Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Technologie verlangt ein nicht kleines Maß an Risiko-Bereitschaft, und die hat die Strombranche zu großen Teilen nicht gezeigt, sondern lieber den einfachen Profit mit alten Kernkraftanlagen abgeschöpft!

Die ursprünglich von Rot-Grün beschlossene und von der Bevölkerung soweit akzeptierte Deadline lag bei 2021. Eigentlich genug Zeit sein Kraftwerksportfolio langsam zu modernisieren, wenn man nicht vor der Halbzeit noch 12 Jahre dranhängt, kurz danach die Hälfte stilllegt und unmittelbar die ultimative Lösung erwartet. Der spannende Sprint abseits von einigen Know-How- und Imageprojekten wäre doch (egal nach welchem Plan) erst noch gekommen.

Für optimale Ergebnisse war der Vorlauf bislang imo zu gering.
 
Für optimale Ergebnisse war der Vorlauf bislang imo zu gering.
Das ist korrekt, für das RWE können wir aber festhalten, dass dort bislang auch nichts passiert ist, das man 10 Jahre überhaupt nichts unternommen hat. Man hätte in den 10 Jahren ja zumindest schon mal anfangen können.

Marty
 
Es geht in dieser Branche wohl hauptsächlich darum die bestehenden Techniken weiterzuentwickeln (u.a. damit sie wirtschaftlich werden), bzw. weitere zu entdecken.
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Bei der Stimmung in Deutschland hätte ich auch keinen Bock gehabt das Risiko auf sich zu nehmen in neue AKWs bzw. neue Atomkrafttechnik zu investieren, wenn man nie weiß, wann sich politisch gegen diese Technik entschieden wird.
 
Das ist korrekt, für das RWE können wir aber festhalten, dass dort bislang auch nichts passiert ist, das man 10 Jahre überhaupt nichts unternommen hat. Man hätte in den 10 Jahren ja zumindest schon mal anfangen können.

Hmm, ich weiß nicht wie das vor 2008 aussah, aber die RWE Innogy sieht mir nicht nach völliger Tatenlosigkeit aus. An dem Unternehmensziel ~1/3 Erneuerbare, ~1/3 Gas, ~1/3 Kohle bis 2025 hab ich jedenfalls nichts auszusetzen. Außer vielleicht unter 10% Atom. ;)
 
Naja, es gab eine Selbstverpflichtung :)lol:),
Gibt es eigentlich eine Selbsterpflichtung, die erfüllt wurde?

@aessit: Das Problem mit der RWE Innogy ist, dass die a) nur ein winziger Teil von RWE sind und b) das - verstädnlich - im XXL-Maßstab realisieren wollen, um weiterhin ein Monopol zu stellen.

Das Monopol eines Konzerns ist niemals gut, darin sind wir uns ja wohl einig, oder?
 
@aessit: Das Problem mit der RWE Innogy ist, dass die a) nur ein winziger Teil von RWE sind
Das wäre nur dann ein Problem, wenn wir 2020 hätten. Heute ist es keins. Darauf will ich doch hinaus.
und b) das - verstädnlich - im XXL-Maßstab realisieren wollen, um weiterhin ein Monopol zu stellen.

Bitte kommt endlich ausm Quark und investiert ganz viel, aber wehe zu viel?
Mal davon abgesehen ist unter den europäischen Top 5 sein zu wollen kein Monopolanspruch. Und selbst wenn: Es gibt echt schlimmeres als einen Energiekonzern der mehr grünen Strom produziert als alle anderen. :LOL:
 
Bei der Stimmung in Deutschland hätte ich auch keinen Bock gehabt das Risiko auf sich zu nehmen in neue AKWs bzw. neue Atomkrafttechnik zu investieren, wenn man nie weiß, wann sich politisch gegen diese Technik entschieden wird.

AKWs waren zu dem Zeitpunkt doch schon durch. Die Multis haben auf Merkel gepokert, und jetzt haben sie verloren...
 
Bei der Stimmung in Deutschland hätte ich auch keinen Bock gehabt das Risiko auf sich zu nehmen in neue AKWs bzw. neue Atomkrafttechnik zu investieren, wenn man nie weiß, wann sich politisch gegen diese Technik entschieden wird.

Auf unternehmerisches Risiko haben die meisten Großkonzerne keinen Bock mehr, wie es scheint. Deswegen ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, dass der regenerative Energiemarkt eher dezentral funktioniert.
 
