Was passiert mit dem Geld in der Wirtschaftskrise?

  • Es kommt zu einer Inflation

    Stimmen: 18 58,1%
  • Es kommt zu einer Deflation

    Stimmen: 1 3,2%
  • Es bleibt alles so wie es ist

    Stimmen: 12 38,7%

  • Umfrageteilnehmer
    31
Die wenigsten wissen, dass Politiker deutlich mehr als 40 Stunden die Woche arbeiten und dieses rumdebattieren mit Fakten und Argumenten ist auch noch sehr mühsam.

Ist nur blöd, wenn innerhalb dieser 40 Std. nix bei rumkommt.
Es gibt ne Menge Politiker die was schaffen, aber genauso gibt es Politiker, die immer nur um den heißen Brei reden und nix zustande bekommen.

Und das Politiker die Schuld bekommen ist doch logisch, die wurden doch schließlich von uns gewählt, damit die sich um solche Dinge kümmern.

Willst du jetzt den Leuten, die nix mit regieren am Hut haben, die Schuld geben?

Der Großteil weiß doch nur: Aha Wirtschaftskrise. Wie und warum verstehen nur die wenigsten und das sollten dann die Politiker erklären.
 
Ist nur blöd, wenn innerhalb dieser 40 Std. nix bei rumkommt.
Das ist ja das Problem. Wenn ein Politiker stundenlang debattiert, um eine Lösung auf ein Problem zu finden, welches man womöglich nicht lösen kann, dann ist das ein harter Job. Der Politiker muss vermitteln, er ist Vermittler in einer Gesellschaft, er muss regulieren und ein gemeinschaftlichen Zusammenhalt schaffen. Das ist schwer.
Es gibt ne Menge Politiker die was schaffen, aber genauso gibt es Politiker, die immer nur um den heißen Brei reden und nix zustande bekommen.
Das weiß ich nicht. Ich denke jeder ist korrupierbar, jeder ist erpressbar und jeder neigt dazu berufsblind zu werden. Es gibt auch in der Politik Hierarchien, Wahlprogramme an denen man sich binden muss, auch wenn man selbst keinen Sinn darin sieht. Man steht immer in der Schusslinie der Medien, jeder noch so kleinste Fehler kann fatal sein. Ich erinnere gerne Monika mit ihren schönen Mund. Wenn ein Politiker eine Leiche im Keller hat, ist er erpressbar. Wenn ein Politiker weiterkommen möchte, dann muss er sich an Programme und Vorgaben seiner Vorgesetzten halten und das kann bei uns oft als Inkompetenz angesehen werden.
Und das Politiker die Schuld bekommen ist doch logisch, die wurden doch schließlich von uns gewählt, damit die sich um solche Dinge kümmern.
Ich denke diese Epoche, die wir jetzt erleben werden, wird uns lehren das die Politiker nur Vermittler sind. Und wen haben wir denn gewählt? Selbst eine Wahl ist ein Kompromiss. Was nutzt mir das Wahlprogamm einer Partei, wenn ich die Führung dieser Partei unfähig halte. Was wählen wir denn? Ich will das Wählen nicht schlechtreden, es ist sogar Pflicht zu Wählen, aber wo steht denn das Verhältnis zur Wahl, die einem alle 4 Jahre mit Kreuzchen machen gegeben wird. Man kann sich nicht mal äußern. Ein Bogen mit Möglichkeiten der Kritik wäre doch viel Nachhaltiger, als nen Kreuz. Wem interessiert die Meinung eines kleinen Bürgers? Wenn man es mit Kreuzchen abhandelt und dann noch frech behauptet,"Hey was geht ab, du hattest doch die Wahl?"???
Willst du jetzt den Leuten, die nix mit regieren am Hut haben, die Schuld geben?
Weißt du wem ich die Schuld gebe. Ich kann dir sagen wem ich die Schuld gebe, jedem der sich bewusst die Taschen vollgestopft hat. Jeder der mit voller Absicht andere zu schädigen, sich die Taschen vollgestopft hat. Damit meine ich alle die sich aus Gier bereichern wollten. Jeden, nicht nur die Topmanager, sondern auch die Kleinanleger. Jeder ist Schuld an dieser großen Seifenblase die zwangsläufig platzen muss.
Der Großteil weiß doch nur: Aha Wirtschaftskrise. Wie und warum verstehen nur die wenigsten und das sollten dann die Politiker erklären.
Die meisten Menschen wollen es doch auch gar nicht wissen. Sie wollen in ihrer kleinen Ponyhofwelt leben und jeden Monat ihr Geld aufen Konto haben. Es gibt doch 1000 Möglichkeiten sich mit der Weltwirtschaftskrise zu beschäftigen. Etliche Medien, Foren (wir tauschen uns doch auch gerade aus), es interessiert den Großteil nicht, sie haben Schiss ihren Job zu verlieren und schieben die Schuld auf die Politik, die in meinen Augen machtlos gegen die Große Seifblase ist. Mann kann nur versuchen noch mehr Seife reinzupumpen, damit das Scheißding nicht platzt.

