Eintrag #1986, 21.08.2025, 18:32 Uhr

Wölfe im Visier

Bereits im Koalitionsvertrag kündigte die neue Bundesregierung an, dass sie das Bundesnaturschutzgesetz und das Bundesjagdgesetz „umgehend“ ändern will, um den Weg für die Jagd auf den Wolf freizumachen. Nach EU-Recht ist dies nur möglich, wenn die Art einen „günstigen Erhaltungszustand“ erreicht hat – laut Faktenlage und Ansicht des zuständigen Bundesamtes für Naturschutz ist dieser aber in weiten Teilen Deutschlands noch immer „ungünstig bis schlecht".

 

Weil einige Politiker*innen und Bundesländer die Jagd auf den Wolf trotzdem durchsetzen wollen, wurde Ende Juli ein „unbekannter“ Erhaltungszustand nach Brüssel gemeldet – eine rein politisch motivierte Trickserei, um der Wolfsjagd den Weg zu ebnen. 

Noch populistischere Töne kommen aus Brandenburg: Der dortige Staatssekretär Gregor Beyer kündigte an, er wolle ab Herbst den Abschuss von 330 Wölfen erlauben. Auch er widerspricht wissenschaftlichen Fakten: Mit den Worten „Das Zählverfahren ist lächerlich. Am Ende entscheide ich!“, widerspricht der frühere Jagd-Lobbyist offiziellen Zählungen.

 

Statt einer Aushöhlung des Artenschutzes fordert Pro Wildlife faktenbasierte Entscheidungen und wirksame Schutzmaßnahmen für Nutztiere. Denn nur diese können Übergriffe verhindern.

>> Wölfe in Deutschland
 

 
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