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Alt 24.04.2019, 19:00:53   #31 (permalink)
raptor230961
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Warum Hund und Katze Feinde sind
Ein Mann und eine Frau besaßen einen goldenen Ring. Es war ein Glücksring, und wer ihn besaß, litt niemals Not. Der goldene Ring aber sah sehr unscheinbar aus, der Mann und die Frau kannten seine Kräfte nicht und verkauften ihn um wenig Geld. Kaum aber hatten sie den Ring fortgegeben, als das Unglück begann. Schließlich waren sie so arm geworden, dass sie nicht mehr wussten, was sie am nächsten Tag essen sollten. »Seit der Ring fort ist, hat das Glück unser Haus verlassen«, seufzte der Mann. »Es muss ein Glücksring gewesen sein«, sagte die Frau, »hätten wir ihn doch niemals verkauft!« Und sie sah traurig auf ihre beiden Haustiere, einen Hund und eine Katze, die mit ihnen Hunger leiden mussten. Hund und Katze aber hatten die Worte der Menschen verstanden. »Was sollen wir tun?« fragte die Katze. »Unsere Herrin war immer gut zu uns«, sagte der Hund. »Und wir hatten stets genug zu fressen«, schnurrte die Katze. Die beiden Tiere saßen ratlos nebeneinander. Schließlich sagte der Hund: »Wir wollen den Ring unserem Herrn und unserer Herrin wieder zurückbringen.«
»Aber er liegt wohlverwahrt bei seinem neuen Besitzer, in einen festen Kasten eingeschlossen«, sagte die Katze. »Ich weiß, was wir tun müssen«, meinte der Hund. »Fang du eine Maus, und versprich ihr, sie am Leben zu lassen, wenn sie ein Loch in den Kasten nagt und den Ring herausholt.« Dieser Rat gefiel der Katze. Sie fing eine Maus, und mit der gefangenen Maus im Maul wanderten Hund und Katze zum Haus des neuen Besitzers des Ringes. Der Weg war weit und sie kamen zu einem großen Fluss. Als die Katze den großen Fluss sah, setzte sie sich niedergeschlagen ans Ufer, denn sie konnte nicht schwimmen. Aber der Hund wusste wieder Rat. »Spring auf meinen Rücken«, befahl er, »ich will mit dir hinüberschwimmen.« So geschah es. Die Katze lief mit der Maus im Maul zum Haus, in dem der Kasten mit dem Ring stand. »Wenn du willst, dass ich dich nicht fresse«, sagte die Katze zur Maus, »so nage geschwind ein Loch in die Kastentür und bring mir den Ring, der darin liegt.« Die Maus nagte eifrig, schlüpfte durch das Loch und kam mit dem Ring wieder heraus. Nun nahm die Katze den Ring ins Maul und lief zurück zum Fluss. Der Hund hatte dort auf sie gewartet, sie sprang auf seinen Rücken, und er trug sie über den Strom. Vergnügt und fröhlich wanderten sie dann heimzu. Die Katze war so ungeduldig, dass sie über alle Zäune sprang, über die Dächer kletterte und den Hund weit zurückließ, der um jedes Haus und um jeden Garten einen Bogen machen musste. So kam die Katze früher heim als der Hund, lief zu der Herrin und legte ihr den Ring in den Schoß. »Sieh«, rief die Frau ihrem Mann zu, »unsere Katze hat uns den Glücksring zurückgebracht! Das gute Tier! Wir wollen ihr immer genug zu fressen geben und sie pflegen wie unser eigenes Kind.« Nach einiger Zeit kam auch der Hund, müde und staubbedeckt vom weiten Weg. »Du achtloses Tier!« rief die Frau. »Wo hast du dich herumgetrieben? Warum hast du der treuen Katze nicht geholfen, die uns den Glücksring zurückgebracht hat?« Sie schalt und schlug ihn, und die Katze saß beim Herd, schnurrte und sagte kein Wort. Da wurde der Hund böse auf die Katze, und er vergaß niemals, dass sie ihn um seinen Lohn betrogen hatte.
Seit jener Zeit sind Hund und Katze einander Feind.