P.S.: Sorry für meinen freien Gedankenlauf... Hab gerade durch Urlaub und Frerien zu viel Freizeit.
 
P.S.: Sorry für meinen freien Gedankenlauf... Hab gerade durch Urlaub und Frerien zu viel Freizeit.

Dafür ist doch ein Forum gedacht ;)

Die meisten Menschen wollen es doch auch gar nicht wissen. Sie wollen in ihrer kleinen Ponyhofwelt leben und jeden Monat ihr Geld aufen Konto haben. Es gibt doch 1000 Möglichkeiten sich mit der Weltwirtschaftskrise zu beschäftigen. Etliche Medien, Foren (wir tauschen uns doch auch gerade aus), es interessiert den Großteil nicht, sie haben Schiss ihren Job zu verlieren und schieben die Schuld auf die Politik, die in meinen Augen machtlos gegen die Große Seifblase ist.

Ist das verwunderlich?

Als Beispiel:
Die Medien erklären warum die HRE enteignet wird (oder werden soll). Aber die Politiker (bzw. der Staat) enteignen die HRE. Warum gehen die Politiker nicht selbst an die Öffentlichkeit? Stattdessen fährt die Merkel lieber nach Rüsselsheim und macht gute Miene zum bösen Spiel (Der Zug für Opel dürfte wohl abgefahren sein, denn wer steck Geld in ein Unternehmen das quasi komplett verpfändet ist?)

Allerdings steigt dann die Empörung wenn man eine Bank retten will, die Mitverantwortlich für das ganze ist, aber kleinere Firmen (oder auch Opel) sich selbst überlassen wird.

Und wenn man sich mal die Masse an Informationen ansieht, kann ich gut nachvollziehen, das nicht jeder Lust hat sich darüber zu informieren. Vor allem da vieles erst im Nachhinein erklärt wird, sodass der Bürger eh nix mehr dran ändern kann. Mal abgesehen davon, dass da auch ne Menge an Freizeit drauf geht sich diese Informationen zu beschaffen. (Und mir jedesmal die Nackenhaare zu Berge stehen)

Ich zitier mal meinen ehemaligen Meister:

"Ich tu mir keine Nachrichten mehr an, ich reg mich dann eh wieder nur auf"

Wem kann man es verwehren? Da wird Geld in die Autoindustrie gepumpt (Abwrackprämie von Geld das nicht da ist), aber Geld für Schulen, Infrastruktur und was weiß sonst noch, ist immer noch nicht vorhanden.

Nen weiteres Beispiel:

Bei uns wollten die ein Schulzentrum (Gymnasium, Realschule, Hauptschule, wobei die Realschule hätte bleiben dürfen) schließen, damit da ne Gesamtschule hinsoll. Alle bisherigen Schüler hätten auf ein anderes Schulzentrum bei uns gehen müssen. Dazu kommen dann deutlich weitere Anfahrtswege (und Kosten) der Schüler, Umbau / Renovierung des anderen Schulzentrums und deutlich größere Klassen. Das ganze für gerademal 150 Schüler die eine Gesamtschule besuchen wollen, anstatt Zentral ne Gesamtschule zu errichten (was Kostenmäßig in etwa gleich wäre)

Vor 4 / 5 Wochen hab ich das erst mitbekommen und das nur, weil ein Bürgerentscheid kam. Ansonsten hätte man das erst wieder erfahren, wenn alles passiert wäre (Wahrscheinlich in den Sommerferien oder so)

Ich sag nicht, dass der Job einfach ist. Aber wenn man nicht versucht den Bürgern was zu erklären, muss man sich nicht über die Reaktionen wundern.

Gut oft wird auch was erklärt und keiner will es verstehen bzw. keiner hört zu.

Uiuiui, da hab ich aber jetzt auch ausgeholt.
 
