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Mailrakete

Well-known member
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28 Oktober 2007
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Deine Stimme für unser Stadion!

Seit Anfang März 2008 sammeln sich die Unioner, um mit einem Protestbrief den zuständigen Stellen im Berliner Senat klarzumachen, dass wir in unserem Stadion bleiben wollen und keinen Bock darauf haben, dass unser geliebter Verein seine Heimspiele am anderen Ende der Stadt austragen soll. Nun ist ein Brief für den einen oder anderen zu aufwändig. Daher gibt es hier nun die Onlineversion dieses Briefes, der hier jeweils an alle Mitglieder des Berliner Senates verschickt wird. Du möchtest dabei sein? Dann lies bitte folgenden Brief und versende ihn am besten gleich online. Der Protestbrief enthält folgenden Wortlaut:


Berlin braucht das „Stadion An der Alten Försterei“

Als Fan des 1. FC Union Berlin e.V. habe ich anlässlich des Fantreffens am 03.03.2008 davon erfahren, dass der Senat plant, das Heimstadion meines Vereins weiterhin dem Verfall preiszugeben. Der Verein selbst hat klargestellt und wir als Fans konnten das bei jedem Heimspiel auch deutlich wahrnehmen, dass vom Land Berlin in den letzten Jahren so gut wie keine Mittel für die Instandhaltung des Stadions An der Alten Försterei zur Verfügung gestellt worden sind. Jahrelang wurde darauf gebaut, dass der Verein das inzwischen marode Stadion übernimmt und die Sanierung auf eigene Kosten durchführt.

Wie Sie wissen, ist der Verein nicht in der Lage, die Versäumnisse des Landes Berlin aus eigener Kraft nachzuholen. Wir als Fans und auch der Verein sind gewillt, bei den Sanierungsarbeiten unterstützend zu helfen. Diese Kosten können und dürfen jedoch nicht die wirtschaftliche Situation des Vereins auf Dauer verschlechtern. Das Land Berlin ist immer noch Eigentümer und hat seine Pflichten in den letzten Jahren auf Kosten der Fans und des Vereins vernachlässigt.

Ich fordere Sie daher auf: Unterstützen Sie die Bemühungen des Vereins, den Fußballstandort Köpenick für Berlin zu erhalten! Da die Übertragung des Grundstücks für einen symbolischen Preis von 1 € - wie dies seinerzeit vom Land Berlin an den Verein herangetragen wurde - nicht zustande kam, sorgen Sie bitte jetzt dafür, dass das Land Berlin seiner Verantwortung nachkommt und die dringendsten Sanierungsarbeiten, die für den Erhalt eines Ligaspielbetriebes erforderlich sind, auf eigene Kosten vornimmt.

Wir brauchen unser Stadion in Köpenick, das Land Berlin braucht einen 1. FC Union Berlin e.V. und ein Stadion An der Alten Försterei. Lassen Sie uns gemeinsam nach Wegen suchen, dieses einzigartige Fußballstadion als Wahrzeichen der Stadt Berlin bestehen bleiben zu lassen. Sorgen Sie dafür, dass auch kommende Generationen Köpenick nicht nur mit dem Hauptmann verbinden werden, sondern im gleichen Atemzug von der Alten Försterei schwärmen.

Geben Sie uns und Ihnen eine Chance, das bisher bei der Sanierung des Stadions Versäumte nachzuholen. Erklären Sie uns, bei welchen Aufgaben wir mithelfen können. Bitte lassen Sie mich kurzfristig schriftlich wissen, was Sie zu tun gedenken, um den Fußballstandort Köpenick und damit das Stadion An der Alten Försterei zu erhalten, und was ich persönlich tun kann, um Ihnen bei Ihren Bemühungen zu helfen.

Mit freundlichen Grüßen
UND NIEMALS VERGESSEN EISERN UNION!

