Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Und leider beinhaltet es vergange Subventionen. Um einen Vergleich der Subventionen heute zu machen, müsste man doch die Zahlen derzeit haben.

Für den Bürger stellt es sich doch so dar: Pro Kilowattstunde zahle ich 5,3 Cent für regenerative Energien und damit machen sich manche die Taschen voll. Die Atomkraftsubventionen bestehen aus (nicht zu beziffernden und nicht zubegreifenden) Beträgen, die ich heute nicht zahlen muss.

Der Bürger wird sich im Normalfall über was mehr echauffieren?

Marty
 
Wenn ich hier mal was einwerfen darf, die Subventionen der Kernenergie werden von vielen Ökoseiten unverschämt hoch gerechnet.

Für mich sind Subventionen eine direkte Förderung, z.b. ein Betrag x pro Kwh oder Dinge die nicht versteuert werden müssen (z.b. Rückstellung für Kernkraftwerke). Diese Ökoseiten rechnen Forschungsgelder, Sicherung von Castortransporten etc. alles mit hinein was dort nicht reingehört nur um gegen die Kernenergie zu wettern.

@Schloesser33, ja die Folgekosten werden in Deutschland extrem hoch weil man hier nur die Endlagerung zulässt. Ist irgendwie eigenartig, auf der einen Seite wird über den Atommüll geschimpft und auf der anderen Seite setzt man auf seiten der ökos alles daran dieses Problem nicht zu lösen. Das es lösbar ist, ist bewiesen.
Und eine Kernschmelze (was du wohl unter Gau verstehst) ist bei uns quasi ausgeschlossen (seh dir bitte mal die Sicherungssysteme in D im vgl zu Fukushima an). Man kann sie auch ganz unmöglich machen indem man einfach den Naturgsetzen folgt, aber auch dafür ist Forschung nötig.

Ich für meinen Teil finde das die Energiewende wie sie abäuft ein echtes Armutszeugnis für Deutschland ist (keine Struktur, keine Planun etc) und das der Kernkraft überhaupt keine Chance gegeben wird. Im Gegenteil, es wird schon ne richtige Propaganda betrieben. Wie durfte ich schon öfters lesen, 16000 Tote durhc Fukushima ?
 
Für mich sind Subventionen eine direkte Förderung, z.b. ein Betrag x pro Kwh oder Dinge die nicht versteuert werden müssen (z.b. Rückstellung für Kernkraftwerke). Diese Ökoseiten rechnen Forschungsgelder, Sicherung von Castortransporten etc. alles mit hinein was dort nicht reingehört nur um gegen die Kernenergie zu wettern.

Natürlich zählen Entwicklungskosten, Lagerung, Transport und Entsorgung zu den Produktkosten bei. Wenn der Energieversorger diese Kosten nicht auf den Preis aufschlägt, weil er diese Kosten gar nicht selbst trägt ist das eine indirekte Förderung. Jedes andere private Unternehmen muss diese Kosten doch auch mit einkalkulieren und im Endpreis berücksichtigen, oder?
Dass die Anti-AKW-Bewegung hier nicht vorhandene/zugängliche/interpretierbare Daten sehr großzügig schätzt, will ich dabei aber gar nicht bestreiten. Die andere Seite rechnet es dafür konsequent schön.
 
Natürlich zählen Entwicklungskosten, Lagerung, Transport und Entsorgung zu den Produktkosten bei. Wenn der Energieversorger diese Kosten nicht auf den Preis aufschlägt, weil er diese Kosten gar nicht selbst trägt ist das eine indirekte Förderung. Jedes andere private Unternehmen muss diese Kosten doch auch mit einkalkulieren und im Endpreis berücksichtigen, oder?

Gut das seh ich ein, wobei man auch hier wieder unterscheiden muss. Transportkosten werden wohl von den Konzernen übernommen, die Sicherung der Transporte vor Demonstranten hat der Staat zu übernehmen wie bei jeder anderen Demo auch. Lagerkosten werden auch von den Konzernen übernommen (gut aus der steuerfreien Rückstellung).

Dass die Anti-AKW-Bewegung hier nicht vorhandene/zugängliche/interpretierbare Daten sehr großzügig schätzt, will ich dabei aber gar nicht bestreiten. Die andere Seite rechnet es dafür konsequent schön.

Leider ! Würde es besser finden wenn beide Seiten zusammenarbeiten würden anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen. So kommt nur Blödsinn heraus.
Überhaupt sollte man mal jede Subvention bei der Energiegewinnung weglassen und sehen welche sich letztendlich durchsetzt. Solar wird ja auch nur wegen der Förderung so massiv ausgebaut.
 
