Solarenergie mal etwas individueller?

Das muß man doch auffangen können, angenommen ich ziehe abends rund 100 Ampere aus den Batterien für Licht/Fernseher und Computer, wären das bei 10 Battrien noch 10 Ampere und mit 20 Batterien nur 5 Ampere pro Batterie. Sagen wir mal die Belastung tritt zwischen 17 und 22 Uhr auf, danach schlafen eh alle. Sind 5 Stunden mit 5 Ampere Belastung, dann werden 25 Ah aus den Batterien entnommen, also 1/4 der Gesamtkapazität.

Sind natürlich alles theoretische Werte die davon ausgehen das die Batterien über Tag voll geladen werden was sicher nicht immer der Fall ist.

Ich glaube Euch ja, dass dies alles in der Realität schlechter aussieht als ich es mir hier gerade schönrechne, aber ich bin schon davon überzeugt dass es mit einer ausreichenden Anzahl an Batterien möglich ist. Sicher wird es ab einer gewissen Anzahl Batterien wieder unwirtschaftlich, aber mit 20 Batterien habe ich langfristig schon gerechnet und wenn es 30 sind um die Lebensdauer zu verlängern ist dies doch auch kein Problem.

Nicht um wahnsinnig viel Kapazität zu erhalten, sondern einfach um die Belastung der einzelnen Batterien so gering wie möglich zu halten.

Ich denke das Windrad zur Unterstützung bei schlechtem Wetter sollte fest mit eingeplant werden, allein schon weil dies an vielen Tagen auch nachts die Batterien etwas nachladen kann.
 
Ich denke das Windrad zur Unterstützung bei schlechtem Wetter sollte fest mit eingeplant werden, allein schon weil dies an vielen Tagen auch nachts die Batterien etwas nachladen kann.

Denke daran, da brauchst Du spezielle Laderegler.
apropo Laderegler, achte darauf das die Mttp können, ein vernünftiger für den Anfang wäre so was:

https://www.pro-umwelt.de/laderegeler-mppt-7520-p-796.html

dazu ein paar der Billigmodule + Deine Batterien und einen vernünftigen Sinuswechselrichter.

Mit einem solchem Set kannst Du ja schonmal anfangen. Sollte Dein Experiment "schief" gehen hast Du wenigstens nicht all zu viel Geld in den Sand gesetzt.

Aber du hast während des ganzen Tages ein ständiges laden/entladen. Und das mit unterschiedlicher Belastung.

genau so sieht es aus. Und das mögen Batterien so absolut garnicht.
 
Ich würde den überschüssigen Strom tagsüber einspeisen, eine (hoffentlich demnächst) sinkende Vergütung in Kauf nehmen und dafür nachts den Strom aus dem Netz beziehen. Man muss sein Verhalten nur so anpassen, dass man vebrauchsintensive Sachen dann macht, wenn man auch Strom produziert.

Mein Vater hat knapp 150 Module auf seinen Dächern, wenn die Sonne scheint, saß der früher lachend vor dem Zähler, gestern aber liefen bei dem als die Sonne schien beide Waschmaschinen, der Staubsauger, der Backofen etc..., um möglichst viel selber zu verbrauchen und dann eben zu sonnenarmen Stunden weniger aus dem Netz zu ziehen.

Eine weitere Idee: Bei der Energie wird ja auch gerne die Heizung vergessen. Wäre es nicht eine Idee, irgendwo einen "Nachtspeicherofen" anzuschliessen und den tagsüber mit Sonnenenergie zu laden? Dann spart ihr statt Strom eben Gas oder Öl.

Alternativ bliebe auch noch, einen grossen Warmwasserspeicher damit aufzuheizen.

PS: Das mit den Autobatterien solltest Du vielleicht in einer Minianlage mal testen. Wenn man Berichte von Versuchen glaubt, dann halten die wirklich max. ein Jahr bei täglichem Zyklus.

Marty
 
Ich würde den überschüssigen Strom tagsüber einspeisen, eine (hoffentlich demnächst) sinkende Vergütung in Kauf nehmen und dafür nachts den Strom aus dem Netz beziehen.

Finanziell bringt es zur Zeit mehr den kompletten Strom einzuspeisen und dann den Stom wieder einzukaufen.

Eine weitere Idee: Bei der Energie wird ja auch gerne die Heizung vergessen. Wäre es nicht eine Idee, irgendwo einen "Nachtspeicherofen" anzuschliessen und den tagsüber mit Sonnenenergie zu laden? Dann spart ihr statt Strom eben Gas oder Öl.

Elektrisch zu heizen ist sehr ineffizient. Dann lieber die Photovoltaischen Modulen um ein paar Thermische Solarmodule ergänzen.
 
Finanziell bringt es zur Zeit mehr den kompletten Strom einzuspeisen und dann den Stom wieder einzukaufen.