@thelematiker Gutes Beispiel. Denken die Politiker überhaupt noch? Ich denke, die handeln nur noch ^^

Wieso sollten wir die Firmen schließen? Das machen wir nicht, weil wir vorher noch ordentlich Kohle machen wollen :D Heute geht es nur ums Geld, egal in welchem Bereich. Dabei geht es nicht um Tausend oder Millionen, sondern um Milliardengeschäfte. Jetzt wird eine rote Zahl nach der anderen veröffentlich und plötzlich geht alles den Bach hinunter. Ich schreib nur das, wie ich das gerade sehe und denke. Hoffen wir mal, dass es besser wird. :roll:



MfG

Turbulence
 
Und wenn man sich mal die Masse an Informationen ansieht, kann ich gut nachvollziehen, das nicht jeder Lust hat sich darüber zu informieren. Vor allem da vieles erst im Nachhinein erklärt wird, sodass der Bürger eh nix mehr dran ändern kann. Mal abgesehen davon, dass da auch ne Menge an Freizeit drauf geht sich diese Informationen zu beschaffen.
Das Problem kannst du also nicht nur bei den Politikern suchen, die es selber auch schwer genug haben. Die Frage ist doch, inwieweit sich die Bevölkerung überhaupt für politische Entscheidungen interessiert. Sei es im Land, oder auch in der eigenen Gemeinde.

Wen interessiert es denn wirklich, um dein Beispiel wieder aufzugreifen, wo und für welches Geld eine Schule renoviert wird oder eben nicht? Nur die, die gerade unmittelbar betroffen sind. Also die Schüler und die Eltern. Das ist gemessen an der Bevölkerung aber die absolute Minderheit. Und bei anderen Entscheidungen dürfte es nicht anders aussehen. Die große Masse hat also überhaupt keine Lust sich zu informieren.

Politik ist heutzutage irgendwie out - wenn man das so sagen kann. Kaum jemand informiert sich richtig, aber viele schimpfen erstmal drauf los. Aber kennst du irgendjemanden, der auch mal einen schlüssigen Gegenvorschlag bringt?

Ich finde, dass die Politiker einen verdammt schweren Job haben. Was sie auch tun, eine Gruppe ist grundsätzlich dagegen. Entweder die Opposition, die Bevölkerung, oder auch die Gewerkschaften. Dass Politiker auch sehr darauf hinarbeiten wiedergewählt zu werden bestreite ich damit aber nicht.
 
Politik ist heutzutage irgendwie out - wenn man das so sagen kann. Kaum jemand informiert sich richtig, aber viele schimpfen erstmal drauf los. Aber kennst du irgendjemanden, der auch mal einen schlüssigen Gegenvorschlag bringt?
In diesen Absatz bringst du mir die richtige Frage. Du schreibst ja Politik ist out und da stimme ich dir zu. Die Bildzeitung, das Boulevardmagazin ob nun TV oder Zeitschrift genießt eine höhere Aufmerksamkeit als die Politik. Medien oder Informationsgeber sind nicht die Politik, sondern Presse und TV. Was macht Presse,TV [Wie soll ich den ganzen Salat nennen?]? Warum interessiert sich kaum jemand für Politik?

Politik ist nicht so spannend, wie Veronas Steuerprobleme oder was weiß ich? Dabei betrifft sie doch jeden. Ob Verona nun in den Knast muss oder nicht, das bringt doch keinen was. Dem Leser bringt es nix. Blödes Beispiel, mir fällt nix anderes ein. Verona sieht auch richtig scharf aus, das kommt noch hinzu und Franjo ist nen Lutscher, was hat der olle Lutscher überhaupt? Jo, ist viel interessanter als Politik.

Ist es vielleicht die Unverständlichkeit der Politik? Ist es die ge- oder ungewollte Kompliziertheit der Politik?

Sorry es ist kein schlüssiger Gegenvorschlag, eher eine Ergänzung und auch eine Frage.
 
Naja, ich intressiere mich zwar für Politik, allerdings habe ich mal ein paar Thoerien, warum Menschen sich nicht dafür intressieren:

1. Die Person A ist total von der Demokratie genervt, deswegen will er garnicht verstehen bzw wissen, was die Politiker machen, aber ist für ein System das überhaupt nicht funktionieren kann (ich habe mal irgendwo gelesen, das in einer Umfrage 60% der Befragten glauben, das der Kommunismus bisher nur schlecht umgesetzt wurde, allerdings funktionieren kann).

2. Die Person B ist total von der Partei XY überzeugt ( Vielleicht weil ihnen der Namen gefällt, oder die Farbe, oder was auch immer). Dabei ist es oft so, dass er nicht weis, wofür die Partei steht und sich dann über einen Gesetzentwurf aufregen, von dem die Partei von Anfang an gesagt hat ihn einzusetzen, wenn sie an die Macht kommen.

3. Die Person C will einfach nur seinen Spaß im Leben haben und ja nicht mit Problemen konfrontiert werden, bzw sich auch ja nicht Gedanken darüber machen. Wenn er mal nicht mit einem Kasten Bier vollgelaufen ist, schaut er Klatch-Nachrichten, da ja so Prominente recht Unterhaltsam sind. Probleme? Nene, berede das mit nem anderen.