@auron2008, habe ich was verpasst in den letzten Jahren?

Wo bitte ist das problem der Entlagerung lößbar?
Das ist noch nicht einmal bei schwach und mittelgefährlichem Atommüll gelößt, und seit gestern haben wir ein neues Problem dazubekommen.

Auch ein GAU ist in D-Land NICHT ausgeschlossen.
Evtl. wird der andere Gründe haben als in Japan, aber ausgeschlossen ist er nicht.

Wo ich Dir absolut recht gebe ist Dein Satz das es ein echtes Armutszeugnis für Deutschland ist wie die Energiewende abläuft.

Das ganze hätte viel besser und mit weniger kosten ablaufen können.

Lagerkosten übernehmen die Konzerno nur für eine gewisse Zeit, danach blecht der Bund dafür.
ABER, egal wer bezahlt, am ende ist es der Bürger der blecht.
Und bei den geschätzten kosten der Entlagersuche und der letztendlichen Lagerung wäre es mir am liebsten das AB SOFORT kein Gramm Atommüll mehr dazukommt.

Auch was die Subventionen betrifft gebe ich Dir recht, weg damit, aber bitte ALLE !

lese mal:

Sollte es in Deutschland zu einem Super-GAU kommen, beziffert das Prognos-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft die Schadenssumme von 5.000 Milliarden Euro . Zum Vergleich: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt betrug 2008 etwa 2.500 Milliarden Euro . Die Betreibergesellschaften haften laut Atomgesetz mit ihrem gesamten Vermögen oder bei schweren Naturkatastrophen, bewaffneten Konflikten und ähnlichen Vorkommen mit maximal 2,5 Milliarden Euro, d.h. weniger als 1% der möglichen Schadenssumme. Viele Kritiker sehen in der begrenzten Deckungsvorsorge eine implizite Subvention. Laut Greenpeace wäre Atomstrom um bis zu 2,70 Euro pro kWh teurer,
würden bei Kernkraftwerken die gleichen Haftungsregeln gelten wie in anderen Wirtschaftsbereichen .

Also, bitte nicht nur die Subventionen weg, sondern bitte auch die Ungleichbehandlung bei den Haftungsregeln weg.

Wobei, zu bedenken ist das in letzter Zeit ganz still und heimlich kräftig umfirmiert wurde und aus vollhaftern einfach GmbH-s gemacht wurden.
 
[...] Laut Greenpeace wäre Atomstrom um bis zu 2,70 Euro pro kWh teurer, würden bei Kernkraftwerken die gleichen Haftungsregeln gelten wie in anderen Wirtschaftsbereichen.
[...]
Deutschland braucht Strom. Jede Industrienation braucht verdammt viel davon. Manchmal produzieren wir Überschüsse, oft kaufen wir aber auch Strom dazu. Wenn wir zukaufen, dann meist den Atomstrom aus Frankreich, die ja ihre Meiler freundlicherweise direkt an die Grenze zu Deutschland gebaut haben. Kommt es zum Gau, dann bekommen wir auch gleich die volle Breitseite ab. Und ob die Dinger hoch gehen oder nicht, darauf haben wir keinen Einfluss mehr.

Aus meiner Sicht wäre es wesentlich wichtiger, sich erstmal darüber Gedanken zu machen, wie man den steigenden Energiebedarf kosteneffizient decken kann, bevor man überhaupt daran denkt, die deutschen Atomkraftwerke abzuschalten. Die kann man wenigstens kontrollieren und sind wohl im internationalen Vergleich wohl noch mit die sichersten.

Und so lange wir Atommüll aus dem zauberhaften Frankreich einkaufen, ist selbst dann kein Problem aus der Welt, wenn wir uns nur noch von Wind, Sonne und Methan versorgen. Also lassen wir alle Subventionen weg. Energieerzeuger haften im vollen Umfang, tragen die Kosten der Endlagerung und das Risko selbst. Dann kaufen wir entweder massiv mehr von unseren Nachbarn ein oder wir bekommen Verhältnisse wie in Schwellenländern - dass etwa in unregelmäßigen Abständen die Stromversorgung zusammenbricht. Da sitzt man vielleicht täglich mehrere Stunden ohne Strom da. Oder der wird horrend teurer, dass einige Firmen schlicht nicht mehr profitabel arbeiten können. Wahrscheinlich passiert beides.

