Strategien zum sparen?

Solange "sparen" hier nicht klar definiert wurde, ist das durchaus im Topic... ;)

Steht sparen jetzt für "Anlegen", oder für "verringern der Ausgaben" - das ist noch nicht klar...
 
Warum? Die zu zahlenden Zinsen sind natürlich ebenfalls Kosten.
Nein. Wenn ich doch heute ein Haus kaufe ohne Eigenkapital für 200.000 Euro und zahle dafür 5% Zinsen, dann zahle ich 10.000 Euro Zinsen. Wenn ich aber 12.000 Euro Miete einnehme, dann habe ich 2.000 Euro Gewinn und zwar sofort und nicht erst nach 100 Jahren, wenn ich auch die 200.000 Euro eingenommen habe.
Da hast Dich aber gewaltig verrechnet - in 100 Jahren hast die Einlage erst wieder raus und erst ab dann kommt der Gewinn. Was das Haus dann noch wert ist steht auf einem anderen Blatt. Das Haus ist 20 Jahre lang mit jährlich 10000€ abzuschreiben - ergibt ein Minus von 8000€ p.a..
Schöne Anlage. :mrgreen:

Genauso kannst du es im kleineren Rahmen machen: Du nimmst einen Kredit über 200.000 Euro auf und kaufst mit dem Geld ein Haus. An die Bank zahlst du nur die 10.000 Euro Zinsen, aber keine Tilgung. Das Haus vermietest du und nimmst jährlich damit 20.000 Euro ein. Dann hast du einen Jahresgewinn von 10.000 Euro abzüglich Verwaltungs- und Reparaturkosten. Nach 10 Jahren verkaufst du das Haus wieder für 200.000 Euro und zahlst damit deinen Kredit zurück. Dann hast du über die 10 Jahre konstant jedes Jahr Gewinn gemacht. Kauf und Verkauf des Hauses waren gewinnneutral (und haben sich in diesem Fall auch nicht als + oder - auf deinem Konto bemerkbar gemacht). Die Zinszahlungen waren Verlust, der aber durch den Umsatz aus den Mietzahlungen überkompensiert wurde.
Besser, funktioniert aber auch nicht, weil nach 20 Jahren erst mal für 200.000 renoviert werden muss. Die Kosten für Renovierungen steigen nämlich schneller als der Wert der Häuser und deshalb fällt der Wert der alten Häuser.

Am Besten sparen lässt sich im Moment durch vorgezogene Käufe, in dem man etwas kauft von man weiß, dass man es in der Zukunft brauchen wird und das im Preis steigen wird. So lassen sich im Moment traumhafte Renditen >10% erzielen. Jüngstes extremes Beispiel ist die Zuckerpreiserhöhung um 30% - wo bekommt man denn sonst 30% steuerfrei?
 
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Was das Haus dann noch wert ist steht auf einem anderen Blatt. Das Haus ist 20 Jahre lang mit jährlich 10000€ abzuschreiben - ergibt ein Minus von 8000€ p.a..
Häuser schreibt man laut meinen Schulungsunterlagen 50 Jahre ab das Grundstück auf dem das Haus steht wird gar nicht abgeschrieben.

Besser, funktioniert aber auch nicht, weil nach 20 Jahren erst mal für 200.000 renoviert werden muss.
Meine Eltern haben ihr Haus 1967 für 55.000 Euro (umgerechnet) gekauft, in 44 Jahren etwa dasselbe noch mal investiert und könnten es heute für ca. 150.000 Euro verkaufen. Woher stammen Deine Zahlen auch aus der Realität?

Simon
 
Meine Eltern haben ihr Haus 1967 für 55.000 Euro (umgerechnet) gekauft, in 44 Jahren etwa dasselbe noch mal investiert und könnten es heute für ca. 150.000 Euro verkaufen. Woher stammen Deine Zahlen auch aus der Realität?
55000€ wären nach 44 Jahren mit 5% Verzinsung 470.000€. Ich seh hier auch ein dickes Minus.
 
55000€ wären nach 44 Jahren mit 5% Verzinsung 470.000€. Ich seh hier auch ein dickes Minus.

Mal davon abgesehen, dass ich nicht weiß wo man an sichere 5%
p.A. kommen soll,
berechne mal ein, was in 44 Jahren für Mietkosten für eine
gleichwertige Unterkunft angefallen wären bzw. wie hoch
der Gewinn wäre, wenn man das Haus 44 Jahre vermietet hätte.

wir werden immer wieder darauf zurück kommen, dass Gewinn erst dann erzielt wird, wenn sämtliche Kosten, Investitionen und Kreditraten bezahlt wurden.

@Herzog
Du stellst dich quer gegen das, was man versucht dir zu erklären und denkst du weist es besser, hast aber offensichtlich von Bilanzen keine Ahnung.

