Eintrag #157, 12.07.2021, 17:53 Uhr

Die Woche - im Schnelldurchlauf Teil 2 von 2,5

Freitag war Dialysetag. Leider wurde der ursprünglich für Nachmittag vorgesehene Termin noch geändert, somit also wieder 7 Uhr Dialyse. Für Stationäre Patienten die den Transportdienst benötigen um zur Dialyse zu kommen eine denkbar ungünstige Uhrzeit. Denn wenn wir von 7 Uhr rückwärts rechnen muss ich um kurz nach 6 Uhr "Abfahrbereit" sein, da der Transportdienst ja nicht nur mich zu verfrachten hat. Um 6 Uhr ist auf den Stationen aber gerade Schichtwechsel, die Schwestern und Pfleger setzen sich also zusammen und erläutern Begebenheiten und Besonderheiten die sich über Nacht bei den Patienten ergeben haben. Während dieser Zeit steht also niemand zur Verfügung um nicht mobilen Patienten bei der Körperpflege zu Helfen. Das wird vorher erledigt. Man wird an Tagen mit Dialysetermin 7 Uhr somit um kurz nach 5 Uhr geweckt und beim Waschen unterstützt.

Da die Schwestern natürlich von den Komplikationen beim Eingriff am Vortag wußten (siehe Teil 1), wurde ich diesen Freitag erst um 20 vor 6 geweckt und von zwei Schwestern unterstützt. Dadurch kamen die beiden trotzdem pünktlich zur Teambesprechung und ich war pünktlich abholbereit. Und wirklich, ich war um etwa 10 nach Sechs der erste der abgeholt wurde und war auch der erste der bei der Dialyse ankam.

Nun war es also soweit, die erste Dialyse über den neuen Zugang. Leicht aufgeregt war ich, durch die Komplikationen am Vortag, schon, Beim Anschließen ergaben sich jedoch keinerlei Probleme, alles lief wunschgemäß an.

Gegen 8 Uhr kam der Pfleger und brachte Frühstück. Leider gibt es bei der Dialyse nicht das Frühstück, das man sich auf Station bestellt hat, sondern Standard, 1 Brötchen, 1 Scheibe Käse, 2 Stück Butter, Kaffee/Tee und ein Glas Mineralwasser. Ich hatte ein halbes Brötchen gegessen als ich merkte, das mir leicht schwummrig wurde. Schnell geklingelt und schon wurde ich von der Schwester in eine Kreislauffreundliche Position gebracht und noch einige Dinge gefragt. Ebenso wurde der Zuckerwert gemessen welcher mit 77 recht niedrig war. Ich bekam den berühmt, berüchtigten Sauerstoffblubberschlauch in die Nase und, um den Zuckerwert ein wenig anzukurbeln, einen Fruchtjoghurt. Noch dazu wurde ordentlich durchgelüftet was meiner Ansicht nach fast am meisten brachte, hatte die Schwester doch zuvor Pflasterlöser verwendet welcher einen absolut unangenehmen Geruch, eine Mischung aus Lösungsmitteln und Alkohol, hat.

Durch die frische Luft und die Lagerung erholte ich micht recht schnell und die Dialyse lief ab diesem Zeitpunkt schon fast verdächtig gut und störungsfrei.

Normal hatte die Dialyse bei mir immer die Neigung durch Blutgerinnung einen der Filter zu verstopfen, diesmal jedoch muckte die Maschine überhaupt nicht, ich konnte sogar ein wenig fehlenden Schlaf der letzten Nacht nachholen.

 
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