So des sind so die Möglichkeiten die ich meine, warum Menschen sich nicht für Politik intressieren. Zerfetzt sie in der Luft oder sagt das ich richtig lieg :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Für den libertären Kommunismus!

Einen schwarzen Schimmel gibt es nicht sofern es keine bessere Anapher für Deine Aussage gibt.

Zwischen Freiheit und einer extremen politischen Gesinnung wie dem Kommunismus liegen mindestens Lichtjahre.

Beide Worte in einen Satz und dann auch noch in Verbindung zueinander zu bringen ist in meinen Augen mindestens :ugly: wenn nicht noch mehr.
 
Einen schwarzen Schimmel gibt es nicht sofern es keine bessere Anapher für Deine Aussage gibt.

Zwischen Freiheit und einer extremen politischen Gesinnung wie dem Kommunismus liegen mindestens Lichtjahre.

Beide Worte in einen Satz und dann auch noch in Verbindung zueinander zu bringen ist in meinen Augen mindestens :ugly: wenn nicht noch mehr.

Dann darf ich dich belehren, dass viele Anarchisten sich selbst auch als libertäre Kommunisten bezeichnen. Libertär um sich vom Stalinismus abzugrenzen, denn eigentlich ist Kommunismus sogar ein Synonym für Anarchismus, zumindest vom Zielgedanken her.
= herrschaftsfreie(ohne Staat) & klassenlose (Kapitalverhältnis aufgehoben) Gesellschaft.
Und jetzt komm mir bitte nicht mit dem nächsten Vorurteil Anarchie bedeute Chaos.... Anarchie ist Ordnung ohne Herrschaft!
 
Wen interessiert es denn wirklich, um dein Beispiel wieder aufzugreifen, wo und für welches Geld eine Schule renoviert wird oder eben nicht? Nur die, die gerade unmittelbar betroffen sind. Also die Schüler und die Eltern. Das ist gemessen an der Bevölkerung aber die absolute Minderheit.

Schlimm genug, dass sich keiner Interressiert. Aber wenn dann auch noch die falschen Information bis gar keine verbreitet werden. Sorry, aber das geht ja mal gar nicht.

Das Beispiel war aber dafür gedacht zu zeigen, wie Politik funktioniert. Die Jungs entscheiden irgendwas und die Bürger erfahren es erst, wenn es wieder zu spät ist.

Gemessen an der Bevölkerung, ist alles eine Minderheit.
Abgesehen davon kann es ja wohl nicht angehen, dass sowas als Entschuldigung her soll, vor allem da noch jede kleine Sache uns als Gemeinschaft etwas angeht. Wenn natürlich jeder sagt: "Ist mir doch Wurscht, geht mich nix an." Dann brauchen wir eigentlich auch keine Demokratie.

Politik ist heutzutage irgendwie out - wenn man das so sagen kann. Kaum jemand informiert sich richtig, aber viele schimpfen erstmal drauf los. Aber kennst du irgendjemanden, der auch mal einen schlüssigen Gegenvorschlag bringt?

Warum wähle ich dann überhaupt noch? (Oder andere?)
Darf man jetzt nur noch Kritik üben, wenn man einen Gegenvorschlag hat?
Also ist ein Fehler erst dann ein Fehler, wenn ich einen Gegenvorschlag habe?

Politik ist deshalb out, weil kaum noch einer versteht was die da oben treiben. Und da ja auch niemand versucht, etwas zu erklären (da das ja wieder nur eine Minderheit ist), wird es auch so schnell keiner verstehen.

Ich finde, dass die Politiker einen verdammt schweren Job haben. Was sie auch tun, eine Gruppe ist grundsätzlich dagegen. Entweder die Opposition, die Bevölkerung, oder auch die Gewerkschaften. Dass Politiker auch sehr darauf hinarbeiten wiedergewählt zu werden bestreite ich damit aber nicht.

Ich habe nicht gesagt, dass sie es leicht haben. Aber es ist deren Job und den haben sie sich ausgesucht. Und man muss dann auch damit rechnen, dass man für Fehler kritisiert wird. Politik ist nunmal ein öffentliches Amt, da kann man schonmal mit rechnen öffentlich kritisiert zu werden.

