Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Zum Teil sicherlich. Ohne die Umlage hätte niemand in diese Technologie investiert. Ohne Investition hätte kaum eine Firma Forschung betrieben auf dem Gebiet. Der technische Fortschritt ist normalerweise teilweise abhängig vom Markt.

Stimmt ohne Umlage hätten es die wenigsten gemacht und würden es heute auch nicht tun weil es sich ohne Umlage nur in den wenigsten Fällen lohnt. Man könnte die EEG Umlage auch einfach mit allen anderen Subventionen (für jede Energieerzeugung) streichen und schon würde sich die günstigste durchsetzen. Problem bietet hier die Kernkraft, welches Unternehmen wird sich entscheiden ein AKW zu bauen wenn es sich über die Laufzeit nicht sicher sein kann ? Es fehlt da einfach an Sicherheiten durch solche Schnellschüsse wie nach Fukushima.

Spielt das eine Rolle beim Energieverbrauch? Ein Wärmepumpentrockner kostet auch drei mal so viel wie ein Kondenstrockner. Wenn man jetzt aber Energie sparen möchte, dann geht da kein Weg dran vorbei. Möchte man Geld sparen, dann lässt man es.
Und deine genannte CPU : über 250 Euro bei Amazon, mein Phenom X6 hab ich für unter 100 Euro bekommen, das Mainboard war nur 30 Euro. Ka wie teuer Intel Mainboards sind aber schon so hab ich 120 Euro eingespart. Dauert ne Weile bis ich die Differenz an Strom verbraucht habe.
 
Man könnte die EEG Umlage auch einfach mit allen anderen Subventionen (für jede Energieerzeugung) streichen und schon würde sich die günstigste durchsetzen.
Super Idee. Da würden sich die Leute im Rheinland freuen, wenn man sie nicht mehr umsiedelt, weil unter ihnen die subventionierte Kohle liegt.

Problem bietet hier die Kernkraft, welches Unternehmen wird sich entscheiden ein AKW zu bauen wenn es sich über die Laufzeit nicht sicher sein kann ? Es fehlt da einfach an Sicherheiten durch solche Schnellschüsse wie nach Fukushima.
Die hätten erstmal das Problem, eine "Gau-Versicherung" zu bekommen, danach würden sie feststellen, dass jeder Betrieb eines AKW mehr als unrentabel ist.

Und deine genannte CPU : über 250 Euro bei Amazon, mein Phenom X6 hab ich für unter 100 Euro bekommen, das Mainboard war nur 30 Euro.
Hattest Du nicht von "Preis/Leistung" gesprochen? Welche Leistung bringt denn ein Single-Core X6 im Vergleich zu einem i4770T? Einen Bruchteil? Bei dreifacher Energieaufnahme, wenn die 95 Watt für den AMD stimmen. Und 60 Watt Differenz an einem Arbeits-PC, der 8 Stunden oder mehr pro Tag läuft? Simple Rechnung, wann sich das lohnt.

Aber zum Vergleich zu deiner CPU, wäre dann auch eher ein i3-4130 vergleichbar, mit 94 Euro und 54 Watt... und immer noch dualcore mit 3,4 Ghz.

Marty
 
Energiewende - Folgen, Lösungen und Probleme

Die hätten erstmal das Problem, eine "Gau-Versicherung" zu bekommen, danach würden sie feststellen, dass jeder Betrieb eines AKW mehr als unrentabel ist.


Ganz zu schweigen von einem Bauplatz. Denn selbst Kernkraft-Befürworter werden sich damit schwertun, in einem 30km-Radius um einen neuen Kessel wohnen zu müssen... ;)
 
Folgen der Energiewende : erste Abwanderungen , Strompreis . Japan

Auch sehr interessant, ein Land in dem ein Kernschmelzeunfall stattgefunden hat : AKW Japan . Mal zum Vergleich, die Sicherheitseinrichtungen die in japanischen Kernkraftwerken erst jetzt nachgerüstet werden/wurden sind bei uns seit Tschernobyl pflicht.

Was auch recht interessant ist : 8mS/a , der ungefährliche Grenzwert für Mitarbeiter im nuklearen Bereich in Deutschland liegt deutlich höher.
 
Zitat aus dem ersten Beitrag: "Hauptkostentreiber bei der Energie in Thüringen wie insgesamt in den neuen Bundesländern sind die hohen Netznutzungsentgelte"...

Und das Japan ein Problem hat, dürfte klar sein. Wer 50 Jahre nur Atomkraft nutzt und keine Alternativen ausarbeitet und dann von heute auf morgen alles abschaltet, um seinen Strom mit alten Ölkraftwerken herzustellen, der hat ein Problem. Aber sicher nicht mit erneuerbaren Energien, die nutzt Japan doch als Kompensation gar nicht.

