News Gauck: Deutschland muss notfalls zu den Waffen greifen

Sollen wir nur zuschauen, wenn in Somailia, im Sudan, in Mali, (ja, auch) im Irak und in Syrien Menschen aufgrund von militärischen Konflikten sterben müssen?
Uns interessiert so viel Leid auf der Erde nicht. Aber militärische Konflikte scheinen eine besondere Anziehungskraft auszuüben, die man ruhig mal grundsätzlich und ergebnisoffen hinterfragen sollte.
 
Nur hat Gauck gesagt, dass unsere Soldaten das sollen?
Er hat gesagt, dass Deutschland auch über den Einsatz militärischer Mittel nachdenken soll. Mir doch egal, ob das nun ein Soldat mit G36 im Irak ist oder die Awacs Flugzeuge. Sie alle helfen beim Töten. Und dieses Töten ist nutzlos, solange damit keine Lösung geschaffen wird.

Früher gab es nach diversen Konflikten Blauhelmeinsätze, zum Bleistift Zypern, wo sich Deutschland aber regelmäßig nicht beteiligt, weil man halt historisch ein Problem damit hat, Soldaten ins Ausland zu schicken.
Was ich absolut vertretbar halte. Bei den Schweizern hat niemand ein Problem damit, dass die seit der Steinzeit neutral sind und ihr Militär nur im eigenen Land sitzen haben.

Oder beim Irakkrieg Anfang der neunziger die Diskussion, ob deutsche Soldaten an AWACS Flügen zur Kontrolle der Flugverbotszonen teilnehmen dürfen?
Was haben denn diese Beteiligungen gebracht. Der Irak ist ab morgen Bürgerkriegsland. Das wäre er auch ohne die AWACS Flüge geworden. Es halt also keinen Unterschied gemacht, ausser die Hinauszögerung des Unvermeidlichen.

Geht es darum, Lebensmitteln/medizinisches Gerät mittels Tralala in eine Land zu fliegen, wo eine Naturkatastrophe stattfand, alles kein Thema, sollen Ausstattungsgegenstände für Bündnispartner mittels Tralala ins Ausland geflogen werden, gaaanz großer Diskussionsbedarf.
Ich glaube, dass man den Menschen im Irak mit Lebensmitteln und medizinischer Versorgung mehr helfen kann als mit einem Gewehr. Auch heute.

Die ganzen Flüchtlinge, die jetzt zu den Kurden unterwegs sind, brauchen das dringend. Und keine US-Eliteeinheit, die jetzt gezielt irgendwen tötet, der morgen durch einen Neuen ersetzt ist.
 
Ist das wieder so ein Fall von Cäsarenwahn?!
Respice post te, hominem te esse memento.

Krieg ist das allerletzte Mittel wenn alle Verhandlungen gescheitert sind oder man unverschuldet angegriffen wird.

Was haben denn diese Beteiligungen gebracht. Der Irak ist ab morgen Bürgerkriegsland. Das wäre er auch ohne die AWACS Flüge geworden. Es halt also keinen Unterschied gemacht, ausser die Hinauszögerung des Unvermeidlichen.
Der Irak ist nicht ein Staat, sondern vielmehr 3 Staaten - das musste sich irgendwann entladen... Der Irak ist auch wieder so ein Beispiel wie ein Diktator eine Struktur zusammen gehalten hat, die nicht zusammen gehört.
Nun ist es am irakischen Volk den Staat wieder her zu stellen oder zu teilen.
 
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[...]Ich glaube, dass man den Menschen im Irak mit Lebensmitteln und medizinischer Versorgung mehr helfen kann als mit einem Gewehr. Auch heute.

Die ganzen Flüchtlinge, die jetzt zu den Kurden unterwegs sind, brauchen das dringend. Und keine US-Eliteeinheit, die jetzt gezielt irgendwen tötet, der morgen durch einen Neuen ersetzt ist.

