Eintrag #141, 12.05.2021, 01:58 Uhr

Bauernregel #132

Und schon kühlt uns der zweite Eisheilige Namens Pankratius weiter ab. Die heutigen Bauernregeln lauten:

 

Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.

Pankratius hält den Nacken steif, sein Harnisch (leichte Rüstung) klirrt von Frost und Reif.

Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn.

Wenn es am Pankratiustag schön ist, so ist das gutes Zeichen zu einem schönen und reichen Herbst.

Pankraz und Servaz, zwei böse Brüder, was der Frühling gemacht, zerstören sie wieder.

Pankraz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein

 

Pankratius (* um 290 in Phrygien, † um 304 in Rom) hatte nicht nur ein verdammt kurzes Leben, sondern wurde in den nicht mal 20 Jahren zu einem Märtyrer der frühen christlichen Kirche. Der Name stammt aus dem Griechischen und Bedeutet "Der alles Beherrschende". Bis ins 19 Jhd. hinein wurde er im Deutschen auch als Pankraz bezeichnet.

Pankratius stammte aus der Gegend um Synnada, seine Eltern waren recht wohlhabend was jedoch nichts daran änderte, das Pankratius bereits mit 14 Jahren Waise wurde, weshalb er zu seinem Onkel nach Rom gebracht und dort unter der Herrschaft des Diokletian recht bald aufgrund seines Glaubens enthauptet wurde.

Um das Jahr 500 erbaute Papst Symmachus zu Ehren von Pankratius die Basilika San Pancrazio an der Via Aurelia (Straße von Rom nach Pisa).

Nach Pankratius wurden, häufig auch in der Kurzform Pankraz, viele Ortschaften, Kirchen und Stadtteile benannt, so z.B. auch der Londoner Stadtteil St. Pancras mitsamt dem Bahnhof an dem u.a. die Eurostarzüge nach Paris fahren.

Dargestellt wird Pankratius häufig in vornehmer Kleidung oder Ritterrüstung mit Schwert, Märtyrerkrone und Palme.

 

 

 
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