In Remember

Einführung des Gregorianischen Kalenders (24. Februar 1582): Papst Gregor XIII. unterzeichnete die Bulle Inter gravissimas, die den Gregorianischen Kalender einführte, um die Fehler des Julianischen Kalenders zu korrigieren.
 
24. Februar 2025ː
Roberta Flack, US-amerikanische Soulsängerin, Pianistin und Songschreiberin stirbt.
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Die legendäre US-amerikanische Soul-Sängerin und Pianistin Roberta Flack ist am 24. Februar 2025 im Alter von 88 Jahren in ihrem Zuhause in Manhattan verstorben. Als Todesursache wurde Herzstillstand angegeben.

Musikalische Meilensteine:
Flack prägte die Musikwelt der 1970er Jahre durch ihren eleganten Stil, der Soul, Jazz, Folk und Klassik vereinte.

Historischer Rekord: Sie war die erste Solokünstlerin, die in zwei aufeinanderfolgenden Jahren den Grammy für die „Single des Jahres“ (Record of the Year) gewann: 1973 für „The First Time Ever I Saw Your Face“ und 1974 für „Killing Me Softly with His Song“.

Weitere Hits: Bekannt sind auch ihre Duette mit Donny Hathaway wie „Where Is the Love“ und „The Closer I Get to You“ sowie ihr Solo-Hit „Feel Like Makin' Love“.

Einfluss: Sie gilt als Mitbegründerin des R&B-Subgenres „Quiet Storm“.

Spätere Jahre und Vermächtnis
Erkrankung: Im Jahr 2022 gab ihr Management bekannt, dass sie an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) erkrankt war, was es ihr unmöglich machte, weiterhin zu singen.

Auszeichnungen: 2020 wurde sie mit dem Grammy Lifetime Achievement Award für ihr Lebenswerk geehrt.

Engagement: Neben ihrer Karriere war sie als Musikpädagogin aktiv und gründete die Roberta Flack School of Music in der Bronx.

Kurz vor ihrem Tod im Februar 2025 feierte sie noch ihren 88. Geburtstag. Ihr Leben und ihre Karriere wurden zuletzt 2023 in der PBS-Dokumentation „American Masters: Roberta Flack“ gewürdigt.

 
25. Februar 1643:
Beim Pavonia-Massaker überfallen niederländische Soldaten der Kolonie Nieuw Nederland in Nordamerika im Verlauf des Wappinger-Krieges ein Indianerdorf, töten alle Bewohner und enthaupten diese. Anschließend verwenden sie die Köpfe der Enthaupteten für Ballspiele.
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Das Pavonia-Massaker, auch bekannt als Communipaw-Massaker, war ein blutiges Ereignis, das sich am 25. Februar 1643 in der niederländischen Kolonie Nieuw Nederland (heutiges New Jersey) ereignete. Niederländische Soldaten überfielen ein Lager der Lenape-Indianer (insbesondere der Tappan und Wecquaeskeck), töteten etwa 80 bis 120 Menschen, darunter Frauen und Kinder, und brannten die Siedlung nieder.

Hintergrund:
Das Massaker war Teil des sogenannten Kiefts Krieges (1643–1645) zwischen den niederländischen Kolonisten und den Wappinger- und Lenape-Stämmen. Die Spannungen eskalierten aufgrund verschiedener Provokationen, darunter eine von Gouverneur Willem Kieft 1639 auferlegte Kopfsteuer für die Ureinwohner und die Tötung einiger niederländischer Siedler durch die Hackensack-Indianer.

Im Februar 1643 suchten Hunderte von Wecquaeskeck-Indianern, die vor angreifenden Mahican (Mohawk) flohen, Schutz bei den Niederländern in Pavonia. Kieft, der zuvor eine Strafexpedition gegen sie geplant hatte, sah dies als Gelegenheit zur Rache. Trotz des Widerspruchs seines Beratergremiums befahl er einen Überraschungsangriff in der Nacht.

Folgen:
Die extreme Brutalität des Massakers, bei dem Säuglinge ihren Müttern entrissen und getötet wurden, vereinte die Algonkin-Stämme der Region gegen die Niederländer. Es folgte ein zweijähriger, blutiger Krieg, der die niederländische Kolonie an den Rand der Zerstörung brachte, bevor 1645 ein Friedensvertrag geschlossen wurde. Kieft wurde wegen seines Vorgehens von der Niederländischen Westindien-Kompanie abberufen, starb jedoch auf der Rückreise bei einem Schiffbruch.
 
25. Februar 1842:
Karl May, deutscher Schriftsteller vorwiegend von Abenteuerromanen (Auflage von ca. 200 Millionen Exemplaren)
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Karl Friedrich May (1842–1912) war einer der produktivsten und meistgelesenen deutschen Schriftsteller von Abenteuerromanen. Seine Werke, darunter die berühmten Geschichten um den Apachenhäuptling Winnetou und sein Alter Ego Old Shatterhand, erreichten eine weltweite Auflage von schätzungsweise 200 Millionen Exemplaren.

