Das seelische Trauma eines Bären kann lebenslang anhalten
Eine Rettung ist erst der Anfang. Für Bären, die auf Gallefarmen Jahre hindurch unvorstellbares Leid erduldet haben, ist der Weg der Genesung lang.
Jane gehört zu diesen Bären, deren jahrzehntelanges Trauma sich schlimm auf ihre Fähigkeit auswirkte, sich psychisch zu erholen. Doch sie ist auch eine Bärin, deren Leben sich dank der Freundlichkeit und Großzügigkeit von Unterstützern (wie Ihnen?) tiefgreifend verändert hat.
Etwa 250 Bären sind in Vietnam noch auf Gallefarmen im Käfig eingesperrt, und wir gehen davon aus, dass wir noch viele weitere an Körper und Geist gebrochene Bären wie Jane retten werden. Darum bitte ich Sie heute um Hilfe.
Möchten Sie spenden, um geretteten Bären zu der fachkundigen Versorgung zu verhelfen, die sie benötigen, um sich von ihrer traumatischen Vergangenheit zu erholen?
Nicht nur die körperlichen Gebrechen müssen dringen versorgt werden.
Genau wie wir tragen Bären die psychischen Folgen einer traumatischen Vergangenheit davon.
Daher ist es nötig, fachkundige und maßgeschneiderte Pflegepläne zu entwickeln.
Jedes Jahr im März beginnt die sanftmütige Jane damit, den Kopf hin und her zu wiegen. Das ist ein Bewältigungsmechanismus, den sie aus ihrer Zeit im Käfig auf der Farm zurückbehalten hat, als sie kaum Platz hatte, sich zu bewegen, keine Verhaltensanreicherung oder Anregung, wenig Futter und wenig Wasser und immer wieder körperlichem Schmerz ausgesetzt wurde.
Leider zeigen viele Bären in unserer Obhut solche Bewältigungsmechanismen, das Wiegen des Kopfes, Gitterbeißen und Auf-und-ab-Wandern. Für Jane war das sehr hinderlich. Sie war so sehr gestresst, dass sie sich auf nichts konzentrieren konnte.
Nachdem alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft waren, stellten wir fest, dass Medikamente zur Stressreduzierung das einzige Mittel waren, das wirklich half. Medikamente sind ein letzter Ausweg, aber auch ein Rettungsanker.
Janes Auf-und-ab-Wandern nahm schließlich ab, und von da an machte sie rasch Fortschritte. Sie wurde mit anderen Bären zusammengeführt und erlebte endlich Freude dabei, ihr Außengehege zu erforschen.
Sie würden einfach aufgeben und nicht mehr in der Lage sein, simple Dinge zu lernen. Das kann sich sehr stark auf ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen auswirken oder, schlimmer noch, sogar lebensbedrohlich sein.
Darum ist es so wichtig, dass wir bereit und ausgerüstet sind, wenn die nächsten Bären gerettet werden. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass jeder gerettete Bär sein Leben so angenehm wie nur möglich zu Ende leben kann.
Ihre Unterstützung kann uns dabei helfen, unsere lebensrettende Arbeit weiterzuführen, Bären aus grausamen Bedingungen zu retten und ihnen die Chance zu geben, ein neues Leben zu genießen. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass ihre Geschichte nicht mit Elend und Qual endet, sondern mit Liebe und Mitgefühl.
Mit tief empfundenem Dank
Sarah van Herpt
Leitende Bärenteammanagerin
Bärenrettungszentrum Vietnam, Tam Dao
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