Eintrag #26, 08.10.2007, 16:28 Uhr

Über die Perfektion der Perfektion ...

... und gleich auch um es sich abzugewöhnen. Perfektion ist ein Ideal. Ein zu zu erreichender Sollzustand. Aristoteles beschrieb es früher mit einer Idee einer bestimmten Sache. Anscheinend ist es besonders in der heutigen Gesellschaft in Mode gekommen zu sein alles zu hinterfragen und dieses Ideal anzustreben. Vorausgestzt, muss man hinzüfügen, das man alles zuerst kategorisiert und in Schubladen abgelegt hat. Das perfekte Beispiel?
Es ist doch schade,wie man die Entwicklung von jungen Menschen verderben kann, in dem man ihnen vorgaukelt, (manchmal sie sogar zwingt) wie eine Person XY zu sein wäre "perfekt". Ich denke da an meine Kindheit/Jugend. Wir hörten "Grunge" und "Crossover" und was weis ich alles, versuchten uns zu individualisieren, aber irgendwie wollte keiner perfekt sein. Uns war es irgendwie egal. Nur das Leben auszukosten, bis in die letzten Ritzen wäre doch schön. Perfekt? Das hatte für uns immer Zwang. Warum dann also die Perfektion der Perfektion? Warum immer alles besser, schöner und toller machen? Alles extremer. Ein Bleistift bleibt ein Bleistift auch wenn er in eine andere Form gesteckt wird. Dazu brauche ich ihn nicht mit "Ultra-Leicht-Carbonfasergummierung" ummanteln. Wozu nun die Perfektion der Perfektion? Um uns abzusetzen? Um individueller als die Masse zu sein? Sind wir doch. Wir mussen nur unser Leben anschauen, unsere Freunde, unsere Erlebnisse und vor allem unsere Familie. Macht uns das nicht zu etwas Besonderem? Warum dann noch perfekter und besonderer? Sollen wir endperfektioniert werden für einen tieferen Sinn? Was nütz den die Perfektion ohne entsprechndes Gegenteil? Gut hat ein Böse. Hell ein Dunkel. Und Perfektion? Wenn wir alle perfekt sind dann können wir auch gleich aufhören zu leben.
 
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