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Alt 03.05.2019, 18:24:28   #32 (permalink)
raptor230961
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Der kluge Kater und die dummen Affen
Der Kater saß vor dem Haus und schlummerte im Sonnenschein. Da kamen Affen herbeigelaufen, begannen zu schreien und weckten den Kater. Sie sprangen auf den Bäumen umher, krochen auf das Dach und liefen wie wild durch den Garten. Den Kater ärgerte das, und er sagte: »Macht hier, was ihr wollt, nur schlagt, bitte, nicht an die Glocke dort, die dem Großväterchen gehört«, und er zeigte auf den Baum, wo ein großes Wespennest hing. »Die Glocke des Großväterchens?« wunderten sich die Affen. »Und warum denn?« »Das ist keine gewöhnliche Glocke«, sagte der Kater. »Großväterchen läutet sie nur dreimal im Jahr, an den höchsten Feiertagen, Wenn ihr an sie schlagt, wird die Glocke läuten, und Großväterchen wird sich ärgern.« »Soll er sich ärgern«, lachten die Affen. »Wir werden dem Großväterchen schon entwischen!« »Macht, was ihr wollt«, sagte der Kater. »Doch wartet, bis ich auf den Dachboden geklettert bin, ich will nichts damit zu tun haben.« »Der Kater kletterte auf den Dachboden; die Affen nahmen Flegel und schlugen auf des Wespennest ein. Das war eine tolle Geschichte! Die Wespen flogen heraus und stachen die Affen in die Köpfe und in die Beine, wo es nur ging. Und die Affen rannten, rannten, bis sie endlich in den Fluss sprangen und so den Wespen entkamen. Aber noch einige Tage lang brannte ihnen der ganze Körper.
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Alt 06.05.2019, 18:50:23   #33 (permalink)
raptor230961
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Der Affe als Schiedsrichter
(Fabel aus Korea)
Ein Hund und ein Fuchs erblickten gleichzeitig eine schöne große Wurst, die jemand verloren hatte, und nachdem sie eine Weile unentschieden darum gekämpft hatten, kamen sie überein, mit der Beute zum klugen Affen zu gehen. Dessen Schiedsspruch sollte gültig sein.
Der Affe hörte die beiden Streitenden aufmerksam an. Dann fällte er mit gerunzelter Stirn das Urteil: »Die Sachlage ist klar. Jedem von euch gehört genau die halbe Wurst!« Damit zerbrach der Affe die Wurst und legte die beiden Teile auf eine Waage. Das eine Stück war schwerer. Also biss er hier einen guten Happen ab. Nun wog er die Stücke von neuem. Da senkte sich die andere Schale; happ-schnapp, kürzte er auch diesen Teil. Wiederum prüfte er sie auf Gleichgewicht, und nun musste wieder die erste Hälfte ihr Opfer bringen. So mühte der Affe sich weiterhin, jedem sein Recht zu schaffen. Die Enden wurden immer kleiner und die Augen von Hund und Fuchs immer größer. Schließlich, rutsch-futsch! war der Rest hier und dort verschlungen.
Mit eingeklemmten Ruten schlichen Hund und Fuchs in verbissener Wut davon. In gehöriger Entfernung fielen sie übereinander her und zerzausten sich.
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Alt 11.05.2019, 12:24:23   #34 (permalink)
raptor230961
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Die weise Krähe
(Fabel aus Nord-Amerika – von den Inuit)
Die Ur-Krähe hat das Eskimoland erschaffen. Als sie die Insel Nunivak ziemlich fertig gestellt hatte, wollte ihr Helfer, der Ur-Nerz, auf der Südseite einen großen Berg aufschütten. Er sagte: »Er soll dem Geschlecht der Eskimos, die hier künftig wohnen, zu dauernder Freude dienen. Er wird eine besondere Kraft haben. Die alten Männer und Frauen sollen auf ihn gebracht werden. Wenn sie dann den Abhang hinunterrollen, werden sie junger und jünger werden, und wenn sie unten ankommen, mögen sie wieder Kinder sein.« »Das wäre nicht gut!« erwiderte die Krähe, »denn bedenke: wenn niemand stirbt und außerdem immer neue Menschen geboren werden, so wird bald zuviel Volk sein, und man wird nicht genug zu essen haben.« »Ich wüsste einen Ausweg«, schlug der Nerz vor, »Wir verwandeln alle Eisberge in Talg und füllen die vielen Teiche und Seen mit Tran!« »Das dürfen wir den Menschen nicht antun!« lehnte die Krähe entschieden ab, »denn sie müssen sich ihre Nahrung erarbeiten, sonst werden sie schlecht«