Es würde für den Anfang ja schonmal reichen, wenn ein paar Politiker ab und an, mal erklären würden, Warum und Was sie da tun.
Wenn immer nur gesagt wird:
"So, nu hamma jetzt das gemacht" aber keiner weiß Wieso und Warum (außer die Politiker), bringt das niemandem etwas.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist es vielleicht die Unverständlichkeit der Politik? Ist es die ge- oder ungewollte Kompliziertheit der Politik?
Sicherlich ist der Ansatz nicht ganz verkehrt. Ein Teil der Bevölkerung versteht überhaupt nicht worum es geht, wenn in der Tagesschau verkündet wird, dass ein Konjunkturpaket verabschiedet wurde.

Und ansonsten ist Politik einfach langweilig für viele Leute. Die debattieren über irgendwas und fällen am Ende eine Entscheidung, die sowieso niemand aus der Bevölkerung anfechten kann. Es kommt wie es kommt, man kann es halt nicht ändern. Und am Ende wollen die Politiker sowieso nur die Wählerstimmen haben.

Boulevard-Themen oder Katastrophen sind da einfach interessanter, weil spektakulärer. Alleine im Fernsehen ist ein Beitrag spannender anzuschauen wenn es vernünftiges Bildmaterial gibt und nicht nur irgendwelche Zitate von Politikern. Ist ja auch logisch irgendwo.

Und so hat sich das aus meiner Sicht Stück für Stück entwickelt.

Die Jungs entscheiden irgendwas und die Bürger erfahren es erst, wenn es wieder zu spät ist.
Ja, Entscheidungen sind unverrückbar, das stimmt.

Aber das würde ich nicht nur negativ sehen. Denn wenn jetzt politische Debatten vor der Entscheidung in der Öffentlichkeit breit getreten würden, was würde es ändern? Garantiert würde sich eine Gruppe finden die für den einen Vorschlag ist und eine andere Gruppe, die für den anderen Vorschlag ist. Dann hast du das im Großen, was du im Kleinen täglich im Stadtrat, im Landtag und im Bundestag hast. Zwei Meinungen, die man am Ende zusammenbringen muss, weil sonst völliger Stillstand herrscht.

Zurück also zu deinem Beispiel: Was wäre denn passiert, wenn die Entscheidung bezüglich der Schule eher öffentlich gemacht worden wäre? Ein ewiges Hickhack, über das am Ende doch die Politik entschieden hätte.

Warum wähle ich dann überhaupt noch? (Oder andere?)
Darf man jetzt nur noch Kritik üben, wenn man einen Gegenvorschlag hat?
Nee, aber ich finde es falsch, wenn erstmal von irgendjemandem eine Entscheidung kritisiert wird, nur damit man kritisieren kann. Vielleicht kann man auch mal darüber nachdenken, warum eine Entscheidung gefällt wurde und die Gründe sehen, die dafür sprachen.

Es würde für den Anfang ja schonmal reichen, wenn ein paar Politiker ab und an, mal erklären würden, Warum und Was sie da tun.
Dafür hast du ja die größte Informationsplattform der Welt, nämlich das Internet. Zum Beispiel gibt es auf den Seiten des Deutschen Bundestags Informationen zu jeder einzelnen Sitzung.
Dann sind wir aber wieder bei dem Thema, inwieweit man Interesse hat sich damit zu beschäftigen.
 
Dann sind wir aber wieder bei dem Thema, inwieweit man Interesse hat sich damit zu beschäftigen.

Interesse iss doch wahrscheinlich bei vielmehr Leuten vorhanden als sich am Ende dann wirklich informieren

Ich würd mich auch bei den Interessierten einreihen die sich aber viel zu wenig informieren weil die vielleicht 14 aktiven Stunden am Tag normalerweise ausgefüllt sind mit Dingen die weiter vorn in der Prioritätenliste stehen
 
Sicherlich ist der Ansatz nicht ganz verkehrt. Ein Teil der Bevölkerung versteht überhaupt nicht worum es geht, wenn in der Tagesschau verkündet wird, dass ein Konjunkturpaket verabschiedet wurde.
Muss ich dir leider zustimmen. :-?
Und ansonsten ist Politik einfach langweilig für viele Leute. Die debattieren über irgendwas und fällen am Ende eine Entscheidung, die sowieso niemand aus der Bevölkerung anfechten kann. Es kommt wie es kommt, man kann es halt nicht ändern. Und am Ende wollen die Politiker sowieso nur die Wählerstimmen haben.
Ich weiß nicht ob Politik langweilig ist. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass sie unverständlich ist. Womit ich den Politikern auch einen Vorwurf mache. Man sieht sie auch zu selten.
Boulevard-Themen oder Katastrophen sind da einfach interessanter, weil spektakulärer. Alleine im Fernsehen ist ein Beitrag spannender anzuschauen wenn es vernünftiges Bildmaterial gibt und nicht nur irgendwelche Zitate von Politikern. Ist ja auch logisch irgendwo.
Ja, aber warum logisch? Warum begeistert man sich für Katastrophen und warum interessiert einem das eigene Land kaum noch?
Und so hat sich das aus meiner Sicht Stück für Stück entwickelt.
Und da stimme ich dir voll und ganz zu. Das fing damals mit der Gründung der privaten Sender an. Private Sender, ja richtig. Und warum wird es stetig gewaltätiger?