Wenn du ein Haus für 200.000 Euro kaufst, dann ist es im besten Fall auch 200.000 Euro wert. Diese 200.000 Euro gehören also genauso zu deinem Vermögen wie 200.000 Euro in Bargeld oder Gold zu deinem Vermögen gehören würden.
Die Liquidität (die Möglichkeit es flüssig zu machen) ist zwar sehr gering,
aber egal ob du es "finanziell oder wirtschaftlich" (wie du es unterteilst xD) betrachten willst, es sind 200.000 Euro Vermögen.
Wenn der Kredit abbezahlt ist dann hast du 200.000 Euro Gewinn, denn das Haus (und somit 200.000 Euro Vermögen) hast du dann immernoch.
(Von Sanierungskosten ist jetzt mal abgesehen.)




Ich finde auch, dass Immobilien die beste Anlagemöglichkeit sind,
aber ich hab nicht wirklich Ahnung von dem Thema.


Also ich spare mit:
manchmal Drehtabak statt Zigaretten
meistens Einkaufen beim Discounter
beim Weggehen nicht zuviel Geld mitnehmen und keine Geldkarte


peace
 
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Besser, funktioniert aber auch nicht, weil nach 20 Jahren erst mal für 200.000 renoviert werden muss. Die Kosten für Renovierungen steigen nämlich schneller als der Wert der Häuser und deshalb fällt der Wert der alten Häuser.

Am Besten sparen lässt sich im Moment durch vorgezogene Käufe, in dem man etwas kauft von man weiß, dass man es in der Zukunft brauchen wird und das im Preis steigen wird. So lassen sich im Moment traumhafte Renditen >10% erzielen. Jüngstes extremes Beispiel ist die Zuckerpreiserhöhung um 30% - wo bekommt man denn sonst 30% steuerfrei?

Du hast nicht verstanden, worum es geht. Es geht nicht darum, ob die Zahlen genau so wie sie genannt wurden realistisch sind. Klar ist ein Haus was ich heute für 200.000 Euro kaufe in 20 Jahren wahrscheinlich nicht mehr genau 200.000 Euro wert. Es kann Wertverlust erfahren haben oder auch Wertsteigerung. Das wäre dann dementsprechend als Gewinn oder Verlust zu verbuchen. Es ist aber nicht so, dass du das Haus für 200.000 Euro kaufst und von einer Sekunde auf die andere ist es auf einmal keinen Cent mehr wert. Deshalb ist der Kauf auch nicht als Verlust von 200.000 Euro anzusehen. Und genau das war der Punkt, der diskutiert wurde.

Wenn wir uns hier um Kleinigkeiten streiten wollen, dann ist deine Aussage dass ein Haus, dass für 200.000 Euro gekauft wurde nach 20 Jahren für 200.000 Euro saniert werden muss sicherlich genauso unrealistisch wie meine Annahmen oben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke das ging in beide Richtungen zum einen wo spart man und wo gibt mans wieder aus wenn man anlegen will und dergleichen - würd das schon offen lassen!
Und nun ja anderes Beispiel was mir einfällt, die Baumwollpreise sind auch extrem gestiegen, mir hat die Tage eine Expertin erzählt, dass wir uns wundern werden als Verbraucher, denn der Preis kommt erst bei uns an - da wird die Jean schon zum miniluxusobjekt werden...
 
@Herzog
Du stellst dich quer gegen das, was man versucht dir zu erklären und denkst du weist es besser, hast aber offensichtlich von Bilanzen keine Ahnung.

Wenn du ein Haus für 200.000 Euro kaufst, dann ist es im besten Fall auch 200.000 Euro wert. Diese 200.000 Euro gehören also genauso zu deinem Vermögen wie 200.000 Euro in Bargeld oder Gold zu deinem Vermögen gehören würden.
Die Liquidität (die Möglichkeit es flüssig zu machen) ist zwar sehr gering,
aber egal ob du es "finanziell oder wirtschaftlich" (wie du es unterteilst xD) betrachten willst, es sind 200.000 Euro Vermögen.
Wenn der Kredit abbezahlt ist dann hast du 200.000 Euro Gewinn, denn das Haus (und somit 200.000 Euro Vermögen) hast du dann immernoch.
(Von Sanierungskosten ist jetzt mal abgesehen.)