Dein Name




Oder/und hier ->https://www.pro-af.de

Ich danke Euch vielmals
 
Ich habe mal ein paar Fragen dazu:

Wer nutzt das Stadion ausser Union sonst noch und zu welchen Zwecken?
Wieviel Miete zahlt der Verein für die Nutzung des Stadions?
Wieviele Einnahmen hat die Stadt durch die Nutzung des Stadions?
Warum soll die Stadt für die Renovierung aufkommen und nicht der Verein, der das Stadion nutzt?

Warum wurde der Hertha das Stadion für 2xx Mio. Euro saniert, für Union hat man aber keinen Cent übrig?
Möchte die Stadt keinen zweiten erfolgreichen Verein in der Hauptstadt?

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Vereine, die unter Profibedingungen wirtschaften, dies auch vollumfänglich tun sollten und ihr Stadion selber in Schuss halten sollten. Wer viele tausend Euro für Spielergehälter ausgeben kann, der sollte auch ein paar Euro für die Spielstätte übrig haben.

Andererseits sollte das dann auch für alle gelten. Man kann nicht dem Bundesligaverein ein Prunkstadion bauen als Aushängeschild und die anderen Vereine am langen Arm verhungern lassen.

Man hätte sich das Geld für den Umbau des Olympiastadions sparen sollen und dieses Geld stattdessen in den Breitensport gesteckt. Die Millionäre von Hertha spielen jetzt auf gepflegtem Rasen, zigtausende Kinder können dafür gar nicht mehr spielen, weil deren Plätze verwarlost sind und die Turnhallen und Schwimmbäder geschlossen.

So ist das in Wuppertal übrigens auch. Da wird dem überheblichen Drittligisten das Stadion solange ausgebaut, bis jeder Cent der Sportförderung verbraucht ist. Gleichzeitig werden kleine Sporthallen und Schwimmbäder aus Geldnot geschlossen.

Gruss
Marty
 
@ Mailrakete dann wünsche ich euch mehr Erfolg als den Berlin Capitals( Eishockey) die sind vor jahren auch vom Senat platt gemacht wurden.
 
Rein aus Interesse: Kann man das irgendwo nachlesen? Bei Wikipedia steht das anders.

Marty

Meine Frau war Anhängerin des Vereins und hat es mir so erzählt.
In Berlin wurden nur noch die Eisbären gefördert und den Capitals die Halle Platt gemacht in der neuen Halle hatten sich die Fans nie richtig wohl gefühlt.

Was steht denn bei Wikipedia?
 
Huhu,
es ist garnicht so das der Senat alles bezahlen soll. Das verlangt keiner.
Es geht eher darum uns das Stadion zu übertragen, damit wir mit Hilfe von Sponsoren u.s.w. das Stadion sanieren können.
Es sollte eine Übertragung für 1 Euro geben, was gescheitert ist. Aus diesem Grund sollen wir das Stadion für 1.9 mios kaufen, was wir nicht können und wollen. Du sollst für 2 mios ein stadion kaufen was du SO nicht nutzen darfst?!

Am besten mal einige artikel aus der presse lesen, die treffen es sher gut.

https://www.fc-union-berlin.de/default.php?content=presseschau_detail&start=7

https://www.readers-edition.de/2008...bt-ostberliner-traditionsclub-in-den-abgrund/

Gruß Mikel


*edit*
Thema Olympiastadion....ja eine gute Frage. Für uns gabs keinen cent. Wenn was am stadion gemacht wurde, dann durch hände vieler fans und sposnsoren. für uns hat der senat kein geld übrig.
genutzt wird das stadion nur durch uns. Allerdings muß man auch sehen was da alles zugehört. viele mannschaften auch frauen. ebenso ein jugendteil was sogar ausgezeichnet ist und wurde.


*edit2*

Ich glaub der Brief von unserem Präsi an den Härtel erklärt viel.