Die ISIS wird leider stärker, man kann sich nur fragen wie lange die Kurden erfolgreichen Widerstand leisten können. Die irakischen Streitkräfte sind meiner Einschätzung nach so oder so überfordert. Mit deren Stärke und Ausrüstung bedarf es eigentlich nicht die Hilfe aus dem Ausland, aber sie kommen leider nicht zu recht.

Es bringt den Menschen letztes Endes auch nicht wenn man ihnen nur Lebensmittel und medizinische Unterstützung anbietet, wenn sie am nächsten Tag über den Haufen geschossen werden. Nur weil ein paar Deppen meinen sie müssten im Flüchtlingslager ein Exempel statuieren und "heldenhaft" Zivilisten abschlachten (wie oft hatte man das bisher schon in afrikanischen Krisenländern?).

Letztes Endes bin ich auch der Ansicht, das man viele Konflikte an einem Verhandlungstisch lösen und beseitigen kann. Aber "friede-freude-Eierkuchen" klappt leider nicht überall. Wir reden hier von der ISIS die sich selbst der Al-Qaida abgewandt hat mit der Begründung sie sei ihnen nicht radikal genug. Mit denen kann man leider nicht so einfach reden...

Man hätte wohl einiges abwenden können, wenn der Westen mehr Druck auf Malikis Politik gemacht hätte. Immerhin führte er nur eine schiitisch orientierte Politik - die letzten Endes mitverantwortlich ist. Da muss man sagen, dass es falsch war dies so lange zu ignorieren und es wird auch nichts bringen wenn die USA/Iran/... Truppen dort entsendet, das was stört "beseitigt" und das ganze wieder von vorne los geht aufgrund politischer Inkompetenz - again and again...

Aber unabhängig davon: Die Menschen müssen auch endlich mal begreifen das die Bundeswehr kein Schützenverein ist die uniformiert ein paar schöne Tage im Wald verbringen. Es macht auch keinen Sinn wenn man sich in der NATO und UNO etc. mitredet, aber nirgendwo mitmachen will und falls doch, wir nur den bequemen Teil rauspicken und den Rest unsere Freunde machen lassen. Immerhin erwartet wir ja auch von unseren Bündnispartnern wenn mal irgendwo was los geht das sie uns zur Seite stehen.

Einsätze wo Truppen entsendet werden in Ländern um den Leuten zu helfen (schützen/Wiederaufbau/Sicherheitsstruktur aufbauen/...) wie z. B. Somalia und sonstige Bürgerkriegsländer - würde ich begrüßen.

Schließlich kann man sich nicht immer auf die historische Vergangenheit berufen. Man kann nicht hingehen und wo anders bewusst weg sehen wo damals bei uns so gut wie alle weggesehen haben...! Schlimmeres hätte man evtl. durch ein früheres eingreifen verhindern können...
 