Hä? da habe ich aber was ganz anderes gehöhrt, für knapp 15 cent einspeisen und fast das doppelte bezahlen für eingekauften Strom finde ich finanziell gesehen als ein Minusgeschäft.

@Marty, es gibt auch die möglichkeit der Steckdoseneinspeisung + Batterien, aber da wird die sache natürlich auch ganz schön teuer :(
Ansonnsten ist es genau wie Du sagst, das was Strom "frisst" dann benutzen wenn Sonne da ist ( soweit als möglich )
 
Finanziell bringt es zur Zeit mehr den kompletten Strom einzuspeisen und dann den Stom wieder einzukaufen.
Die Vergütung, die man für Eigenverbrauch erhält, ist höher als für die Einspeisung. Man erhält tatsächlich Geld dafür, wenn man den selbserzeugten Strom selber erzeugt. Paradox, oder? Das wäre so, als wenn man für Kinder, die man selber zeugt, zusätzlich Prämien vom Staat bekommt :ugly: (PS: Wer den Witz nicht versteht: Nicht posten!)

Elektrisch zu heizen ist sehr ineffizient. Dann lieber die Photovoltaischen Modulen um ein paar Thermische Solarmodule ergänzen.
Das wäre das Optimum, einen Warmwasserspeicher der Heizung per Sonnenenergie speisen... Problem dabei: Im Sommer braucht man das nicht unbedingt. Strom kann man auch anders verbrauchen, dafür ist das Heizen damit mit einem schlechteren Wirkungsgrad ausgestattet. Aber doch besser mit einem Wirkungsgrad von 30% heizen als gar keinen Strom zu produzieren, oder?

Marty
 
So, ich melde mich mal wieder zu Wort hier.

Habe ein paar Tage nachgedacht, die Idee mit den Batterien habt ihr mir ja etwas versalzen... :evil:

Ich kann mir noch immer nicht vorstellen, dass die Lebensdauer sooo gering ausfällt, aber ich möchte jetzt natürlich auch ungern 20 Batterien kaufen um das auszuprobieren auf die Gefahr hin das Ihr Recht habt. Und mit 2-4 Batterien zum Test starten will ich auch nicht, da diese dann natürlich viel zu stark belastet werden, selbst wenn ich nur Fernseher und Computer damit versorge.
Das einzige was dann noch in Frage kommen würde wäre sowas hier, allerdings "etwas" unhandlich.

Auch dieser Windrad-Geschichte stehe ich nach einer kleinen Recherche etwas skeptischer gegenüber, die kleinen 300-500W Windräder tanzen so sehr im Wind, drehen sich sogar um die eigene Achse und laufen andersherum, das sieht mir zu sehr nach Spielzeug aus, ich glaube da müßte was deutlich größeres her was ich hier wahrscheinlich nicht genehmigt bekommen würde und zudem dann auch viel zu laut wäre.
 
Die Staplerbatt. besteht auch nur aus vielen einzelnen Batterien. Der preis für eine gebrauchte scheint mir etwas zu hoch. Da kannst Du Dir auch 4 NEUE Batterien a. 230 AH kaufen die auch für den einsatz mit Solar geeignet sind. ( C20 )

Was Windkraft betrifft, schaue mal hier nach:
https://www.pro-umwelt.de/windgenerator-c-65.html

Übrigens, Herr Stevens hilft Dir auch bestimmt in einem pers. Gespräch weiter.

Was bei Dir an Windkraft zugelassen wird weis ich nicht, da kocht jede Gemeinde ihr eigenes "Süppchen"
Bei uns ist alles was weniger als 10 Meter hoch ist ohne Baugenemigung zugelassen.
 
Die Vergütung, die man für Eigenverbrauch erhält, ist höher als für die Einspeisung. Man erhält tatsächlich Geld dafür, wenn man den selbserzeugten Strom selber erzeugt.

Wie schon gesagt, in den letzten zwei Jahren hat sich einiges verändert. Muss ich zugeben.

Das wäre das Optimum, einen Warmwasserspeicher der Heizung per Sonnenenergie speisen... Problem dabei: Im Sommer braucht man das nicht unbedingt. Strom kann man auch anders verbrauchen, dafür ist das Heizen damit mit einem schlechteren Wirkungsgrad ausgestattet. Aber doch besser mit einem Wirkungsgrad von 30% heizen als gar keinen Strom zu produzieren, oder?

Wieso denken eigentlich alle bei thermischer Solarenergie immer nur an Heizung? :roll: Also ich dusche und wasche mich auch gerne warm. Außerdem gibt es Spül- und Waschmaschinen, die auch mit Warmwasseranschluss funktionieren. Die sparen so eine Menge Strom. Füllt man warmes Wasser in einen Wasserkocher braucht er auch nicht so lange um das Wasser zum Kochen zu bringen. Was abermals eine Stromersparnis bedeutet.

