Krank!

Ihm geht es jedenfalls auch langfristig besser oder zumindest gleich gut, wenn du ihm einen Euro gibst, anstatt dass du deinen Konsum einschränkst und Abends das Licht nicht so lange brennen lässt ...

Wenn ich das Licht abends früh ausschalte, dann tue ich das doch nicht, um einem Obdachlosen zu helfen. Dabei geht es um Nachhaltigkeit.
Das eine hat mich dem anderen nichts zu tun.
 
Stimmt...Schnell mal eine Biologische Waffe erstellen"schweinegrippeähnlich" und auf gehts...Die Frage ist: Wo fangen wir an?
Das das Problem nicht einfach zu lösen ist, war mir klar. Aber nur, weil es schwer wird, können wir doch an dem Problem nicht vorbeigehen.

Und dass die Weltbevölkerung weiter steigt wird sich auch kaum ändern lassen.
Dann müssen wir uns auch damit abfinden, dass unsere Umwelt das irgendwann regulieren wird.
Also muss man dieses Problem als solches nehmen und versuchen dennoch das beste für jeden Menschen zu machen.
Sozusagen sehenden Auges in den Untergang, aber mit möglichst viel Komfort für jeden? Ob das weiterhilft?

China hat eine gesetzliche 1-Kind-Regelung geschaffen, ob das die Lösung ist, weiß ich auch nicht.

Aber zum Beispiel macht es doch wenig Sinn, in Europa noch Geburten zu fördern, wenn man weiß, dass es deutlich zu viel Menschen auf der Erde gibt. Und es würde doch z.B. Sinn machen, wenn man in den Staaten, wo extremste Armut, aber gleichzeitig enormer Kinderreichtum herrscht (der nicht ernährt werden kann), denjenigen, die auf Nachwuchs verzichten, eine Belohnung gibt.

Mal eine ganz provokante Variante: Jede Frau, die sich sterilisieren lässt und damit keine Kinder mehr bekommen kann, bekommt dafür eine Versorgung zugesagt im Alter.

Was würde uns eine Versorgung der Menschen in Indien, China und Afrika bringen, wenn die dann, gut versorgt, nur noch mehr Kinder auf die Welt bringen?

Gruss
Marty
 
Stimmt...Schnell mal eine Biologische Waffe erstellen"schweinegrippeähnlich" und auf gehts...Die Frage ist: Wo fangen wir an?
Egal, ob Ironie oder nicht. Es lässt nicht gerade auf Intelligenz schließen ;) Alle Menschen, die scheinbar "zu viel" sind, sterben doch eh ohne Essen.
 
Was würde uns eine Versorgung der Menschen in Indien, China und Afrika bringen, wenn die dann, gut versorgt, nur noch mehr Kinder auf die Welt bringen?
So gesehen natürlich nichts.

Nur ist es ja derzeit so, dass Familien aus sehr armen Ländern viele Kinder "brauchen", damit diese zum Überleben der Familie beitragen, sobald sie dazu in der Lage sind. Nur so können sich manche Familien das Nötigste leisten.

Würde dieser unbedingte Bedarf wegfallen, würden die Bevölkerungszahlen vielleicht auch nicht ganz so rasant steigen.

Ist zumindest eine Spekulation...
 
Nur ist es ja derzeit so, dass Familien aus sehr armen Ländern viele Kinder "brauchen", damit diese zum Überleben der Familie beitragen, sobald sie dazu in der Lage sind. Nur so können sich manche Familien das Nötigste leisten.
Das ist sicher so, deshalb auch mein Vorschlag, den Menschen, die bewusst auf Kinder verzichten, eine Versorgung zu garantieren.

Das mag im ersten Moment teurer erscheinen, ist es aber nicht, wenn man die Anzahl der zu versorgenden Personen betrachtet.

Marty
 
Mal eine ganz provokante Variante: Jede Frau, die sich sterilisieren lässt und damit keine Kinder mehr bekommen kann, bekommt dafür eine Versorgung zugesagt im Alter.
Die Idee finde ich gar nicht mal so schlecht, aber woher soll die arme Bauersfrau aus dem afrikanischen Busch das Geld für ne Sterilisation hernehmen? Zumal in manchen Ländern die Kinder schon arbeiten müssen, wenn sie gerade erst laufen gelernt haben. Ab wann soll man solchen Frauen dann ihre Versorgung bezahlen?
 
Die Idee finde ich gar nicht mal so schlecht, aber woher soll die arme Bauersfrau aus dem afrikanischen Busch das Geld für ne Sterilisation hernehmen?
Gar nicht, das bezahlt die Uno. Das dürfte deutlich günstiger sein, als einen Menschen sein Leben lang mit Nahrung zu versorgen.

