Eintrag #638, 27.01.2018, 09:55 Uhr

Gedanken zum Morgen...Wind



Sonne scheint auf allen Wegen
Und kein Lüftchen will sich regen.
Wald und Wiese steh'n in Ruh,
Die liebe Sonne strahlt dazu.

Im Felde steht ein Vogelmann
Und schaut sich alles fröhlich an.

Da weht eine leichte Brise
Über uns're Stadtparkwiese.
Säuselt leis' durch Baum und Strauch,
Durch die Vogelscheuche auch.

Bläst bald mehr nach Windes Weise;
Erste Ästchen klappern leise.
Der Wind beginnt daran zu rütteln.
Die Vogelscheuche muss sich schütteln.

Und schüttelt sich bald etwas mehr,
Der Wind kommt stärker jetzt daher.
Er pustet in die bunten Blätter,
Bäume beugen sich vorm Wetter.

Dunkle Wolken ziehen hoch, 
Auch der Wind wird stärker noch.
Und aus dem großen Wolkenfass
Stürzt der Regen, kalt und nass.

Der Wind klopft fest an Tür und Fenster,
Heult um Ecken wie Gespenster,
Treibt die Blätter vor sich her.
Die Vogelscheuche schwankt jetzt sehr.
Es braust und heult um Haus und Turm:
Aus dem Winde wurde Sturm.

Er will zeigen, was er schafft,
Und beweist uns seine Kraft:

Bäumchen biegen sich im Wind,
Bis sie fast am Boden sind,
Dachpfannen klammern sich in Angst,
Wenn der Wind darüber tanzt,
Und durch die Straßen und die Gassen
Strömen strudelnd Wassermassen.

Doch wiederum nach Windes Weise
Wird's allmählich wieder leise.
Denn der Wind muss auch mal weiter,
Der Vogelmann schaut wieder heiter.

Schon sieht er die Sonne dort,
Und die Wolken ziehen fort.
Bald ist es wieder licht und klar
Wie es noch am Morgen war,

Weil es der Wind so haben will.
Und ganz plötzlich ist es – still.

Der Vogelmann, nach einer Weile,
Sieht: es ist noch alles heile.
Obwohl der Wind sich so bemüht –
Der Vogelmann lächelt vergnügt.

 

 

© Frank Breddemann (*1958), Grundschullehrer, Musiker und Autor

 

 
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