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Alt 15.05.2019, 16:58:13   #35 (permalink)
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Die Geschichte der Friedenspfeife
(Mythos der Sioux)
Zwei junge Männer schlenderten durch die Nacht und redeten von ihren Liebesaffären. Sie gingen um einen Hügel und kamen zu einer kleinen Schlucht. Plötzlich sahen sie eine wunderschöne Frau aus der Schlucht kommen. Sie sah aus wie gemalt und ihr Kleid war von der feinsten Stoff. "Was für ein schönes Mädchen!" sagte einer der jungen Männer. "Ich liebe sie. Ich werde sie stehlen und sie zu meiner Frau machen." "Nein", sagte der andere. "Wir dürfen ihr nichts tun denn sie könnte heilig sein." Die junge Frau kam näher und hielt eine Pfeife in ihren ausgestreckten Händen welche sie zum vorher zum Himmel, dann lange Richtung Erde streckte. "Ich weiß was ihr beiden junge Männer gesagt habt. Einer von euch ist gut, der andere ist böse", sagte sie. Sie legte die Pfeife auf dem Boden und auf einmal wurde sie zu einer Büffelkuh. Die Kuh stampfte auf den Boden, streckte ihren Schwanz gerade nach hinten. Dann hob sie die Pfeife mit ihren Hufen wieder vom Boden auf und wurde sofort wieder zu einer jungen Frau. "Ich bin gekommen, um Euch dieses Geschenk zu überreichen", sagte sie. "Es ist die Pfeife des Friedens. Nach allen Verträgen und Zeremonien soll sie geraucht werden. Sie wird euch friedliche Gedanken in eure Köpfe bringen. Dieses soll ein große Geheimnis sein was Mutter Erde euch anbietet." Die beiden jungen Männer liefen in das Dorf und erzählten, was sie gesehen und gehört hatten. Das ganze Dorf lief dorthin wo die junge Frau gesehen wurde. Die junge Frau wiederholte was sie schon den jungen Männern gesagt hatte und fügte hinzu: "Wenn ihr den Geist befreien möchtest, den Geist eurer verstorbenen Ahnen, so musst ihr ein weißes Büffelfell besitzen." Sie übergab die Pfeife den Medizin-Männer des Dorfes, verwandelte sich wieder ein Büffel Kuh und floh in das Land der Büffel.
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Alt 18.05.2019, 06:01:49   #36 (permalink)
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Die Schöpfungsgeschichte der Lakota
(Lakota-Sioux Mythos)
Vor langer Zeit, vor wirklich langer Zeit, da war die Welt noch frisch erschaffen, da kämpfte das Wasser-Monster Unktehi gegen die Menschen und verursachte eine große Flut. Vielleicht war der Große Geist, Wakan Tanka, aus irgendeinem Grund über uns verärgert. Vielleicht ließ er deshalb Unktehi siegen, weil er den Mensch besser machen wollte. Das Wasser stieg höher und höher. Schließlich war alles, außer dem Hügel neben der Stelle, wo der heilige rote Pipestone Steinbruch heute liegt, unter Wasser. Die Leute kletterten dort hinauf, um sich zu retten, aber es nützte nichts. Das Wasser fegte über den Hügel. Wellen stürzten über die Felsen und Zinnen und schleuderte sie auf die Menschen. Jeder wurde getötet, und all das Blut sammelte sich in einem großen See. Das Blut floss zum Steinbruch und schuf den Pipestone, das Grab jener Großen Alten. Deshalb ist das Rohr aus dem roten Stein uns so heilig. Die rote Schale ist das Fleisch und Blut unserer Vorfahren, ist sein Stamm das Rückgrat der Menschen schon lange tot, steigt der Rauch aus ihm den Atem ist. Ich sage euch, dass Chanunpa, die heilige Pfeife, lebendig wird, wenn man sie in einer Zeremonie verwendet, Du wirst ihre Macht erkennen. Unktehi, das große Wasser-Monster, war auch in Stein verwandelt. Vielleicht hatte ihn Tunkshila, der Großvater Geist, für die Herstellung der Sintflut bestraft. Seine Knochen sind jetzt in den Badlands. Sein Rücken bildet einen langen Höhenrücken, und in einer großen Reihe von gelben und roten Felsen kann man seine Wirbel herausragen sehen. Ich habe sie gesehen. Ich erschrak, als ich auf diesem Grat war, denn ich fühlte Unktehi. Es war, als