In Remember

21. März 1927:
Hans-Dietrich Genscher, deutscher Jurist und Politiker, MdB, Innenminister, Außenminister und stellvertretender Bundeskanzler wird geboren.
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Hans-Dietrich Genscher (1927–2016) war ein prägender deutscher FDP-Politiker, der vor allem als langjähriger Bundesaußenminister (1974–1992) und „Architekt der deutschen Einheit“ in die Geschichte einging.

Politische Laufbahn und Ämter:
Außenminister & Vizekanzler: Er amtierte fast 18 Jahre lang (mit einer kurzen Unterbrechung 1982) unter den Bundeskanzlern Helmut Schmidt (SPD) und Helmut Kohl (CDU).

Innenminister: Zuvor diente er von 1969 bis 1974 als Bundesinnenminister unter Willy Brandt.

FDP-Vorsitz: Von 1974 bis 1985 war er Bundesvorsitzender der Freien Demokraten.

Historische Meilensteine:
Deutsche Wiedervereinigung: Er war maßgeblich an den Zwei-plus-Vier-Gesprächen beteiligt und handelte mit der Sowjetunion (Michail Gorbatschow) die Bedingungen für die Einheit aus.

Prager Botschaft (1989): Ein ikonischer Moment war seine Rede vom Balkon der deutschen Botschaft in Prag, in der er den dort zufluchtssuchenden DDR-Bürgern ihre Ausreise verkündete.

Gründung der GSG 9: Nach dem Attentat auf israelische Sportler bei den Olympischen Spielen 1972 initiierte er als Innenminister die Gründung der Anti-Terror-Einheit.

„Genscherismus“: Dieser Begriff beschrieb seine ausgleichende, auf Entspannung und Dialog setzende Außenpolitik zwischen Ost und West.

Tod und Vermächtnis:
Genscher verstarb am 31. März 2016 im Alter von 89 Jahren. Er wird als „großer Staatsmann“ und leidenschaftlicher Europäer gewürdigt. Zu seinen Ehren wurde die FDP-Bundeszentrale in Berlin in Hans-Dietrich-Genscher-Haus umbenannt. Zudem verleiht die Johanniter-Unfall-Hilfe alle zwei Jahre den Hans-Dietrich-Genscher-Preis für Verdienste in der Notfallrettung.
 
22. März 1950:
Hugo Egon Balder, deutscher Schauspieler und Kabarettist wird geboren.
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Hugo Egon Balder blickt auf eine über 50-jährige Karriere in der deutschen Unterhaltungsbranche zurück, die durch Vielseitigkeit als Musiker, Schauspieler, Moderator und Produzent geprägt ist.

1. Anfänge in Musik und Kunst:
Musikalische Wurzeln: Balder ist ein ausgebildeter Musiker an Schlagzeug und Klavier. Von 1966 bis 1968 war er Schlagzeuger der Krautrock-Band Birth Control.

Studienabbruch: Ursprünglich begann er ein Studium der Grafik und Kunst, bevor er sich endgültig der darstellenden Kunst zuwandte.

2. Schauspielausbildung und Theater:
Ausbildung: Er absolvierte eine dreijährige private Schauspielausbildung an der Schule von Else Bongers in Berlin.

Klassisches Theater: Von 1973 bis 1979 gehörte er zum Ensemble des Berliner Schiller-Theaters. Später wechselte er zum Kabarett und trat unter anderem im „Düsseldorfer Kom(m)ödchen“ auf.

3. Durchbruch im Fernsehen und Radio:
Radio Luxemburg: Ab 1979 sammelte er erste Erfahrungen als Moderator bei Radio Luxemburg.

TV-Durchbruch: Den großen nationalen Durchbruch feierte er 1988 an der Seite von Hella von Sinnen in der Comedy-Gameshow „Alles Nichts Oder?!“.

Kult-Moderator: Von 1990 bis 1993 moderierte er die Erotik-Show „Tutti Frutti“ bei RTL, was ihm den Spitznamen „Herr der Möpse“ einbrachte.

4. Produzent und Show-Erfinder:
RTL Samstag Nacht: Ab 1993 wirkte er maßgeblich als Produzent hinter den Kulissen, unter anderem für die legendäre Comedy-Show „RTL Samstag Nacht“.

Sat.1-Ära: 2003 startete er die erfolgreiche Rateshow „Genial daneben“, die er über viele Jahre moderierte und mitproduzierte. Weitere bekannte Formate waren „Die Hit-Giganten“.