Marty
 
Und das Japan ein Problem hat, dürfte klar sein. Wer 50 Jahre nur Atomkraft nutzt und keine Alternativen ausarbeitet und dann von heute auf morgen alles abschaltet, um seinen Strom mit alten Ölkraftwerken herzustellen, der hat ein Problem. Aber sicher nicht mit erneuerbaren Energien, die nutzt Japan doch als Kompensation gar nicht.

Mir ging es eher um den Vergleich Deutschland und Japan. Nach Fukushima hat Deutschland ganz panisch einige AKW stillgelegt (was nicht rechtmäßig war) und in Japan sind sogar neue geplant obwohl die am meisten betroffen sind. Außerdem wird ja immer gemeint das es in Japan auch ohne AKW geht weil fast alle Reaktoren nicht laufen, der Preis ist dabei immer nebensächlich und wird nie genannt.
 
Nach Fukushima hat Deutschland ganz panisch einige AKW stillgelegt (was nicht rechtmäßig war) und in Japan sind sogar neue geplant obwohl die am meisten betroffen sind.
Und Du willst jetzt damit den Beweis anführen, dass Japaner anscheinend nicht lernfähig sind und denselben Fehler mehrmals begehen, bevor sie schlau werden?

OK, das ist Dir für den Punkt gelungen, wir Deutschen haben nur zwei grosse GAUs benötigt, um zu lernen.

Marty
 
Und Du willst jetzt damit den Beweis anführen, dass Japaner anscheinend nicht lernfähig sind und denselben Fehler mehrmals begehen, bevor sie schlau werden?

OK, das ist Dir für den Punkt gelungen, wir Deutschen haben nur zwei grosse GAUs benötigt, um zu lernen.
Nein, wir deutschen haben aus einem Gau soviel gelernt um einen Kernschmelzeunfall auf die unmittelbare Umgebung zu beschränken. Hätten die Japaner genauso gehandelt wäre es in diesem Ausmaß nicht gekommen. Die Japaner sind auch lernfähig. In den 3 Jahren Stillstand haben die mit Sicherheit nicht nur Däumchen gedreht sondern ihre Reaktoren aufgerüstet und haben die Sicherheitsstandards erhöht.
 
In den 3 Jahren Stillstand haben die mit Sicherheit nicht nur Däumchen gedreht sondern ihre Reaktoren aufgerüstet und haben die Sicherheitsstandards erhöht.
Das ist ne Menge vorgeschossenes Vertrauen. Denkbar wäre auch, dass man unter dem wirtschaftlichen Druck auch wieder bereit ist eventuelle Risiken zu ignorieren und herunterzuspielen. Hier geht es schließlich um jede Menge Geld für alte Machtstrukturen.
 
Das ist ne Menge vorgeschossenes Vertrauen. Denkbar wäre auch, dass man unter dem wirtschaftlichen Druck auch wieder bereit ist eventuelle Risiken zu ignorieren und herunterzuspielen. Hier geht es schließlich um jede Menge Geld für alte Machtstrukturen.

Damit hast du wohl (leider) recht und man kann nur hoffen das diesmal vermehrt auf Sicherheit geachtet wird. Davon bin ich im übrigen überzeugt sonst hätte man sofort fast alle AKWs wieder ans Netz nehmen können.
 
Die Japaner sind auch lernfähig. In den 3 Jahren Stillstand haben die mit Sicherheit nicht nur Däumchen gedreht sondern ihre Reaktoren aufgerüstet und haben die Sicherheitsstandards erhöht.
Das wird es sein... Sie bekommen es auf der einen Seite nicht ansatzweise geregelt, einen GAU zu managen, sind aber in der Forschung so weit, absolut sichere AKWs zu bauen...

Wenn sie so weit wären, dann hätten sie mit Sicherheit doch auch mal daran geforscht, wie man hochgradig verstrahltes Kühlwasser auffängt. Oder Beton wasserundurchlässig macht. Oder Mitarbeiter davon abhält, einfach Kühlwasserrohre abzuschrauben... Oder einen Plan, wie und wann Fukushima mal gesichert ist.

Tepco ist nicht mal in der Lage, den derzeitigen Stand in Fukushima zu stemmen, geschweige denn, die geschätzten Mrd.Kosten zu tragen, aber neue AKWs, die absolut sicher sein sollen, das können sie auf einmal?

