Sammelthread Kindesmissbrauch in der Katholischen Kirche

Würde die katholische Kirche das Zölibat von einer "Pflichtveranstaltung" auf freiwillige Basis umstellen und auch Priestern erlauben, ein normales Sexleben zu haben, würden sich vielleicht nicht mehr so viele zwielichtige Gestalten für das Priesteramt entscheiden sondern auch mehr sexuell normal veranlagte (hetero- und homosexuell) Männer. Dieser scheinheilige, unterdrückte Umgang mit der Sexualität der Priester schafft den optimalen Nährboden für krankhafte Auswüchse jeder Art.

Redet doch nicht immer von Sachen, von denen ihr keine Ahnung habt, was hat denn der Zölibat damit zu tun, mindestens genau so krankhaft ist das ständige Wiederholen, dass S*x lebenswichtig ist und asexuelles Leben unnormal
 
mindestens genau so krankhaft ist das ständige Wiederholen, dass S*x lebenswichtig ist und asexuelles Leben unnormal

Wir sind als sexuelle Wesen von der Natur angelegt worden, denn nur so kann unsere Spezies sich fortplanzen und überleben. Natürlich gibt es Menschen, die einen stärkeren Sexualtrieb haben als andere. Rein asexuelles Verhalten weicht nun einmal vom "normalen" menschlichen Wesen ab. Es ist weder falsch noch richtig - es ist einfach eine Ausnahme.

Männer, die Kinder mißbrauchen oder andere Männer belästigen, begehen nun einmal sexuell bedingte Straftaten. Inwiefern ein solches "krankhaftes" Verhalten auf den unterdrückten Sexualtrieb durch das Zölibat zurück zu führen ist - oder ob das Zölibat (oder vielmehr der Deckmantel der Kirche an sich) gerade Männer mit "krankhaften" sexuellen Neigungen anzieht, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Kannst ja mal im Internet stöbern.
 
Wir sind als sexuelle Wesen von der Natur angelegt worden, denn nur so kann unsere Spezies sich fortplanzen und überleben. Natürlich gibt es Menschen, die einen stärkeren Sexualtrieb haben als andere. Rein asexuelles Verhalten weicht nun einmal vom "normalen" menschlichen Wesen ab. Es ist weder falsch noch richtig - es ist einfach eine Ausnahme.

Männer, die Kinder mißbrauchen oder andere Männer belästigen, begehen nun einmal sexuell bedingte Straftaten. Inwiefern ein solches "krankhaftes" Verhalten auf den unterdrückten Sexualtrieb durch das Zölibat zurück zu führen ist - oder ob das Zölibat (oder vielmehr der Deckmantel der Kirche an sich) gerade Männer mit "krankhaften" sexuellen Neigungen anzieht, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Kannst ja mal im Internet stöbern.

Dann sei so gut und bleib dabei, es gibt Menschen, die sind anders als andere.
Es gibt auf jeden Fall Menschen, mehr als du denkst, die müssen nichts unterdrücken, die haben einfach andere Lebensmodelle, andere Prioritäten....
Im Übrigen gibt es mindestens genau so viele Lehrer, Piloten, Mütter, Tanten, Onkel usw. verschiedener Berufe, die Kinder mißbrauchen, der Zölibat ist ganz sicher kein Grund dafür, der ist auch alles andere als ein Verbot, dafür gibt es völlig andere Gründe.

Zölibat hat nichts, aber auch ganz und gar nichts mit einem krankhaft unterdrückten Sexualtrieb zu tun, nicht das Geringste....
 
Mindestens 547 Gewaltopfer bei Regensburger Domspatzen

Folgende News wurde am 18.07.2017 um 14:54:18 Uhr veröffentlicht:
Mindestens 547 Gewaltopfer bei Regensburger Domspatzen
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Regensburg (dpa) - Der Missbrauchskandal bei den Regensburger Domspatzen hat größere Ausmaße als bisher bekannt: Mindestens 547 Sänger des weltberühmten Chores wurden Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt.
Der Abschlussbericht gibt dem früheren Domkapellmeister Georg Ratzinger, dem Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI., eine Mitschuld. Kritik gab es auch am früheren Regensburger Bischof und heutigen
Kardinal Gerhard Ludwig Müller.