Leben und Werk:
Herkunft & Kriminalität: May wurde in eine arme Weberfamilie in Sachsen geboren. Vor seinem Durchbruch als Autor verbrachte er aufgrund von Diebstahl und Betrügereien mehrere Jahre in Haft.

Schriftstellerei: Bekannt wurde er durch Reiseerzählungen aus dem Wilden Westen und dem Orient (als Kara Ben Nemsi).

Old-Shatterhand-Legende: Lange Zeit behauptete May, seine Geschichten selbst erlebt zu haben und ließ sich sogar die Waffen seiner Helden nachbauen. Tatsächlich bereiste er Amerika erst kurz vor seinem Tod im Jahr 1908.

Spätwerk: In seinen letzten Jahren wandte er sich symbolistischen und pazifistischen Themen zu (z. B. Ardistan und Dschinnistan).
 
25. Februar 1943:
George Harrison, britischer Musiker (The Beatles) wird geboren.
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George Harrison (1943–2001) war ein britischer Musiker, Komponist und der Leadgitarrist der Beatles. Oft als der „stille Beatle“ bezeichnet, prägte er die Musikgeschichte maßgeblich durch die Einführung indischer Instrumente wie der Sitar in den westlichen Pop und seine tiefe Spiritualität.

Wichtige Stationen und Erfolge:
The Beatles: Obwohl er anfangs im Schatten des Songwriter-Duos Lennon/McCartney stand, stammen Klassiker wie „Here Comes the Sun“, „Something“ und „While My Guitar Gently Weeps“ aus seiner Feder. „Here Comes the Sun“ ist heute der meistgestreamte Beatles-Song auf Spotify.

Solo-Karriere: Nach der Trennung der Beatles im Jahr 1970 veröffentlichte er mit All Things Must Pass das erste Dreifach-Album der Popgeschichte, das weltweit die Charts anführte. Sein größter Solo-Hit war „My Sweet Lord“.

Supergroup & Film: In den späten 1980er Jahren war er Mitglied der Traveling Wilburys (mit Bob Dylan, Tom Petty u. a.). Zudem gründete er die Filmproduktionsfirma HandMade Films, die unter anderem Monty Pythons Das Leben des Brian finanzierte.
 
26. Februar 1806:
Kaiser Napoléon I. erteilt den Auftrag zum Bau eines Triumphbogens in Paris. Für den Arc de Triomphe du Carrousel steht der Konstantinsbogen in Rom Pate.
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Der Arc de Triomphe du Carrousel ist ein historischer Triumphbogen in Paris, der sich auf der Place du Carrousel befindet, zwischen dem Louvre Museum und dem Jardin des Tuileries. Er wurde von Napoleon Bonaparte in Auftrag gegeben, um seine militärischen Siege, insbesondere den Sieg bei Austerlitz im Jahr 1805, zu feiern.

Der Bogen ist ein beeindruckendes Beispiel für napoleonische Architektur, inspiriert vom Septimius-Severus-Bogen in Rom, und ist etwa halb so groß wie der berühmtere Arc de Triomphe de l'Étoile.
 
26. Februar 1785 - Mit der wegen Diebstahls verurteilten Barbara Erni wird letztmals im Fürstentum Liechtenstein eine Person hingerichtet.
 
26. Februar 1932:
Johnny Cash, US-amerikanischer Sänger wird geboren.
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Johnny Cash (1932–2003) war einer der einflussreichsten US-amerikanischen Musiker des 20. Jahrhunderts. Seine Karriere erstreckte sich über fast fünf Jahrzehnte und prägte Genres wie Country, Rockabilly, Rock ’n’ Roll, Gospel und Folk.

Wichtige Stationen und Highlights:
Anfänge:
Cash begann seine professionelle Laufbahn 1954 bei Sun Records in Memphis, wo er zusammen mit seiner Band, den Tennessee Three, den charakteristischen „Boom-Chicka-Boom“-Sound entwickelte.

Der „Man in Black“: Er wurde für seine tiefschwarze Kleidung bekannt, die er als Symbol für die Unterdrückten, Armen und Gefangenen trug.

Gefängniskonzerte: Legendär sind seine Live-Auftritte in Strafanstalten, insbesondere die Alben At Folsom Prison (1968 ) und At San Quentin (1969).

Spätwerk:
In den 1990er Jahren gelang ihm unter dem Produzenten Rick Rubin mit der Reihe American Recordings ein gefeiertes Comeback. Seine Coverversion von „Hurt“ (Original von Nine Inch Nails) gilt als eines der bedeutendsten Musikvideos der Geschichte.