Aber "friede-freude-Eierkuchen" klappt leider nicht überall. Wir reden hier von der ISIS die sich selbst der Al-Qaida abgewandt hat mit der Begründung sie sei ihnen nicht radikal genug.
Und die erste Frage, die natürlich allen auf der Zunge brennt: Wie wird man dieses verfluchte Ärgernis los?
Aber die wichtigere Frage ist doch: Warum ticken die eigentlich so aus? Wer oder was ist dafür verantwortlich und ist es dann überhaupt noch wert verteidigt zu werden?
Aber unabhängig davon: Die Menschen müssen auch endlich mal begreifen das die Bundeswehr kein Schützenverein ist die uniformiert ein paar schöne Tage im Wald verbringen. Es macht auch keinen Sinn wenn man sich in der NATO und UNO etc. mitredet, aber nirgendwo mitmachen will und falls doch, wir nur den bequemen Teil rauspicken und den Rest unsere Freunde machen lassen.
Die NATO hat in den heutigen Bürgerkriegen schonmal gar nichts zu suchen.
Einsätze wo Truppen entsendet werden in Ländern um den Leuten zu helfen (schützen/Wiederaufbau/Sicherheitsstruktur aufbauen/...) wie z. B. Somalia und sonstige Bürgerkriegsländer - würde ich begrüßen.
Sich aktiv am Aufbau zu beteiligen und schützen (wen eigentlich?) würde bedeuten, dass man die dortige Regierung unterstützt. Das ist in Bürgerkriegsländern üblicherweise nicht immer populär.
Schließlich kann man sich nicht immer auf die historische Vergangenheit berufen. Man kann nicht hingehen und wo anders bewusst weg sehen wo damals bei uns so gut wie alle weggesehen haben...! Schlimmeres hätte man evtl. durch ein früheres eingreifen verhindern können...
Sehe ich anders. Wir haben damals einen gewaltigen Fehler gemacht und schmerzlich daraus gelernt. Wir haben erfahren was Nationalsozialismus bedeuten kann und die traurigen Bilder sind eingebrannt. Wäre der Krieg schon 1939 verloren gewesen, wäre der Nationalsozialismus womöglich immernoch populär, weil uns die Erkenntnis fehlen würde. Unser gesamtes Demokratieverständnis ist nur wegen dieser Erkenntnis darauf ausgerichtet, genau diesen Fehler zu verhindern. Viele, viele Fehler haben uns Europäer geprägt. Vielleicht muss die arabische Welt auch ihre eigenen Fehler machen und braucht erst einen Gottesstaat, der mal so richtig vor die Wand fährt, damit sich die Menschen überhaupt von ihm befreien (lassen). Zurzeit befreien sie sich vom demütigenden Neo-Kolonialismus und flüchten in die einzig alternative Identität, die ihnen noch bleibt.

In den Konflikten steckt auch viel Wut auf unsere Ideologie und damit scheiden wir als Vermittler und/oder Schutztruppe schon pauschal aus. Wir werden da gar nicht als neutrale Partei wahrgenommen. Da ist den Menschen auch völlig egal welches Mandat wir in der Tasche haben.

Hier geht es aber auch noch nichtmal um neutrale Schutztruppen, die Konfliktparteien trennen oder Landes-, Bündnisverteidigung. Der Kurs ist klar auf völkerrechtlich fragwürdige Interventionskriege mit starken Wirtschaftsinteressen ausgerichtet und nunmal nicht Auftrag der Bundeswehr, noch soll er es werden. Punkt.
 
Letztes Endes bin ich auch der Ansicht, das man viele Konflikte an einem Verhandlungstisch lösen und beseitigen kann. Aber "friede-freude-Eierkuchen" klappt leider nicht überall. Wir reden hier von der ISIS die sich selbst der Al-Qaida abgewandt hat mit der Begründung sie sei ihnen nicht radikal genug. Mit denen kann man leider nicht so einfach reden...
Sie führen einen Angriffskrieg und begehen Kriegsverbrechen - von daher kann man sie auch bekämpfen. Und mit so einer extremen Position kann man auch schlecht verhandeln. Ich denke auch nicht, dass man von der ISIS irgendwelche Zugeständnisse erwarten kann, jedenfalls keine die sie auch einhalten werden.
 
Und die erste Frage, die natürlich allen auf der Zunge brennt: Wie wird man dieses verfluchte Ärgernis los?
Aber die wichtigere Frage ist doch: Warum ticken die eigentlich so aus? Wer oder was ist dafür verantwortlich und ist es dann überhaupt noch wert verteidigt zu werden?

Warum die so zum Teil austicken habe ich auch schon erwähnt gehabt. Der politische Kurs von dem irakischen Ministerpräsidenten ist mitschuld. Wie man sie los werden kann? Tja, wie alle Terroristen. Gar nicht. Man kann sie nur reduzieren, verdrängen und vertreiben. Aber richtig los werden kann man sie nicht. So lange sie immer zuflucht finden werden in "gescheiterten Staaten" oder Bürgerkriegsländern so werden sie immer einen freien Spielraum haben um sich neu zu organisieren und zu wachsen.

