Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Bundesregierung verschenkt Strom an andere Länder

Folgende News wurde am 11.01.2013 um 21:50:00 Uhr veröffentlicht:
Bundesregierung verschenkt Strom an andere Länder
Shortnews

Die deutsche Bundesregierung muss Strom ins Ausland verschenken, um das Stromnetz zu schützen. Denn durch den massiven Ausbau der Solar- und Windenergie wird Deutschland zu einem Stromexporteur. Das deutsche Stromnetz kann den ganzen erzeugten Strom gar nicht mehr aufnehmen. Denn um das Netz zu schützen, muss man den Überschuss verschenken, damit man einen Zusammenbruch verbeugt. Wenn Deutschland die abgeschalteten acht Atomkraftwerke noch hätte, wäre die Situation sogar noch drastischer.
 
Ja Ja, Die Bundesregierung der Quell der reinen Wahrheit

und dieses Jahr rennen alle Schäfchen wieder brav zur Wahl
 
Ja Ja, Die Bundesregierung der Quell der reinen Wahrheit

und dieses Jahr rennen alle Schäfchen wieder brav zur Wahl

Zur Wahl zu gehen und ein gültiges kreuz zu machen halte ich für unabdingbar, ich würde mir wünschen wenn das alle täten.

Zum Thema:
Fakt ist das wir uns locker weitere AKW-Abschaltungen leisten könnten, selbst dann würde bei uns das Licht nicht ausgehen
 
Und wieviel kwh wurden verschenkt? Wie ergeht das anderen Ländern (Deutschland importiert ja auch einiges an Strom)?

Denn durch den massiven Ausbau der Solar- und Windenergie wird Deutschland zu einem Stromexporteur.
An diesem Satz erkennt man ganz gut die "Färbung" des Artikels. Deutschland ist seit einem Jahrzehnt Stromexporteur, und das nicht zu wenig.

Zum Thema:
Fakt ist das wir uns locker weitere AKW-Abschaltungen leisten könnten, selbst dann würde bei uns das Licht nicht ausgehen
Laut BLÖD, die sich auf Zahlen des BDEW beruft, betrug der Stromexport 2012 23 Milliarden. Das ist deutlich weniger als die Hälfte der letzten Jahre. Wieviel importiert wurde, weiß ich aber nicht (2011 45 Mrd kwh). Keine Ahnung, ob wir uns "locker weitere AKW-Abschaltungen leisten könnten", wobei die Lichter sicherlich nicht ausgehen würden.
 
Der BLÖD würde ich genauso wenig Vertrauen wie EON und Co., von denen ja zum Teil die Zahlen kommen, und die noch vor ein paar Monaten prophezeit haben, das uns im Winter der Saft ausgeht. Im übrigen war mir (und dem Großteil meines Umkreises) das Ausmaß an Strom der exportiert wird nicht bekannt, obwohl ich sonst über solchen Themen gut informiert werden.

Anyway, wir sind dieses Jahr (ja, leider erst dieses Jahr -.-) von EON zu einem regionalen Ökostromanbieter gewechselt, und sparen trotz EEG-Umlage immernoch knapp 400€ im Jahr :) Wäre nur schön wenn das Geld auch wirklich in den Ausbau unserer Netze fließen würde...
 
Energiewende? Läuft:

Das deutsche Stromnetz läuft über oder auch
Energiewende: Zu viel Strom in Deutschland

Hachja... Bin ja mal gespannt, was im Sommer los ist, wenn alle Solaranlagen in Betrieb sind (natürlich nur stundenweise... Wo kämen wir denn hin, wenn man hunderte von Milliarden für eine ständig verfügbare Energiequelle invetieren würde?!) und damit das Stromnetz zusammenkracht...

Wie man da schon lesen kann: Alleine letztes Jahr durfte Deutschland schon am 15 Tagen zu negativen Preisen "exportieren"... Wie gut, dass dieses Jahr wieder soviele Solaranlagen wie noch nie ans Netz gingen... :) Und dieser Schwachsinn (oh, die Erneuerbaren sind sooo super... Es wird soviel Strom exportiert wie noch nie zuvor) dient GrünInnen auch noch als Argument... ^^
 
"Wie hoch der Anteil geplanter und unerwünschter „Exporte“ am Übertragungssaldo ist, könne man nicht sagen, heißt es beim BDEW." - Aber wer will, kann natürlich den erneuerbaren Energien die Schuld geben. :mrgreen:

Muss meinen Kommentar von vorhin zurücknehmen. Die 23 Milliarden sind der Exportüberschuss, nicht die Exportmenge. Ich bezweifle, dass dieser hauptsächlich mit Schwankungen bei Wind-/Solarenergie zusammenhängt. Sprich auf das ein oder andere AKW oder (neue) Braunkohlekraftwerk kann man vermutlich verzichten.

Wie man da schon lesen kann: Alleine letztes Jahr durfte Deutschland schon am 15 Tagen zu negativen Preisen "exportieren"...
Du kennst dich da sicherlich aus: Warum kann man an solchen Tagen nicht klassische Energieerzeuger drosseln?
 
Du kennst dich da sicherlich aus: Warum kann man an solchen Tagen nicht klassische Energieerzeuger drosseln?

