Eintrag #4, 13.04.2006, 14:24 Uhr

"Das Visa" -- Mission Impossible (Teil 1)

Alles begann mit der Entscheidung, den Zivildienst nicht im Innland, sondern im Ausland, genauer gesagt in Sambia abzuleisten.

Es war Anfang September, ich packte die zuvor beim Notar beglaubigten Dokumente (Maturazeugnis, Jahreszeugnisse, Passfotos, Reisepasskopien und Empfehlungsschreiben der Schule) in einen Umschlag und schickte ihn mit DHL direkt nach Sambia, zu meinem zukünftigem Arbeitgeber. Dies musste geschehen, um ein Working Permit für die kommenden 14 Monate zu bekommen.
Nach nur drei Tagen erhielt ich eine Mail, mit der Bestätiung, das die Unterlagen angekommen und sogleich weiter geschickt werden.
Dies geschah auch wenige Tage darauf. Dann Stille.......
Die Einsatzleitung hier vor Ort hörte länger als ein Monat nichts von den zuständigen Behörden, die Unterlagen blieben verschwunden. Erst nach diversen Erkundigungen, di viel Zeit in Anspruch nahmen wurde herausgefunden, dass das Verfahren eingefroren wurde, weil die Zeugnisse auf Deutsch waren und somit niemand was damit anfangen konnte, was komisch war. Nur ein Jahr zuvor erhielten unsere Vorgänger ihr Working Permit, mit Zeugnissen in Deutsch und innerhalb von 2Wochen.
Alle Unterlagen wurden somit zurückgegeben und die erwähnten Vorgänger begannen mit den Übersetzungen.
Es war der 20igste Dezember und alle unsere Unterlagen, wir waren drei Zivildiener die in Sambia anfangen sollten wurden wieder den Behörden übergeben. Dazu wurde eine Vorzahlung für die Working Permits über 1,5Millionen Kwacha (was beim derzeitigen Kurs ca. 390€ sind) geleistet.
Am 29.Dezember sollte unser Flugzeug in Samia landen. Trotzdem machten wir uns noch keine Sorgen, weil man ja immer ein Touristenvisa direkt am Flughafen, für ein Monat bekommt. Wir verfiehlen dem Irrglauben, das sambias Behörden effizient arbeiten und wir inerhalb dieses Monats das Permit hätten.
Wir erreichten also Sambia, bezahlten am Flughafe 25$ und erhieten ein Touristenvisa. Dieses sollte bis 29. Jänner gelten.
Fröhlich nahmen wir unsere Arbeit auf und warteten bis wir unser Visa abholen konnten. Wie sich später herausstellen sollte sinnlos.
Wir hörten bis zum 1sten Februar noch immer nichts und da wir somit schon mehr oder weniger illegal im Land waren fanden wir uns im „Immigration Ofice“ in Ndola ein, um unser Visa zu verlängern, solange wir auf das Working Permit warten.
Ein schwieriges Unterfangen, wie sich herausstllte.
Trotz Rechnung mit Datum (für das Working Permit) wolte man uns das Visum nicht verlängern. Wir erhielten Papiere, die wir unterschreiben sollten um uns dann auszuweisen. Wir hatten Glück, dass wir nie allein zur Immigration gingen, sondern immer einen Priester mit hatten.
Dieser sprach für uns nahm uns einfach wieder mit und somit wurden wir nicht abgeschoben. Bis zum 7ten Februar blieben wir aber illegal. Um die Story dieser 7en Tage abzukürzen. Wir waren 10mal auf dem Immigration Office, immer mit anderen Führsprechern, hohen Persönlichkeiten der Kirche und Gesellschaft. Wir mussten diverse Unterlagen kopieren uns abgeben, und auch unser Reisepass wurde uns entzogen.
An dieser Stelle möchte ich sagen, das eine absolut unfaire Behandlung stattgefunden hat. Wir waren zwar laut Gesetz illegal im Land, aber nur aus dem Grund, da die Behörden zum 1sten Mal unsere Akten irgendwo verschlampt hatten und unser Permit nie bearbeitet wurde (Dies erfuhren wir erst später). Erst durch Interventionen beim „Chief Immigration Officer“ in Ndola wurde uns eine weitere Verlängerung um ein Monat gewährt. Wir hatten nun ein Visa bis 9ten März.
Und wir warteten weiter...
Wir wollten nicht noch einmal illegal im Land bleiben und schon gar nicht noch länger warten. Das Immigration Office in Ndola konnte uns wohl nicht mehr weiter helfen und so beschlossen wir die 400km Fahrt auf uns zu nehmen, und an die Quelle der Probleme, das Immigration Ofice in Lusaka zu fahren.
Hier gab es nur ein Problem. Wir wollten am 9ten März fahren, aber Alex, einer von uns drei Zivis erkrankte an Malaria und es war unmöglich ihm diese Fahrt zuzumuten.
Was blieb uns übrig, wir fuhren wieder ins Ofice in Ndola.
Lange Diskussionen folgten, letztendlich konnten wir die Leute hier aber davon überzeugen uns wenigstens 2 weitere Wochen Extension unseres Visa zu geben, damit Alex gesund wird und wir nach Lusaka fahren können.

Fortsetzung folgt....
 
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