Zumal in manchen Ländern die Kinder schon arbeiten müssen, wenn sie gerade erst laufen gelernt haben. Ab wann soll man solchen Frauen dann ihre Versorgung bezahlen?
Immer und durchgängig.

Es ist doch so:
Entweder zahlt man der Frau und ihren 6 Kindern lebenslang die Nahrungsmittel oder man zahlt nur der Frau die Sterilisation und lebenslang die Nahrungsmittel. Vorteil: Die Anzahl der zu versorgenden Personen sinkt deutlich mit der Zeit.

Marty
 
Deinem Satz: "Ich bin mir wichtig und die Menschen die ich liebe" kann ich zustimmen. Nur das mein Kreis der geliebten Menschen nicht an den Grenzen der Industrienationen endet.

Nein, der Kreis endet schon sehr viel früher. Zu dem Kreis gehört meine Familie und ein paar gute Freunde. Und genau dort endet der Kreis.

Wenn ich nach Afrika reisen würde, um dort Nahrung und Lebensmittel zu verteilen, ist damit keinem langfristig geholfen.

Na dann erzähl doch mal, was du so alles machst. Du schriebst ja, dass es sich lohnt zu kämpfen. Also nehme ich an, dass du auf deine Art kämpfst.

Aber wenn ich hier schon lese, dass sich nichts ändert, wenn man nach Afrika fährt und Nahrung verteilt usw. Alles Ausreden, nur um sein Gewissen nicht zu beunruhigen. Jeder, der so redet wie ihr und nicht mit einem Minimum an Lebensstandard auskommt und den Rest spendet oder selbst verteilt, ist für mich nichts weiter als ein Heuchler.
 
Das sind alles eben Vorfälle die eben Schicksale sind und vll. auch mal dazu gehören. Ist halt etwas, dass manchmal unvermeidbar ist, grade auch in ärmeren Ländern, wo die medizinische Versorgung mies ist.
 
Entweder zahlt man der Frau und ihren 6 Kindern lebenslang die Nahrungsmittel oder man zahlt nur der Frau die Sterilisation und lebenslang die Nahrungsmittel. Vorteil: Die Anzahl der zu versorgenden Personen sinkt deutlich mit der Zeit.
Theoretisch richtig. Aber es wird sich niemand auch nur ansatzweise trauen so einen Vorschlag öffentlich zu machen.

Stell dir mal vor, wie viele Organisationen da auf die Barrikaden gehen würden. Bevormundung, Freiheitsberaubung, Menschenrechtsverletzung usw.
Wobei ich damit nicht sagen möchte, dass der Vorschlag voll vertretbar ist. Es ist schwierig zu sagen, wer bestimmen soll, welche Familien in welchen Ländern wie viele Kinder haben dürfen.

Jeder, der so redet wie ihr und nicht mit einem Minimum an Lebensstandard auskommt und den Rest spendet oder selbst verteilt, ist für mich nichts weiter als ein Heuchler.
Könntest du diese Pauschalisierungen lassen? Sonst fühle ich mich auch gleich angesprochen, nur weil ich hier einen Beitrag geschrieben habe.

Und hier nun am absoluten Existenzminimum zu leben, um ein Zeichen für arme Familien in der Dritten Welt zu setzen ist doch Quatsch. Was bringt es den Familien, wenn ich den Kaffee nicht mehr trinke, den sie dort anbauen?
 
Könntest du diese Pauschalisierungen lassen? Sonst fühle ich mich auch gleich angesprochen, nur weil ich hier einen Beitrag geschrieben habe.

Pauschalisieren würde man es nennen, wenn ich von jedem Deutschen o.ä. reden würde. Ich möchte hier aber ganz bewusst Leute, "die so reden", ansprechen. Und damit grenze ich stark ein. Wenn du solche Aussagen wie die, auf die ich mich beziehe, tätigst, darfst du dich angesprochen fühlen.

Und hier nun am absoluten Existenzminimum zu leben, um ein Zeichen für arme Familien in der Dritten Welt zu setzen ist doch Quatsch. Was bringt es den Familien, wenn ich den Kaffee nicht mehr trinke, den sie dort anbauen?

Du verstehst mich falsch. Es geht keineswegs um Zeichen setzen. Es geht darum, die 200€ für "Sonstige Vergnüngungen" im Monat im Geldbeutel zu lassen und damit dann X Familien in sonstwo durchzufüttern. Ganz real, die Leben gut, du lebst gut, alles super.
 
