Eintrag #127, 29.04.2021, 12:51 Uhr

Bauernregel #119

 

Heute, am 29.04. haben wir den seltenen Fall, das sich die Bauernregel nicht auf einen der heutigen Namenstage bezieht.

Bringt Rosamunde (11.03.) Sturm und Wind, so ist Sybilla uns gelind.

 

Die heutigen Namenstage sind: Dieter (Diether, Dietger, Theoder), Dietrich, Katharina von Siena (Catarina, Katha, Kathrin) und Roswitha

 

Nach längerer Recherche bei verschiedenen Quellen ergibt sich nun folgendes Bild

1. Die Namenstage für Sybilla (Sybille) sind in mehreren Quellen gleichlautend am (09.10./06.11.)

2. Bei meiner Quelle für die heutige Bauernregel gab es scheinbar eine Verwechslung. am 11.03. ist nicht der Namenstag von Rosamunde sondern von Rosina. Rosamunde dagegen hat am morgigen 30.04.

3. Bei Garten-Literatur.de fand ich obige Bauernregel ohne erwähnung des Datums bei Rosamunde, dafür stand bei Sybilla das heutige Datum als Klammervermerk, allerdings ohne Erwähnung welche Sybilla gemeint ist

4. Fazit Ende der Recherche, um euch trotzdem noch etwas interessantes ausser der Bauernregel zu liefern kommen nun noch einige Infos zum, meiner Ansicht nach, interessantesten der heutigen Namenstage Katharina von Siena

 

Anmerkung:Ich nutzte für diesen Text zwei Quellen, zu einen Wikipedia, zum anderen Katholisch.de Die grundsätzlichen Angaben zum Leben der Katharina von Siena sind bei beiden ähnlich, bei Wikipedia jedoch ausführlicher. Angaben zu Daten wie Geburts- und Sterbedatum sind unterschiedlich Da mir die Daten bei Wikipedia logischer erscheinen, habe ich diese übernommen. Katholisch schreibt einerseits das Geburtsjahr 1324 und äußert zu Geschehnissen im Jahr 1374 "Obwohl sie noch jung war...". Im Mittelalter war man jedoch mit 50 absolut nicht mehr jung, sondern im Gegenteil häufig schon verstorben.

 

Katharina von Siena ist eine der außergewöhnlichsten Frauen der Kirchengeschichte. Geboren wurde sie im Jahr 1347 als 24. (von 25) Kind der Wollfärberfamilie Benincasa in Siena/Toskana. In dieser Zeit hatten Kirche und Papsttum stark an Ansehen verloren. Mit ein Grund dafür war, das auf Druck der französischen Könige die Papstresidenz nach Avignon in der Provence verlegt wurde. Das einfache italienische Volk litt unter Unterdrückung der Herrschenden sowie unter andauernden Städtekämpfen


Bereits als Sechsjährige soll Katharina ihre ersten Visionen gehabt haben, als Siebenjährige gelobte sie der Gottesmutter ewige Jungfräulichkeit. Als sie mit Zwölf schließlich das damals Heiratsfähige Alter erreichte weigerte sie sich den Mann zu ehelichen, den ihre Eltern für sie ausgesucht hatten.

Nach den Konflikten mit ihren Eltern schloß sie sich den Domenikanerinnen an, bezog aber keine Klosterzelle, sondern zog sich in eine Zelle in ihrem Elternhaus zurück. Dies änderte sich erst nach der Vision einer mystischen Vermählung. In dieser Vision soll ihr Christus erschienen sein und ihr mit den Worten: "Siehe, Ich vermähle dich mir, deinem Schöpfer und Erlöser, im Glauben. Du wirst diesen Glauben stets unversehrt bewahren, bis du im Himmel mit mir ewige Hochzeit feiern wirst. Vollbringe, Meine Tochter, von jetzt an voll Zuversicht und ohne jedes Zaudern, was meine begleitende Vorsorge dir auferlegen wird. Durch die Stärke des Glaubens bist du nun gefestigt, und so wirst du alle deine Widersacher glücklich überwinden." einen Ring über den Finger gestreift haben.

Daraufhin stellte sie ihr Leben in den Dienst der Mitmenschen, sie unterstütze Arme, Kranke und Gefangene, und wurde schnell zur geistigen Mutter vieler. Einer der einflußreichsten Dominikaner, Raimund von Capua, wurde ihr als Beichtvater zugeteilt. Ab diesem Zeitpunkt begleitete dieser Katharina während ihres gesamten Lebens als Berater und Dolmetscher. Er verfasste auch nach Katharinas Tod ihre Biografie, die "Legenda Major".

Am 01. April 1375 soll es in Pisa zu einer weiteren Vision, diesmal in Form einer Stigmatation gekommen sein. Auf unerklärliche Weise sollen an ihrem Körper die Stigmen (Wundmale) von Jesus Christus, also Hand- und Fußgelenke sowie an der rechten Seite, erschienen sein. Allerdings konnte nur Katharina selbst diese erkennen.

Katharina war inzwischen auch kirchenpolitisch aktiv und wurde 1374 vor das Generalkapitel des Dominikanerordens geladen. Sie war so angesehen und hatte soviel Einfluss, das es ihr bei einer Reise 1376 nach Avignon gelang Papst Gregor XI. zu einer Rückkehr nach Rom zu bewegen. Wenn es angebracht war scheute sie jedoch auch nicht davor zurück Kritik in den eigenen Reihen zu üben.

Nicht verschweigen darf man, das Katharina sich wiederholt für einen heiligen "süßen" Kreuzzug einsetzte um Jerusalem zurückzuerobern. Das Verständnis von Weltfrieden hing für sie eng mit dem ihrer Ansicht nach dazu notwendigen militärischen Sieg über den Islam zusammen.

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