Ich weiss es nicht besser, ich sage nur meine Meinung.
Und diese ist: Ein Haus auf Kredit ist wie du schon sagst erst dann Vermögen, wenn der Kredit abgezahlt ist. Solange das nicht geschehen ist, gehört das Haus ganz oder anteilig der Bank und kann bei Nichtzahlung der Raten bzw. des Kredits bei Ablauf desselben von der Bank zwangsversteigert werden. Man ist eben während dieser Zeitspanne nicht vermögend sondern verschuldet. Und während dieser Zeitspanne wirft diese Anlage eben auch keinen Gewinn ab, da zuerst die Verschuldung abgebaut werden muss.
Was daran nicht zu verstehen ist? Keine Ahnung... Aber mir scheint so der moderne Mensch versteht nicht mehr viel von Geld, wie man an der Banken- und Finanzkrise sieht^^
Weiter ist zu bedenken, dass Häuser und Wohnungen mittelfristig immer einem Wertverlust unterliegen. Wohnungen unterliegen dem nicht so stark, da meist ja in Städten ein Wohnungsmangel herrscht, aber bei Häusern kann man doch generell sagen, dass ein Altbau weniger wert ist als ein Neubau. D.h. eine Neuimmobilie jetzt gekauft und nach 30-40 Jahren abbezahlt ist dann nicht mehr soviel wert wie sie zum Kaufdatum war. Natürlich kann das in Einzelfällen anders sein (bspw. exklusive Immobilien wie Villen etc. oder im Falle von Wohnraummangel), aber verallgemeinert trifft dies doch allemal zu.
Sehr alte und restaurierte wie sanierte Immobilien können im Gegensatz natürlich wiederum eine Wertsteigerung erfahren, sei es wegen der Exklusivität oder des historischen Wertes wegen, aber Burgen, Schlösser und Landsitze bspw. gehen in bewohnbaren Zustand selten unter 1,5 Mio weg.

Es wird also wohl kaum jemand lange genug leben, eine tatsächliche Wertsteigerung seiner Immobilie zu erleben. Insofern ist eine Immobilie generell ein Verlustgeschäft, da noch Instandhaltungs- und Sanierungskosten hinzu kommen. Was sie trotzdem zu guten Anlageobjekten macht ist eben die Tatsache, dass man sich im Rentenalter die Miete spart und bei mehreren (abbezahlten) Immobilien eben noch Mieteinnahmen als finanzielles Standbein hat.

Und der Kernpunkt meiner Aussage war eh immer: Solange man die Immobilie nicht komplett abbezahlt hat, ist es kein Vermögen, sondern de facto eine Verschuldung. Aber das scheint niemand so richtig zu verstehen... Es scheint in dieser Welt so etwas wie Verschuldung ja nicht mehr zu geben, wenn man kein Vermögen mehr hat, nimmt man einfach einen weiteren Kredit auf :mrgreen:
Und die Welt ist wieder in Ordnung... So etwas wie Verstand braucht man ja nicht mehr zu benutzen, wie uns die Politiker vormachen. Vielleicht sollte ich auch weniger in Realwerten denken und mehr in Utopien der Kreditwürdigkeit leben. Danke, dass du mir das vor Augen geführt hast mit deinem Beitrag, DmrkONE ;)
 
Ich denke das ging in beide Richtungen zum einen wo spart man und wo gibt mans wieder aus wenn man anlegen will und dergleichen - würd das schon offen lassen!
Und nun ja anderes Beispiel was mir einfällt, die Baumwollpreise sind auch extrem gestiegen, mir hat die Tage eine Expertin erzählt, dass wir uns wundern werden als Verbraucher, denn der Preis kommt erst bei uns an - da wird die Jean schon zum miniluxusobjekt werden...


Der Baumwollpreis war anfangs des Jahres tatsächlich extrem gestiegen, ist aber bereits im Sommer wieder auf ein tieferes Niveau gesunken als noch zu Beginn des Jahres und wird momentan zum gleichen Preis wie vor etwa 1 Jahr gehandelt.
 
Solange das nicht geschehen ist, gehört das Haus ganz oder anteilig der Bank und kann bei Nichtzahlung der Raten bzw. des Kredits bei Ablauf desselben von der Bank zwangsversteigert werden.
Das ist immer noch falsch und wird durch Deine stetige Wiederholung nicht richtiger. Das Haus gehört demjenigen, der im Grundbuch als Eigentümer steht. Die Bank lässt sich das Haus allerdings als Pfand für einen evtl. Kredit eintragen, das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Bank einfach so zwangsversteigern kann. Das kann sie erst, wenn sie den Kreditvertrag gekündigt hat und der Schuldner nicht zahlt.

Und während dieser Zeitspanne wirft diese Anlage eben auch keinen Gewinn ab, da zuerst die Verschuldung abgebaut werden muss.
Quatsch. Wenn ich 1.000 Euro an die Bank zahle, aber 1.500 Euro Miete einnehme, dann mache ich 500 Euro Gewinn.