Auf unternehmerisches Risiko haben die meisten Großkonzerne keinen Bock mehr, wie es scheint. Deswegen ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, dass der regenerative Energiemarkt eher dezentral funktioniert.

Und da gibt es dann ein höheres Risiko? Dabei hätte ich gedacht, dass die ganzen Subventionen relativ sicher über Jahre hinweg an die Hausbesitzer mit Solaranlagen fließen... Dezentral? Aber nur, weil zentral (vom Staat) gefördert wird...
 
Und da gibt es dann ein höheres Risiko? Dabei hätte ich gedacht, dass die ganzen Subventionen relativ sicher über Jahre hinweg an die Hausbesitzer mit Solaranlagen fließen... Dezentral? Aber nur, weil zentral (vom Staat) gefördert wird...

Die regenerativen Energien werden sicher nicht stärker subventioniert als die Atomenergie, wenn man Anfangshilfen, Entsorgung und Haftungsfreistellung berücksichtigt.

Für den Aufbau einer funktionierenden Energieinfrastruktur Subventionen zu bewilligen erscheint mir auch einigermaßen sinnvoll, wenn man sich ansieht, was der Steuerzahler sonst noch so alles (mit)finanziert.
 
Tja... Wenn man aber Strom nach Österreich exportiert und den Österreichern Geld dafür geben muss, dass sie diesen abnehmen ist das gar nicht so gut... Diese ganze Statistik ist eben nicht mal als Klopapier zu verwenden. Auswirkungen auf den Strompreis wird der Atomausstieg schon noch haben... Aber eben erst mittelfristig.
 
Tja... Wenn man aber Strom nach Österreich exportiert und den Österreichern Geld dafür geben muss, dass sie diesen abnehmen ist das gar nicht so gut... Diese ganze Statistik ist eben nicht mal als Klopapier zu verwenden. Auswirkungen auf den Strompreis wird der Atomausstieg schon noch haben... Aber eben erst mittelfristig.

Denkst Du ab und an mal drüber nach, was Du da von Dir gibst? Die ganze Zeit wird von Atomliebhabern wie Dir behauptet, Deutschland müsse Strom importieren, wenn die AKW abgeschaltet werden. Nun werden da Zahlen präsentiert, die besagen, daß Deutschland auch nach Abschaltung von gut der Hälfte aller Reaktoren immer noch Stromexporteur ist und Du behauptest, man hätte den Österreichern Geld dafür gegeben, daß sie Strom abnehmen?

Selbst wenn Du mit dieser idiotischen Behauptung recht haben würdest, würde das in keinster Weise im Widerspruch zur Behauptung, daß Deutschland auch ohne die Altmeiler noch Strom im Überfluß hat, stehen. Im Gegenteil, wenn wir gar so viel Strom hätten, daß wir den Österreichern auch noch Geld dafür geben müßten, ihn uns abzunehmen, dann würde das ja zwingend nahelegen, eben um so weniger Strom zu produzieren, damit man nicht mehr die "Schmiergelder" nach Österreich zahlen muß, mithin das nächste AKW noch früher als geplant abschalten.

Ich persönlich halte die wenigsten Deiner Posts für intelligent in irgendeinem Sinne, aber das ist ja schon fast krankhaft.
 
Lass es - phip wurde schon x-mal erklärt, das Deutschland netto Stromexporteur ist - er WILL die Europäische Strombörse einfach nicht verstehen...:roll:
 
Man sollte immernoch bedenken das es in den letzten Wochen sehr viel Wind gab, es immernoch warm ist und das es auch Artikel wie dem dort oben gibt die genau das gleiche für Stromimporte aussagen. (deswegen geh ich nich drauf ein)
Das Kraftwerke aus fossilen Energieträgern mehr leisten müssen is auch klar. Die Frage ist nur was besser ist, verpestete Luft (radioaktive Stoffe, Quecksilber,Treibhausgase etc) oder Abfälle aus AkW's (langlebige radionukleide).
Meine persönliche Meinung ist wie immer das zweite, weil ich da eher eine Chance sehe dieses Problem zu lösen ^^
 
Wenn ich in der Erdbeerenzeit 10 Tonnen Erdbeeren verkaufe und im Winter 5 Tonnen importiere... Dann bin ich zwar Netto-Erdbeeren-Exporteuer... Nur bleibt eben ein fettes Minus in der Kasse...