Zu seinen bekanntesten Hits zählen:
„I Walk the Line“
„Ring of Fire“
„Folsom Prison Blues“
„A Boy Named Sue“
„Man in Black“

Persönliches und Vermächtnis:
Cash kämpfte zeitlebens mit Medikamenten- und Alkoholabhängigkeit, fand jedoch durch seinen tiefen christlichen Glauben und die Unterstützung seiner zweiten Ehefrau, June Carter Cash, immer wieder Halt. Er ist der einzige Künstler, der in die Hall of Fame der Country-Musik, des Rock ’n’ Roll und der Gospel-Musik aufgenommen wurde.

Im Jahr 2025 wird sein Erbe weiterhin gepflegt: Sein Nachlass wehrt sich aktuell juristisch gegen die unbefugte Nutzung seiner Stimme durch KI oder Werbeformate. Zudem erscheinen weiterhin posthume Veröffentlichungen wie das im Jahr 2024 veröffentlichte Album Songwriter.

Johnny Cash trat zeit seines Lebens in zahlreichen Filmen und Fernsehserien auf. Dabei reichten seine Rollen von kurzen Gastauftritten (Cameos) bis hin zu tragenden Gastrollen:
Columbo (1974): In der Episode „Schwanengesang“ (Swan Song) spielte er den Mörder Tommy
Brown, einen Gospelsänger, der einen Flugzeugabsturz vortäuscht.
Unsere kleine Farm (1976): Gemeinsam mit seiner Frau June Carter Cash trat er in der Folge „Die
Sammlung“ (The Collection) auf. Er spielte Caleb Hodgekiss, einen ehemaligen Gauner, der sich
als Geistlicher ausgibt.
Die Simpsons (1997): In der Episode „Homer auf Tournee“ (El Viaje Misterioso de Nuestro Jomer) lieh
er dem „Space Coyote“ (einem spirituellen Führer in Homers Halluzination) im Original seine
markante Stimme.
Dr. Quinn – Ärztin aus Leidenschaft (1993–1997): In insgesamt vier Episoden verkörperte er die
wiederkehrende Rolle des Revolverhelden Kid Cole.
Wagon Train (1959): Dies war sein erster dramatischer Fernsehauftritt, in dem er eine kleine Rolle als
Frank Hoag übernahm.
Muppet Show (1981): Er trat als besonderer Gaststar auf und sang unter anderem mit Miss Piggy.
North and South (Fackeln im Sturm, 1985): In der berühmten Miniserie spielte er den radikalen
Abolitionisten John Brown.
Renegade – Gnadenlose Jagd (1996): Gastauftritt als Henry Travis.

Cash war zudem oft in Varieté-Shows wie der Ed Sullivan Show zu sehen und moderierte von 1969 bis 1971 seine eigene Sendung, The Johnny Cash Show, in der er zahlreiche Musiklegenden als Gäste begrüßte.



 
26. Februar 1928:
Fats Domino, US-amerikanischer Rhythm-and-Blues-Musiker wird geboren.
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Antoine „Fats“ Domino (1928–2017) war ein US-amerikanischer Pianist, Sänger und Songwriter, der als einer der bedeutendsten Pioniere des Rock ’n’ Roll gilt. Mit seinem entspannten Boogie-Woogie-Stil und seiner markanten kreolischen Stimme verkaufte er weltweit über 65 Millionen Tonträger und prägte die Musikgeschichte maßgeblich.

Musikalische Bedeutung und Stil:
Fats Domino bildete die Brücke zwischen dem schwarzen Rhythm and Blues (R&B) und dem weißen Mainstream-Pop der 1950er Jahre.

Pionierarbeit:
Seine erste Single „The Fat Man“ (1949) wird von vielen Historikern als erste Rock-’n’-Roll-Platte bezeichnet, die über eine Million Mal verkauft wurde.

Markenzeichen:
Sein Spiel war geprägt von rollenden Piano-Triolen und einem treibenden Backbeat.

Einfluss:
Er war ein großes Vorbild für Elvis Presley, der ihn als den „wahren König des Rock ’n’ Roll“ bezeichnete, sowie für die Beatles, die seinen Stil unter anderem in „Lady Madonna“ emulierten.

Zwischen 1955 und 1960 landete er elf Top-10-Hits in den US-Pop-Charts. Zu seinen unvergessenen Klassikern gehören:
„Blueberry Hill“ (1956): Sein größter kommerzieller Erfolg.
„Ain’t That a Shame“ (1955): Sein erster großer Pop-Erfolg.
„I’m Walkin’“ (1957): Ein Welthit, der in Deutschland Anfang der 1990er Jahre durch einen Aral-
Werbespot ein spätes Comeback feierte.
„Walking to New Orleans“ (1960): Eine Hommage an seine Heimatstadt.
„Blue Monday“ (1956): Ein Klassiker über den Arbeitsalltag.