Heute am 10.05. gedenken wir St. Gordianus (und Epimachus) und die Bauernregeln prophezeihen eher stürmisches Wetter:
Florian (4. Mai) und Gordian richten oft noch Schaden an.
Der Gordian, der Gordian, der richtet oft noch Schaden an.
Dem kleinen Gordian man nicht trauen kann.
Bohnen leg dir erst an, ist vorbei St. Gordian.
Dem Gordian, dem Gordian, man besser niemals trauen kann.
Zumindest hier in Flensburg sind Ansätze erkennbar, im Moment (1.30 Uhr) gewitterts rundrum.
Gordianus und Epimachus († 362 in Rom, † 252 in Alexandria) sind Märtyrer und Heilige der orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche und Schutzpatrone der Stadt Kempten (Allgäu).
Von beiden sind die Viten nur sehr rudimentär vorhanden (auf gut deutsch: Nix genaues weiß man nicht). Zunächst zu Gordianus, dem Namen nach stammt er aus Gordion in Phrygien, Er war Richter und trat, motiviert durch das Vorbild des heiligen Januaris mit seiner Familie zum Christentum über. Der Überlieferung nach soll er in der Regierungszeit von Kaiser Julian (361-363) unter dem Römischen Statthalter Aproniamus gefoltert und enthauptet worden sein. Sein Leib wurde zwar den Hunden vorgeworfen, blieb jedoch bis zu seiner Bestattung unversehrt.
Über Epimachus ist noch weniger bekannt, lediglich das er gemeinsam mit Gorianus in der Katakombe des Heiligen Marcellinus und Petrus an der 3. Meile der damaligen Via Labicana (Verbindungsstraße Rom-Labici) begesetzt wurde.
Im Jahre 773/774 veranlasste Königin Hildegard, Gattin Karl des Großen die Überführung der Reliquien der beiden Heiligen ins Benediktinerkloster Kempten. Die Reichsstadt Kempten wählte Gordianus für eines ihrer Stadtsiegel und als Schutzpatron. In der Folge wurden viele Bewohner auf den Namen Gordian getauft, prominentestes Beispiel der Bürgermeister Gordian Seuter (um 1530).