Da du keine Antwort von phip erwarten kannst, antworte ich mal - weil es (für die Betreiber) zu teuer zu wenig gewinnträchtig ist, bei Kohle- oder Atomkraftwerken auf die Bremse zu treten. Diese Sorte von Kraftwerken ist eben NICHT so flexibel, wie immer postuliert wird. Deshalb wird der Netzausbau auch deutlich überdimensioniert geplant und ausgeführt - damit alte, abgeschriebene Kraftwerke auch an Tagen, an denen Wind- und Sonnenkraftwerke auf Volllast laufen können, munter weiter ebenfalls Volllast laufen können und der Strom einfacher exportiert werden kann. Um den Strom im Binnen-Netz von Nord nach Süd zu bekommen, könnte der Netzausbau auch deutlich kleiner ausfallen - Dazu müssten die Konzerne aber bereit sein, z.B. bei Sturm auf der Nordsee oder 13 Sonnenstunden im Süden mal den einen oder anderen Kohlekessel vom Netz zu nehmen.
 
Du kennst dich da sicherlich aus: Warum kann man an solchen Tagen nicht klassische Energieerzeuger drosseln?

Macht man doch... Aber da Gaskraftwerke dadurch ihren Kostenvorteil verlieren wird eben vermehrt auf die billigere Kohle zurückgegriffen... Das heißt die Energiewende führt auch dazu, dass mehr Kohle verstromt wird und Gaskraftwerke weniger lukrativ sind... Ergo: Mehr Erneuerbare --> mehr CO2, da mehr Kohlestrom... und das auch noch für mehr Geld...

Die Artikel zu lesen wäre auch hilfreich... Die Zeit ist ja normalerweise extrem grün, aber selbst deren Autoren akzeptieren die Realität.
 
Macht man doch... Aber da Gaskraftwerke dadurch ihren Kostenvorteil verlieren wird eben vermehrt auf die billigere Kohle zurückgegriffen...
Sprich es stehen in diesem Fall finanzielle Interessen im Weg. Oder anders formuliert: "Technisch" sind wir bei der Energiewende - sprich weniger AKWs / Kohlekraftwerke - schon weiter, aus wirtschaftlichen Interessen gibt es immer noch Hürden/Bremsen, die dann zu solch absurden Situationen führen, dass wir Strom "verschenken".
 
Und wieviel kwh wurden verschenkt? Wie ergeht das anderen Ländern (Deutschland importiert ja auch einiges an Strom)?
verschenkt ist ja nicht ganz richtig, D-Land hat noch dafür bezahlt das wir den Strom "verschenken" durften.
Klar, wir importieren auch Strom, aber unterm Strich ( den Import vom Export bereits abgezogen) haben wir Strom "verschenkt" der der Leistung von 2 Akw-s endspricht.

"In den ersten drei Quartalen 2012 flossen im Saldo 12,3 Terawattstunden Elektrizität über die Grenzen. Das entspricht der Leistung von zwei Großkraftwerken, die in dieser Zeit permanent Strom liefern."
Quelle= Spiegel.de

Ergänzung:
Ergänzung:
Am 1. Weihnachtsfeiertag "verschenkten" wir den Strom und legten für jede KWh ( wenn auch nur kurzfristig )noch 22 Cent obendrauf.

Leider geht bei mir die Seite der faz und nnp nicht auf, zumindenst in der Printausgabe vom Freitag bei der nnp standen genaue Zahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, ich bin bereit, jederzeit eine geschenkte kWh abzunehmen, selbst ohne dass D dabei draufzahlt. DAnn läuft die Waschmaschine/Spülmaschine/Wasserkocher/Eismaschine/Ladegerät/... eben einmal außer der Reihe. Aber verschenkt wird ja nur an die "GROSSEN", leider.
 
EinGrund ist, das es Subventionen und Steuervergünstigungen für die Industrie gibt und notwendige Investitionen größtenteils auch noch von den Steuerzahlern bezahlt werden müssen und nicht aus dem Gewinn der entsprechenden Energiekonzerne.
 
aber unterm Strich ( den Import vom Export bereits abgezogen) haben wir Strom "verschenkt" der der Leistung von 2 Akw-s endspricht.
Es wurde Strom, die einer Menge von zwei Großkraftwerken entspricht, exportiert, nicht verschenkt. Die Menge, die tatsächlich verschenkt wurde, wird in der Meldung gar nicht genannt. [Infokasten: Es kam an 15 Tagen zwischenzeitlich zu negativen Strompreisen]

EinGrund ist, das es Subventionen und Steuervergünstigungen für die Industrie gibt und notwendige Investitionen größtenteils auch noch von den Steuerzahlern bezahlt werden müssen und nicht aus dem Gewinn der entsprechenden Energiekonzerne.
Aufgrund von Investitionen stehen RWE und eON jeweils mit 30+ Mrd. in der Kreide. Ein großer Teil der Gewinne fließt (neben weiteren Investitionen) in den Schuldenabbau und die Dividende.
 
Es wurde Strom, die einer Menge von zwei Großkraftwerken entspricht, exportiert, nicht verschenkt. Die Menge, die tatsächlich verschenkt wurde, wird in der Meldung gar nicht genannt. [Infokasten: Es kam an 15 Tagen zwischenzeitlich zu negativen Strompreisen]
Die menge die "verschenkt" wurde stand bei der NNP, leider bekomme ich diese Seite nicht auf

https://www.fnp.de/nnp/leserservice/archiv/index.htm


Und Exportiert wurde noch viel mehr, was sich auf die 2 Kraftwerke bezieht ist die menge die wir MEHR ex als Importiert hatten.

Ergänzung

Am 1. Weihnachtsfeiertag wurden um 4 Uhr für die Stromabnahme 220 Euro pro Megawattstunde gezahlt, damit der zu viel produzierte Strom abgenommen wurde. Bis zu 9200 Megawatt wurden in das Ausland transportiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da frag ich mich dann doch: Warum müssen immer noch Dörfer weichen, Autobahnen verlegt werden etc., damit RWE weiter Kohle abbaggern kann und neue Kohlekraftwerke bauen kann, die völlig unflexibel sind?

Marty