Schlechtes Zeugnis

Wenn die Noten dermaßen mies sind und man hat die Chance zum Wiederholen: Nutzen :pray:

Uns haben se das an der Schule besonders betont: Wenn das Abi erstmal bestanden is, kann man es nicht wiederholen. <- Das klingt auf den ersten Blick merkwürdig, aber wenn man erstmal n schlechtes Abi in der Hand hat, beißt man sich inn Ar***. Dann is nämlich vorbei.

Die Frage
Nun ist meine Frage, ob ich meine Zukunft wirklich "verschenkt" habe und kein Studium bzw. Ausbildung bekommen kann und ob es noch in der 13. Klasse möglich ist was an seinen Noten zu machen um das Abi ein wenig zu retten.
kannst du dir selber beantworten. Rechne einfach aus. Wenn du jetzt schon miese 12tklassnoten hast, kann der Schnitt nicht mehr richtig nach oben. Auch musst du einrechnen, dass du - selbst, wenn du jetzt meinst, du ultrapowern willst - nicht nur Einsen holst. Rechne einfach mal in Ruhe, dann siehst du schon, was du für ein Abi kriegst. Und in deinem eigenen Interesse: Bei sowas immer ne Worst-Case-Rechnung machen!

Studium kannst du notfalls auch mit schlechtem Abi beginnen. Kommt halt auf Fach und Uni an. Bei mir damals in Informatik wars egal, die haben jeden genommen, wo "Abi" draufstand. Wenn du aber n Studiengang machen willst, wo der Schnitt entscheidend is und du z.B. mindestens 2,0 brauchst, dann kannst du mit dem jetzigen Stand einpacken.


Ein persönliches P.S.:
Was gehen deinen Vater bitte deine Noten an? :evil: Wenn er mit deinen Leistungen ned zufrieden is, frag ihn doch mal, wieso er dir nicht hilft. Nur zugucken, aber Rumfrotzeln passt nämlich ned zusammen.
 
Also an den Noten kannste bestimmt ändern. Ich bekomme morgen mein 10er-Zeugniss mit Vorraussichtlich ca. 2,8 bis 2,9 im notenschnitt. Mein halbjahreszeugnis war noch mit 3,5 ;) also ich denke da geht was. Und das du dir deine zukunft verbaust denke ich auch nicht. Es gibt ja auch ne Menge leute ganz ohne abi dies zu was gebracht haben ;) also nicht von deinem Vater entmutigen lassen.

MfG
Eidechse
 
Ich weiß auf jeden Fall was ich will ich würde gerne in Richtung Informatik gehen. Ausbildung oder Studium oder beides. Da bin ich mir noch nicht so sicher.
Ich kann Dir als Ausbilder für Fachinformatiker sagen, dass mir die Noten in den Zeugnissen wichtig sind, aber keineswegs ausschlaggebend für einen Ausbildungsplatz. Da kommt es eher auf das Verhalten im Gespräch, das Ergebnis unseres Tests und die Meinung meiner Leute nach einem Probetag an.

Was nützt mit ein Einser-Abi, wenn der Azubi dann hochnäsig rumläuft und sich nichts erklären lässt? Oder keine Umgangsformen hat? Oder trotz Deutsch-Leistung keine Rechtschreibung beherrscht? Trotz Mathe-Leistung mit binären Zahlen nicht umgehen kann?

Marty
 
Wenn ich das hier so lese, fällt mir auf dass die Schule nur Arbeitnehmer ausbildet und keine Arbeitgeber.

Da sollte sich vllt jemanden die Frage stellen, warum er nicht lernt, wie man ein guter Arbeitgeber wird?
Klar, die Schule ist wichtig, aber wegen den Noten in einem Mittelmäßigen Job zulanden, ist auch nicht das einzig wahre...
 
Hallo shutdowncore,

ein schlechtes Zeugnis ist nun mal erst ein schlechtes Zeugnis nicht mehr aber auch nicht weniger. Deswegen sollte man nicht den Kopf in den Sand stecken.
Zumal: es ist NICHT Dein Abschlusszeugnis. Du solltest es viel mehr als Ansporn nehmen deinen Schnitt weiter zu verbessern. Dein Vater hat mit den harten Worten Dich ja merklich angekratzt => Mit der Folge dass Du Dir Gedanken machst und Dich bewegst. Das solltest Du nutzen! Du selbst sagst ja, dass Du eigentlich ohne hinzutun i.d.R. auf einen 2,7 Schnitt kommen kannst. Mit Lernen sollte das doch wieder möglich sein!

