Cooper gewann insgesamt drei Oscars:

1942: Bester Hauptdarsteller für Sergeant York.
1953: Bester Hauptdarsteller für High Noon.
1961: Ehrenoscar für sein Lebenswerk, den er aufgrund seiner Krebserkrankung nicht mehr persönlich
entgegennehmen konnte (sein Freund James Stewart nahm ihn stellvertretend an).
 
08. Mai 1884:
Harry S. Truman, US-amerikanischer Politiker, Senator, Vizepräsident, 33. Präsident der USA wird geboren.
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Harry S. Truman (1884–1972) war von 1945 bis 1953 der 33. Präsident der Vereinigten Staaten. Er übernahm das Amt nach dem plötzlichen Tod von Franklin D. Roosevelt und prägte entscheidend die Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg sowie den Beginn des Kalten Krieges.

Zentrale Ereignisse & Entscheidungen:
Ende des Zweiten Weltkriegs:

Truman ordnete im August 1945 die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki an, was zur Kapitulation Japans führte.
Truman-Doktrin (1947):
Mit dieser Leitlinie versprach er „freien Völkern“ Unterstützung gegen kommunistische Unterdrückung. Dies markierte den Beginn der Containment-Politik zur Eindämmung der Sowjetunion.
Wiederaufbau & Bündnisse:
Er unterzeichnete den Marshall-Plan zur wirtschaftlichen Hilfe für Europa und trieb die Gründung der NATO (1949) voran.
Koreakrieg (1950–1953):
Truman schickte US-Truppen nach Korea, um die Invasion des kommunistischen Nordens abzuwehren.
Bürgerrechte:
1948 beendete er per Dekret die Rassentrennung in den US-Streitkräften, ein wegweisender Schritt für die Bürgerrechtsbewegung.

Persönliches & Trivia:
Das „S“: Sein Mittelname ist lediglich der Buchstabe „S“ (ohne inhärente Bedeutung), gewählt als Kompromiss, um beide Großväter zu ehren.
Überraschungssieg:
Bei der Wahl 1948 galt er als chancenlos, besiegte Thomas E. Dewey jedoch entgegen aller Prognosen.
Bescheidenheit:
Truman war der letzte US-Präsident ohne akademischen Grad. Nach seiner Amtszeit kehrte er ohne staatliche Pension (die erst später für Ex-Präsidenten eingeführt wurde) in seine Heimatstadt Independence, Missouri, zurück.

Heute gilt Truman in Historiker-Umfragen oft als einer der bedeutendsten und fähigsten Präsidenten der US-Geschichte.
 
08. Mai 1919:
Lex Barker, US-amerikanischer Filmschauspieler und Bodybuilder wird geboren.
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Lex Barker (1919–1973) war ein US-amerikanischer Schauspieler, der vor allem durch seine Rollen als Tarzan und Old Shatterhand internationale Berühmtheit erlangte.

Wichtige Karriere-Stationen:
Hollywood & Tarzan:

1949 wurde Barker der zehnte offizielle Darsteller des Dschungelhelden. Er verkörperte Tarzan bis 1953 in insgesamt fünf Filmen.
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Europa-Phase:
Da die Rollenangebote in den USA nachließen, zog Barker 1957 nach Europa. In Italien spielte er unter anderem in Federico Fellinis Filmklassiker La Dolce Vita (1960) mit.
Old Shatterhand in Deutschland:
Seinen größten Erfolg feierte er ab 1962 in Deutschland. Als Old Shatterhand in den Karl-May-Verfilmungen (z. B. Der Schatz im Silbersee) wurde er an der Seite von Pierre Brice zum absoluten Superstar. Für seine Leistungen erhielt er 1966 den Bambi als beliebtester ausländischer Schauspieler.
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Privatleben und Tod:
Ehen:
Barker war fünfmal verheiratet, unter anderem mit den Hollywood-Stars Arlene Dahl und Lana Turner. Seine vierte Ehefrau, die Schweizerin Irene Labhart, bezeichnete er als seine einzige große Liebe.
Sprachtalent:
Er sprach fließend Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch; zudem verstand er Deutsch.
Früher Tod:
Nur drei Tage nach seinem 54. Geburtstag erlag Barker am 11. Mai 1973 auf einer Straße in Manhattan einem Herzinfarkt.