5. Spätphase: Rückkehr zur Bühne:
In den letzten Jahren verlegte Balder seinen Schwerpunkt wieder verstärkt auf das Theater (z.B. Komödie am Kurfürstendamm) und tritt seit 2024 mit seinem ersten Soloprogramm „Erzählt es bloß nicht weiter!!“ auf.


 
22. März2019 - Der US-amerikanische Sänger, Bassist und Komponist Scott Walker (The Walker Brothers) stirbt.
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The Walker Brothers war eine US-amerikanische Popband, die 1964 in Los Angeles gegründet wurde und sich 1978 endgültig auflöste. Sie bestand aus Scott Walker (Scott Engel), John Walker (John Joseph Maus) und Gary Walker (Gary Leeds).

Bandgeschichte​

Weil sich in Amerika kein musikalischer Erfolg einstellen wollte, beschlossen John Maus und Scott Engel, unter dem Bandnamen The Walker Brothers ihr Glück in England zu versuchen. Den Namen Walker hatte John Maus schon 1959 als Schüler des El Camino College in Kalifornien angenommen. Scott Engel war vorher im Broadway-Musical Pipe Dream aufgetreten, später spielte er in der Amateurband The Routers. Gary Leeds lernte er durch einen Autounfall kennen.

1964 zeigten sich erste Erfolge. Sie traten in diesem Jahr das erste Mal gemeinsam im Hollywood A Go-Go[1] auf. Die erste Single der Gruppe, Pretty Girls Everywhere, blieb erfolglos, aber bereits ihre zweite Single Love Her kam in die britischen Top 20. Mit dem von Burt Bacharach und Hal David geschriebenen Lied Make It Easy on Yourself sowie den Titeln My Ship Is Coming In und The Sun Ain’t Gonna Shine (Anymore) gelang der Durchbruch.

Es kam zu einer regelrechten „Walkers-Mania“ mit kreischenden und in Ohnmacht fallenden Teenagern und dem entsprechenden Presserummel. Dieser sowie die Strapazen des Tour-Alltags führten zu Spannungen in der Band. Erschwerend kam hinzu, dass der erhoffte Durchbruch in den USA ausblieb und die aufkommende Flower-Power-Bewegung und Psychedelia nicht in das Konzept der Band passten.

1967 trennte man sich einvernehmlich. John und Scott feilten an ihren Solokarrieren, Gary Leeds gründete die Band Gary and the Rain. Einigermaßen erfolgreich war jedoch nur Scott Walker. Seine Soloalben Scott 1 bis Scott 4 wurden zu gesuchten Sammlerstücken.

1975 fanden die Walker Brothers wieder zusammen. Mit No Regrets hatten sie erneut einen Hit. Die ersten beiden Alben nach der Reunion enthalten durchgehend eine Art Middle-of-the-Road-Countrypop der melancholischen Art. Das dritte, kurz vor Ende der Plattenfirma GTO erschienene Album Nite Flights lässt jedem Musiker Raum für seine eigenen Songs. Dem Nachzügler-Album wurde damals nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Nite Flights wurde in die Wireliste The Wire’s “100 Records That Set the World on Fire (While No One Was Listening)” aufgenommen.
 
22. März 1936:
Roger Whittaker, britischer Sänger und Liedermacher wird geboren.
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Roger Whittaker (1936–2023) war ein britischer Sänger, Liedermacher und Kunstpfeifer, der vor allem im deutschsprachigen Raum als „Gentleman des Schlagers“ Kultstatus erreichte. Er verstarb am 13. September 2023 im Alter von 87 Jahren in Südfrankreich.

Sein musikalisches Erbe:
Whittaker war bekannt für seine markante Baritonstimme und sein außergewöhnliches Talent als Kunstpfeifer (z. B. „Mexican Whistler“). Trotz seiner britischen Herkunft sang er viele seiner größten Hits auf Deutsch, wobei er die Texte oft in Lautschrift lernte.

Bekannteste Hits:
Englisch: „The Last Farewell“, „Durham Town“, „New World in the Morning“.
Deutsch: „Albany“, „Abschied ist ein scharfes Schwert“, „Ein bisschen Aroma“, „Eloisa“.

Erfolge: Er verkaufte weltweit rund 50 Millionen Tonträger und erhielt über 250 Gold- und Platinauszeichnungen.

Leben und Familie:
Herkunft: Geboren wurde er in Kenia als Sohn britischer Eltern. Vor seiner Musikkarriere studierte er Zoologie, Biochemie und Meeresbiologie.