Sehr geehrter Herr Härtel,





Ihre gestrige Stellungnahme zur Problematik Stadion An der Alten
Försterei erachte ich auf Grund des Zeitpunktes der Veröffentlichung
als befremdlich sowie sachlich für falsch. Am Rande des
Viertelfinalspiels im Berliner Pokal am vergangenen Dienstag
verständigten wir uns persönlich darüber, für den Beginn der nächsten
Woche einen gemeinsamen Termin zwischen Land, Bezirk und Verein zu
verabreden, um unter Berücksichtigung aller Interessen Lösungsansätze
zu besprechen. Aus sportpolitischer Sicht sind Ihre Aussagen geeignet,
seit Jahrzehnten bestehende soziale und sportliche Strukturen zu
zerstören. Aus haushaltstechnischer Sicht erscheinen sie unvollständig.



In der Sportausschusssitzung vom 15.01.2007 begründete der 1. FC Union
Berlin e.V. ausführlich seine sportpolitische und wirtschaftliche
Bedeutung für Berlin. Das diese auf Grund der über Jahrzehnte
verbundenen Strukturen im wirtschaftlichen, aber insbesondere in
sozialen Bereichen in Berlin-Köpenick begründet sind, fand die
Zustimmung aller politischen Fraktionen und der Senatsverwaltung für
Sport. Ein Erhalt des Standortes als Spielstätte für den 1. FC Union
Berlin stand außer Frage. Kurzfristige Sanierungszuschüsse bei einem
Aufstieg in die 2. Bundesliga bis zu ca. 660.000,00 € wurden dem Bezirk
und Verein avisiert. Wenn alle damals als richtig erkannten Gründe für
den Erhalt der Sportstätte und den Verbleib des Vereins im Stadion An
der Alten Försterei heute plötzlich als falsch angesehen werden, bitte
ich Sie, mir folgende Fragen zu beantworten



• Worin besteht die strategische Planung bezüglich der Sportanlage?
Soll diese grundsätzlich aufgegeben werden und als öffentliche
Sportstätte wegfallen? Sollen nach dem Weggang des 1. FC Union Berlin
andere Vereine dort spielen? Auch dann wäre eine Sanierung der
Stehplatzränge usw. notwendig.

• Ist es gewollt, dass das seit 7 Jahren einzige im Osten der Stadt
bestehende Nachwuchsleistungszentrum für über 400 Kinder aufgegeben
wird? Da dieses im Wesentlichen durch die Sponsoren des Vereins privat
finanziert wird, wäre diesem durch den Weggang des Vereins die
finanzielle Grundlage entzogen. Erst vor wenigen Wochen ist das
Nachwuchsleistungszentrum, auch auf Grund der hervorragenden Vernetzung
mit der sportbetonten Flatow-Schule sowie anderer Vereine, durch die
DFL als ein auf Bundesliganiveau arbeitendes NWLZ zertifiziert worden.

• Neben dem Entzug der wirtschaftlichen Basis für den Jugendsport würde
eine Aufgabe des Standortes die Entwicklung einer starken Mädchen- und
Frauenabteilung im Osten der Stadt Berlin zunichtemachen. Ist dies mit
dem Wissen um die zukünftige Frauenfußballweltmeisterschaft 2011, auch
in Berlin, so gewollt?

• Das im Herbst 2007 mit dem Bildungspreis des Deutschen Fußballs
ausgezeichnete Lernzentrum des Vereins richtet sich an Kinder der
Umgebung. Auch dies ist durch Sponsoren des Vereins privatfinanziert.
Soll dies ebenfalls aufgegeben werden?



Damals wie Heute sprechen auch haushaltstechnische Gründe für den Erhalt des Standortes.



• In die Sportanlage sind in den vergangenen Jahren durch Fans,
Sponsoren und Eltern der spielenden Kinder erhebliche Eigenleistungen
und Investitionen in die Infrastruktur des Stadions erbracht worden.
Diese Bereitschaft besteht weiterhin. Das Land Berlin und der Bezirk
würden die Bereitschaft Berliner Unternehmer, Fans und Mitglieder des
Vereins zurückweisen. Warum nutzt man dieses Angebot nicht? Es werden
Entscheidungen verkündet, bevor man diese Möglichkeiten prüft. Fördert
man damit private oder unternehmerische Initiativen?

