Eintrag #25, 10.08.2006, 15:19 Uhr

Sinnenbaden im Meer Teil 1

Ich sitze am Strand und, genieße der Sonne bräunende Strahlen und lausche dem Rauschen der Wellen. Zwar ist „Rauschen der Wellen“ eine ziemlich abgedroschene Formulierung, hinreichend verwendet in Liebes-Groschenromanen, aber da Wellen sonst nur in unterschiedlichen Nuancen  brausen, tosen und wüten können, bleibt mir unter einem tiefblauen, mit weißen Wolkenäderchen durchzogenen Himmel und bei erfrischendem Windwehen nichts anderes übrig als dem  unter einem tiefblauen, mit weißen Wolkenäderchen durchzogenen Himmel und bei erfrischendem Windwehen nichts anderes übrig als dem Rauschen der Wellen zuzuhören. Zwar sind sie heute etwas stärker als von den letzten Tagen gewohnt, aber noch weit von irgendwelchem Brausen, Tosen oder gar Wüten entfernt.
Ich liege hier – mittlerweile habe ich mich hingelegt, um die Sonne auch in Körperregionen vordringen zu lassen, an denen sie nur selten scheint – an einem unbewachten „wilden“ Strand, fernab der lärmenden Massen menschlichen Fleisches inklusive schreiender, mit Sand schmeißender Bälger, obszöner Jugendlicher und würdeloser Tangaschlampen, weit weg von grellen Strandbars, störenden Beachvolleyballfeldern und sonstigen dekadenten Freizeitangeboten. Es ist herrlich ruhig.
Natürlich hat diese Lage auch einen Nachteil: Man ist fernab der lebendigen Urlaubskultur inklusive süßer Kinder, sympathischer Jugendlicher und atemberaubender Strandschönheiten, weit weg von Erfrischung bietenden Strandbars, Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung und spaßigen Freizeitangeboten. Es ist geradezu unerträglich ruhig.
Und es gilt: Wer hier ertrinkt, ist selbst schuld.
Die letzte und auch einzige Strandnixe in meiner Sichtweite packt gerade ihre Sachen. Langsam frage ich mich, wieso ich diesen Strand dem anderen vorgezogen habe, da tritt das Meeresrauschen in mein Bewusstsein und vereinnahmt mich vollständig.
Die Wellen erzeugen ein angenehmes Geräusch und sind auch von der optischen Wirkung her beruhigend. Ich beschließe, mir den ultimativen Entspannungskick zu holen und will das Meer mit allen Sinnen genießen.
Ich setze mich ans Ufer und lasse wohltuend meine Füße und mein Gesäß vom hin- und herfließenden Wasser umspielen.

Ich spüre das Meer.

Es ist warm genug, um nicht zu kalt zu sein und kühl genug, um zu erfrischen. Ich spüre, wie mich das Wasser langsam aber stetig in den Sand gräbt.

Fortsetzung folgt...
 
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