Das Problem ist: Wir haben derzeit keine Alternative. Atomstrom ist und bleibt ganz große Scheiße. Aber verzichten können wir nunmal noch nicht darauf. Vielleicht rottet mal irgendein Virus 95% der Weltbevölkerung aus, dann reichen wohl die Solarzellen und und Windturbinen locker aus. Dann braucht man vielleicht auch keine Wasser-, Kohle- oder Gaskraftwerke mehr, die Flüsse werden langsam wieder sauber und die Natur erholt sich vom Menschen. Aber bis dahin stehen wir eher vor dem Problem, wie wir immer mehr Energie erzeugen können mit den Mitteln, die wir auf der Erde haben. Oder wie man die Sonne besiedeln kann :D
 
Wo bitte ist das problem der Entlagerung lößbar?
Lösbar ist es (heute noch nicht vollständig) Link , das ist zwar nur der Wikipedia Artikel, aber im Netz findet man unmengen an Informationen dazu. Man sollte auhc bedenken das die Brennstäbe gerade mal zu 5% genutzt werden und der Rest als Müll bezeichnet wird.
Und da versteh ich die Haltung vieler einfach nicht. Atommüll will keiner aber die Forschung für die Beseitigung bzw die Beseitigung an sich will auch keiner.

Auch ein GAU ist in D-Land NICHT ausgeschlossen.
Evtl. wird der andere Gründe haben als in Japan, aber ausgeschlossen ist er nicht.
Und hier sollte man auch realistisch rankgehen, das bei uns ein Kernkraftwerk so außer kontrolle gerät wie in Japen ist wohl ausgeschlossen.
Von den über 30 Jahren alten Reaktoren mal abgesehen sollte man auch mal einen Blick auf aktuelle Reaktoren werfen wo eine Kernschmelze etc. von vornherein ausgeschlossen wird.

Mal als kleine Anmerkung zum Atommüll : Deutschland produziert im Jahr ca 500 Tonnen der gelagert werden muss. Im Gegensatz dazu fallen jedes Jahr 40000 Tonnen Giftmüll an der auch gelagert wird. Und das interessiert komischerweise keinen obwohls dort die gleichen Probleme gibt.
 
Und hier sollte man auch realistisch rankgehen, das bei uns ein Kernkraftwerk so außer kontrolle gerät wie in Japen ist wohl ausgeschlossen.
Ein Argument der Japaner, voll auf Atomkraft zu setzen, war bis vor kurzem noch: Sowas wie bei den Russen ist bei uns ja faktisch ausgeschlossen. Japanische Kraftwerke sind modern, sicher und werden ständig überwacht...

Marty
 
Ich weiß nicht, woher diese Behauptungen zum Thema Energiewende überhaupt kommen. Dass wir heute nicht einfach auf den AUS Knopf drücken können und alles auf den Wind zu setzen ist klar. Deshalb gibt es ja ein Programm, das bis 2020 laufen soll. Wer hier behauptet, das sei unrealistisch und nicht machbar: Guckt euch einfach die Entwicklungen der letzten 10 Jahre an. Was für Rechner wurden 2000 noch für unmöglich gehalten?

Ich halte dieses gehate gegen die Maßnahme an Sich einfach für mega unproduktiv. Immer nur zu meckern ist eine Tugend, die der Deutsche einfach im Blut hat. Ich bin zuversichtlich, dass die Nummer zu schaffen ist. Es muss nur jeder bei sich selber anfangen. 99% der "Aktivisten" da draußen sind einfach nur Hater. Macht einen Verbesserungsvorschlag. Ad Hoc zu sagen: Das war scheiße, bringt uns nicht weiter.

Was die Entwicklung angeht: Vergleich bitte mal die Wirkungsgrade alter Solarzellen mit denen von heute. Setz das in den zeitlichen Kontext und rechne dir einfach hoch, was in 10 Jahren los ist. Solche Sachen hier machen Hoffnung und hier sollte die Kohle in Form von Forschungssubventionen auch weiter einfließen: https://www.focus.de/panorama/video...twickeln-fliegende-windturbine_vid_39104.html
 
Ein Argument der Japaner, voll auf Atomkraft zu setzen, war bis vor kurzem noch: Sowas wie bei den Russen ist bei uns ja faktisch ausgeschlossen. Japanische Kraftwerke sind modern, sicher und werden ständig überwacht...