Weiter ist zu bedenken, dass Häuser und Wohnungen mittelfristig immer einem Wertverlust unterliegen.
Auch das ist falsch. Du kannst die Entwicklung der Immobilienpreise in diversen Statistiken nachlesen, im Wert gefallen sind die selten.

D.h. eine Neuimmobilie jetzt gekauft und nach 30-40 Jahren abbezahlt ist dann nicht mehr soviel wert wie sie zum Kaufdatum war.
Inflationsbereinigt sicher nicht, dafür hat man dann aber entweder 30-40 Jahre darin gewohnt oder 30-40 Jahre Miete eingenommen.

Und wenn man die 30-40 Jahre Instandhaltung betrieben hat, dann ist die Immobilie sicher mehr wert als damals.

Es wird also wohl kaum jemand lange genug leben, eine tatsächliche Wertsteigerung seiner Immobilie zu erleben.
Ich habe vor nicht mal 10 Jahren ein Haus gekauft und könnte das jetzt zu einem 35% höheren Preis wieder verkaufen. Investiert habe ich max. 15% vom Kaufpreis. Und das ist keine aussergewöhnliche Lage, keine Innenstadt und keine Großstadt.

So etwas wie Verstand braucht man ja nicht mehr zu benutzen, wie uns die Politiker vormachen.
Lernresistenz wie bei Dir hilft aber auch nicht weiter.

Marty
 
Das ist immer noch falsch und wird durch Deine stetige Wiederholung nicht richtiger. Das Haus gehört demjenigen, der im Grundbuch als Eigentümer steht. Die Bank lässt sich das Haus allerdings als Pfand für einen evtl. Kredit eintragen, das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Bank einfach so zwangsversteigern kann. Das kann sie erst, wenn sie den Kreditvertrag gekündigt hat und der Schuldner nicht zahlt.

Wenn der Schuldner nicht zahlt, ist ein Kreditvertrag ganz schnell gekündigt. Und dann ist so ein Haus auch ganz schnell mal wieder weg. Mag sein, dass dir das Haus auf dem Papier gehört, aber hier ist es doch ähnlich wie wenn man sich etwas kleineres auf Raten kauft. Bspw. ein Fernseher. Solange man die Raten brav zahlt, ist er im eigenen Besitz, zahlt man nicht, so ist der Besitz ganz schnell wieder weg :mrgreen: Und da ist es egal, ob im Grundbuch Hinz oder Kunz steht, solang man eine Schuld bei einer Bank hat, kann man seinen dadurch finanzierten Besitz lediglich Nutzen und nicht als eigenes Vermögen ansehen. Was du daran nicht versteht ist mir sehr schleierhaft. Vielleicht reden wir auch einfach nur aneinander vorbei.
Du siehst die Theorie: Grundbucheintrag = Meins, ich seh die Praxis: Kredit noch nicht abbezahlt, Immobilie nicht vollständig finanziert = nicht meins oder nur anteilig, kann aber jeder Zeit wieder weg sein.

Quatsch. Wenn ich 1.000 Euro an die Bank zahle, aber 1.500 Euro Miete einnehme, dann mache ich 500 Euro Gewinn.

So betrachtet schon, allerdings sollte man die Gesamtverschuldung im Auge haben. Jemand der in seinem bisherigen Leben bspw. 200.000€ Schulden gemacht hat, seis durch einen Hauskauf oder durch Handyrechnungen, was weiss ich, hat erst einmal 200.000€ Schulden und solang die nicht abbezahlt sind, kann er auch 2.000€ Miete einnehmen, es sind keine schwarzen Zahlen, da, die laufenden Kosten abgezogen (Lebenshaltung etc.), alles in die Abbezahlung der Schulden fliesst. Theoretisch kann man natürlich sagen, wenn die Einnahmen (Miete) höher sind als die Ausgaben (gezahlte Rate) macht man einen Gewinn, aber wo ist da die Logik, wenn auf der nächsten Seite immer noch das fette Minus steht, in Form eines nicht oder nur anteilig bezahlten Kredits...


Auch das ist falsch. Du kannst die Entwicklung der Immobilienpreise in diversen Statistiken nachlesen, im Wert gefallen sind die selten.

