Eintrag #2209, 17.10.2025, 18:29 Uhr

Endlich: Miami-Delfinarium nach 70 Jahren dicht

Das Miami Seaquarium hat nach sieben Jahrzehnten Bestehen endlich seine Tore geschlossen! Sieben Jahrzehnte, in denen unzählige Meeressäuger in den Becken gefangen gehalten wurden und in denen wohl mehr als 120 Delfine ihr Leben verloren. 

 

Das Miami Seaquarium stand während seiner gesamten Existenz für eine große Ungerechtigkeit gegenüber den Meeressäugern – Tierleid, das vor allem mit dem Namen Tokitae (Lolita) verbunden ist. Die wohl bekannteste Orca-Dame in Gefangenschaft verbrachte mehr als ein halbes Jahrhundert in den Becken und starb vor zwei Jahren, kurz bevor sie in ein Schutzreservat überführt werden sollte.

 

Zur Geschichte dieser Einrichtung gehört auch, dass sie sich in den 1960er-Jahren zu einem der Hauptdrehorte der TV-Serie „Flipper“ entwickelte. Ric O’Barry arbeitete damals im Seaquarium und betreute die Delfine während der Dreharbeiten. Später wurde er zu einem der bekanntesten Tierschutzaktivisten gegen Delfingefangenschaft und gründete die Organisation Dolphin Project.

 

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Betreibergesellschaft des Parks eine Räumungsanordnung für das gepachtete Gelände erhaltenDie Behörden verwiesen auf eine „lange und beunruhigende Geschichte von Verstößen“. Mehrere Inspektionen hatten zuvor gravierende Mängel festgestellt – darunter unsichere Anlagen und baulich marode Gebäude.

 

Die noch im Miami Seaquarium verbliebenen Delfine, Seelöwen und Robben werden voraussichtlich in andere Einrichtungen verlegt. Für das Gelände selbst laufen bereits Pläne zur Neugestaltung und Modernisierung: Das Areal, in dem 70 Jahre lang Meeressäuger ihrer Freiheit beraubt wurden, soll in eine familienfreundliche Destination mit Marina, Restaurants und Geschäften umgewandelt werden.

 

Delfine wird man hier in Zukunft glücklicherweise nicht mehr finden.

 

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