Marty
 
Jedes vierte Atommüllfass im AKW Brunsbüttel rostig

Folgende News wurde am 19.02.2014 um 14:22:44 Uhr veröffentlicht:
Jedes vierte Atommüllfass im AKW Brunsbüttel rostig
Top-Themen

Kiel (dpa) - Rost zerfrisst zahlreiche Atommüllfässer im schleswig-holsteinischen AKW Brunsbüttel. Eine Kamera-Inspektion eines der Lagerräume ergibt: 18 von 70 Fässern sind korrodiert. Laut Landesumweltminister besteht für Mitarbeiter und Bevölkerung aber keine Gefahr.
Das gab Umweltminister Robert Habeck (Grüne) nach Abschluss von Untersuchungen in einer der sechs sogenannten Kavernen bekannt. Die Korrosion sei teils so stark, dass die Fasswand durchdrungen sei. Trotz teils sehr hoher Strahlung innerhalb der Betonkeller direkt an Rostfässern bestehe für Mitarbeiter des AKW und die Bevölkerung aber keine Gefahr, versicherte Habeck: «Die Kavernen sind sicher.» Nach draußen dringt Experten des Ministeriums zufolge nur sehr wenig Strahlung.
In Brunsbüttel lagern in sechs unterirdischen, wegen der Enge nicht begehbaren Betondepots insgesamt 631 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen - Filterharze, Verdampferkonzentrate und Mischabfälle aus dem Reaktorbetrieb; davon 70 in der nun untersuchten Kammer.
«Wir rechnen damit, dass es auch beim Öffnen der anderen Kavernen zu Problemen kommen kann», sagte Habeck. An einzelnen Fässern in der Kaverne sei eine Strahlung bis zu 600 Millisievert pro Stunde gemessen worden. Zum Vergleich: Ein Arbeiter im AKW darf bis zu 20 Millisievert im Jahr ausgesetzt sein. Experten des Ministeriums betonten, bereits ein, zwei Meter oberhalb der geöffneten Kaverne sei nur noch eine Strahlung von ein bis zwei Mikrosievert festgestellt worden - ein Mikrosievert ist ein tausendstel Millisievert. Die Kavernen seien mit 110 Zentimeter dicken Betondeckeln geschützt.
Der weitere Fahrplan: Zunächst sollen drei weitere Kavernen voraussichtlich bis Oktober 2014 mit der Kamera inspiziert werden. Die Bergung der Fässer aus diesen vier Depots soll 2015 beginnen. Vorgesehen ist ein Umfüllen in gusseiserne Container mit 16 Zentimeter dicken Stahlwänden. Mit einer neu entwickelten Bergungseinrichtung will Vattenfall die Fässer anheben, mit einem Übersack sichern und in ein Überfass stellen oder in einer Umsauganlage entleeren lassen.
Mit besonderen Problemen rechnen die Experten der Atomaufsicht für die zwei dann noch zu leerenden Kavernen. Die Fässer dort seien mit teils stärker radioaktivem Material befüllt. Es sei bei der Öffnung und Inspektion mit «erheblicher Strahlenexposition für das beteiligte Personal» zu rechnen.
Die jetzt rostenden Müllfässer waren ursprünglich nur für wenige Jahre Lagerung gedacht, liegen aber jetzt bereits mehr als 30 Jahre in Brunsbüttel. «Die Fässer sollten ursprünglich bereits Mitte der 90er Jahre in das bundesweite Endlager für schwach- und mittelaktive Abfälle Schacht Konrad gebracht werden», erläuterte ein Vattenfall-Sprecher. Mit einer Inbetriebnahme von Schacht Konrad sei aber erst zwischen 2021 bis 2025 zu rechnen.
Die in Gusseisen-Container umgefüllten Atomfässer sollen deshalb zunächst auf dem AKW-Gelände in Brunsbüttel lagern - zunächst in zwei bestehenden sogenannten Transport-Bereitstellungshallen. Es ist aber der Bau einer neuen großen Halle geplant, in der sämtliche Container sowie später Material vom AKW-Rückbau Platz finden sollen. Zusätzlich verfügt Brunsbüttel über ein Standort-Zwischenlager für Castoren mit hochradioaktivem Atommüll.
Bundesweit lagerten nach einer Statistik der Universität Hannover von 2005/2006 zufolge rund 20 000 Fässer mit schwach- und radioaktivem Atommüll in deutschen Atomkraftwerken, wie Experten des Kieler Ministeriums am Mittwoch sagten. Wie viele davon Rostschäden haben, sei nicht bekannt.
 
musste ja so kommen.
Die kosten die Fässer da wieder rauszuhohlen und erneut zu lagern zahlt mal wieder jeder Bürger mit seiner Stromrechnung.
 
musste ja so kommen.
Die kosten die Fässer da wieder rauszuhohlen und erneut zu lagern zahlt mal wieder jeder Bürger mit seiner Stromrechnung.

Und ? Sag mal wer zahlt eigentlich die Entsorgung alter Solarzellen ? Gehen die zurück nach China oder werden die von den Pleitebetrieben zurückgenommen ? Wer zahlt die dieselbetriebenen Windräder ?