Statistiken... Wer denen traut, naja... Anhaltspunkte, okay, aber glaubwürdig is was anderes. Also die Häuser, die ich bisher als Altbau kennen gelernt habe, müssten komplett entkernt und neu saniert werden, damit sie den heutigen Anforderungen entsprechen, was round about fast genauso viel kosten würde, wie neu zu bauen. Nach 40-50 Jahren sind eben Leitungen für Strom und Wasser einfach veraltet und diese bis zum Strassenanschluss zu erneuern... Schauen wir der Realität ins Gesicht: Das ist einfach ein Wertverlust, oder sanierst du alle paar Jahre die Hausleitungen? Und die mangelnde Dämmung und die Telefonleitungen sind da noch nicht einmal bedacht. Und wenn wir daran denken, dass der Mensch technisch fortschreiten und sich entwickeln möchte, so wird es mit den Häusern die jetzt gebaut werden in 40-50 Jahren ähnlich sein.
Und ganz nebenbei sind die Immobilienpreise seit 2008 extrem gesunken, viele Gebäude stehen leer etc. Mag sein, dass sie in Deutschland nicht so extrem gesunken sind wie woanders und sich auch zwischenzeitlich wieder erholt haben, aber wir mussten unser Haus 2008 verkaufen und haben dafür nicht ansatzweise das bekommen, was darin investiert wurde.


Inflationsbereinigt sicher nicht, dafür hat man dann aber entweder 30-40 Jahre darin gewohnt oder 30-40 Jahre Miete eingenommen.
Und wenn man die 30-40 Jahre Instandhaltung betrieben hat, dann ist die Immobilie sicher mehr wert als damals.

Siehe oben und im vorigen Beitrag: Eine Immobilie ist häufig ein Verlustgeschäft, wenn man es liquid machen möchte und auch so, da es durch selbst zu tragende Instandhaltungs-, Renovierungs- und Sanierungskosten selten günstiger ist als zur Miete zu wohnen. Wenn man regelmäßige Einnahmen wie Gehalt etc. hat, dann fällt das nicht weiter auf und ist gefühlt sogar günstiger, weil man eben die Miete einspart, aber es hat schon seine Gründe warum Erwerbslose zur Miete wohnen und nicht in Eigenheimen, eben weil sie sich die enormen Kosten nicht leisten könnten...

Ich habe vor nicht mal 10 Jahren ein Haus gekauft und könnte das jetzt zu einem 35% höheren Preis wieder verkaufen. Investiert habe ich max. 15% vom Kaufpreis. Und das ist keine aussergewöhnliche Lage, keine Innenstadt und keine Großstadt.

Na, dann warte mal noch 30 Jahre und schau dann noch mal auf den Verkaufswert. Und davon abgesehen, du erwähnst hier keine Zahlen, also was soll ich daraus erlesen? Auch auf dem Immobilienmarkt kann man manchmal ein gutes "Schnäppchen" machen, was man nach einiger Zeit gewinnbringend verkaufen kann. Und wie ich sehe redest du hier in der Theorie "könnte", die Frage ist doch, ob du es zu dem Preis den du dir gerade vorstellst auch los wirst oder nicht doch noch so weit runter gehen musst, dass du in den Bereich Verlust statt Gewinn kommst.
Wie gesagt, das Leben und die Praxis schauen ein wenig anders aus, als Bilanzen und Statistiken.

Lernresistenz wie bei Dir hilft aber auch nicht weiter.

Ich teile nur meine Sicht der Dinge mit. Ich bin kein gelernter Bänker, beschäftige mich nicht mit Bilanzen und Statistiken, aber ich kann meine Erfahrung nutzen, die Medien und die Märkte trotzdem verfolgen und daraus meine Schlüsse ziehen. Wenn sie in deinen Augen falsch sind, dann ist das so. Ich seh das anders. Man könnte jetzt ne Linie ziehen und es wird Leute geben, die dir zustimmen und Leute die mir zustimmen und sicher auch Leute, die eine ganz andere Meinung haben (wie wärs zum Beispiel mit: Immobilie und Anlage? zur Miete wohnen ist viel sparsamer)...
Und im Gegenteil zu dir, werfe ich dir keine Lernresistenz vor, ich akzeptiere deine Meinung als die deine, aber wie es sich für eine Diskussion gehört, bringe ich natürlich meinen Standpunkt auch dar. Wer wieviele Anhänger dadurch gewinnt ist doch egal, oder? Ich finde deine Intoleranz, ausgedrückt in deinem letzen Satz ist eher ein Beispiel dafür, dass du nicht verstehst, dass es mehrere Meinungen gibt zu solch einem Thema. Und vielleicht ist keine die ultimativ richtige, aber ich find meine zumindest plausibel genug, dass ich niemanden als schlecht (in diesem Fallen negativ tituliert mit "Lernresistent") darstellen muss, um diese vertreten zu können. Denk da mal drüber nach...
 
Ne Grundsatzdiskussion über Eigentum, Besitz, Forderung, Verbindlichkeit, Grundschuld usw. zu führen bringt jetzt wohl nichts. Solange man Schulden hat ist man in deinen Augen Besitz- und Vermögenslos, das ist dann wohl so.