ob er sich unter mir bewegte; als wollte er sich auf mich stürzen. Als alle Menschen getötet wurden vor so vielen Generationen, überlebte ein Mädchen, ein schönes Mädchen. Das geschah so: Als das Wasser über den Hügel fegte, über den sie versuchten zu flüchten, packte sie der große Schreiadler, Wanblee Galeshka, an den Füßen und flog mit ihr zu der Spitze eines hohen Baumes, der auf dem höchsten Gipfel in den Black Hills stand. Das war des Adlers Zuhause, der einzige Ort, der nicht mit Wasser bedeckt war. Wenn die Menschen nach dort oben gekommen wären, hätten sie überlebt, aber der Fels war glatt und steil. Mein Großvater erzählte mir, dass der Fels vielleicht nicht in den Black Hills war, vielleicht war es der Devil's Tower in Wyoming, so wie die weißen Männer es nennen. Beide Orte sind heilig. Wanblee behielt das schöne Mädchen bei sich und machte es zu seiner Frau. Damals gab es eine enge Verbindung zwischen Menschen und Tieren, so konnte er es zu tun. Die Frau des Adlers wurde schwanger und gebar ihm Zwillinge. Einen Jungen und ein Mädchen. Sie war glücklich und sagte: „Jetzt werden wir die Menschen wieder haben. Washtay, das ist gut.“ Die Kinder waren recht, oben auf der Klippe, die geboren. Als das Wasser endlich nachließ, half Wanblee den Kinder und ihrer Mutter von seinem Felsen und legte sie auf die Erde und sagte zu ihnen: „Werdet zu einer Nation, zu einer großen Nation - den Lakota Oyate." So wuchsen der Junge und das Mädchen auf. Er war der einzige Mann auf der Erde, sie die einzige Frau im gebärfähigen Alter. Sie heirateten und bekamen Kinder. Eine Nation wurde geboren. So stammen wir vom Adler ab. Wir sind eine Adler Nation. Darauf können wir stolz sein, denn der Adler ist der weiseste der Vögel. Er ist der der Bote des Großen Geistes, er ist ein großer Krieger. Deshalb trugen wir immer den Adler auf der Fahne, und tragen ihn noch immer. Wir sind eine große Nation. Ich bin es, Lame Deer, der dies sagte. .
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Alt 20.05.2019, 15:57:59   #37 (permalink)
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Mateo Tepee:
(übersetzt: Heim des Grizzly-Bären / englischer Name: "Devils Tower")
(Legende der Kiowa)
Eines Tages campierte eine Gruppe der Kiowa in der Nähe eines Flußes und sieben Indianermädchen spielten in der Nähe. In dieser Region hausten sehr viele Bären und einer der Bären begann die Mädchen zu verfolgen. Sie liefen in die Richtung zum Dorf zurück aber der Bär kam immer näher. Die Mädchen sprangen auf einen kleinen Felsen von 1Meter Höhe und begannen zu beten: "Hab Mitleid mit uns, schütze uns." Der Felsen hörte die Hilferufe der jungen Mädchen und begann zu wachsen, wurde höher und höher bis er schließlich so groß war, daß der Bär die Mädchen nicht mehr erreichen konnte. Der Bär krallte sich an den Felsen und sprang um die Mädchen zu erreichen, brach sich die Krallen und fiel zu Boden. Der Bär versuchte es erneut und sprang und krallte sich fest, immer wieder und wieder. Um die Jungfrauen auf ewig zu beschützen, erlaubte ihnen dann der Große Geist, als die 7 Schwestern, die am Himmel zu bleiben (die Plejaden). Die Spuren der Krallen des Bären sieht man heute noch.

Edit:
Was man dabei nicht vergessen darf: Es gibt die griechische Variante für die Plejaden. Auch hier ist die Rede von den 7 Schwestern, den Plejaden. Es sind die 7 Töchter von Atlas und Pleione. Sie heißen Alcyone, Merope, Electra, Celaeno, Taygeta, Maia und Asterope. Sie waren die jungfräulichen Begleiterinnen der Göttin Artemis, die Orion über die Wiesen Böotiens verfolgte, bis sie in Tauben, den Plejaden verwandelt wurden. Als Tauben hatten sie die Aufgabe den Göttervater Zeus mit Ambrosia zu versorgen. Doch ein Felsentor, das sie auf ihrem Weg passieren mussten, wurde ihnen zum Verhängnis. Immer wieder bezahlte eine der Tauben ihren Flug mit ihrem Leben und wurde von Zeus wieder ersetzt. Zum Dank für ihre Taten wurden sie dann als Siebengestirn in den Himmel versetzt.

