In Remember

19. April1831 - In Tübingen stirbt der Mathematiker, Physiker und Astronom Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger, der Erfinder des Gyroskops.
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Bohnenberger Maschine / Gyroskop​

Ca. 1810 angefertigte Maschine von Bohnenberger
Basierend auf der Maschine von Bohnenberger, der Erfindung des kardanisch gelagerten Kreisels durch J. G. F. Bohnenberger (1810), wurde 1852 von Léon Foucault das Gyroskop konstruiert und gefertigt. Bohnenbergers Originalinstrument diente hingegen der Verdeutlichung der bereits im Altertum beobachteten Schlingerbewegung (sogenannte Präzession) der Erdachse.[5]

Heute gebräuchliche Instrumente wie der Kreiselkompass, der Kurskreisel und der künstliche Horizont basieren auf dem Gyroskop von Foucault 1852.

Elektroskop​

Eine weitere Erfindung war die eines speziellen, bipolaren Elektroskopes. Im Gegensatz zum Vorgängermodell von Alessandro Volta konnte hiermit durch die Ausrichtung eines Goldplättchens, das zwischen zwei Polen aufgehängt wird, bei der Messung auch die Ausrichtung einer Ladung (Negativ oder Positiv) festgestellt werden.

Reversionspendel​

Bohnenberger wird in mehreren Quellen die Entwicklung des Reversionspendels (nach Prony und vor Kater) nachgesagt.
 
19. April 1987:
Die von Matt Groening geschaffenen Zeichentrickfiguren der Familie Simpson haben in einem Kurzfilm in der Tracey Ullman Show ihren ersten Auftritt im Fernsehen. Später entsteht um diese Figuren die Serie Die Simpsons.
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Die „Simpsons“ 1987

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Die „Simpsons“, wie wir sie heute kennen.
 
19. April 1946:
Tim Curry, britischer Schauspieler und Sänger wird geboren.
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Tim Curry (* 19. April 1946) ist ein renommierter britischer Schauspieler, Sänger und Synchronsprecher, der vor allem für seine ikonischen Darstellungen exzentrischer Charaktere bekannt ist.

Wichtige Karriere-Meilensteine:
Dr. Frank-N-Furter: Seine wohl bekannteste Rolle spielte er in dem Kultmusical The Rocky Horror Picture Show
(1975).
Pennywise: Er verkörperte den tanzenden Clown in der ersten Verfilmung von Stephen Kings Es (IT) (1990) und
prägte damit das Horrorgenre maßgeblich.
Weitere Filmrollen: Er glänzte als Butler Wadsworth in Alle Mörder sind schon da (Clue), als der Herr der Finsternis in Legende und als Kardinal Richelieu in Die drei Musketiere.

Synchronarbeit: Curry lieh zahlreichen Charakteren seine markante Stimme, darunter Nigel Thornberry in Die Abenteuer der Familie Stachelbeere.

 
20. April 1937:
George Takei, US-amerikanischer Schauspieler wird geboren.
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George Takei (* 20. April 1937 in Los Angeles) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Autor und Aktivist japanischer Herkunft.

Karrierehöhepunkte:
Star Trek: Weltweit bekannt wurde er als Hikaru Sulu, der Steuermann der USS Enterprise in der Originalserie (1966–1969) und den ersten sechs Kinofilmen, in denen er bis zum Captain der USS Excelsior aufstieg.
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Weitere Rollen: Er spielte markante Rollen in Serien wie Heroes (als Kaito Nakamura) und The Terror sowie in Filmen wie Die grünen Teufel (1968).

Aktivismus und Privatleben:
Menschenrechte: Als Überlebender der US-Internierungslager für japanischstämmige Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs setzt er sich intensiv für die Rechte von Einwanderern und gegen Rassismus ein.

LGBTQ+-Advocacy: Seit seinem öffentlichen Coming-out im Jahr 2005 ist er ein führender Sprecher für die Gleichberechtigung homosexueller Menschen.

Ehe: Seit dem 14. September 2008 ist er mit Brad Takei (geb. Altman) verheiratet; sie waren eines der ersten gleichgeschlechtlichen Paare, die in Kalifornien die Heiratslizenz erhielten.

Social Media: Mit über 9 Millionen Followern allein auf Facebook gilt er als „Social-Media-Superstar“, der seine Plattform für politischen Kommentar und Humor nutzt.

George Takei wurde vielfach geehrt, unter anderem mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (1986) und dem japanischen Orden der Aufgehenden Sonne (2004).
 
20. April 1912:
Bram Stoker, irischer Schriftsteller stirbt.
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Abraham „Bram“ Stoker (1847–1912) war ein irischer Schriftsteller, der weltweite Berühmtheit als Schöpfer des Gothic-Horror-Klassikers „Dracula“ erlangte.

Wichtigste Fakten zu Leben und Karriere:
Herkunft und Jugend: Geboren am 8. November 1847 in Clontarf bei Dublin. Er war bis zu seinem siebten oder achten Lebensjahr aufgrund einer unbekannten Krankheit bettlägerig, was laut eigenen Angaben seine Fantasie beflügelte. Nach seiner „wunderbaren“ Genesung wurde er am Trinity College in Dublin ein erfolgreicher Athlet.