Dieser Unfall ist auch was anderes als bei den Russen. In Tschernobyl steckte menschliches Versagen dahinter und ein nciht ausgereiftes Reaktorkonzept. In Fukushima lag es wohl eher an gefälschten Berichten, schlechte Sicherheitstechnik und am Tsunami. Das sind Dinge die bei uns wohl eher nicht zutreffen.
Einfach mal das Reaktorkonzept von Fukushima mit dem der deutschen Kernkraftwerke vergleichen da sieht man die Mängel in Fukushima. Und man sollte auch nochmal betonen das es bis jetzt keinen Toten durch den Reaktorunfall gab und in Zukunft wird es kaum gesundheitliche Folgen haben.
 
Energiewende - Folgen, Lösungen und Probleme

Wie gut, dass gefälschte Berichte in Deutschland nicht vorkommen, und das Reaktoren grundsätzlich ohne Mängel gebaut werden...

... Obwohl, wie war das noch mit der Schweißnaht beim Druckbehälter des AKW Zwetendorf in Österreich, das man als potentielle Sollbruchstelle im Falle eines Störfalls bezeichnet? Meines Wissens stehen 4 baugleiche Meiler in Deutschland...

Und das mit den Trafobränden in Krümmel - man braucht nicht zwangsweise einen Tsunami, um ein Kraftwerk von der externen Stromversorgung zu trennen.

Und was die gesundheitlichen Folgen von Fukushima angeht - es gab keine in Windscale, keine in Harrisburg, und in der Ukraine ist man mehr und mehr der Meinung, dass es außer bei den direkt beteiligten Liquidatoren und Helfern keine Folgeschäden durch Tschernobyl gegeben habe...
 
@Photon, klar kaufen wir ab und zu auchmal Strom, aber trotz der abgeschalteten AKW-S verkaufen wir mehr als wir einkaufen.
Teilweise ist es sogar vorgekommen das wir den Strom verschenken oder freiwillig noch was drauflegen damit andere unseren Strom abnehmen.

Sicher könnten wir schon heute weitere AKW-S abschalten ohne das wir einen Blackout hätten.

Und wenn die EU irgendwann mal verbietet das mit Strom geheizt wird haben die Franzosen auch im Winter genug Strom ohne das D-Land ein Kraftwerk der Kaltreserve anwerfen muss.

@auron2008, schaue Dir mal den Stresstest der AKW-S an, KEINES ist sicher, und bei dem Stresstest durften die Betreiber die Fragebögen selber ausfüllen.
Eine Kernschmelze zu 100 Prozent auszuschliesen ist UNMÖGLICH.
Selbst neuste AKW-S erzeugen Müll der Jahrhundertelang strahlt.
Das willst Du also allen ernstes den nächsten Generationen zumuten?

Mal ganz im ernst, selbst modernste Rechner sind nicht in der Lage zu sagen wie das Wetter in der nächsten Woche ist, aber der Mensch behauptet sicherstellen zu können das irgendein Endlager in 300 Jahren noch sicher ist?

Nur so am rande, die Asse galt auch als sicher, was da heute geschieht sollte jeder wissen.

In Tschernobyl war eine Schnellabschaltung die Ursache, klar das die es als menschliches Versagen hinstellen denn die Technik macht ja keine Fehler.

Ich halte es auch nicht für unmöglich das in D-Land Berichte gefälscht werden.

Wie kommst Du auf die aussage
"Und man sollte auch nochmal betonen das es bis jetzt keinen Toten durch den Reaktorunfall gab und in Zukunft wird es kaum gesundheitliche Folgen haben"
und auf welches unglück beziehst Du diese Aussage?

@Contralicious, BRAVO, genau das ist es, die meisten wollen an Ihrem verhalten aber nichts ändern da änderungen unbequem sind.

Ich für mich selbst habe meine Energiewende umgesetzt, ich habe auf meinen Balkon verzichtet, gewinne einen Großteil meines Stromes selbst, verbrauche den aber auch selbst und habe 0,0% Subventionen dafür erhalten.

Wie gut, dass gefälschte Berichte in Deutschland nicht vorkommen, und das Reaktoren grundsätzlich ohne Mängel gebaut werden...

