Eintrag #123, 25.04.2021, 01:42 Uhr

Bauernregel #115

Heute am 25.04. ist Gedenktag des Evangelisten Markus. Der Name rührt aus altkirchlicher Tradition die ihn dem wahrscheinlich ältesten der vier Evangelien beilegte. Die Biographie von Markus wurde aus verschiedenen Quellen gewonnen: dem neuen Testament, speziell aus der Apostelgeschichte, und den Kirchenvätern Papias, Eusebius, Hieronymus und Epiphanius. Die verschiedenen Quellen stimmen darin überein, das Markus Schüler des Petrus sowie sein Übersetzer gewesen sein soll.

Andere Quellen (aus dem 4. Jhd.) sehen Markus als Gründer und Bischof der Gemeinde in Alexandria. Danach soll Markus nach Gründung der Gemeinde am 25. April 68 den Märtyrertod gestorben sein.

Die koptische Kirche sieht Markus dagegen als ihren ersten Papst.

Markus ist Schutzpatron der Berufe Bauarbeiter, Maurer, Glaser, Schreiber, Notar und Korbmacher. Er soll zu gutem Wetter und guter Ernte verhelfen und wird bei Unwetter, jähem Tod, Blitzschlag, Hagel, Krätze und Qualen angerufen. Außerdem ist Markus Schutzpatron von Venedig, der Bodenseeinsel Reichenau und der Ägyptischen Christenheit.

 

Für den heutigen Tag gibt es nicht nur Bauernregeln, sondern auch eine Art Rundumschlag über einige Heilige, Assoziationen zum Wetter sind schwierig aber möglich.

 

Georgus (23. April) und Marks,

die bringen oftmals was Arg’s;

Philippi und Jakobi (1. Mai),

sind dann noch zwei Grobi;

Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai),

das sind erst drei Lumpazi.

Oft der Urban gar (25. Mai),

ist streng fürwahr,

und Peter und Paul (29. Juni),

die sind meist nur faul.

 

Hier dann noch einige "normale" Wetterregeln:

 

Wie jetzt an Markus sich das Wetter hält, so ist es auch oft im Herbst zur Ernte bestellt.

 

Gibt’s an Markus Sonnenschein, hat der Winzer guten Wein.

 

Ist’s jetzt um den Markus warm, friert man danach bis in den Darm.

 

Wer erst zu Markus legt die Bohnen, dem wird er’s reichlich lohnen; doch Gerste, die sei längst gesät, denn nach dem Markus ist’s zu spät.

 

An Markus, da versteckt die Socken, unsere Krähe im Roggen.

 

Bauen um Markus schon die Schwalben, so gibt’s viel Futter, Korn und Kalben.

 

Leg erst nach Sankt Markus Bohnen, er wird’s dir lohnen.

 
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