• Die notwendigen Investitionen in den Jahnsportpark würden auf Grund
der fehlenden privaten Investitionsbereitschaft dem Steuerzahler am
Ende mehr kosten. Fehlende Sektoren-trennungen, teure
Überwachungsanlagen, Leitstellen, Vereinzelungsanlagen, Schaffung neuer
Zu- und Abwege-situationen für rivalisierende Fangruppen sowie die auch
in diesem Stadion nicht vorhandene Rasenheizung machen Investitionen
des Landes Berlin notwendig.

• Wie soll ein Spielbetrieb in einem Stadion organisiert werden, in dem
bereits bis zu drei Vereine bei sicherheitsrelevanten Spielen Fußball
spielen und auf Grund der Nähe zu anderen Veranstaltungsorten
(Schmelinghalle) der Spielplan des 1. FC Union Berlin mit seinen
Bundesligamannschaften der Frauen sowie der A und B Jugend ständig mit
anderen Spielen oder Veranstaltungen kollidieren würde?



Niemand erwartet, dass alle notwendigen Sanierungs- und
Investitionsmaßnahmen sofort umgesetzt werden. Der DFB und der 1. FC
Union Berlin e.V. benötigen jedoch einen verbindlichen Fahrplan zur
Sanierung der Sportanlage. Das Angebot des Vereins, sich mit privaten
Investoren an der Sanierung zu beteiligen, sollte nicht zurückgewiesen
werden. Als Eigentümer steht der Bezirk in der Verantwortung, ist
jedoch auf Mittelzuweisung durch das Land Berlin angewiesen. Wie hoch
die Beteiligung des Vereins mit seinen Sponsoren und Fans sein wird,
richtet sich nach der Bereitschaft des Eigentümers zur Erhaltung des
Standortes und seiner Investition darin.



Sehr geehrter Herr Härtel,



es geht bei der Stadionfrage nicht nur um Emotionen von Fans des 1. FC
Union Berlin. Es geht vielmehr um Verantwortlichkeiten zur Erfüllung
öffentlicher Aufgaben und insbesondere um die Anerkennung der
geschichtlichen Entwicklung der Stadt Berlin und seiner darin lebenden
Menschen. Unsere Stadt war zu unser beider Bedauern 40 Jahre durch eine
Mauer geteilt. Menschen haben sich unterschiedlich entwickelt, haben
andere geographische Herkünfte und soziale Beziehungen entwickelt. Wir
haben dies zu achten. Auch deshalb hat Berlin mehrere Universitäten,
Opern, einen ZOO und einen Tierpark und mindestens zwei mit ihrer
jeweiligen Herkunft verbundene Fußballvereine. Bitte berauben Sie den
einen Teil der Berliner nicht eines Stückes seiner Identität und seiner
Tradition. Wir sind bereit unseren Anteil zum Erhalt der Tradition
beizutragen, aber auch bereit diese zu verteidigen.



Für Gespräche stehe ich jederzeit zur Verfügung.



Mit eisernen Grüßen

Dirk Zingler

Präsident
 
Zuletzt bearbeitet:
[..] und den Capitals die Halle Platt gemacht in der neuen Halle hatten sich die Fans nie richtig wohl gefühlt.[...]
Das klingt doch schon ganz anders als dein lapidares "denen wurde die Halle plattgemacht" neulich ;)
Die alte Halle abreißen und dann eine neue bauen ist ja doch ein kleiner Unterschied im Vergleich zu "Halle abreißen und Verein eingehen lassen".

Und dass sich viele Fans nicht wohlfühlen..wtf!?
 
Das klingt doch schon ganz anders als dein lapidares "denen wurde die Halle plattgemacht" neulich ;)
Die alte Halle abreißen und dann eine neue bauen ist ja doch ein kleiner Unterschied im Vergleich zu "Halle abreißen und Verein eingehen lassen".

Und dass sich viele Fans nicht wohlfühlen..wtf!?

Mit neue Halle meinte ich nicht eine neue bauen sondern eine andere Halle an einem anderem Ort nutzen, habe mich da etwas falsch ausgedrückt.

Werde mal gucken ob meine Frau die Geschichte aufschreiben kann.