Wenn Immobilien aber grds. nur Verlustgeschäfte sind, wie haben es dann Menschen geschaft nur damit enorm vermögend zu werden? Warum gibt es so viele Eigentümer? Warum so viele Vermieter, privat wie gewerblich. Sind die alle doof und könn nich rechnen? Oder könnte in der These doch ein Denk/Rechenfehler sein?

Wo ist die Logik drin mit Miete Gewinn zu machen wenn es doch noch das fette Minus gibt? Vielleicht darin durch diese Gewinne das fette Minus zu reduzieren und damit aus dem fetten Minus ein fettes Plus zu machen? Nehmen wir an du finanzierst dir keine Immobilie. Dann hast du kein fettes Minus, aber auch keinen Gewinn durch die Miete. Und das eben auf ewig. Ist das erstrebenswerter?
Pauschal von "die Immobilienpreise" zu sprechen ist eh unfug. Es gibt Regionen und Immobilienarten die im Preis gesunken sind, welche die stabil geblieben sind und welche die an Wert zugenommen haben, man kann nicht automatisch jede Immobilie miteinander vergleichen. Wenn man den Statistiken über Immobilienpreisen aber sowieso nicht trauen kann, woher kommt dann deine Aussage dass seit 2008 "die Immobilienpreise" extrem gefallen sind? Und der große Leerstand kommt nicht auch aus einer Leerstandstatstik? :think:
 
@Herzoegchen90

Du wirfst doch im Prinzip Leuten, die anderer Meinung sind als du, genau das gleiche vor:
Was daran nicht zu verstehen ist? Keine Ahnung... Aber mir scheint so der moderne Mensch versteht nicht mehr viel von Geld, wie man an der Banken- und Finanzkrise sieht^^

Zu deiner Aussage:
"Ein Haus auf Kredit ist wie du schon sagst erst dann Vermögen, wenn der Kredit abgezahlt ist."

Das würde implizieren, dass das Haus solange noch irgendwelche Schulden drauf sind, überhaupt nicht als vermögen zu sehen ist und mit der letzten Rückzahlung dann auf einmal auf einen Schlag ins Vermögen übergeht.
Findest du nicht, dass es sinnvoller ist, hier anders zu rechnen, nämlich so, dass das Haus mit jeder Teilabzahlung des Kredites langsam in deinen Besitz übergeht?:

(Beispielzahlen, nicht einem realen Fall entnommen. Kreditzins der Einfachheit halber mit konstanten 500 Euro pro Monat veranschlagt)
Du kaufst ein Haus für 200.000 Euro und nimmst dafür 200.000 Euro Schulden auf. Monatlich zahlst du 5.000 Euro an die Bank, das Haus verliert monatlich 200 Euro an Wert, du bekommst monatlich 1500 Euro Miete. Auf dem Konto hast du noch 100.000 Euro eigenes Vermögen. Ansonsten keine weiteren Einnahmen oder Ausgaben.



Jahr-----Wert des Hauses-----Kreditsumme------Kontostand-----Nettovermögen
0 --------200.000---------------200.000------------100.000--------------100.000
1---------199.800---------------195.500------------96.500---------------100.800
2---------199.600---------------191.000------------93.000---------------101.600
.
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Im Beispiel also ein Gewinn von 800 Euro pro Monat trotz fallendem Kontostand (man hätte natürlich bei etwas höheren Zinsen oder niedrigerer Miete auch einen Verlust bekommen können).
 
So betrachtet schon, allerdings sollte man die Gesamtverschuldung im Auge haben. Jemand der in seinem bisherigen Leben bspw. 200.000€ Schulden gemacht hat, seis durch einen Hauskauf oder durch Handyrechnungen, was weiss ich, hat erst einmal 200.000€ Schulden
Du hast keine Ahnung von Bilanzierung, oder? Wenn ich ein Haus kaufe, das 200.000 EUro wert ist und für das ich 200.000 Euro bezahle, dann ist meine Bilanzsumme 0. Ich habe 200.000 Euro Aktiva und 200.000 Euro Passiva.

Ich gebe das aber auf, das macht wenig Sinn, Dir das zu erklären.

Schauen wir der Realität ins Gesicht: Das ist einfach ein Wertverlust, oder sanierst du alle paar Jahre die Hausleitungen? Und die mangelnde Dämmung und die Telefonleitungen sind da noch nicht einmal bedacht.
Ich habe gerade eine Haus von 1969 saniert. Ich werde Dir sicher nicht die Rechnungen dafür zeigen, die Gesamtsanierung war auf jeden Fall zu einem Bruchtteil eines neuen Hauses zu haben. Die Summe Kaufpreis + Kernsanierung lag auch deutlich unter einem Neubau. Und in dem Haus haben 40 Jahre Menschen gelebt.

Und ganz nebenbei sind die Immobilienpreise seit 2008 extrem gesunken
Wo? Wenn Du das so pauschal sagst, kannst Du das sicherlich belegen, oder?

