News USA/Todesstrafe: Deutscher durch Giftspritze hingerichtet

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klamm-Bot
25 April 2006
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Folgende News wurde am 24.04.2010 um 20:54:00 Uhr veröffentlicht:
USA/Todesstrafe: Deutscher durch Giftspritze hingerichtet
Shortnews

Der in Deutschland zur Welt gekommene 31-jährige Mann hatte eine 18-Jährige vergewaltigt und ermordet. Zwei Jahre später wurde er zur Höchststrafe im Bundesstaat Texas verurteilt: Todesstrafe durch Gift. Man hatte die Leiche des Mädchens in der Wüste entdeckt. Der Mann hatte fünf Schüsse auf ihren Kopf abgegeben. Die Familie des Mädchens war heute bei der Hinrichtung des Mannes dabei. Der Mann hatte seine Unschuld bis zum Schluss beteuert, doch die DNA-Beweise waren zu niederstreckend für ihn. Er war der sechste Insasse, welcher durch die Todesstrafe in diesem Jahr in Texas getötet wurde. Neun weitere werden noch in diesem Monat folgen.
 
Im grunde genommen sind wir seit dem Mittelalter auf dem gleichen primitiven Niveau geblieben.
Früher wurden Hexen und konsorten hingerichtet und diesmal sind es halt mörder.

Ich verteidige hier keinesfall die tat von dieser person, aber ihn umzubringen (egal womit!) ist unmenschlich.
Woher nimmt sich der Staat denn das Recht jemanden umzubringen? Ich darf es schliesslich auch nicht tun. Und zweitens begibt sich dieser auf das gleiche niveau wie aufdas vom täter.
Lebenslang wäre angemessen! Da könnte er über seine Tat nachdenken und würde sie wahrscheinlich bereuen.
 
Selbst schuld und absolut gerechtfertigt.
Bei sowas hab ich kein Mitleid, auch wenn die Tat noch so sehr bereut wird.
Am Ende kommt so einer frei und 2 Jahre später tötet er noch jemanden. :roll:

Besser noch wäre: Vorher Schniedel ab! :yes:
 
Im grunde genommen sind wir seit dem Mittelalter auf dem gleichen primitiven Niveau geblieben.
Früher wurden Hexen und konsorten hingerichtet und diesmal sind es halt mörder.

Ich verteidige hier keinesfall die tat von dieser person, aber ihn umzubringen (egal womit!) ist unmenschlich.
Woher nimmt sich der Staat denn das Recht jemanden umzubringen? Ich darf es schliesslich auch nicht tun. Und zweitens begibt sich dieser auf das gleiche niveau wie aufdas vom täter.
Lebenslang wäre angemessen! Da könnte er über seine Tat nachdenken und würde sie wahrscheinlich bereuen.

Dem schließe ich mich vollkommen an. Egal wer was in irgendeiner Weise getan hat, sollte bestraft werden. Das ist voll und ganz klar. Allerdings, nimmt sich der Staat das Recht jemanden legal zu töten. Kein Mensch auf der Welt, darf legal töten. Wieso darf es ein Staat?! Hat wohl seinen Grund, dass die Strafe in Europa abgeschafft wurde... Das ist wirklich kein Niveau mehr, wenn man gleiches mit gleichem vergilt.

https://www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de/Argumente1.htm

Quintessenz:
  • Mindestens jeder 7. saß unschuldig im US-Todeszellen-Trakt.
  • Die Kosten für Todesurteile sind 3mal so hoch wie für lebenslänglich.
  • Wo es die Todesstrafe gibt, gibt es die meisten Morde.

Da gibt es noch 100 weitere Argumente... Und am schlimmsten finde ich, dass Schwarze mit einer 5 x höheren Wahrscheinlichkeit zur Todesstrafe verurteilt werden als "Weiße"...

Aber in Amerika wundert mich mittlerweile nichts mehr. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten... Allerdings in posiviter wie auch negativer Hinsicht :/
 
Selbst schuld und absolut gerechtfertigt.
Sehe ich anders. Die Todesstrafe als Wunsch der Angehörigen ist zwar menschlich nachvollziehbar, die tatsächliche Durchführung aber niemals gerechtfertigt.

Der Staat zeigt viel mehr seine Ohnmacht, und dass er sich nicht mehr anders zu helfen weiß, außer das "Problem" bei nicht vorhandenem Abschreckungseffekt einfach ruhigzustellen.

Am Ende kommt so einer frei und 2 Jahre später tötet er noch jemanden. :roll:
Dafür gibt es Sicherungsverwahrung. Wenn Rückfallgefahr vorhanden ist, dann setzt derjenige keinen Fuß mehr auf freien Boden.

Besser noch wäre: Vorher Schniedel ab! :yes:
Bei Diebstahl dann vielleicht Hände abhacken? Film-Raubkopierer erblinden lassen?
Und bei Drogenhandel auch lieber Hinrichtung? ;)
 
wwewrestling schrieb:
Im grunde genommen sind wir seit dem Mittelalter auf dem gleichen primitiven Niveau geblieben.

das stimmt im Grunde nicht. Diese Aussage würde implizieren, dass die heutigen Vollstreckungen ohne Beweisgrundlage durchgeführt werden. Es stimmt schon, dass sehr viele unschuldig in den Todeszellen sitzen, die Zahl der unschuldig hingerichteten ist jedoch viel kleiner.
Und in diesem Fall scheint die Beweislast doch sehr erdrückend (dna ist nun mal recht eindeutig).

Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht in jedem Fall für die Todesstrafe, allerdings gibt es schon Leute, die es nicht anders verdient haben (Wer das entscheidet? Der gesunde Menschenverstand. Es gibt einfach echt kranke Verhaltensweisen, wozu IN JEDEM FALL auch Vergewaltigung gehört. will das jemand bestreiten?).

Und es soll Menschen geben, die trotz geringen Geldstrafen oder kurzen Freiheitsentzügen trotzdem noch weiter morden und was auch immer. Es gibt sogar Kritiken an der lebenslänglichen Strafe, wonach den Verurteilten nach dem Absitzen ihrer Zeit Soziale Fähigkeiten verloren gehen. (Ich weiß, wikipedia ist keine richtige Quelle, trotzdem geb ich sie euch hier mal: https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenslange_Freiheitsstrafe#Kritik)

Was ich damit sagen will: ich kenne einen Großteil der Kritiken an der Todesstrafe, ich habe mich damit ausführlich befasst. Die für mich überzeugensten sind, dass eigentlich niemand "Gott spielen" darf und natürlich das mit den unschuldig Hingerichteten. Aber spielt man nicht auch Gott, wenn man jemanden einsperrt und ihm sonstige Freiheiten nimmt?
Und das mit den unschuldig hingerichteten wird sicherlich auch weniger, da die Techniken zur Aufklärung von Verbrechen immer besser werden. Hoffe ich.
 
Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht in jedem Fall für die Todesstrafe, allerdings gibt es schon Leute, die es nicht anders verdient haben (Wer das entscheidet? Der gesunde Menschenverstand. Es gibt einfach echt kranke Verhaltensweisen, wozu IN JEDEM FALL auch Vergewaltigung gehört. will das jemand bestreiten?).
Nein, will ich nicht. Wer sowas macht, ist krank. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Und Du verteidigst jetzt die Praxis, kranke Menschen hinzurichten statt sie zu heilen, oder?

Marty
 
naja, die Praxis zeigt ja meistens, dass lebenslängliche Haft nicht so sehr viel zu resozialisierung beiträgt. Vor allem diese Dinge wie Vergewaltigungs- ähhh... drang? lassen sich meiner Meinung nach nicht mit einer Haftstrafe kurieren.
Die Täter sind ja auch nicht auf den Kopf gefallen, so dass sie bei den psychologischen Gesprächen zwar Reue zeigen. Aber mal ehrlich: Kann ein Psychologe WIRKLICH wissen, ob das nun aufrichtig war oder nicht? Und letztendlich ist das ja das Kriterium, ob die Resozialisierung erfolgreich war oder nicht und ob der Gefangene nicht vllt. eher entlassen wird.

Es ist ein sehr kompliziertes Thema, und ich weiß, dass meine Argumentation vielleicht nicht zu 100% Pegelfest ist, aber einfach zu sagen: Todesstrafe ist unmenschlich betrachtet meiner Meinung nach die ganze Thematik nur aus Sicht des Täters, und nicht aus Sicht des Opfers und vor allem möglicher zukünftiger Opfer.
 
Man nimmt den Tätern das Werkzeug, sie werden aber nicht geläutert. Um es wie Marty zu sagen: Man "heilt" sie nicht.
Das dient allenfalls der Befriedigung von Rachegelüsten, aber ob das die Absicht einer sinnvollen Justiz ist ;)?

Außerdem sind solche körperlichen Strafen weder mit den Menschenrechten, noch mit dem Grundgesetz, vereinbar. Eigentlich lässt sich der Staat also auf das Niveau des Täters herab, wenn er die Menschenrechte nicht für ihn nicht gelten lässt. Von einem Rechtsstaat kann da m.E. schon nicht mehr die Rede sein.
 
Man nimmt den Tätern das Werkzeug, sie werden aber nicht geläutert. Um es wie Marty zu sagen: Man "heilt" sie nicht.
Das dient allenfalls der Befriedigung von Rachegelüsten, aber ob das die Absicht einer sinnvollen Justiz ist ;)?

[...].

15 Jahre Haft, 9 absitzen, Rest auf Bewährung - "heilt" auch keinen.

Es gibt nicht so viele wirksame Möglichkeiten. Entweder man sperrt die Leute dauerhaft weg (nix Läuterung -> Schutz der anderen) oder man hat eine Todesstrafe.
In Deutschland gibt es keine Todesstrafe, daher werden die Leute halt weggesperrt und dank dem neuen EU Urteil, dass eine besondere Schwere der Schuld VOR Strafantritt festgestellt werden muss, gibts es das nun gratis jedes Mal dazu, damit anschließend Sicherheitsverwahrung angewendet werden darf.

Man kann ja für oder wider von bestimmten Strafen sein, aber "geheilt" oder geläutert wird wohl nur der kleinste Teil der Sträflinge und das sind dann wohl kaum diejenigen, die ihrer Frau die Axt in den Kopf gehauen haben, weil der Kaffee kalt war.
 

Weil ein Restrisiko bleibt, dass derjenige doch nicht schuldig war. Klar sagt man immer, solche Strafen nur wenn die Tat zweifelsfrei erwiesen ist, aber meiner Meinung nach gibt es keine Beweise mit 100%iger Sicherheit. Zeugen können lügen, Labore können Fehler machen, Bild/Videomaterial kann gefälscht werden, usw.

Schlimm genug wenn Menschen unschuldig hinter Gittern sitzen, aber für die gibt es wenigstens Haftentschädigung. Wenn man sie natürlich erst verstümmelt oder getötet hat, dann...