Wenn Du Dich schulisch verbessern willst:
1.) Altes Schuljahr abhaken
2.) Nach den Kursen/Fächern suchen die Dir die Gesamtnote verhageln und auch genau schauen: Wo lohnen sich Anstrengungen und wo eher nicht?
3.) Das Ziel offen angehen. Eventuell kannst Du auch (Nach-)Hilfe über Deinen Vater erhalten. Wenn Dein Vater Dich kritisiert sollte er aber auch offen für Hilfsangebote sein. Vielleicht wartet er ja nur darauf.... Aber auch ein Gespräch mit Deinem Klassenlehrer in dem Du Deine Ziele darstellst kann etwas bewegen. Schließlich freuen sich die Lehrer ja auch wenn ein 4er Kandidat wieder zum 2er Kandidat wird. Da wird dann ganz gerne auch mal ein Auge zugedrückt wenn es dann zum Schluss vielleicht darum geht ob die Abinote 3,X oder 2,9 ist.... Auf jeden Fall ist es schwieriger dies alleine anzugehen. Das musst Du nicht austesten. Helfen können Dir aber auch Deine Klassenkameraden. Häufig reicht ein Gespräch zu den Lerninhalten der anderen um eine verbesserte Sichtweise zu bekommen.


Für die weitere Lebensplanung ist das Abi-Zeugnis aber in der Regel nicht so relevant. Es ist für NC-begrenzte Studienplätze die Eintrittskarte; aber wer will schon Medizin in Heidelberg studieren? Du hast ja selbst geschrieben, dass Dein Wunschstudiengang noch keinen NC hat. Im Studium selbst werden die Karten völlig neu gemischt. Nach dem Studium fragt Dich keiner mehr nach Deiner Abinote.
Für eine Ausbildung ist das Abi-Zeugnis auch nur ein Teil der Erstbewertung. Viel mehr zählt aber Dein persönlicher Eindruck, Dein Wille zum Anpacken oder einfach ob Du Sympathien erringen kannst.


Wie Du vielleicht jetzt gerade selbst merkst shutdowncore rüttelt das suboptimale Zeugnis Dich auf. Sehe es als Chance "aufgerüttelt" vorran zu gehen und für die wenigen verbleibenden Monate noch mal Gas zu geben. Verloren ist ja bisher überhaupt gar nichts.

Wünsche Dir viel Erfolg! Du findest Deinen Weg.

Beste Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich hat mich das schon sehr getroffen was mein Vater gesagt hat. Es ist natürlich hart. Ich persönlich finde es sogar schon übertrieben aber in jedem Falle hast du recht Lynx72.

Ich werde auf jeden fall das nächste Jahr wieder nutzen und das beste draus machen. Danke für deine hilfreichen Tipps. Ich werde sie in die Tat umsetzen.

Ja das Zeugniss hat mich sehr aufgerüttelt. Es war ein ziemlicher Schock so ein Zeugniss zu bekommen nachdem es in den Jahre davor und sogar noch im Halbjahr davor ohne irgendein hinzutun alles seinen Weg ging und "gut" lief.

Liebe Grüße.
 
Auch wenn es einige sicher ungerne hören, aber das Abitur ist im Rückblick betrachtet nicht DAS lebensverändernde Papier, als dass es gerne dargestellt wird. Sicher ist es relevant und entscheidet ein Stück weit auch über Studium bzw. Ausbildungsplatz, aber wenn man ein Ziel hat, erreicht man das auch ohne gute Abiturnote - im Gegenteil: Meine ehemaligen Mitschüler, die mit einem Einserabi die Schule verlassen haben, sind diejenigen, die mit einem Jahr Abstand betrachtet am wenigsten aus ihrem Leben gemacht haben bzw. machen.

Und zu deinem Zeugnisproblem: Ein guter Freund von mir hatte in der zwölften Klasse einen ähnlichen Schnitt wie du, kam in der 13 aber auf einen Schnitt von 2,4 und landete letztendlich (trotz einiger versauter Abiklausuren) noch bei einem finalen Schnitt von 2,9. Häng dich rein, mach das Beste draus, dann läuft das auch.

Aber erstmal wünsche ich schöne Sommerferien. ;)
 
Man kann aus deinem Post erkennen, dass du noch nicht wirklich weißt, was du machen möchtest. Es ist aber wichtig, dass du jetzt weißt, was du möchtest.

Danach kannst du dich auch richten, ob du wiederholen solltest. Was bringt es dir zu wiederholen, besseren Notendurchschnitt zu haben, wenn er nicht ein "Ergebnis" bringt? Auf jeden Fall hälst du dir mit dem "Wiederholen" alle Möglichkeiten für deine Zukunft offen.

Bei einem 3,4er Schnitt, der größtenteils aus Faulheit in der 12 resuliert... mhh, wenn du dich jetzt sehr anstrengst, kannst du sicherlich auf einen 2,9 Schnitt kommen. Ist jetzt eher die Frage, was du nach dem Abi machen möchtest?


@atwo: Das kann man so oder so sehen. Kommt darauf an, wo man hin möchte. Ich könnt ohne mein Abitur meine Ausbildung nicht absolvieren.
 
