Eintrag #3, 27.04.2005, 19:36 Uhr

Meine Cousins

So zu dieser Satire erst einmal ein Sätzchen!
Ich habe sie im Deutschunterricht geschreiben, d.h. sie ist nicht komplett von mir, der Anfang ist aus dem Deutschbuch!


Meine Schwester hat ihren wie sie so schön sagt „Stress, Kind und arbeitsfreien“ Urlaub bekommen! Somit schrieb sie mir, ob ich nicht auf ihre beiden Söhne für ca. zwei Wochen aufpassen könnte.
Die beiden „süßen“, wie sie sie immer nennt, brauchen anscheinend eine Nachtschattenkrähe, welches wohl ohne Zweifel nun meine Aufgabe ist. Ich kam am frühen Nachmittag an und fand den älteren von beiden im Bett vor. Auf die Frage ob er keine Schule hat antwortet er erst gar nicht, sondern dreht sich wieder um. Also, nicht wirklich ein gutes Vorbild. Kurz darauf kommt der vier Jahre jüngere, wenn auch erwachsen wirkende Tom von der Schule. Er betritt den Flur und schreit zu seinem Bruder rauf, dass seine Lehrer fragen ob er gut geschlafen hätte. Gemächlich aber mit einem hellwachen Ausdruck in den Augen das dessen eines Faultiers glich, geht er die Treppe runter. Seine Haare sind dermaßen zerzaust, dass man meinen könnte, Vögel wurden darin nisten. Er versuchte so begeistert wie sich an den Tisch zu setzen, es scheiterte aber spätestens an dem Satz, welcher lautet: „ ich habe Hunger, essen.“ Sein Bruder Jim legte ihm drei Blätter und zwei Hefte hin und sagte, falls du es machen solltest dies sind deine Hausaufgaben wie jeden Tag mitgebracht. Man könnte denken er sei 16 und nicht sein halb toter Bruder. Nach dem Tom seine Kornflackes schlürfender Weise gegessen hatte schlich er sich vor seine Playstation. Von dort aus hörte man derart oft Männer stöhnen, sodass ich mir Sorgen um seine sexuellen Neigungen machte. Seinem Bruder schien es egal zu sein, dieser telefonierte nämlich währenddessen und verabredete sich mit seiner Lerngruppe im Park.
Bevor diese beiden sich ähnelten, würde ich hier die schönsten Tage meines Lebens verbringen (was neben Strandspaziergängen und Baden im Mondlicht nicht grad zu toppen wäre).
Ich folgte dem stöhnen um nach dem Rechten zu sehen. Als ich am Ort des Geschehens an kam, konnte ich nur einen Gedanken fassen. Welcher lautete: „ Selbst auf einer Müllhalde ist es schöner“!!!!
Denn selbst die Wochen alte Pizza, die bereits lebte versuchte anscheinend aus dem Zimmer zu flüchten! Falls er sich je ein Haustier gewünscht hatte, war jene Pizza ein guter Ansatz! Die Vorhänge waren ca. so vergilbt wie die Bettwäsche alt war, das heißt er musste mindestens eine Schachtel pro Tag rauchen, da jene Farbe dem saftigen gelb einer Zitrone glich.
Wenn ich es überhaupt schaffen sollte mich durch sein Zimmer zu kämpfen, würde ich wohl ein Buschmesser, Insektenspray und eine Beatmungsmaske brauchen!!!!!!
 
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