91wimola20. Februar 2022
Ich war gestern, seit langer Zeit mal wieder, auf einer stundenlangen Rundreise quer durch die ganze Stadt (Berlin) - mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Fortsetzungsromane könnte ich schreiben. Zusammenfassend - grausam. Ich habe sozusagen gute, vornehme und eher schlechte Wohngebiete ...

Kommentare

9k355222. Februar 2022
Das das so schlimm ist mittlerweile hätte ich nicht gedacht. Ich komme nie in die Stadt, deshalb geht das wohl ziemlich alles an mir vorbei.
8driverman21. Februar 2022
Das kann ich sehr gut nachvollziehen, ich war 2010 zum letzten Mal da, und damals empfand ich es auch schon als heftig. Klar das es heute, 12 Jahre später, davon 2 mit Corona, noch schlimmer ist. In Karlsruhe war es eigentlich immer noch einigermaßen im Rahmen, gerade als Ex-Taxler kannte ich die meisten und wußte daher wem ein, zwei Euro helfen und wer es nur in Alk umsetzt. Und hier wo ich jetzt wohne, gut in Flensburg oder Schleswig, aber sonst...
Ich bin lange Strecken gefahren und habe in dieser Zeit bestimmt 20+ Menschen erlebt, die eine Spende erbaten: Junge Frau mit notdürftig bekleidetem Kind + Kinderwagen etc, aber nur zwei, die eindeutig Alkohl-bzw.Suchtkrank waren und eine offensichtlich obdachlose Frau mit einer ehemals weißen, nun fast braunen Maske. Die, die an den Brennpunkten ansonsten noch so vorhanden waren, nicht mitgezählt. Nur die, die durch die Bahnwagons liefen. - Das ist leider eben auch ein Geschäft :(.
7Dr_Feelgood_Jr20. Februar 2022
Kleiner Tipp noch, falls du dich mal wieder auf Reise begibst. Nimm kein Klimpergeld mit, sondern Brötchen, Äpfel, Erdbeeren, was auch immer. Du weißt ´nach der Spende IMMER, wer es - für sich - nötig hatte.
Eigentlich ein guter Tipp. Ich gebe zu, damit habe ich so meine Probleme, weil es so leicht missverstanden werden könnte/würdelos ist? - Zum anderen müsste ich dann schon eine ziemlich große Tasche dabei haben, um allen, denen ich gestern so begegnete, dieses Angebot zu machen ... - wirklich, diesmal haben mich die "Gelegenheiten" überrannt.
6Dr_Feelgood_Jr20. Februar 2022
Vielleicht hilft es ja weiter wenn ich aus meiner Erfahrung sage, dass Menschen, die "so" auf Betteltour - und dann noch in Zügen - gehen, vorsichtig ausgedrückt, eigentlich immer mit größter Vorsicht zu bedingsen sind. Die gibt's hier auch, gelten in der "Szene" als Betteltouristen. Und wenn dich das nicht beruhigen sollte: 10 EUR? Neee. Dass dieser Mensch in welcher Form auch immer ein ganz armes Schwein ist, steht auf einem anderen Blatt. Manche von ihnen werden auch absichtlich verkrüppelt.
5Dr_Feelgood_Jr20. Februar 2022
Hilft dir natürlich nicht weiter ... Da hilft nur das Bauchgefühl.
Nein, die traurigen Augen werden mich verfolgen ... und auch die Frage, ob ich nicht (entgegen meinem Bauchgefühl) als "Vorbild" hätte etwas geben "müssen" ... (Ich hätte also meinen Geiz überwinden müssen und ihm 10 € geben können - hatte kein kleineres Geld.)
4Dr_Feelgood_Jr20. Februar 2022
Also meine Wenigkeit kennt seine Pappenheimer hier, weiß auch, wer das Geld für Brot, Quark und Obst ausgibt, für ein Bierchen oder ein paar Kräuterliesl - oder für den Clanchef, der ab und an die Runde dreht und abkassiert. Vorsicht geboten ist (hier) überwiegend bei Leuten, die nur zu bestimmten Anlässen da sind (Weihnachtsmärkte z.B.) oder im Bahnhof auf und ab gehen, aber nicht zum "Interieur" gehören. Oder bei "hilfesuchenden" Frauen, die meist zu dritt oder viert auf einen zukommen.
3k29329520. Februar 2022
Zumindest machst Du Dir noch Gedanken.
2Mehlwurmle20. Februar 2022
Das ist das schlimme daran. Durch die Bettelbanden weiß man nicht mehr, ob das wirklich einem bedürftigen Menschen zu gute kommt oder kriminellen Abzockern. Aber mach dir nicht zu viel aus der Reaktion der Kinder, denen fehlt die Lebenserfahrung, sowas richtig einzuordnen.
1Madkev20. Februar 2022
Oje, was für ein Tag. 😯😣