Eintrag #201, 09.01.2023, 01:38 Uhr

Mein erstes Mal

Wer hier anstößiges oder schlüpfriges vermutete ist auf dem Holzweg.

Nein, es geht um Musik.

Schon so einiges habe mit und durch die Musik erlebt. Ich habe schon in einigen Chören gesungen, habe von der Blödflocke ähm Blockflöte bis hin zur Pfeifenorgel einige Instrumente gespielt, habe Gemeindefeste beschallt (von Konserve bis 3 Personen Band) und schon in einigen, auch recht großen, Kirchen Solo gesungen.

Nun aber steht mir mit meinen 50 Lenzen etwas neues bevor.

Ende Februar hat eine gute Freundin (die natürlich hier nicht angemeldet ist) ihren 40. Geburtstag. Auch wenn ich es mir leisten könnte ihr ein teures Geschenk zu kaufen würde ich es nicht tun. Bei einer Bekannten vielleicht, aber nicht bei einer Freundin. Da kommt es mehr auf die Aussage des Geschenks an. So kam ich auf die Idee ihr Musik, idealerweise selbstgemachte, zu schenken. Das beinhaltet auch und vor allem Gesang.

Aktuell hört sie mit einer weiteren Freundin zusammen gerne Kontra K oder Maama Ganja, da meine Stimmbänder jedoch nicht unbedingt für Rap geeignet sind habe ich mir dann Lieder ausgesucht die mit ihrem Wesen und unserer Freundschaftlichen Beziehung zu tun haben, wobei ich bei einem Lied gerade dabei bin einen auf sie passenden Text zu schreiben.

Eigentlich wollte ich dann einfach auf der Geburtstagsfeier die Musik laufenlassen und live dazu singen. Dann allerdings hätte sie ja nur an dem Abend etwas davon, und es sollte ja schon so sein, das sie sich das in ein paar Jahren auch noch anhören kann.

Also hab ich versucht das mit der mir zur Verfügung stehenden Technik irgendwie aufzunehmen und ein fertiges Lied im MP4-Format daraus zu machen. Das hat zwar einigermaßen funktioniert, hatte aber den Charme eines klingelnden analogen Weckers in einem Blecheimer...

Nun also zieht das richtig Kreise, über eine Bekannte die unter anderem als Sprecherin arbeitet habe ich jetzt Kontakt zu jemandem der bei sich zu Hause als Hobby ein Tonstudio betreibt. Und ich werde demnächst zum ersten Mal in einem Studio mit Kopfhörern auf den Ohren vor dem Mikrophon stehen und drei Lieder als Coverversionen einsingen. Obwohl der Termin noch gar nicht feststeht bin ich schon nervös und habe fast Angst vor meinem eigenen Mut.

Größenwahnsinnig wie ich nunmal bin habe ich mir zudem noch drei echte musikalische Schwergewichte ausgesucht.

Zunächst weil meine Freundin meist nicht die ausgetretenen gewohnten Pfade im Leben nimmt, ihr ahnt es schon, Frank Sinatras "My Way". Schon dies bringt mich Stimmlich an meine Grenzen, höher dürfte es wirklich nicht mehr sein.

Das wird deutlich im zweiten Lied, denn wenn ich so richtig traurig und niedergeschlagen bin gibt sie mir die Kraft weiterzumachen oder, wie der Engländer sagt: "You Raise me Up". Hier schauen wir gerade ob wir eine Version finden die ein, zwei Töne tiefer ist als das Original, ansonsten muss ich teilweise Oktavieren.

Zum Abschluss gibt es dann noch Leonard Cohens "Halleluja" mit einem eigenen Text, aber in Cohens Originaltonhöhe, was meiner Stimmlage sehr entgegen kommt.

Ihr seht also, große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.

Ob und wann ich die Songs dann eventuell auf YouTube bringe kann ich noch nicht sagen, erst muss ich abklären ob eigener Gesang und ein selbst hergestelltes Video, bzw. bei Halleluja der eigene Text ausreichen um es veröffentlichen zu dürfen oder ob sofort Gema und/oder der Rechteinhaber des jeweiligen Originals da stehen. Immerhin, und das kann der ausschlaggebende Punkt sein, ich möchte ja kein Geld damit verdienen.

 
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