Theoretisch richtig. Aber es wird sich niemand auch nur ansatzweise trauen so einen Vorschlag öffentlich zu machen.
Das glaube ich allerdings auch. Es war auch nicht einfach, dass so zu tippen, dass es nicht falsch verstanden wird.

Es ist schwierig zu sagen, wer bestimmen soll, welche Familien in welchen Ländern wie viele Kinder haben dürfen.
Es geht doch nicht um das "dürfen". Jeder darf so viele Kinder haben, wie er möchte und ernähren kann. Und wer eben sich selber schon nicht ernähren kann, der soll eine Alternative bekommen zum Kinderkriegen. Als Wahlmöglichkeit.

Ich weiß, dass in vielen Ländern Kinder eine Art Rentenversicherung sind. Aber auch dort weiß man, dass Kinder nur dann würdevoll leben können, wenn man sie ernähren kann. Und abhängig zu sein von Lebensmittelprogrammen von reichen Ländern kann es doch auch nicht sein.

Wir könnten ja bei uns anfangen. Warum müssen wir Deutsche denn vom Staat animiert werden, Kinder zu bekommen? Das könnten wir ja lassen und den fehlenden Nachwuchs mit Kindern decken, die gerne ein neues Zuhause hätten.

Marty
 
Na dann erzähl doch mal, was du so alles machst. Du schriebst ja, dass es sich lohnt zu kämpfen. Also nehme ich an, dass du auf deine Art kämpfst.

Aber wenn ich hier schon lese, dass sich nichts ändert, wenn man nach Afrika fährt und Nahrung verteilt usw. Alles Ausreden, nur um sein Gewissen nicht zu beunruhigen. Jeder, der so redet wie ihr und nicht mit einem Minimum an Lebensstandard auskommt und den Rest spendet oder selbst verteilt, ist für mich nichts weiter als ein Heuchler.



Ich glaube, du beharrst zu sehr auf deinen Heuchlerbegriff.

Wo habe ich geschrieben, dass ich kämpfe? :roll:
Bin ich ein Heuchler, weil ich mir Gedanken über eine Verbesserung mache?

Ich glaube auch, dass du meine Posts gar nicht richtig liest. Ich weiß nicht, wie oft ich schon "langfristig" geschrieben habe. Und mit einer Reise nach Afrika mit ein paar Broten in der Tasche, ist da keinem "langfristig" geholfen.
 
Es geht darum, die 200€ für "Sonstige Vergnüngungen" im Monat im Geldbeutel zu lassen und damit dann X Familien in sonstwo durchzufüttern. Ganz real, die Leben gut, du lebst gut, alles super.
Wenn ich alle sonstigen Vergnügungen weg lasse, was auch immer darunter fällt, dann lebe ich bedeutend schlechter als jetzt.

Das soll jetzt nicht egoistisch verstanden werden, aber ein bisschen hänge ich schon an meinem Lebensstandard. Den jetzt einfach aufgeben möchte ich ehrlich gesagt nicht.

Und es kann ja auch irgendwo nicht Sinn der Sache sein, dass alle Menschen auf der Welt völlig ohne Vergnügen leben.

Und wer eben sich selber schon nicht ernähren kann, der soll eine Alternative bekommen zum Kinderkriegen. Als Wahlmöglichkeit.
Eine Altersversorgung als Ersatz für Kinder und nur für die die es möchten... Ein sehr heikles Thema.

Warum müssen wir Deutsche denn vom Staat animiert werden, Kinder zu bekommen? Das könnten wir ja lassen und den fehlenden Nachwuchs mit Kindern decken, die gerne ein neues Zuhause hätten.
In erster Linie würde ich es mit der Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen begründen. Immer mehr junge Frauen studieren, steigen in den Beruf ein und machen vielleicht Karriere. Und plötzlich ist schon die Zeit vorbei in der man Kinder bekommen kann, sofern man es denn überhaupt vor hatte.

Und zahlreiche Kinder aus anderen Ländern zu adoptieren wäre dann das zweite Thema in diesem Thread, wo es sehr schnell Kontroversen geben könnte.
 
Wenn ich alle sonstigen Vergnügungen weg lasse, was auch immer darunter fällt, dann lebe ich bedeutend schlechter als jetzt.

Das soll jetzt nicht egoistisch verstanden werden, aber ein bisschen hänge ich schon an meinem Lebensstandard. Den jetzt einfach aufgeben möchte ich ehrlich gesagt nicht.

Und es kann ja auch irgendwo nicht Sinn der Sache sein, dass alle Menschen auf der Welt völlig ohne Vergnügen leben.
Das waren ganz wichtige Sätze:
Wir haben alle gelernt, dass Lebensstandart und Vergnügen eine Frage des Konsums sind. Das wurde uns von den letzten 2 Generationen so beigebracht.