Sorry, das ich schon wieder Fragen stelle auf die man nicht antworten kann. *hmpfgh
 
Nee, aber ich finde es falsch, wenn erstmal von irgendjemandem eine Entscheidung kritisiert wird, nur damit man kritisieren kann. Vielleicht kann man auch mal darüber nachdenken, warum eine Entscheidung gefällt wurde und die Gründe sehen, die dafür sprachen.

Das mein ich doch die ganze Zeit. Warum wird nicht einfach ganz klar gesagt was wofür spricht? Was sprach denn z.B. für eine Mwst. Erhöhung? (Abgesehen von mehr Steuereinnahmen). Wenn man immer nur sagt, das ist jetzt so, kommen sich die Menschen irgendwann vor wie kleine Kinder.

Oh und ich will keine Entscheidung kritisieren, damit ich kritisieren kann. Ich kritisiere wie die Entscheidungen manchmal getroffen werden.

Dafür hast du ja die größte Informationsplattform der Welt, nämlich das Internet. Zum Beispiel gibt es auf den Seiten des Deutschen Bundestags Informationen zu jeder einzelnen Sitzung.
Dann sind wir aber wieder bei dem Thema, inwieweit man Interesse hat sich damit zu beschäftigen.

Dann könnten wir ja auch gleich die Ärzte abschaffen, wir haben ja das Internet :ugly:

Was ist denn mit denen, die nicht mal eben ins Internet können. Wir sind nicht nur die, die im Netz unterwegs sind. Da sind noch deutlich mehr. Und es kann ja auch irgendwo nicht angehen, dass wenn jemand Dinge über mich bestimmt, ich dann erst noch nachlesen muss was da grad über mich bestimmt wurde, anstatt dass ich das gleich erfahre.

Abgesehen davon, versteht wahrscheinlich auch nicht jeder was da drin steht.

Es gibt Dinge die vielleicht nicht allzu wichtig sind, aber es gibt genügend Dinge die der Bürger vor einer Änderung erfahren sollte und nicht erst wenn es mal wieder (fast) zu spät ist (z.B. Grundgesetzänderung wg. Hartz IV)

Ich bin auch keiner der immer nur negatives sieht, nur muss negatives schließlich auch kritisiert werden.
Ich hab auch kein Problem damit, dass Fehler gemacht werden. Wir sind schließlich alle Menschen. Aber das die wenigsten ihre Fehler einräumen und diese vielleicht auch beheben ist leider viel zu selten.
Wir leben in einer Demokratie, allerdings hab ich manchmal das Gefühl, dass wir in einer Diktatur leben.

Zurück also zu deinem Beispiel: Was wäre denn passiert, wenn die Entscheidung bezüglich der Schule eher öffentlich gemacht worden wäre? Ein ewiges Hickhack, über das am Ende doch die Politik entschieden hätte.

Der Bürgerentscheid wg. dem Schulzentrum kam zum Beispiel nicht von den Bürgern, sondern von den Politikern. Da wurde entschieden, dass die Menschen entscheiden sollten, die es auch angeht. Denn die die es nicht interessiert, haben wahrscheinlich nicht mitgemacht.

Ich hab nur einfach zu oft das Gefühl, dass Politiker ihre Macht zum bestimmen über das Volk ein wenig übertreiben.

Und das gewisse Dinge auch erklärt werden bzw. versucht zu erklären, hat es schon öfters gegeben. Wenn die Menschen dann natürlich nicht zuhören wollen oder es nicht verstehen wollen, kann man nix machen. Allerdings haben dann die Poltiker sich wenigstens nicht vorzuwerfen, sie hätten es nicht versucht. Im Kopf schwirrt mir da grad der Kosovo Konflikt rum, da wurde versucht zu erklären, warum wir das machen. Die Reaktion darauf waren alles andere als toll, aber man hat den Schritt gewagt und versucht zu erklären. Das wird halt zu selten gemacht (Für große einschneidende Dinge).

Und nur, weil man sich die passenden Informationen beschafft werden die Art der Entscheidungen nicht besser, da kann man schonmal die Lust auf Politik verlieren. Oder aber auch Lust auf Politik bekommen, wenn man sich anfängt zu fragen, warum die auf solche Ideen kommen.