Sich aktiv am Aufbau zu beteiligen und schützen (wen eigentlich?) würde bedeuten, dass man die dortige Regierung unterstützt. Das ist in Bürgerkriegsländern üblicherweise nicht immer populär.

Wen sollte man wohl schützen? Die Zivilisten... Es würde nicht immer bedeuten das man die Regierung unterstützt. Es kann genau so gut eine Opposition/Übergangsregierung sein (Libyen)...

Sehe ich anders. Wir haben damals einen gewaltigen Fehler gemacht und schmerzlich daraus gelernt. Wir haben erfahren was Nationalsozialismus bedeuten kann und die traurigen Bilder sind eingebrannt. Wäre der Krieg schon 1939 verloren gewesen, wäre der Nationalsozialismus womöglich immernoch populär, weil uns die Erkenntnis fehlen würde. Unser gesamtes Demokratieverständnis ist nur wegen dieser Erkenntnis darauf ausgerichtet, genau diesen Fehler zu verhindern. Viele, viele Fehler haben uns Europäer geprägt. Vielleicht muss die arabische Welt auch ihre eigenen Fehler machen und braucht erst einen Gottesstaat, der mal so richtig vor die Wand fährt, damit sich die Menschen überhaupt von ihm befreien (lassen). Zurzeit befreien sie sich vom demütigenden Neo-Kolonialismus und flüchten in die einzig alternative Identität, die ihnen noch bleibt.

Sehe ich anders. Wie viele gescheiterte sozialistische und kommunistische Staaten hatten wir in Osteuropa gehabt? Wie viele beruhen sich immer noch auf die marxistischen/leninistischen/stalinistischen/maoistischen Lehren?

Es gibt weltweit immer noch die der nationalsozialistischen Propaganda glauben, verbreiten und ausüben. Rechtsextremistische Straftaten hatten in Deutschland sogar einen anstieg um 20%. Rechtspopulistische bzw. Rechtsextreme Parteien sitzen im EU Parlament. Anzunehmen das die Menschen daraus gelernt haben ist meiner Einschätzung nach ziemlich naiv, viele soziale Experimente weisen ja auf, dass sich so gut wie jeder mitreißen lassen kann (z. B. Die Welle, Milgram Experiment,...). Folglich kann man sagen, der Mensch hat nichts gelernt und wird es leider auch nie.

Edit: *hust*

Es ist für mich auch nicht vertretbar zu sagen schade um die 55.215.456 Tote, aber gut für unser Demokratieverständnis.

Hätten wir vor ein paar Jahren im Syrien-Konflikt eingegriffen, dann hätte man wohl schlimmeres abwenden können. Jetzt wird Syrien so zersplittern wie wir es in Somalia damals hatten/haben...

Du meinst ein Gottesstaat wäre da das beste? Jetzt nehmen wir mal an, in Pakistan käme es so einem Umsturz wo Extremisten die Macht ergreifen. Dann haben wir einen ("Gott") verdammten Gottesstaat inkl. Zugriff auf nukleare Sprengköpfe. Das könnte die ganze Region umstürzen und dann hat man eine gewaltige Übermacht da unten stehen. Die wohl nicht so schnell scheitern würden, wenn mehrere Staaten mit "umkippen". Wenn man bedenkt das trotz Isolation ein Nordkorea immer noch in der Welt vorhanden ist...

In den Konflikten steckt auch viel Wut auf unsere Ideologie und damit scheiden wir als Vermittler und/oder Schutztruppe schon pauschal aus. Wir werden da gar nicht als neutrale Partei wahrgenommen. Da ist den Menschen auch völlig egal welches Mandat wir in der Tasche haben.

Es müssen ja nicht immer unsere sein. Trotz diversen Differenzen würde ich im Irak zum Beispiel iranische Unterstützung als willkommen heißen.