... Obwohl, wie war das noch mit der Schweißnaht beim Druckbehälter des AKW Zwetendorf in Österreich, das man als potentielle Sollbruchstelle im Falle eines Störfalls bezeichnet? Meines Wissens stehen 4 baugleiche Meiler in Deutschland...

zu 1, misst, Du warst schneller :(

zu 2, da hast Du recht, und noch weitere 8 Stück werden Vermisst, keiner weis wo diese verbaut worden sind.
Soviel zur Überwachung der AKW-s
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wie gut, dass gefälschte Berichte in Deutschland nicht vorkommen, und das Reaktoren grundsätzlich ohne Mängel gebaut werden...
Hat keiner gesagt oder behauptet. Ich habe nur geschrieben das die Sicherheitstechnik hier wesentlich besser ist als in Fukushima.
... Obwohl, wie war das noch mit der Schweißnaht beim Druckbehälter des AKW Zwetendorf in Österreich, das man als potentielle Sollbruchstelle im Falle eines Störfalls bezeichnet? Meines Wissens stehen 4 baugleiche Meiler in Deutschland...
So eine Sollbruchstelle hat hier einen anderen Zweck als in Haushaltsgeräten. Die dienen wohl eher dazu das einem der Reaktor nicht um die Ohren fliegt.
Und das mit den Trafobränden in Krümmel - man braucht nicht zwangsweise einen Tsunami, um ein Kraftwerk von der externen Stromversorgung zu trennen.
Als hätte ein Kernkraftwerk nur eine externe Stromversorgung. Neben den externen hat es auhc die eigene und zusätzlich noch Dieselgeneratoren. Davon mal abgesehen hat dieser Brand nix mit dem Reaktor an sich zu tun.

@Schloesser, es gab schon die Idee Nachtspeicherheizungen wieder anzuwerfen als Speicher der Sonnenenergie ^^ .

Das zu Thema Blackout Link , Link

Und eine sichere Lagerung über 500 Jahre halte ich für realitisch und für eine sichere Stromversorgung auch annehmbar. Zum Vergleich in Herfa-Neurode lagert man Müll der nie ungefährlicher wird und in Mengen die die des Atommülls deutlich übersetigen. (dieser Müll kommt z.t. auch aus der sauberen Solarbranche)

Und in Tschernobyl war eine Schnellabschaltung nicht die einzige Ursache die zu dem Unglück führte, bitte mal drüber infromieren.

Mein Satz "keine Toten .... " war auf Fukushima bezogen, in Tschernobyl sieht die Sache anders aus.
 
Energiewende - Folgen, Lösungen und Probleme

Hat keiner gesagt oder behauptet. Ich habe nur geschrieben das die Sicherheitstechnik hier wesentlich besser ist als in Fukushima.
nein, du hast geschrieben, dass die Sicherheit dort schöngeschrieben wurde. In einem Land, dass als noch höher technisiert gilt als Deutschland. Was macht Dich so sicher, dass hier die Industrie nicht ähnlich handelt?

So eine Sollbruchstelle hat hier einen anderen Zweck als in Haushaltsgeräten. Die dienen wohl eher dazu das einem der Reaktor nicht um die Ohren fliegt.
:hö: Willst du mich jetzt veralbern, oder was? Wenn ein ReaktorDRUCKbehälter den dafür ausgelegten Druck nicht aushält, dann kann man ihn auch weglassen. Falls es Dir nicht klar ist: das Ding soll verhindern, dass kein Radioaktives Material in die Umwelt kommt, WENN der Reaktor hochgeht... :wall:

Als hätte ein Kernkraftwerk nur eine externe Stromversorgung.
hatte Fukushima auch nicht...
Neben den externen hat es auhc die eigene und zusätzlich noch Dieselgeneratoren. Davon mal abgesehen hat dieser Brand nix mit dem Reaktor an sich zu tun.
Dito für Fukushima, da hat das eindringende Wasser auch nicht die Reaktoren beschädigt, sondern die Stromversorgung gekappt, die Dieselaggregate unbrauchbar gemacht und damit die Kühlpumpen außer betrieb gesetzt. In der Folge kam es zu einem Verdampfen der Wasservorräte in den Abklingbecken und in Folge dessen zu einer Knallgasexplosion. Weitere Folge war eine Partielle Kernschmelze in mehreren Reaktoren. Und das nur, weil Die primäre und sekundäre Stromversorgung außer Betrieb war.

Ich dachte, dass sei hinreichend bekannt, aber vielleicht setze ich zu viel voraus...

Und in Tschernobyl war eine Schnellabschaltung nicht die einzige Ursache die zu dem Unglück führte, bitte mal drüber infromieren.

Mein Satz "keine Toten .... " war auf Fukushima bezogen, in Tschernobyl sieht die Sache anders aus.

Ich bezog mich auf den Teil "keine gesundheitlichen Schäden". Die werden nämlich selten zugegeben, bzw. fast immer geleugnet. Aber es ist nicht bezeichnend, dass man in Japan die zulässige Strahlendosen am Arbeitsplatz per Gesetz anhebt, damit überhaupt noch jemand im Kraftwerk arbeiten darf... Die Zulässigen Strahlenwerte für Kinderspielplätze wurde übrigens auch hoch gesetzt..
 