Vor allem in der Vorschule, aber auch im Gymnasium sei es zu Gewalt gegen Schüler gekommen, sagte der mit der Aufklärung beauftragte Rechtsanwalt Ulrich Weber. Betroffene hätten ihre Schulzeit als «Gefängnis, Hölle und Konzentrationslager» bezeichnet. Die körperliche Gewalt sei alltäglich und brutal gewesen. Viele Opfer schilderten die Jahre als «schlimmste Zeit ihres Lebens, geprägt von Angst, Gewalt und Hilflosigkeit».
Zwischen 1945 und Anfang der 1990er Jahre wurden dem Bericht zufolge etwa 500 Betroffene Opfer körperlicher Gewalt, die auch in der damaligen Zeit mit wenigen Ausnahmen verboten und strafbar war. In 67 Fällen kam es zu sexueller Gewalt. Die Dunkelziffer liege aber wohl höher. Die Fälle sind verjährt und somit strafrechtlich nicht mehr relevant. Von den 49 Beschuldigten übten 45 körperliche und 9 sexuelle Gewalt aus.
Verstöße gegen einen strengen und teilweise willkürlich ausgelegten Regelkatalog seien stets der Anlass für die Gewalt gewesen, sagte Weber. Verantwortlich seien in vielen Fällen der Direktor der Vorschule und sein Präfekt gewesen. Es müsse aber davon ausgegangen werden, dass nahezu alle Verantwortungsträger bei den Domspatzen zumindest ein Halbwissen über Gewaltvorfälle gehabt hätten. Weber sprach von einer «Kultur des Schweigens». Der Schutz der Institution habe im Vordergrund gestanden. Dem damaligen Chorleiter Ratzinger seien «sein Wegschauen, fehlendes Einschreiten trotz Kenntnis vorzuwerfen».
Der heutige Kardinal Müller hatte als Regensburger Bischof bei Bekanntwerden des Skandals 2010 eine Aufarbeitung in die Wege geleitet. Diese Aufarbeitung sei aber mit vielen Schwächen behaftet gewesen, etwa weil man nicht den Dialog mit den Opfern gesucht habe, heißt es im Bericht. Müller müsse eine klare Verantwortung für die strategischen, organisatorischen und kommunikativen Schwächen zugeschrieben werden.
Der Regensburger Generalvikar Michael Fuchs bat die Opfer um Entschuldigung. «Wir haben alle Fehler gemacht und haben viel gelernt. Wir sehen heute, dass wir früher manches besser hätten machen können», sagte er. So sei es nicht richtig gewesen, darauf zu warten, dass sich Betroffene meldeten. Man hätte vielmehr aktiv auf die Menschen zugehen müssen.
Ratzinger nehme großen Anteil an der Aufarbeitung, sagte Fuchs. Von sexuellem Missbrauch habe der damalige Domkapellmeister mit Ausnahme eines Falles nichts gewusst. Auch das Ausmaß der Gewalt habe er falsch eingeschätzt. Der Bruder des emeritierten Papstes sei ein emotionaler Mensch und habe früher auch Ohrfeigen ausgeteilt. Dies habe er aber mittlerweile bedauert und sich auch entschuldigt.
Bischof Rudolf Voderholzer hat seit Beginn seiner Amtszeit in Regensburg Anfang 2013 die Aufklärung des Skandals vorangetrieben. Die Betroffenen sollen mit jeweils bis zu 20 000 Euro entschädigt werden. Knud Hein vom Anerkennungsgremium schätzt die auszuzahlende Gesamtsumme auf 2,5 bis 3 Millionen Euro. Das Gymnasium der Regensburger Domspatzen hat derzeit rund 320 Schüler, die Hälfte besucht auch das Internat.


Kardinal Müller - ein konservativer Glaubenswächter



Die Regensburger Domspatzen gehören zu den ältesten und berühmtesten Knabenchören der Welt. Zu dem Chor gehören ein Musikgymnasium, eine Grundschule, ein Internat und eine Ganztagesbetreuung. Die Sänger gestalten katholische Messen im Dom St. Peter und sind weltweit auf Konzertreisen unterwegs. Aktuell hat das Gymnasium 320 Schüler, etwa die Hälfte besucht das Internat.
Die Geschichte der Domspatzen reicht mehr als 1000 Jahre zurück. Bischof Wolfgang gründete im Jahr 975 eine Domschule, die besonderen Wert auf die musikalische Ausbildung legte. Den Schülern war der liturgische Gesang in der Bischofskirche übertragen. Zu musikalischem Weltrang verhalf dem Chor Domkapellmeister Theobald Schrems in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er baute die Konzerttätigkeit der Domspatzen aus. Von 1964 bis 1994 leitete Georg Ratzinger, Bruder des späteren Papstes Benedikt XVI., den Chor.