Ich weiß nicht ob Politik langweilig ist. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass sie unverständlich ist. Womit ich den Politikern auch einen Vorwurf mache. Man sieht sie auch zu selten.

Das hab ich gemeint...

*edit*

Ob man die Diskussion vielleicht auslagern sollte? Hat ja irgendwie nix mehr mit dem Thema zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jep, funktioniert aber nicht. Egal in welchem System - der Mensch ist der selbe. Es gibt gierige Menschen im Kapitalismus, es gibt genau so gierige Menschen im Kommunismus. Oder willst du mir glaubhaft machen, in den kommunistischen Systemen gehe es wirklich allen Menschen gleich gut oder schlecht? Du musst die Utopie aufgeben, dass es irgendwann völlig gerecht zugehen könnte. Und dann musst du dir überlegen, wie man noch die größtmögliche Freiheit und Gerechtigkeit erreichen kann. Meiner Meinung nach in dem derzeitigen System. Wenn man in die Geschichte schaut, stehen wir heute nicht so schlecht da. Im Kommunismus geht es eigentlich überall unfairer zu als bei uns heute. Wenn du mir nicht glaubst, schau dir mal China an, und wer da vom Wirtschaftsaufschwung profitiert - der Arbeiter sicher nicht.

Hierzulande haben wir alle Freiheiten. Leider wissen das viele nicht zu schätzen, weil sie nie in nem schlechteren System gelebt haben.
 
Wenn du mir nicht glaubst, schau dir mal China an, und wer da vom Wirtschaftsaufschwung profitiert - der Arbeiter sicher nicht.
Lass dich doch nichtso von den Begriffen blenden. China ist kein Kommunismus, sondern Neoliberalismus verbunden mit Diktatur unter dem Vorwand so irgendwann zum Kommunismus zu kommen. Und die Zentralplanwirtschaft verachte ich noch mehr als den Kapitalismus.
Außerdem gehts erstmal darum den Sozialismus zu verwirklichen d.h. jedem nach seiner Leistung. Im Sozialismus isses sogar völlig wurscht wie egoistisch die Menschen sind.
In der Konkurrenz zw. Arbeitgeber/Arbeitnehmer, den Unternehmen untereinander etc. bedeutet nämlich der eigene Vorteil notwendigerweise den Nachteil des anderen. Erst durch die kooperativen Strukturen des Sozialismus wird Gemeinwohl und Eigennutz zur Deckung gebracht, womit sowas wie Egoismus garkeine Rolle mehr spielt, da man durch Eigennutz gleichzeitig auch was für die Gemeinschaft tut.
Hast du meine Beiträge überhaupt gelesen? Daraus sollte doch recht deutlich werden, das es eben möglich & anzustreben ist.
In gewisser Weise will ich sogar, dass die Leute egoistischer werden, denn welcher Egoist lässt sich schon ausbeuten?
 
Warum begeistert man sich für Katastrophen und warum interessiert einem das eigene Land kaum noch?
Weil das für's Auge einfach im ersten Moment spannender und aufregender ist. Eine angeborene menschliche Eigenschaft.

Was ist denn mit denen, die nicht mal eben ins Internet können. Wir sind nicht nur die, die im Netz unterwegs sind.
Es gibt auch noch Fernsehsender wie Phoenix, die ganze Bundestagsdebatten live übertragen und es gibt Radiosender wie den Deutschlandfunk, der auch mal ein paar mehr Hintergrundinfos bringt. Irgendein Medium wird ja wohl jedem zur Verfügung stehen.

Und es kann ja auch irgendwo nicht angehen, dass wenn jemand Dinge über mich bestimmt, ich dann erst noch nachlesen muss was da grad über mich bestimmt wurde, anstatt dass ich das gleich erfahre.
Wo ist denn der Unterschied, ob du eher oder später von einer Tatsachenentscheidung erfährst? Ändern kannst du sie sowieso nicht und aufregen zu jedem beliebigen Zeitpunkt. Da sehe ich überhaupt kein Problem drin.

Wenn man eine Regierung wählt, dann wählt man ja eigentlich einen Stellvertreter, der die eigenen Ansicht so gut wie irgend möglich vertreten soll. Es ist einfach nicht drin, dass bei jeder Entscheidung jeder erst seinen Senf dazu abgibt. Wie soll sowas praktisch aussehen?

Und nur, weil man sich die passenden Informationen beschafft werden die Art der Entscheidungen nicht besser, da kann man schonmal die Lust auf Politik verlieren.
Jetzt hast du die Informationen, aber das ist dir auch nicht recht. Was willst du denn nun eigentlich?
Wie gesagt sind das Tatsachenentscheidungen, die nicht zu ändern sind.
 