Siehe oben und im vorigen Beitrag: Eine Immobilie ist häufig ein Verlustgeschäft, wenn man es liquid machen möchte und auch so, da es durch selbst zu tragende Instandhaltungs-, Renovierungs- und Sanierungskosten selten günstiger ist als zur Miete zu wohnen.
Sicher, und deshalb gibt es auch so viele Vermieter in Deutschland. Alles Gutmenschen, die Geld verschenken.

Na, dann warte mal noch 30 Jahre und schau dann noch mal auf den Verkaufswert.
Das Haus ist jetzt schon 42 Jahre alt, wie lange soll ich noch warten?

Und wie ich sehe redest du hier in der Theorie "könnte", die Frage ist doch, ob du es zu dem Preis den du dir gerade vorstellst auch los wirst oder nicht doch noch so weit runter gehen musst, dass du in den Bereich Verlust statt Gewinn kommst.
Ich habe ein Angebot über die Summe (deshalb "könnte"), habe aber abgelehnt. Ich vermiete lieber und verschenke in Deinen Augen täglich Geld damit.

Wie gesagt, das Leben und die Praxis schauen ein wenig anders aus, als Bilanzen und Statistiken.
Genau, meine Steuererklärung, Gewinn- und Verlustrechnung und Vermögensübersicht spielt keine Rolle... nur das Leben und die Praxis.

Ich teile nur meine Sicht der Dinge mit. Ich bin kein gelernter Bänker, beschäftige mich nicht mit Bilanzen und Statistiken
das merkt man.

Ich finde deine Intoleranz, ausgedrückt in deinem letzen Satz ist eher ein Beispiel dafür, dass du nicht verstehst, dass es mehrere Meinungen gibt zu solch einem Thema.
Ach, und wen meintest Du mit "So was wie Verstand braucht man ja nicht mehr zu benutzen!"?

Marty
 
@Herzoegchen90

Du wirfst doch im Prinzip Leuten, die anderer Meinung sind als du, genau das gleiche vor

Wer sich bei solch allgemeiner Formulierung angesprochen fühlt, dem seis gegönnt angesprochen zu werden. Es ist für mich ein Unterschied, etwas allgemein als Kritik zu formulieren oder jemanden direkt und persönlich anzugreifen. So beweist ja auch derjenige, der aufsteht und sich beschwert, wenn man in die Menge "Du Arsch" brüllt, dass er sich angesprochen fühlt und seiner eigenen Meinung nach einer ist. Anders als Marty, habe ich versucht nicht mit dem Finger auf jemand bestimmtes zu zeigen und wie gesagt, wer sich dann angesprochen fühlt, dem seis gegönnt.

Zu deiner Aussage:
"Ein Haus auf Kredit ist wie du schon sagst erst dann Vermögen, wenn der Kredit abgezahlt ist."

Das würde implizieren, dass das Haus solange noch irgendwelche Schulden drauf sind, überhaupt nicht als vermögen zu sehen ist und mit der letzten Rückzahlung dann auf einmal auf einen Schlag ins Vermögen übergeht.
Findest du nicht, dass es sinnvoller ist, hier anders zu rechnen, nämlich so, dass das Haus mit jeder Teilabzahlung des Kredites langsam in deinen Besitz übergeht?:

(Beispielzahlen, nicht einem realen Fall entnommen. Kreditzins der Einfachheit halber mit konstanten 500 Euro pro Monat veranschlagt)
Du kaufst ein Haus für 200.000 Euro und nimmst dafür 200.000 Euro Schulden auf. Monatlich zahlst du 5.000 Euro an die Bank, das Haus verliert monatlich 200 Euro an Wert, du bekommst monatlich 1500 Euro Miete. Auf dem Konto hast du noch 100.000 Euro eigenes Vermögen. Ansonsten keine weiteren Einnahmen oder Ausgaben.



Jahr-----Wert des Hauses-----Kreditsumme------Kontostand-----Nettovermögen
0 --------200.000---------------200.000------------100.000--------------100.000
1---------199.800---------------195.500------------96.500---------------100.800
2---------199.600---------------191.000------------93.000---------------101.600
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Im Beispiel also ein Gewinn von 800 Euro pro Monat trotz fallendem Kontostand (man hätte natürlich bei etwas höheren Zinsen oder niedrigerer Miete auch einen Verlust bekommen können).

