Eintrag #2103, 24.09.2025, 18:24 Uhr

Georgien: Stoppt Folter und Misshandlung

In zahlreichen Ländern wird friedlicher Protest unterdrückt, doch in den Nachrichten erfahren wir davon oft nur am Rande. Das gilt auch für die regierungskritischen Proteste in Georgien.  

Seit Ende November 2024 protestieren dort tausende Menschen gegen repressive Gesetze und die Entscheidung der Regierung, das EU-Beitrittsverfahren auszusetzen.

Die Antwort der Behörden: Gewalt, Einschüchterung und Misshandlung

 

Die georgische Regierung versucht, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen: Sicherheitskräfte setzen unverhältnismäßige Gewalt ein, Demonstrierende werden willkürlich festgenommen und misshandelt.  

Die Journalistin Mzia Amaghlobeli wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt und droht in Haft zu erblinden. Auch der Schauspieler Andro Chichinadze wurde festgenommen und zu zwei Jahren Haft verurteilt. Diese beiden Fälle sind symptomatisch für die Repression gegen kritische Stimmen im Land. 

 

Die georgische Ombudsstelle für Menschenrechte hat mehr als 240 Fälle von Folter und Misshandlung dokumentiert. Nur 85 der Betroffenen sind bisher offiziell als Opfer anerkannt worden. Frauen berichten von gezielter psychischer und physischer Gewalt – bis heute wurde niemand zur Rechenschaft gezogen. 

 

Die Menschen in Georgien kämpfen weiter für ihre Rechte und brauchen dringend unsere Solidarität. Wir zählen auf dich!  
Porträtfoto von Theresa Bergmann © Amnesty International, Foto: Sarah Eick
Vielen Dank für deine Unterstützung!

Herzliche Grüße

Carmen Traute 

 

 

 

https://www.amnesty.de/petition/georgien-proteste-demonstrationen-polizeigewalt-folter

 

 
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