:hö: Willst du mich jetzt veralbern, oder was? Wenn ein ReaktorDRUCKbehälter den dafür ausgelegten Druck nicht aushält, dann kann man ihn auch weglassen. Falls es Dir nicht klar ist: das Ding soll verhindern, dass kein Radioaktives Material in die Umwelt kommt, WENN der Reaktor hochgeht... :wall:
Das selbe dachte ich mir bei dir. Diese Sollbruchstelle ist halt nur für den Fall der Fälle da und daraus ein Mangel zu machen ist quark.

Dito für Fukushima, da hat das eindringende Wasser auch nicht die Reaktoren beschädigt, sondern die Stromversorgung gekappt, die Dieselaggregate unbrauchbar gemacht und damit die Kühlpumpen außer betrieb gesetzt.
Ja und wo standen die Dieselaggregate ? Die sind allesamt abgesoffen. Hier hingegen werden diese Aggregate gegen äußere Einflüsse geschützt damit eben soetwas nicht passieren kann. Als Bsp mal Grundgremmingen. -> 3 unabhängige Stromversorgungen aus dem Stromnetz und 6 Notstromaggregate

Achja, nur weil Grenzwerte nach oben gesetzt werden heißt das noch lange nciht das es gefährlich ist.
 
Achja, nur weil Grenzwerte nach oben gesetzt werden heißt das noch lange nciht das es gefährlich ist.

Dann nenn mir mal bitte einen plausiblen Grund, warum man Strahlengrenzwerte nach oben legt?
Oder warum in Japan einige Dörfer und Städte um Fukushima herum im Grunde Geisterstädte sind?

Ist bestimmt nur, weil keine Strahlung vorhanden ist...

Und wie einige doch bereits gesagt haben, ist noch nicht einmal das Kraftwerk selbst ein Problem, sondern eben auch der Strahlende Müll.

Vom Abbau des Urans mal ganz zu schweigen, das Zeug wächst auch nicht auf Bäumen.

Klar wird der Strom benötigt und klar ist auch, das Atomkraftwerke ne Menge Strom liefern können.
Das heißt aber doch nicht, das da keine Nachteile sind. Uns wird in sovielen Bereichen erzählt, alles kein Problem. Aber wenn dann mal näher hingesehen wird, stellt man fest: So problemlos ist vieles dann doch wieder nicht. Das wird dann in der Regel immer wieder heruntergespielt. Und so wie unsere Politiker (weltweit) teilweise drauf sind, solange bis es zu spät ist.

Ich würd mir von den Politikern auch mal wünschen, dass da mal ne Initiative gestartet wird um Energie und auch Ressourcen nicht mehr so zu verschwenden. Leider wird da halt auch immer so getan, als gebe es alles Endlos. Das ist leider nur einem kleinen Teil bewusst.

Da wird auf der einen Seite immer groß von Energiewende geredet, auf der anderen Seite verbrauchen wir alle immer mehr Strom. Auch in Deutschland obwohl wir doch eigentlich weniger werden. Das sollte auch zum Nachdenken anregen.

Ich hab meinen Stromverbrauch die letzten Jahre immer mehr reduziert und bin bald bei unter 1000 Kwh / pro Jahr. Und das sogar ohne Groß auf was zu verzichten.
 
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Energiewende - Folgen, Lösungen und Probleme

Das selbe dachte ich mir bei dir. Diese Sollbruchstelle ist halt nur für den Fall der Fälle da und daraus ein Mangel zu machen ist quark.

Es ist aber einer.:doh:

Nochmal in einer einfacheren Version. Ein Druckbehälter eines Aromkraftwerks macht nur Sinn, wenn er dem Druck standhält, der bei einem Störfall, oder im schlimmsten Fall eines GAU, standhält. Mit anderen Worten gibt es keinen "Fall der Fälle", indem so ein Druckgefäß versagen DÜRFTE - ergo DÜRFTE es eine Stelle, die schon bei Materialprüfungen an einem nie ans Netz gegangenen Reaktor gefunden wurden, nicht an in Betrieb befindlichen Meilern geben.

Dazu kommt, dass die Materialprüfer (vom Betreiber/Eigentümer von Zwetendorf bestellt, NICHT von Umwelt-NGOs) festgestellt haben, dass es sich um einen konstruktiven Mangel handelt, nicht um Pfusch am Bau und dass der Mangel nicht behebbar ist.

