Eintrag #147, 18.05.2021, 03:45 Uhr

Bauernregel #138

Erst wird geschmunzelt, dann gibts die Namenstage:

 

Geht die Bäuerin in die Breite,
sucht der Bauer schnell das Weite.

 

Pflügt der Bauer den Acker im Mai,
ist der April wohl schon vorbei.

 

Die heutigen Namenstage:

Burkhard: Burkard von Beinwil (*um 1120 bei Muri/AG, † 18. Mai 1192 in Beinwil/AG) war Priester im Schweizer Kanton Aargau (AG). Burkard wurde im Kloster Muri ausgebildet und soll in Beinwil viele wundertätige Handlungen vollbracht haben. Seit dem 13 Jhd. ist sein Grab in der Pfarrkirche St. Burkard in Beinwil Ziel von Wallfahrten. Bedeutend war die Verehrung im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Heute findet jährlich am Wochenende vor Pfingsten eine Prozession statt.

 

Erich (Erik, Eric) Geht zurück auf Erik IX. König und Schutzpatron von Schweden. Um ihn herum ist alles ziemlich ominös. Einerseits sind recht konkrete Geburts- und Sterbedaten angegeben, andererseits ist noch nicht einmal seine Herkunft sicher belegt. Die Identität des Vaters ist unbekannt, eine der möglichen Quellen besagt er sei Engländer gewesen, eine andere sieht ihn als Uppländer (Uppland = die bevölkerungsreichste Provinz Schwedens zwischen Stockholm und Uppsala gelegen). Laut einer Schwedischen Schrift von etwa 1300 (ca. 180 Jahre nach Eriks vermutetem Geburtsjahr) soll seine Mutter Cecilia geheißen haben. Ebenso wie seine Herkunft sind sämtliche Aussagen über seine Herrschaft historisch umstritten, möglicherweise sind es sämtlich Legenden. Unklar ist wie und wann er auf den Thron kam und welchen Umfang sein Reich hatte

In einer Königsliste aus dem 13. Jhd. taucht Erik hinter Sverker I auf. Bei diesem sieht es ähnlich aus auch sein Leben ist kaum belegbar, Schwedischer König soll er von 1130 bis 1156 gewesen sein. Auch für Eriks Nachfolge gibt es, je nach Quelle unterschiedliche Kandidaten die 1160 bzw. 1161 den Thron von Erik übernommen haben sollen.

Insgesamt gibt es bis heute lediglich eine Dänische Klosterchronik von kurz vor 1200 die als zeitgenössische Bestätigung dienen kann, das Erik tatsächlich existierte. Trotz all dieser Annahmen und Vermutungen gibt es sogar ein Skelett das Erik zugeschrieben wird. Die Osteologen stellten ein Alter von ca. 40 Jahren fest, was zu den Vermuteten Geburts und Sterbedaten passt (1120 bis 1160) Mit 167 cm soll Erik etwas kleiner als der Durchschnitt gewesen sein.

Erik ist ein gutes Beispiel dafür was mit Legenden und geschickten Gerüchten erschaffen werden kann.

 

Richtig viel bekannt ist dagegen beim nächsten Namentag, Felix von Cantalice (*1515 in Cantalice, † 18. Mai 1587 in Rom)

Felix wurde als Sohn sehr armer Bauern geboren, aufgewachsen ist er ohne Schulbildung als Schafhirte. Er konnte zeitlebens weder lesen noch schreiben.

Im Alter von 28 Jahren trat Felix den Kapuzinern bei wo er zunächst in Klöstern der Region wirkte bevor er als Almosenbruder nach Rom geschickt wurde. Egal ob Sommer oder Winter Felix zog Tag für Tag durch die Straßen Roms und bat um milde Gaben. Schnell wurde Felix in Rom bekannt, beliebt und bekam den Beinamen "Bruder Deo Gratias" da er jeden Spender mit dem Gruß Deo Gratias (eigentlich "Dank sei Gott" landläufig "Vielen Dank") bedachte.

Sein besonderes Interesse galt immer den Kindern mit denen er selbst komponierte Lieder sang und mit Geschichten über Gott und ein "rechtes Leben" belehrte.

Trotz seiner nicht vorhandenen Schulbildung hatte Felix ein enormes Wissen, speziell über die Heilige Schrift, weswegen er selbst von Gelehrten konsultiert wurde.

Felix soll etliche Prophezeihungen die großteils eintraten gemacht haben so unter anderem die Prophezeihung Kardinal Michele Ghislieri würde der nächste Papst was 1566 auch eintrat, aus Ghislieri wurde Papst Pius V.

Im April 1587 wurde Felix schwer krank. In seiner Sterbestunde soll er gesagt haben: "Ich sehe die Heilige Jungfrau und die Engel im Himmel!". Dann wünschte er alleine gelassen zu werden und verschied.

Felix wurde unter reger Anteilnahme der Bevölkerung unter einem ihm geweihten Altar in der Kirche Santa Maria della Concezione, also der Kapuzinerkirche in Rom bestattet.

 

1625 wurde Felix von Papst Urban VIII. selig, 1712 von Clemens XI. heilig gesprochen.

 
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