Auch dieser Windrad-Geschichte stehe ich nach einer kleinen Recherche etwas skeptischer gegenüber

Das Aufstellen eines Windrades ist in den meisten Fällen auch Genehmigungspflichtig. Und dabei denke ich nicht nur an die, von Schloesser33 erwähnte Baugenehmigung. Kannst dich schon jetzt mit deinen Nachbarn gut stellen. Denn die können dir da einen Strich durch die Rechnung machen.

... selbst wenn ich nur Fernseher und Computer damit versorge.

Bin mir da nicht so sicher. Mein Fernseher hat einen Maximalverbrauch von 85W. Das ist nicht wirklich viel.
 
Wieso denken eigentlich alle bei thermischer Solarenergie immer nur an Heizung?
Wer ist denn alle? Ich nicht.

Also ich dusche und wasche mich auch gerne warm. Außerdem gibt es Spül- und Waschmaschinen, die auch mit Warmwasseranschluss funktionieren.
Das stimmt, aber eine Solarthermie-Anlage, die für den Heizbetrieb ausgelegt ist, lacht sich schlapp über die paar Liter Wasser, die Du zum Duschen brauchst. Entweder legst Du die Anlage so winzig aus, dass ein Heizen damit nichts bringt, oder Du legst sie so aus, dass die Heizung im Winter damit ordentlich unterstützt werden kann, dann hast Du aber im Sommer heisses Wasser für die ganze Nachbarschaft.

Marty
 
Ist immer das gleich mit dir, Marty.... :roll:

Erstens: Am Anfang ging es um 4.000 kWh im Jahr. Das läßt auf einen 3-4 Personen Haushalt schließen. Da duscht oder badet nicht nur einer. Da geht EINIGES an Warmwasser druch.

Zweitens: Wie schon gesagt kann man VIEL an Strom sparen, wenn man sich Wasch-/Spülmaschinen anschafft, die mit Warmwasser funktionieren.
 
Erstens: Am Anfang ging es um 4.000 kWh im Jahr. Das läßt auf einen 3-4 Personen Haushalt schließen. Da duscht oder badet nicht nur einer. Da geht EINIGES an Warmwasser druch.

Zum Heizen eines EFH braucht man im Winter trotzdem täglich ein Vielfaches an Heizenergie als 4 Personen mit Warmwasser durchbringen würden. Und im Sommer erntet man halt vielmehr Wärme, kann das warme Wasser aber nicht zum heizen brauchen. Und viele Menschen haben auch ganz bestimmt im Winter mehr Lust auf heiße Duschen und Vollbäder, während im Sommer eher eine lauwarme Dusche angenehm ist.
 
Ist immer das gleich mit dir, Marty.... :roll:
Was sollen diese persönlichen Kommentare? So eine kleine Diffamierung, um jemanden lächerlich zu machen, oder was denkst Du Dir dabei?

Erstens: Am Anfang ging es um 4.000 kWh im Jahr. Das läßt auf einen 3-4 Personen Haushalt schließen. Da duscht oder badet nicht nur einer. Da geht EINIGES an Warmwasser druch.
Das hast Du sehr gut erkannt. Und in einem solchen Haushalt geht locker das 8 fache an Warmwasser für die Heizung drauf. Und das nur in 6 Monaten im Jahr.

Das bedeutet, um mit Solarthermie im Januar zu heizen (oder auch nur einen signifikanten Bruchteil der Heizung zu übernehmen), brauchst Du eine ganze Menge Leistung auf dem Dach, die Warmwasser produziert. Und im August produzieren diese Dinger dann plötzlich 3 m³ heisses Wasser pro Tag. Ich habe für 5 Personen zwei Solarthermiefelder auf dem Dach, die von Mai bis Oktober fast den kompletten Warmwasserbedarf decken. Im Januar schaffen diese zwei Felder nicht mal 10% des Bedarfs an Warmwasser. Ich müsste, um im Januar Warmwasser komplett über die Sonne laufen zu lassen, schon 20 Module installieren, die würden aber im August dann viel zu viel produzieren. Und das ohne die Heizung zu versorgen.

Da hilft es auch nicht, die 15 Liter der Spülmaschine, die bei uns jeden Tag läuft, die 60 Liter der Waschmaschine sind doch ein Witz gegen die Energie, die Du für die Heizung brauchst.
Zweitens: Wie schon gesagt kann man VIEL an Strom sparen, wenn man sich Wasch-/Spülmaschinen anschafft, die mit Warmwasser funktionieren.
Deine Erfahrung oder mal grobe Schätzung? Könntest Du mal mit Zahlen kommen, gerade die Spülmaschine dürfte sich kaum lohnen.

Marty