Privatleben: Er war fast 60 Jahre lang mit seiner Frau Natalie verheiratet und hatte fünf Kinder.

Späte Jahre: Nachdem er sich 2013 offiziell von der Bühne verabschiedet hatte, lebte er zuletzt zurückgezogen in Saint-Cirq-Lapopie in Südfrankreich.



 
:mad:
23. März 1889:
US-Präsident Benjamin Harrison unterzeichnet eine Proklamation, mit der das letzte Indianerterritorium auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten in Oklahoma zur Besiedlung für Weiße freigegeben wird. Der darauf basierende Oklahoma Land Run findet am 22. April statt.
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Der 23. März 1889 markiert den Tag, an dem US-Präsident Benjamin Harrison die Proklamation unterzeichnete, die das sogenannte „Nicht zugeordnete Land“ (Unassigned Lands) im heutigen Oklahoma für die Besiedlung durch weiße Pioniere freigab.

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Dies führte zum berühmten Oklahoma Land Run am 22. April 1889. Hier sind die wichtigsten Fakten zu diesem historischen Ereignis:
Der Anlass: Die US-Regierung gab etwa 8.000 Quadratkilometer Land im Zentrum des damaligen Indianer-Territoriums zur Besiedlung frei.

Der Land Run: Am 22. April um 12:00 Uhr starteten schätzungsweise 50.000 Menschen ein Rennen, um sich durch das Abstecken von Claims eine von etwa 10.000 Parzellen zu sichern.

„Sooners“: So wurden Siedler genannt, die sich bereits vor dem offiziellen Startschuss illegal ins Gebiet geschlichen hatten, um die besten Plätze zu besetzen.

Folgen für die indigene Bevölkerung: Das Land war ursprünglich verschiedenen Stämmen (wie den Cherokee, Creek und Seminolen) zugewiesen worden. Nach dem Bürgerkrieg entzog die Regierung den Stämmen Teile ihres Gebiets als Strafe für deren Unterstützung der Konföderation.

Städteentstehung: Orte wie Oklahoma City und Guthrie entstanden buchstäblich über Nacht. Am Abend des 22. April lebten in Oklahoma City bereits rund 10.000 Menschen in provisorischen Zeltstädten.

Dieses Ereignis gilt als das Ende des „Wilden Westens“ und war ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Gründung des Bundesstaates Oklahoma im Jahr 1907.
 
23. März 1912:
Wernher von Braun, deutsch-US-amerikanischer Raketenkonstrukteur und Raumfahrtfunktionär, Wegbereiter der bemannten Raumfahrt wird geboren.
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Wernher von Braun (1912–1977) war ein deutscher Raketeningenieur, der eine zentrale, aber höchst umstrittene Rolle in der Geschichte der Luft- und Raumfahrt spielte. Er gilt als technischer Vater der modernen Raumfahrt, war jedoch auch tief in die Kriegsmaschinerie des Nationalsozialismus verstrickt.

Werdegang und technologische Leistungen:
NS-Zeit & V2-Entwicklung: In der Heeresversuchsanstalt Peenemünde leitete von Braun die Entwicklung der A4 (V2), der weltweit ersten funktionstüchtigen Großrakete. Sie durchbrach 1944 als erstes menschengemachtes Objekt die Grenze zum Weltraum (Kármán-Linie).

USA & Apollo-Programm: Nach dem Krieg wurde er im Rahmen der Operation Paperclip in die USA gebracht. Als Direktor des NASA Marshall Space Flight Center wurde er zum Chefarchitekten der Saturn V, die 1969 die ersten Menschen im Rahmen der Apollo-11-Mission zum Mond brachte.

Kontroversen und NS-Vergangenheit:
SS-Mitgliedschaft: Von Braun war Mitglied der NSDAP und der SS.

Zwangsarbeit: Die Produktion der V2 erfolgte unter unmenschlichen Bedingungen durch Häftlinge im Konzentrationslager Mittelbau-Dora. Tausende Menschen starben in den unterirdischen Stollen. Obwohl von Braun nach dem Krieg behauptete, wenig über die Zustände gewusst zu haben, belegen historische Quellen seine regelmäßigen Besuche in den Produktionsstätten.

Spätere Jahre:
Von Braun verließ die NASA 1972 aufgrund von Budgetkürzungen und wechselte als Vizepräsident zum Luftfahrtkonzern Fairchild Industries. Er verstarb am 16. Juni 1977 an Krebs.