Außerdem ist das Problem nicht durch den Betreiber entstanden da diese Fässer gar nicht so lange gelagert werden sollten. Und noch als Randinfo, solche Abfälle entstehen auch in Medizin, Forschung und anderer Industrien und sind vor allem Alphastrahler. Ich hoffe es nicht für dich, aber was ist wenn du eine radiologische Behandlung brauchst, regst du dich dann auch über den Müll und die Produktion dieser Stoffe auf ?
 
Und ? Sag mal wer zahlt eigentlich die Entsorgung alter Solarzellen ? Gehen die zurück nach China oder werden die von den Pleitebetrieben zurückgenommen ? Wer zahlt die dieselbetriebenen Windräder ?

Apfel und Birnen...:yawn: Wie lange müssen ausgediente Solarzellen in (rostenden) Fässern zwischengelagert werden? Und wer zahlt die dieselbetriebenen Notstromagregate in AKWs? ;) Hier wie Dort sind sie ein (notwendiges) Übel, Bei Windrädern vor allem dann, wenn Stromtrassen nicht fertig werden und Windräder "gedreht" werden müssen, damit sie nicht aufgrund der Witterung an der Küste zu schnell verschleißen.

Außerdem ist das Problem nicht durch den Betreiber entstanden da diese Fässer gar nicht so lange gelagert werden sollten. Und noch als Randinfo, solche Abfälle entstehen auch in Medizin, Forschung und anderer Industrien und sind vor allem Alphastrahler. Ich hoffe es nicht für dich, aber was ist wenn du eine radiologische Behandlung brauchst, regst du dich dann auch über den Müll und die Produktion dieser Stoffe auf ?
Im Falle von Brunsbüttel sind es Betastrahler, aber das ist Nebensache. Wichtiger ist der Punkt, warum solche Fässer quasi "vergessen" werden. Und zwar sowohl vom Betreiber als auch vom Staat. Der Standpunkt schien hier doch wohl "aus den Augen, aus dem Sinn" zu sein.
 
Und noch als Randinfo, solche Abfälle entstehen auch in Medizin, Forschung und anderer Industrien
Wieviel % davon entfallen auf Abfallverursacher, die NICHTS mit Kernenergie zu tun haben? Hierbei geht es besonders um Quantität und Qualität der Abfälle.
Ich hoffe es nicht für dich, aber was ist wenn du eine radiologische Behandlung brauchst, regst du dich dann auch über den Müll und die Produktion dieser Stoffe auf ?
Nur kann ich mir nicht nach ökologischen Gesichtspunkten meine Behandlungsmethode aussuchen. Meinen Strom aber schon.
 
Und ? Sag mal wer zahlt eigentlich die Entsorgung alter Solarzellen ? Gehen die zurück nach China oder werden die von den Pleitebetrieben zurückgenommen ? Wer zahlt die dieselbetriebenen Windräder ?

Jetzt mal ganz im Ernst bist du eigentlich wirklich so oder tust du nur so, um zu provozieren?

Also ich meine ein durchgerostetes Fass mit radiaktiven Müll mit dem recycling von Solarzellen zu vergleichen und die Gefährlichkeit der Materialien und die Kosten der Entsorgung bzw. Wiederverwertung auf eine ähnlich hohe Stufe zu stellen, grenzt schon sehr an d....ähm sagen wir grober Unwissentheit.
 
Also ich meine ein durchgerostetes Fass mit radiaktiven Müll mit dem recycling von Solarzellen zu vergleichen und die Gefährlichkeit der Materialien und die Kosten der Entsorgung bzw. Wiederverwertung auf eine ähnlich hohe Stufe zu stellen, grenzt schon sehr an d....ähm sagen wir grober Unwissentheit.

Ich habe mich lediglich auf Schloesser bezogen der sich beschwert das diese Kosten auf die Strompreise umgelegt werden. Der Vergleich z.b. mit den Windrädern sollte dabei nur zeigen das es auch bei den erneuerbaren außerplanmäßige Kosten gibt die wir ebenfalls über unseren Strompreis zahlen. Nur das eine ist scheinbar egal aber wenn's um Kernkraft geht schaltet das Hirn ab.

Das recyclen der Solarzellen ist ebenfalls noch nicht geklärt. Das geht nur mit einem sehr hohem Energieaufwand und teilweise mit extrem giftigen Chemikalien die in ein Endlager müssen und niemals an Gefährlichkeit verlieren. Wer kommt für diese Kosten auf ? Genau, der Verursacher zahlt wie bei der Kernkraft alles bis zum Endlager, um den Rest muss sich der Staat kümmern (zu recht).