Jetzt verstanden? :wall:
 
Klar wird der Strom benötigt und klar ist auch, das Atomkraftwerke ne Menge Strom liefern können. Das heißt aber doch nicht, das da keine Nachteile sind. [...] Da wird auf der einen Seite immer von groß von Energiewende geredet, auf der anderen Seite verbrauchen wir alle immer mehr Strom. Auch in Deutschland obwohl wir doch eigentlich weniger werden. Das sollte auch zum Nachdenken anregen.
Das ist doch ein ganz normaler Prozess. Wenn sich das Elektroauto durchsetzt, wird es noch viel dramatischer.

Wir leben in einer Welt, die heute schon de facto komplett abhängig von Elektrizität ist. Da wird sogar schon davon geredet, dass wenn es morgen für die Dauer von mehreren Monaten bis Jahren keinen Strom mehr gäbe (was zum Beispiel durch einen KMA der Sonne leicht und jederzeit Wirklichkeit werden könnte), wir uns im Mittelalter wiederfinden würden. Alle Großstädte würden binnen weniger Wochen zu Geisterstädten werden, weil nichts mehr funktionieren würde. Kein Wasser (Pumpen funktionieren ja nicht mehr). Keine Medizin, kein Benzin (auch da sind Pumpen drin). Keine Heizung oder Kühlung, kein Telefon, Fernseher, Computer, Öffentlicher Nahverkehr, Licht, ... eigentlich gar nichts mehr. Elektrizität ist zu unserer Lebensader geworden, ohne die höchstens noch Menschen auf dem Land überleben können, die Selbstversorger sind und sich rechtzeitig einen Brunnen gebohrt haben. In Großstädten hingegen würde regelrecht Anarchie herrschen, kriegsähnliche Zustände bis alles an bislang gewohnter Zivilisation vorbei ist und die verbliebenden Überlebenden irgendwo zwischen Wolkenkratzern ihre Möhrchen anbauen.

Fakt ist, dass heute und in Zukunft aus meiner Sicht die (unterbrechungsfreie) Versorgung mit Elektrizität unter allen Umständen zu gewährleisten ist. Natürlich ist Atomernergie sehr risikoreich, aber im Augenblick leider die einzige Form, die den steigenden Bedarf decken kann. Gibt es irgendwann eine andere Möglichkeit (vielleicht ja Fusionskraftwerke oder Geothermie oder noch was ganz anderes), dann bin ich für die sofortige Abschaltung aller gefährlichen und umweltbelastenden Kraftwerksformen, einschließlich Öl-, Kohle- und Gaskraftwerke. Und daher denke ich, dass Atomstrom zwar sehr gefährlich und problematisch ist, wir dennoch leider im Augenblick auch noch dazu gezwungen sind, das Risiko zu tragen. Vielleicht kann man den Atommüll ja auch mal in den nächsten Vulkan schmeißen oder in Zukunft per Weltraumlift auf dem Mond bunkern.

Da las ich irgendwann in diesem Jahr, dass über Ostern erstmals die Energieversorgung komplett über Wind und Sonne hätte gedeckt werden können. Na durfte. Da liefen aber auch keine industriellen Anlagen und wegen des schönen Wetters war auch kaum jemand zuhause vor dem Fernseher oder Computer. Klar, wenn wir die Industrie vom Netz trennen und uns nur noch in die Sonne legen, dann können die paar Windmühlen und Solarzellchen unsere Kühlschränke und Energiesparlämpchen ausreichend mit Strom versorgen. Und ich schule dann schonmal um, denn so ein Computer braucht leider bis dato noch immer... Strom. :)
 
Wir leben in einer Welt, die heute schon de facto komplett abhängig von Elektrizität ist.
Um so wichtiger, alternative Formen der Energieproduktion zu etablieren.

Elektrizität ist zu unserer Lebensader geworden,
Um so wichtiger, dezentrale Stätten der Energieproduktion zu etablieren.

Fakt ist, dass heute und in Zukunft aus meiner Sicht die (unterbrechungsfreie) Versorgung mit Elektrizität unter allen Umständen zu gewährleisten ist. Natürlich ist Atomernergie sehr risikoreich, aber im Augenblick leider die einzige Form, die den steigenden Bedarf decken kann.
Im Augenblick nutzen wir ja auch noch Atomenergie. Der Ausstieg ist in knapp einem Jahrzehnt geplant. Eigentlich noch genügend Zeit, aber dann darf die Regierung nicht mehr zu planlos bei der Energiewende agieren wie in den letzten 10 Jahren.

