Eintrag #371, 14.09.2020, 16:36 Uhr

Astronomen entdecken in der Venus-Atmosphäre Phosphin PH3

Nachdem einige englische Wissenschaftsmedien diese Meldung gestern veröffentlichten, wurden diese, weil sie das Informationsembargo gebrochen haben wohl dazu aufgefordert, den vereinbarten Veröffentlichungstermin einzuhalten. Phosphin PH3 kann auf der Erde nur künstlich in Labors oder von anaeroben Mikroben erzeugt werden und dieses wurde nun in der mittleren Venus-Atmosphäre entdeckt.

 

Diese geleakte Information stammt vom offiziellen Youtube-Kanal des an der Untersuchung beteiligten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Die Entdeckung wurde dort nicht nur erläutert und kommentiert, sondern auch Links zur Originalpublikation veröffentlicht. Diese wurde mittlerweile wieder auf privat geschalten. Von anderen Kanälen konnte ich allerdings eine Kopie dieser Ausgabe speichern

 

Hier ist der Link:

 

Die Entdeckung wird heute Montag, den 14. September 2020, um 17.00h offiziell bekanntgegeben und im Fachjournal „Nature Astronomy“ veröffentlicht.

 

Eigentlich dürfte das Gas dort, wo es nun entdeckt und nachgewiesen wurde nicht sein. Es gilt als Anzeichen für mikrobisches Leben.

 

Der Nachweis des übel riechenden Gases gelang demnach einem Team um Jane Greaves von der Cardiff University gemeinsam mit Kollegen um William Bains vom MIT bei Beobachtungen mit dem James Clerk Maxwell Telescope (JCMT) des Mauna-Kea-Observatorium auf Hawaii und der Atacama Large Milimetre Array (ALMA), das von der Europäischen Südsternwarte (ESO) gemeinsam mit dem National Radio Astronomy Observatory (AUI/NRAO) und dem National Astronomical Observatory of Japan betrieben wird.

 

Durch die Bestätigung der Phosphin-Signaturen mit unterschiedlichen und voneinander derart unabhängigen Teleskopen, können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zudem ausschließen, dass es sich um individuelle Beobachtungsfehler handelt.

 

Auf der Erde wird Phosphin von Mikroben erzeugt, die fast keinen Sauerstoff benötigen, stattdessen Phosphatmineralien und Wasserstoff absorbieren und als Ausscheidungsprodukt Phosphin abgegeben.

 

In der Venusatmosphäre existiert fast kein Sauerstoff und die Venusoberfläche ist viel zu heiß ist, als dass hier erdähnliche Mikroben existieren könnten. Erst in Höhen von 48 bis 60 Kilometern erreichen die Temperaturen zwischen minus 17 und 93 Grad Celsius, weshalb man von einer „lebensfreundlichen Zone“ sprechen könnte. Hier haben die Astronomen nun das Phosphin entdeckt.

Wenn wir nun Leben außerhalb der Erde gefunden haben, dann sagt dies aus, dass das Leben viel häufiger ist, als wir angenommen haben. Dann gäbe es enorme Möglichkeiten in unserer Galaxie. Leben mit unterschiedlicher Biochemie und verschiedensten Ansprüchen.“

 

 
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