Berufsleben:
Bevor er sich ganz der Literatur widmete, arbeitete Stoker als Beamter und Theaterkritiker. Ab 1878 war er über 27 Jahre lang Manager des berühmten Schauspielers Sir Henry Irving und dessen Lyceum Theatre in London.

Soziales Umfeld:
Er war Teil der Londoner High Society und befreundet mit Größen wie Sir Arthur Conan Doyle und Oscar Wilde.

Das Hauptwerk: Dracula (1897)
Obwohl Stoker insgesamt 12 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten verfasste, bleibt Dracula sein einziges Werk von globaler Bedeutung.
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Inspiration:
Er recherchierte sieben Jahre lang für den Roman. Als Inspiration dienten ihm Erzählungen über den walachischen Fürsten Vlad III. Drăculea (Vlad der Pfähler), die ungarische Legendenwelt (vermittelt durch Professor Arminius Vámbéry) sowie literarische Vorläufer wie Carmilla von Sheridan Le Fanu.

Stil: Der Roman ist als Briefroman (Epistolarroman) verfasst, bestehend aus fiktiven Tagebucheinträgen, Briefen und Zeitungsartikeln.

Nachruhm:
Stoker verstarb 1912 in finanziell bescheidenen Verhältnissen und erlebte den massiven Erfolg seines Werkes durch die späteren Film- und Theateradaptionen (wie Murnaus Nosferatu 1922 oder die Verfilmung mit Bela Lugosi 1931) nicht mehr.

Weitere bekannte Werke:
The Jewel of Seven Stars (1903) – Ein früher Horror-Roman über eine ägyptische Mumie.
The Lair of the White Worm (dt. „Das Schloss der Schlange“, 1911) – Sein letzter veröffentlichter Roman.
Dracula's Guest (dt. „Draculas Gast“) – Eine postum 1914 veröffentlichte Kurzgeschichtensammlung.

Zu seinen Ehren wird seit 1987 jährlich der Bram Stoker Award für herausragende Leistungen im Bereich der Horrorliteratur verliehen. Jedes Jahr am 26. Mai (dem Erstveröffentlichungstag von Dracula) feiern Fans den World Dracula Day.

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20. April 1893:
Harold Lloyd, US-amerikanischer Filmkomiker wird geboren.
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Harold Lloyd (1893–1971) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Produzent, der neben Charlie Chaplin und Buster Keaton als einer der „Großen Drei“ der Stummfilmkomödie gilt.

Karriere und Stil:
Zwischen 1913 und 1947 wirkte Lloyd in rund 200 Filmen mit.

Der „Glasses Character“:
Sein Markenzeichen war eine runde Hornbrille und ein Strohhut. Im Gegensatz zum Außenseiter Chaplin verkörperte Lloyd den optimistischen, schüchternen Durchschnittsamerikaner, der durch Witz und Wagemut den amerikanischen Traum verwirklicht.
Thrill Comedies:
Er perfektionierte dieses Genre, das Komik mit atemberaubenden Stunts verband.
Stunts:
Lloyd führte viele seiner gefährlichen Stunts selbst aus, obwohl er 1919 bei einem Unfall mit einer Prop-Bombe Daumen und Zeigefinger der rechten Hand verloren hatte. In späteren Filmen trug er eine Prothesen-Handschuh.

Berühmteste Werke:
Ausgerechnet Wolkenkratzer! (Safety Last!, 1923): Bekannt für die legendäre Szene, in der Lloyd an den Zeigern
einer Uhr hoch über einer Straßenschlucht hängt.
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Der Sportstudent (The Freshman, 1925): Sein kommerziell erfolgreichster Stummfilm.
Der kleine Bruder (The Kid Brother, 1927): Von vielen Kritikern als sein eigentliches Meisterwerk angesehen.

Späteres Leben und Vermächtnis:
Mit dem Aufkommen des Tonfilms in den 1930er-Jahren und der Weltwirtschaftskrise sank sein Stern, da sein Charakter des optimistischen Aufsteigers nicht mehr zum Zeitgeist passte. 1953 erhielt er einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk.
In seinen späteren Jahren widmete er sich intensiv der Fotografie, insbesondere der 3D- und Aktfotografie, und engagierte sich bei den Shriners*1.
Er starb am 8. März 1971 in Beverly Hills an Prostatakrebs. Lloyd hielt die Rechte an seinen Filmen streng unter Verschluss, weshalb er lange weniger präsent war als Chaplin oder Keaton; erst ab den 1960er-Jahren wurden seine Werke wiederentdeckt.

Erklärung:
*1: Die Shriners (offiziell Shriners International) sind eine weltweite brüderliche Organisation, die eng mit der Freimaurerei verbunden ist. Sie sind vor allem für ihre auffälligen roten Fez-Hüte bekannt sowie für ihr weitreichendes Netzwerk an Kinderkrankenhäusern, in denen Behandlungen unabhängig von der Zahlungsfähigkeit der Familien durchgeführt werden.