Da las ich irgendwann in diesem Jahr, dass über Ostern erstmals die Energieversorgung komplett über Wind und Sonne hätte gedeckt werden können. Na durfte. Da liefen aber auch keine industriellen Anlagen und wegen des schönen Wetters war auch kaum jemand zuhause vor dem Fernseher oder Computer.
Du meinst ernsthaft, dass die Industrie - gerade die Industrie, die einen sehr hohen Stromverbrauch hat - an Feiertagen und Wochenenden die Produktion einstellt und damit der Stromverbrauch drastisch reduziert wird!?

Übrigens, Ostern schneite es in vielen Teilen Deutschlands. :mrgreen:
 
Um so wichtiger, alternative Formen der Energieproduktion zu etablieren.
Um so wichtiger, dezentrale Stätten der Energieproduktion zu etablieren.
Natürlich. Bin ich auch voll und ganz dafür. Bin auch dafür, dass jeder Dörfler sich statt Schindeln lieber Solarzellen auf das Dach packen sollte. Da haben sie Warmwasser und Strom für lau. Tolle Sache. Und in Kleinstädten könnten Windkrafträder im nahen Umland zusätzlichen Strom erzeugen.

Anders sieht es in der Stadt aus. Hier ist die Luft ohnehin schon schlecht (trotz Nichtrauchergesetze allenthalben :D ). Also ich kann sehr gern darauf verzichten, quer rüber noch das bezaubernde Bouquet eines Kohle- oder Ölkraftwerkes zu haben. Ich möchte auch keine Kinder mit 2 Köpfen haben, also kann ich auch gut auf ein Atomkraftwerk verzichten. Und Gaskraftwerke sind auch nicht das, was man unter einer schönen Nachbarschaft versteht. Solarzellen und Windräder auf Hochhäusern und Wolkenkratzern sind wohl nett anzuschauen und vielleicht auch ganz gut dafür geeignet, dass sich irgendein unbedeutender Politiker in puncto Umweltengagement profilieren kann - aber der Nutzen dürfte gegen Null gehen.

Noch schlimmer bei der Industrie und dem Gewerbe. Klar kann man eine Currywurstbude auch mit einem einzigen Dieselgenerator betreiben. Obwohl - dann quietschen gleich wieder diejenigen, die sich ob des CO²-Gehalts der ohnehin schon beschissenen Luft sorgen. Aber größere Betriebe, Werkhallen, IT-Unternehmen und so weiter lassen sich damit wohl kaum noch betreiben. Der öffentliche Nahverkehr dürfte wohl schon erstmal gar nicht mit ein paar Solarzellen auf dem Dach der Straßenbahnen zu stemmen sein. Und Pferde, die Untertage die U-Bahnen ziehen, würden die Tierschützer Sturm laufen lassen.

Eben weil vor allem Großstädte einen riesigen Energiehunger haben, kann man eben derzeit nicht alles mit "alternativen Energien" stemmen. Und ob es in 10 Jahren geht, wird man sehen. Leider habe ich nicht mehr die genaue Zahl im Kopf, wieviele Windräder man braucht, um 1 Atomkraftwerk zu ersetzen. Aber es waren etliche. Solarzellen sind toll, aber wo die stehen, kann man auch kein Essen mehr anbauen. Also alles rund um Großstädte mit Windrädern und Solarzellen zuzupflastern wird nicht die Lösung sein können. Vielleicht kann man ja den örtlichen Baggersee noch aufstauen...

Du meinst ernsthaft, dass die Industrie - gerade die Industrie, die einen sehr hohen Stromverbrauch hat - an Feiertagen und Wochenenden die Produktion einstellt und damit der Stromverbrauch drastisch reduziert wird!?
Ja, das denke ich schon. Sicherlich wird in einigen Betrieben die Produktion nicht still stehen, aber an Feiertagen bei schönem Wetter (übrigens hatten wir in Berlin schönes Wetter) wird wohl deutlich weniger Strom verbraucht werden, als an einem ganz normalen Arbeitstag. Es geht ja nicht darum, dass in Krankenhäusern alle vor den Feiertagen wieder schlagartig gesund werden und vollautomatisierte Arbeitsstraßen stehen bleiben. Aber Schon wenn in den allermeisten Büros die Lichter und Computer aus bleiben, viele Firmen eben nicht arbeiten und viele Privathaushalte unterwegs sind, wird das schon ein spürbarer Minderverbrauch sein.

Der beste Beweis ist doch, dass man sich freute, dass man über Ostern den Energiebedarf nur aus "erneuerbaren Energien" decken hätte decken können, was ja sonst undenkbar ist.