Ja das impliziert es. Ist eben, abseits aller Rechenkünste meine Meinung. Als eigenen Besitz oder Vermögen betrachte ich etwas erst, wenn die Schuld komplett beglichen ist. Vorher sehe ich zwar ein Nutzungsrecht, aber kein vollwertiges Besitzrecht, da es mir jederzeit wieder weggenommen werden kann ohne dass ich davon profitieren würde, wenn ich meine Schuld nicht weiter aufbringen kann.
Denn mal ehrlich, was bringt es in der Rechnung ein Vermögen von so und so viel zu haben, wenn der Kontostand gleich Null ist.
Das beste Beispiel das eine solche Rechnung nicht funktioniert ist doch Griechenland. Auf dem Papier sind die Griechen vermögend, das Land, die Immobilien, die Arbeitskraft... Aber der Kontostand stimmt nicht, deshalb ist das Land pleite. Privat siehts nicht anders aus. Vermögend ist man eben erst, wenn man jegliche Schuld beglichen hat, vorher läuft man immer Gefahr Verlust zu erleiden. Und dann ist meist alles weg, auch das bisher "anteilige" Vermögen.
 
Wir haben auch mal überlegt, uns ein Haus auf Kredit zu kaufen. Ich bin aber froh, dass wir das nicht gemacht haben, ich hätte nämlich immer Angst, dass einer von uns die Arbeit verliert oder so und der Kredit nicht abbezahlt werden kann. Es ist schon gut, wenn man mehr als die Hälfte von Gespartem hat, um dann weniger abzubezahlen.
Was das Sparen betrifft, ich hab bei mir gemerkt, dass ich oft im Urlaub zu viel Geld ausgebe, weil man mit Kreditkarte alles bezahlen kann und man merkt nicht, dass das Konto leer ist oder so. Deswegen hab ich mich schlau gemacht und mir eine Prepaid KK zugelegt...:mrgreen:
 
Auch das ist falsch. Du kannst die Entwicklung der Immobilienpreise in diversen Statistiken nachlesen, im Wert gefallen sind die selten.
Der Wertverfall kommt vor allem durch Abnutzung zu Stande, aber auch durch fehlende Modernisierungen; laut Index sind die Preise für Altbauten in den letzten 5 Jahren leicht gefallen -2%, während die Preise für Neubauten um ca. +12% gestiegen sind. Häuserpreise – Ergebnisse für 2009
 
Ich finde die Strategie ist einfach. Wenn du einen festen Sparvertrag hast, der dir am Anfang des Monats direkt das Geld abzieht, hast du weniger Geld zur Verfügung stehen und gibst dementsprechend auch weniger aus.
Zusätzlichgibt es auch noch sowas wie Abschöpfkonten, wo am ende des Monats alles über Betrag X auf dein Sparbuch überwiesen wird. Dann kommt man nach drei - vier Bier nicht so schnell auf die Idee Blödsinn zu machen, denn das Sparbuch hat man dann ja nicht dabei.

Geld anlegen: Vorsichtig sein!
Gold- und Metalle: Derzeit Rohstoffblase, stecke nicht drinn wenn sie platzt
Währungen: Die chinesen halten derzeit noch den Juan aus dem Handel raus. Wenn die ihre Meinung ändern (werden sie irgendwann) dann rutschen alle anderen Währungen ab, da der Juan stark unterbewertet ist.
Aktien: Keine Finanzprodukte. Wenn die Finanztransaktionssteuer mal kommt (der Druck wächst stetig, siehe anonymus, attic...) geht bei vielen Finanzdienstleistern (Zockern?) der Sensemann rum.
Deutsche Staatsanleihen: Sicher, aber total unterbewertet.

Generell: Wenn dir jemand mehr Zinsen anbietet, als die EZB derzeit fordert, hat er oft einen guten Grund, sich das Geld nicht bei der EZB zu holen...

Viel Spass ;-)
 
Wir haben auch mal überlegt, uns ein Haus auf Kredit zu kaufen. Ich bin aber froh, dass wir das nicht gemacht haben, ich hätte nämlich immer Angst, dass einer von uns die Arbeit verliert oder so und der Kredit nicht abbezahlt werden kann. Es ist schon gut, wenn man mehr als die Hälfte von Gespartem hat, um dann weniger abzubezahlen.
Was das Sparen betrifft, ich hab bei mir gemerkt, dass ich oft im Urlaub zu viel Geld ausgebe, weil man mit Kreditkarte alles bezahlen kann und man merkt nicht, dass das Konto leer ist oder so. Deswegen hab ich mich schlau gemacht und mir eine Prepaid KK zugelegt...:mrgreen:

Und wo wenn man fragen darf?

Ich hab jetzt letztens mal mit einer Bekannten geredet die in der Textilindustrie ist - sehr unabhängig - und die erzählte mir dass Baumwolle derzeit so hoch gehandelt wird, dass die Finanzkrise und ihre Auswirkungen erst im nächsten Jahr spürbar werden und Jeans dann mehr als teuer, sie meinte das wird mal ein Handelsstoff werden - krass.