Aber wenn Vergnügen nur möglich ist, wenn wir Konsumieren und das Vergnügen nur mit Hilfe von Reisen, Fleisch, Technik etc. möglich wäre, dann würde es doch bedeuten, dass Hahrtausende lang niemand Vergnügen hatte und nur in den letzen paar Jahrzehnten in lebenswertes Leben möglich ist. Ich behaupte, es ist vielleicht sogar eher umgekehrt. Denn diesen Standart zu bewahren kostet enorm viel Kraft und Energie. Nur mit ständigem Wachstum ist das möglich. Alles muss immer effektiver werden. Jede Generation muss immer nochmehr lernen. Jede Produktionszyklus muss schneller abgeschlossen werden als der vorhergehende.
Jetzt haben wir eine grosse Chance: Wir können (wieder) lernen die Langsamkeit zur Tugend zu machen. Wir können lernen die Arbeit zu genießen statt nur die Früchte der Arbeit. Durchatmen und das Erreichte betrachten statt nur nach dem Nächsten zu schielen, noch bevor das Vorhergehende abbezahlt wurde.

Momentan essen 20% der Menschen 80% des Kuchens.
Nun wollen die anderen auch ein größeres Stück. Was machen wir? Unseren Anteil mit Waffengewalt verteidigen?
Lasst uns die Chance nutzen! Wir lernen, wie schön das Leben mit weniger Konsum sein kann und die anderen bekommen einen gerechten (gerechteren) Anteil. Wer sich jetzt schon damit abfindet und daran gewöhnt kann es genießen. Die anderen werden es mit Schmerzen und Leid kurze Zeit später ertragen müssen.
 
[...] wenn wir Konsumieren und das Vergnügen nur mit Hilfe von Reisen, Fleisch, Technik etc. möglich wäre, dann würde es doch bedeuten, dass Hahrtausende lang niemand Vergnügen hatte [...]
Natürlich nicht. Denn wie sich alles über Jahrtausende verändert, wechseln auch die Beschäftigungen in der Freizeit. Vor 100 Jahren hat man sich mit anderen Sachen vergnügt als heute und in weiteren 100 Jahren wird es womöglich wieder anders sein.

Außerdem habe ich auch nirgends geschrieben, dass man sich heute nur mit "Reisen, Fleisch und Technik" vergnügen kann.

Momentan essen 20% der Menschen 80% des Kuchens.
Nun wollen die anderen auch ein größeres Stück. Was machen wir? Unseren Anteil mit Waffengewalt verteidigen?
Meinst du das jetzt auf ein konkretes Beispiel bezogen? Wenn ja, welches?

Umgemünzt auf Dritte-Welt-Länder würde ich eher das Gegenteil sehen. Es fließen doch viele Millionen als Subventionen von den vermeintlich liquiden Ländern, dazu kommen Spenden und Hilfsorganisationen.
 
Eine Altersversorgung als Ersatz für Kinder und nur für die die es möchten... Ein sehr heikles Thema.
Sicher ist es das. Es muss aber einmal darüber nachgedacht werden.

In erster Linie würde ich es mit der Veränderung der gesellschaftlichen Strukturen begründen. Immer mehr junge Frauen studieren, steigen in den Beruf ein und machen vielleicht Karriere.
Die Begründung des Staates ist mir klar. Aber warum muss man überhaupt Frauen animieren Kinder zu kriegen? Wir haben doch auf der Welt mehr als genug. Und wenn es in Deutschland zu wenig sind...

Und zahlreiche Kinder aus anderen Ländern zu adoptieren wäre dann das zweite Thema in diesem Thread, wo es sehr schnell Kontroversen geben könnte.

Auch das ist mir klar. Aber wir reden hier darüber, wie wir Menschen ernähren, die sich selber nicht ernähren können. Jetzt gründen wir Welternährungsprogramme etc., ernähren diese Menschen. Es werden aber immer mehr Menschen, die ernährt werden müssen. Das ist irgendwann nicht mehr machbar.

Also muss man doch darüber nachdenken dürfen, wie wir verhindern können, dass es immer mehr werden. Und ein Rückgang der Geburtenraten in den Ländern würde doch dabei helfen.

Und so, wie man hier mit Geld Frauen dazu animiert, Kinder zu bekommen, könnte man dort Frauen mit Geld dazu animieren, eben keine Kinder zu bekommen. Zumal, wenn die Kinder dort nur als "Geldersatz" auf die Welt kommen, nämlich um möglichst früh zu arbeiten und Nahrung für die Familie zu beschaffen.

Marty