Heute wird sein Erbe differenziert betrachtet: als genialer Visionär der Mondlandung und gleichzeitig als Opportunist, der für seine Träume von der Raumfahrt die Verbrechen des NS-Regimes billigend in Kauf nahm.
 
23. März 1998:
Bei der Oscarverleihung wird James Camerons 14-fach nominierter Film Titanic mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen mit elf Academy Awards ausgezeichnet, unter anderem für den Besten Film. Damit ist er einer der bisher erfolgreichsten Filme.
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Rahmenhandlung (1996): Der Schatzsucher Brock Lovett sucht im Wrack der Titanic nach dem „Herz des Ozeans“, einem wertvollen Diamantcollier. Er findet eine Zeichnung einer jungen Frau, woraufhin die 100-jährige Rose Calvert Kontakt aufnimmt und ihre Geschichte erzählt.

Die Liebesgeschichte:
Rose DeWitt Bukater (17) reist in der ersten Klasse, verlobt mit dem arroganten Cal Hockley, um finanzielle Probleme zu lösen. Sie fühlt sich eingeengt und will sich das Leben nehmen, wird aber von Jack Dawson, einem Künstler aus der dritten Klasse, gerettet. Die beiden verlieben sich trotz Cals Widerstand.

Die Katastrophe: In der Nacht zum 15. April 1912 kollidiert das Schiff mit einem Eisberg. Während das Schiff sinkt, kämpfen Jack und Rose um ihr Überleben.

Das Ende: Jack opfert sich, um Rose zu retten, und erfriert im eiskalten Wasser, während sie auf einem Wrackteil ausharrt. Die alte Rose enthüllt, dass sie das Collier all die Jahre besaß und wirft es schließlich ins Meer.
 
23. März2011 - Die Schauspielerin Elizabeth Taylor (Ein Platz an der Sonne, Die Katze auf dem heißen Blechdach, Cleopatra) stirbt.
1774290105698.pngDame Elizabeth Rosemond Taylor, DBE (oft auch „Liz“ Taylor genannt;[1] geboren am 27. Februar 1932 in Hampstead, London; gestorben am 23. März 2011 in Los Angeles, Kalifornien), war eine US-amerikanisch-britische Schauspielerin. Sie erlangte Starruhm bereits als Kinderdarstellerin und später als Leading Lady des marktführenden Hollywood-Studios Metro-Goldwyn-Mayer (MGM), bei dem sie von 1942 bis 1958 unter Vertrag war. Taylor wirkte in zahlreichen kommerziell erfolgreichen Filmen mit und wurde unter anderem mit zwei Oscars und einem Golden Globe als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Durch ihre Auftritte in den Filmen Die Katze auf dem heißen Blechdach, Plötzlich im letzten Sommer und Brandung ist ihr Name mit der Popularisierung des dramatischen Werkes von Tennessee Williams verknüpft.[2] Ihre Prominenz hat Elizabeth Taylor wiederholt dafür genutzt, auf politische und gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen; die größte Resonanz erzielte sie diesbezüglich mit ihren Fundraising-Aktivitäten für die AIDS-Aufklärung. Im Jahr 1999 wurde sie von der britischen Königin, Elisabeth II., in den Adelsstand erhoben.[3] Taylor war eine der bestverdienenden Darstellerinnen ihrer Zeit; ihr Vermögen wurde zeitweilig auf 600 Millionen US-Dollar geschätzt.
 
23. März 1949:
Ric Ocasek, US-amerikanischer Musiker (The Cars) wird geboren.
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Ric Ocasek (1944–2019) war ein einflussreicher US-amerikanischer Musiker und Musikproduzent, der vor allem als Frontmann, Sänger und Haupt-Songwriter der New-Wave-Band The Cars weltbekannt wurde.

Karriere-Highlights
The Cars: Ocasek gründete die Band 1976 in Boston zusammen mit seinem langjährigen Partner Benjamin Orr. Er schrieb fast alle Hits der Gruppe, darunter "Just What I Needed", "You Might Think" und "Magic". Die Band wurde 2018 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.



Solokarriere: Parallel und nach den Cars veröffentlichte er sieben Soloalben. Sein größter Solo-Hit war 1986 die Ballade "Emotion in Motion".


Ocasek verstarb am 15. September 2019 im Alter von 75 Jahren in seinem Haus in Manhattan. Die offizielle Todesursache war eine natürliche Folge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.