Erst durch die kooperativen Strukturen des Sozialismus wird Gemeinwohl und Eigennutz zur Deckung gebracht, womit sowas wie Egoismus garkeine Rolle mehr spielt, da man durch Eigennutz gleichzeitig auch was für die Gemeinschaft tut.
Hast du meine Beiträge überhaupt gelesen? Daraus sollte doch recht deutlich werden, das es eben möglich & anzustreben ist.
In gewisser Weise will ich sogar, dass die Leute egoistischer werden, denn welcher Egoist lässt sich schon ausbeuten?

Ja, das ist ne Utopie. Der Sozialismus beutet auch aus, stell dir das nur nicht zu romantisch vor. In jedem sozialistischen und kommunistischen Land gibts nen großen Führer, der in nem Palast lebt, bzw. die "Parteigenossen". Siehe auch DDR: Wer nicht spurt, bekommt das zu spüren. Nenn mir doch mal ein Beispiel, wo deine Utopien Realität geworden sind. Ich halte unter allen Alternativen das, wie es bisher ist, für die beste.
 
Ja, das ist ne Utopie. Der Sozialismus beutet auch aus, stell dir das nur nicht zu romantisch vor. In jedem sozialistischen und kommunistischen Land gibts nen großen Führer, der in nem Palast lebt, bzw. die "Parteigenossen". Siehe auch DDR: Wer nicht spurt, bekommt das zu spüren. Nenn mir doch mal ein Beispiel, wo deine Utopien Realität geworden sind. Ich halte unter allen Alternativen das, wie es bisher ist, für die beste.

Nach der russischen Revolution gab zwar anfangs gewisse Rätestrukturen, aber nur verbunden mit deutlich autoritären Tendenzen.
Roxa Luxemburg hat das schon 1918 sehr treffend kritisiert:
"Lenin und Trotzki haben an Stelle der aus allgemeinen Volkswahlen hervorgegangenen Vertretungskörperschaften die Sowjets als die einzige wahre Vertretung der arbeitenden Massen hingestellt. Aber mit dem Erdrücken des politischen Lebens im ganzen Lande muss auch das Leben in den Sowjets immer mehr erlahmen. Ohne allgemeine Wahlen, ungehemmte Presse- und Versammlungsfreiheit, freien Meinungskampf erstirbt das Leben in jeder der öffentlichen Institution(en), wird zum Scheinleben, in der (dem) die Bürokratie allein das tätige Element bleibt. Das öffentliche Leben schläft allmählich ein, einige Dutzend Parteiführer von unerschöpflicher Energie und grenzenlosem Idealismus dirigieren und regieren, unter ihnen leitet in Wirklichkeit ein Dutzend hervorragender Köpfe, und eine Elite der Arbeiterschaft wird von Zeit zu Zeit zu Versammlungen aufgeboten, um den Reden der Führer Beifall zu klatschen, vorgelegten Resolutionen einstimmig zuzustimmen, im Grunde also eine Cliquenwirtschaft eine Diktatur allerdings, aber nicht die Diktatur des Proletariats, sondern die Diktatur einer Handvoll Politiker, d.h. Diktatur im bürgerlichen Sinne, im Sinne der Jakobiner-Herrschaft ..."

Als Konsequenz des Bürgerkrieges, nachdem die Arbeiter in den Räten physisch nicht mehr existierten wurde die entgültige Zentralisation durchgesetzt, die allerdings immer nur als temporär gedacht war.
Dann haben sich Stalin & co aber in dieser Position eingerichtet.
Diese Zentralplanwirtschaft wurde dann von DDR, Kuba, Nordkorea etc. kritiklos übernommen.

Dass der Mensch auch zur wirklichen Selbstverwaltung fähig ist habe ich hier gezeigt: https://www.klamm.de/forum/showpost.php?p=4326638&postcount=7
Außerdem frage ich mich wie du ein System gut finden kannst das gerade am Zusammenbrechen ist wie im Anfangspost erklärt?

Dass das System nicht mehr zu retten ist verstehen langsam sogar einige bürgerliche Ökonomen: https://www.youtube.com/watch?v=kE8B4UYxKm8
Nur haben sie keine Ahnung von den wirklichen tieferen Ursachen und erliegen dem Schein, die Krise käme durch die bösen Kredite.
"...Auf den ersten Blick stellt sich daher die ganze Krise nur als Kreditkrise und Geldkrise dar." (Marx)

/edit: @lawrence: Klasse, du übergehst einfach alle meiner Argumente und leierst die üblichen Vorurteile runter.