Die nächste "offizielle" Bauernregel gibts für den 24. Mai, daher wieder zwei zum schmunzeln und die Namenstage.
Trägt die Kuh was von Chanel, melkt der Knecht noch mal so schnell.
Hat der Melker kalte Finger, wird die Kuh zum Stabhochspringer.
Namenstag haben heute: Emil, Julia, Ortwin, Renate und Rita
Rita von Cascia (*1381 in Roccaporena, Umbrien/Italien, Geburtsname Margharita Lotti, † 22, Mai 1447 in Cascia, Umbrien). Sie wollte als junge Frau bei den Augustinerinnen eintreten, wurde aber von ihren Eltern zwangsverheiratet. Erst nachdem ihr gewalttätiger Gatte von einem seiner zahlreichen Feinde umgebracht worden und kurz danach ihre beiden Söhne an der Pest verstorben waren, konnte sie schliesslich 1407 in das Kloster der Augustinerinnen in Cascia eintreten wo sie ein Leben in strenger Entsagung und Buße führte.
Nach einer Vision 1443 erkannte man an ihrem Kopf plötzlich die Stigmata (Wundmale) von Jesu Dornenkrone, diese Male verschwanden bis zu ihrem Tod 1447 nicht mehr.
Ihr nicht verwester Leichnam ruht in der Basilica Santa Rita in Cascia.
Rita wurde 1628 von Papst Urban VIII. selig und 1900 von Papst Leo XIII. Heilig gesprochen.
Sie ist Schutzpatronin der Metzger und wird in ausichtslosen Situationen, Examensnöten und gegen Pocken angerufen. 1911 gründeten sich in Würzburg die Ritaschwestern, auch bei diesen ist sie Schutzpatronin.
Renata von Lothringen, auch als Renata von Bayern bekannt (*20. April 1544 in Nancy, † 22.Mai 1602 in München), Tochter von Franz I. von Lothringen und Christina von Dänemark. Im Februar 1568 heiratete sie den Erbprinz Wilhelm von Bayern und wurde dadurch bis zu Wilhelms Abdankung 1597 Herzogin von Bayern. Für die Hochzeitsfeier wurde für damalige Verhältnisse sehr hoher Aufwand betrieben. Die Feier dauerte 18 Tage,
Ihre Hochzeit stand in totalem Gegensatz zur sonstigen Lebensweise die sie mit ihrem Gatten pflegte, denn sie lebten in Mildtätigkeit, Bescheidenheit und Nächstenliebe. Sie lebten auch nicht in der Residenz sondern im Jesuitenbau im Westen Münchens. Renata kümmerte sich um Kranke, Arme und Pilger. Der letzte Höhepunkt in Renatas Leben dürfte die Weihe der St. Michaelskirche in München gewesen sein in der sie auch bestattet ist. Obwohl Renata nie selig- oder Heilig gesprochen wurde, verehrte sie das Volk wie eine Heilige.
Ortuin (Ortwin) Gratius passt eigentlich nicht in diese Reihe. Er lebte von 1481 bis 1542 und verbrachte den Großteil seines Lebens in Köln. Er war Humanist und obwohl er auch geweihter Priester war, würde ich seinen Lebenswandel nicht unbedingt als Christlich bezichnen. Er wurde auch nicht Kanonisiert (Seligö- und Heiligsprechung). Auch von seiner ursprünglichen Humanistischen Sichtweise wendete er sich ab. Er übersetzte zahlreiche Judenfeindliche Schriften von Johannes Pfefferkorn ins lateinische, so z.B. "Judenspiegel“, „Judenbeicht“, „Osterbuch“ und „Judenfeind“.
Ein Mensch mit solchen Ansichten hat meiner Ansicht nach nichts in einer Lister der Namenstage auf katholisch.de zu suchen, zumal noch mit diesem einen Satz als einzige Auskunft über sein Leben und Wirken ZITAT: Ortwin Grotius (van Groes) war ein angesehener Theologe und Humanist aus den Niederlanden. + 22.5.1542./ZITAT
Julia von Karthago (* in Karthago, heute Tunesien, † um 440 in Korsika, heute Frankreich).
Julia war bekennende Christin und wurde 439 nach dem Überfall der Vandalen auf Tunesien als Sklavin an den heidnischen Kaufmann Eusebius verkauft. Als ihr Sklavenschiff Korsika erreichte wurde ein heidnisches Fest gefeiert wobei Julia die Teilnahme verweigerte. Daraufhin wurden ihr die Haare vom Kopf gerissen, sie wurde gefoltert und schließlich gekreuzigt.
Julia ist Patronin der Opfer von Folter, der Insel Korsika und der italienischen Städte Brescia, Bergamo und Livorno.
Zur gleichen Zeit lebte auch Emil (Aemilius) in Karthago. Unter Folter verleugnete er zunächst seinen Glauben, bekannte sich aber kurz nach seiner Freilassung wieder zum christlichen Glauben Dies brachte ihn nun endgültig auf den Scheiterhaufen.