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20. April 1980:
Jasmin Wagner („Blümchen“), deutsche Pop-Sängerin und Moderatorin wird geboren.
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Jasmin Wagner, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Blümchen, ist eine erfolgreiche deutsche Pop- und Eurodance-Sängerin, Moderatorin und Schauspielerin.

Hier sind die wichtigsten Fakten zu ihrer Karriere (Stand Januar 2026):
Musikalischer Durchbruch:

In den 1990er Jahren wurde sie als „Blümchen“ zum größten deutschen Teenie-Star. Mit Hits wie „Herz an Herz“, „Kleiner Satellit (Piep, Piep)“ und „Nur geträumt“ prägte sie die Rave- und Eurodance-Ära.
Comeback:
Nach einer langen Pause kehrte sie 2019 erfolgreich als Blümchen auf die Bühne zurück und tritt seitdem regelmäßig auf großen 90er-Jahre-Retro-Festivals auf.
Vielseitigkeit:
Neben der Musik arbeitet sie als Moderatorin für verschiedene TV-Formate und steht als Schauspielerin für Theater- und Fernsehproduktionen vor der Kamera.

 
21. April 753 v. Chr.:
Nach der Legende der Origo gentis Romanae gründet Romulus auf den Sieben Hügeln die Stadt Rom. Die sagenhafte Römische Königszeit beginnt.
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Die sieben Hügel Roms
Romulus und Remus sind in der römischen Mythologie die legendären Gründer der Stadt Rom. Ihre Geschichte ist ein zentraler Gründungsmythos, der göttliche Abstammung mit tragischem Brudermord verbindet.

Kernpunkte der Legende:
Abstammung:

Die Zwillinge waren Söhne des Kriegsgottes Mars und der Priesterin (Vestalin) Rhea Silvia.
Aussetzung und Rettung: Um sie vor dem thronräuberischen König Amulius zu schützen, wurden sie im Tiber ausgesetzt. Eine Wölfin fand die Kinder und säugte sie, bis der Hirte Faustulus sie entdeckte und großzog.
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Gründung Roms: Als Erwachsene beschlossen sie, an der Stelle ihrer Rettung eine Stadt zu gründen. Es kam zum Streit über den genauen Ort (Palatin vs. Aventin) und die Deutung göttlicher Zeichen (Vogelschau).
Tod des Remus:
Romulus errichtete eine Stadtmauer. Remus verspottete die von Romulus errichtete Stadtmauer, indem er darüber sprang. Im Zorn erschlug Romulus seinen Bruder. (Das Überspringen der Mauer galt als schwere Beleidigung und Verletzung des sakralen Schutzes der künftigen Stadt. Romulus sah darin ein schlechtes Omen und eine Bedrohung für die Sicherheit Roms.)
Datum:
Die traditionelle Gründung Roms durch Romulus wird auf den 21. April 753 v. Chr. datiert. Romulus wurde der erste König der Stadt, die nach ihm benannt wurde.
 
21. April 1918:
Manfred von Richthofen, deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg stirbt.
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Manfred von Richthofen, besser bekannt als der "Rote Baron", war der erfolgreichste deutsche Jagdflieger des Ersten Weltkriegs mit 80 bestätigten Luftsiegen. Er wurde am 2. Mai 1892 geboren und starb am 21. April 1918 im Luftkampf.

Hintergrund und Karriere:
Militärische Laufbahn:

Von Richthofen begann seine militärische Karriere als Kavallerieoffizier, bevor er zur Fliegertruppe wechselte.
Jagdstaffel 11:
Er befehligte die Jagdstaffel 11, die aufgrund ihrer farbigen Flugzeuge, insbesondere Richthofens meist rot gestrichener Maschine, auch als "Fliegender Zirkus" bekannt war.
Propagandafigur:
Nach dem Tod anderer bekannter Piloten wurde er von der deutschen Propaganda als Held und Vorbild inszeniert.
Tod und Mythos:
Er starb 1918 in der Nähe des Dorfes Vaux-sur-Somme in Frankreich. Die genauen Umstände seines Todes sind bis heute Gegenstand von Spekulationen, es gilt aber als gesichert, dass er an einer Schusswunde im Brustkorb starb. Obwohl er lebensgefährlich verwundet war, schaffte er es noch, eine Bruchlandung zu machen.
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Sein Spitzname "Roter Baron" entstand wahrscheinlich erst nach dem Krieg durch ein englisches Buch; während des Krieges nannten ihn die Franzosen "le petit rouge" (der kleine Rote) oder "Diable Rouge" (Roter Teufel). Er genoss auch bei seinen Gegnern großen Respekt und wurde mit vollen militärischen Ehren beigesetzt.





Sein Spitzname "Roter Baron" entstand wahrscheinlich erst nach dem Krieg durch ein englisches Buch; während des Krieges nannten ihn die Franzosen "le petit rouge" (der kleine Rote) oder "Diable Rouge" (Roter Teufel). Er genoss auch bei seinen Gegnern großen Respekt und wurde mit vollen militärischen Ehren beigesetzt.