Bei den neuseeländischen Maori wird das Sternbild der Plejaden „Matariki“ genannt. In der polynesischen Kultur war das Sternbild bedeutsam für die kalendarische Festlegung der korrekten Termine von Aussaat und Pflanzung. Sie bestimmten auch die Jahreseinteilung, denn mit ihrem und dem Aufgang des Sternes Rigel am nächtlichen Himmel, kurz vor dem Sonnenaufgang im späten Mai, endete das alte Jahr und das neue begann. So erfüllten auch hier die Plejaden gleich mehrere Funktionen. Für das Volk, das über zahlreiche Inseln verstreut lebte, war die Navigation auf hoher See von zentraler Bedeutung. Deshalb vermuten Wissenschaftler, dass Plejaden auch hier eine wichtige Rolle spielten, denn ihr Name leitet sich wahrscheinlich von Mata-riki, die kleinen Augen ab.

Dies bestätigt auch der griechische Dichter Homer im 5. Gesang seiner Schilderung der Seefahrt von Odysseus nach Ithaka. Hier beschreibt ganz nebenbei die damalige Navigation der Seeleute unter Zuhilfenahme von bekannten Sternpositionen, die in Sterntafeln verzeichnet waren: `Auf die Plejaden gerichtet und auf Bootes gerichtet, der langsam untergeht, und auf den Bären, den andre den Wagen benennen, Welcher sich im Kreise dreht, den Blick nach Orion gewendet … `,

Geologie:
Das „Devils Tower National Monument“ wurde bereits am 24. September 1906 durch Präsident Theodore Roosevelt eingerichtet. Es liegt am Ende der „Bear Lodge Mountains“ bei den Ausläufern der „Black Hills“ im Osten des Bundesstaats Wyoming, nicht weit von der Grenze zu South Dakota.
Der Berg hat einen Durchmesser von fast 150 Metern und überragt das Umland um 265 Meter. Seine imposante Erscheinung ist der Erosion zu verdanken: Er besteht aus Vulkangestein, die auffälligen, meist sechseckigen Lavasäulen sind deutlich zu erkennen. Im Laufe der Jahrmillionen wurde das umgebende, weichere Gestein des ursprünglichen Vulkans abgetragen, während das harte Vulkangestein des Devils Tower der Erosion widerstand und einen turmartigen Berg herausbildete. Bekannt wurde der „Devils Tower“ durch die Sioux-Legende - und durch den Steven Spielberg-Film „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (Close Encounters oft the Third Kind / 1977).
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Alt 22.05.2019, 20:07:25   #38 (permalink)
raptor230961
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Die vergessene Ähre
(Sioux-Mythos)
Eine Frau sammelte einmal Getreide vom einem Feld damit sie im Winter genug zum Leben hatte.
Sie riss die Ähren vom Stiel und steckte sie in ein gefaltetes Tuch. Als sie alle Ähren aufgesammelt hatte wollte sie gehen aber sie hörte wie mit schwacher Stimme ein Kind weinte und es rief: "Oh, lass mich nicht hier! Geh nicht weg, ohne mich." Die Frau war erstaunt. "Wessen Kind kann das sein?" fragte sie sich. "Wer hat das Kind im Kornfeld verloren?" Sie legte ihr Tuch, in dem sie ihr Korn eingesammelt hatte, nieder und ging auf die Suche, aber sie fanden nichts. Als sie wieder gehen wollte hörte sie wieder die Stimme: "Oh, lass mich nicht hier. Geh nicht weg, ohne mich." Sie suchte für eine lange Zeit. Endlich, in einer Ecke des Feldes, unter den Blättern und Ästen versteckt, fand sie eine kleine Ähre. Diese war es die geweint hatte. Aus diesem Grund sammeln alle indianschen Frauen seit dem ihre Ernte sehr sorgfältig ein so dass die saftigen Nahrungsmittel, sollten sie nicht bis auf den letzten kleinen Halm eingesammelt sein, vernachlässigen oder verschwenden. So entstand das große Geheimnis der vergessenen Ähre.
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