Auch wenn es einige sicher ungerne hören, aber das Abitur ist im Rückblick betrachtet nicht DAS lebensverändernde Papier, als dass es gerne dargestellt wird. Sicher ist es relevant und entscheidet ein Stück weit auch über Studium bzw. Ausbildungsplatz, aber wenn man ein Ziel hat, erreicht man das auch ohne gute Abiturnote
es ist nicht lebensnotwendig, aber es erleichtert sehr vieles.
Mir tun die Berufstätigen leid, die später noch auf die Abendschule gehen um ihr Abitur nachzuholen, weil sie es nun doch brauchen könnten.

im Gegenteil: Meine ehemaligen Mitschüler, die mit einem Einserabi die Schule verlassen haben, sind diejenigen, die mit einem Jahr Abstand betrachtet am wenigsten aus ihrem Leben gemacht haben bzw. machen.
das ist aber eine sehr gewagte These !
natürlich gibt es solche und solche, aber wer nen 1er Abi hat und dann nix mehr macht ist doch eher eine Ausnahme.
 
Servus,

Ich hatte mein Fachabi mit 3,4 abgeschlossen. Aber ich denke wichtiger als der Notendurchschnitt ist die Verteilung der Noten. Ich hatte ne 5 in Mathe, was für einen Informatiker ziemlich düster ist.
Ich hatte zunächst nach einer Ausbilung gesucht, und keine gefunden. Habe dann zwei Jahre an der FH Studiert (Studienplatz war kein Problem). Bin dort aber an Mathe gescheitert. Muss aber zugestehen das ich damals wenig gemacht habe, habe viel nebenbei gearbeitet und parallel auch weiter nach einem Ausbildungsplatz gesucht.
Nach 1 1/2 Jahre und über 100 Bewerbungen hat's dann aber auch geklappt.

Das Problem war letzlich das, auf Grund des Zeugnisses, ich trotz so vieler Bewerbungen nur zwei Vorstellungsgespräche hatte. Mein späterer Ausbilder meinte ihm hätte das Arbeitszeugnis bzw. Praktikumszeugnis aus meiner FOS Zeit, sowie das Anschreiben, zugesagt. Ich durfte ein paar Tage Probearbeiten in der Firma. Anschließend habe ich meinen Vertrag bekommen.

Meine Ausbildung habe ich mit gutem Durchschnitt beendet, ich habe seit dem zweimal den Betrieb gewechselt, und dafür genau eine Bewerbung geschrieben. (Beim ersten Wechsel wurde ich angeschrieben nachdem ich meine Daten auf dem Portal der Arbeitsagentur veröffentlich hatte)

Mein kleines Fazit:
Schlechte Noten machen es einem schwerer, aber bei Weitem nicht unmöglich. Ich denke du musst ein wenig Zähigkeit bei der Suche mitbringen.
Wenn du studieren möchtest - einen Studienplatz bekommst du auf jeden Fall, die Frage ist nur wie lange du auf der Warteliste stehst, bzw. wo du studieren möchtest.

Das positive:
Nach Ausbildung oder Studium interessiert sich niemand mehr für dein Abi Zeugnis.
 
Zumindest für Berufe im Informatiksektor hat es praktisch keinerlei Bedeutung. In erster Linie sind die Arbeitszeugnisse sowie Weiterbildungen relevant.

Für andere Bereiche kann ich nicht sprechen.
 
Egal obs später relevant ist oder nicht gelten folgende Regeln:

Kein Abi -> Kein Studium
Schlechtes Abi -> Man kann nicht alles studieren zumindest nicht an jeder Uni wegen NC

Der Schnitt während der 12 ist nicht allzu aussagekräftig und die Auswirkungen auf das Abi sind auch nicht so gravierend das man da nichts mehr reißen kann.
Bei manchen Kursen werden ja nicht alle Halbjahre gewertet sondern nur die besten 2 bzw. die besten 3. Von demher ist da noch einiges zu reißen.

Die meisten Sachen haben auch nichts miteinander zu tun, so habe ich beispielsweise in Mathe in der 12.1 wo es um Analysis ging 2 bzw. 5 Punkte in meinen Klausuren geschrieben in der 12.2 wo es um Stochastik ging habe ich dann aber 14 bzw. 12 Punkte geschrieben. Also alles ist möglich.

Nen Kumpel von mir studiert mit 3.4 Abi BWL und gehört da zu den besten seines Jahrgangs. Es ist also alles möglich nur muss man für den Erfolg auch Leistung bringen.
 
Zumindest für Berufe im Informatiksektor hat es praktisch keinerlei Bedeutung. In erster Linie sind die Arbeitszeugnisse sowie Weiterbildungen relevant.

Für andere Bereiche kann ich nicht sprechen.

Stimmt auch nicht direkt. Arbeitszeugnisse, Weiterbildungen, etc hast du ja auch erst ab einem bestimmten Alter. Dann nimmt auch die Bedeutung von Zeugnissen generell ab. Aber beim Berufseinstieg sind auch hier Zeugnisnoten von Relevanz. Ist ja ebenso mit dem Studium. Klar sind danach die Noten nicht mehr so wichtig, aber für die Studiumszulassung um so mehr.