Heute ist Gedenktag des Fidelis von Sigmaringen (*01. Oktober 1578 in Sigmaringen, † 24. April 1622 in Seewis/Graubünden, bürgerlicher Name: Markus Rey oder Roy).
Fidelis studierte zunächst Philosophie und Rechtwissenschaft in Freiburg/Breisgau, begleitete dann Freiherr Wilhelm von Stotzingen auf seinen Reisen. 1611 promovierte er zum Doktor beider Rechte (näheres: https://de.wikipedia.org/wiki/Doktor_beider_Rechte ) worauf er zum Advokat und Beisitzer am obersten Gerichtshof berufen wurde. Er machte sich einen Namen als "Advokat der Armen".
1612 trat er, entmutigt durch Misswirtschaft und Korruption, in den Kapuzinerorden ein und erhielt hier seinen Ordensnamen Fidelis (der Treue). Recht zügig wurde er zum Priester geweiht und wirkte an vielen Orten in Süddeutschland und der Schweiz unter anderem in der Leitung und Gründung von Klöstern bis er im Januar 1622 die Missionstätigkeit im Schweizer Kanton Graubünden aufnahm. Hier zog er sich schnell den Zorn vieler protestantischer Bauern die er zum Katholizismus bekehren wollte zu. Am 24. April 1622 folgte er der Einladung in der Kirche von Seewis zu predigen und geriet hier in einen Hinterhalt. Hier konnte er zwar noch aus der Kirche flüchten, auf seinem Rückweg nach Grüsch begegnete er jedoch einer weiteren Gruppe aufständischer Bauern und wurde von diesen, nachdem er sich standhaft weigerte seinem Katholischen Glauben abzuschwören, zu Tode geprügelt.
Zunächst wurde Fidelis neben der Kirchenmauer beigesetzt worauf auf seinem Grab eine wundersame Blume gewachsen sein soll, ein halbes Jahr später wurde der Leib übertragen und in Chur bestattet.
1729 wurde Fidelis selig und am 29. Juni 1746 von Papst Benedikt XIV heilig gesprochen.
Hauptort der Verehrung ist seine Geburtsstadt Sigmaringen wo er, genauso wie in Feldkirch, Stadtpatron ist.
Die heutige Bauernregel lautet:
Wenn’s friert an Sankt Fidel, bleibt’s 15 Tag noch kalt und hell.