Hier geht es aber auch noch nichtmal um neutrale Schutztruppen, die Konfliktparteien trennen oder Landes-, Bündnisverteidigung. Der Kurs ist klar auf völkerrechtlich fragwürdige Interventionskriege mit starken Wirtschaftsinteressen ausgerichtet und nunmal nicht Auftrag der Bundeswehr, noch soll er es werden. Punkt.

Im Marineeinsatz der Bundeswehr vor den Küsten Somalias muss man zugeben das dies auch aus wirtschaftlichen Interesse ist und nicht nur darum geht internationale Schiffe zu schützen und die Piraterie einzudämmen - da gebe ich dir recht. Der UN Einsatz ist ja leider damals nach dem legendären "Black Hawk Down" gescheitert und auf ein Minimum reduziert wurden (Pakistan und ein paar benachbarte afrikanische Länder sind meines Wissens nur noch mit Truppen dort präsent).

Das Thema bei Hilfseinsätzen in Zusammenhang mit wirtschaftlichen Interessen ist immer schwierig, aber so gesehen ist dies auch wiederum Politik. Aber sollte man dennoch akzeptieren das andere Länder mit ihren Einsätzen ihre Interessen schützen und stärken und wir dann leer ausgehen? Solange den Menschen dort geholfen wird, ist es mir egal ob "wir" im Gegenzug dafür billigeres Öl erhalten...
Oder besser so gesagt, liegt es nicht an uns als Volk dem Staat die Augen zu öffnen und mehr Einsätze zu fordern die einen humanitären als einen wirtschaftlichen Hintergrund haben? ... :sing:
 
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Wen sollte man wohl schützen? Die Zivilisten... Es würde nicht immer bedeuten das man die Regierung unterstützt. Es kann genau so gut eine Opposition/Übergangsregierung sein (Libyen)...
Im Kern ergreift man also immer Partei, richtig?
Sehe ich anders. Wie viele gescheiterte sozialistische und kommunistische Staaten hatten wir in Osteuropa gehabt? Wie viele beruhen sich immer noch auf die marxistischen/leninistischen/stalinistischen/maoistischen Lehren?
Du setzt offenbar Kommunismus, Nationalismus oder einen Gottesstaat automatisch mit Tyrannei gleich.
Es ist doch völlig egal ob die Menschen ihre Produktionsmittel verteilen, sich international isolieren oder den ganzen Tag beten wollen. Sie müssen aber alle lernen, wie man von innen heraus die fanatischen Auswüchse verhindert und das geht nicht ohne Einsicht.
Es gibt weltweit immer noch die der nationalsozialistischen Propaganda glauben, verbreiten und ausüben. Rechtsextremistische Straftaten hatten in Deutschland sogar einen anstieg um 20%.
Rechtspopulistische bzw. Rechtsextreme Parteien sitzen im EU Parlament.
Und jetzt stell dir mal vor, die Russen würden die einfach wegbomben, weil sie sich dazu berufen fühlen einen "Krieg gegen den Faschismus" zu führen... Wie dankbar wären wir? :roll:
Es ist für mich auch nicht vertretbar zu sagen schade um die 55.215.456 Tote, aber gut für unser Demokratieverständnis.
Und du meinst, wenn man den Krieg verhindert hätte, hätte man auch die Ursache für den Fanatismus beseitigt? Wie hätte sich denn eine frühe Niederlage mit wenig Schaden im Kontext des Unmuts über die Knebelverträge der letzten Niederlage auf auf die vorherrschenden ideologischen Strömungen ausgewirkt? Wahrscheinlich wäre er nur später geführt worden, dann aber vielleicht mit Atomwaffen.
Hätten wir vor ein paar Jahren im Syrien-Konflikt eingegriffen, dann hätte man wohl schlimmeres abwenden können. Jetzt wird Syrien so zersplittern wie wir es in Somalia damals hatten/haben...
Wir sehen gerade im Irak und in Afghanistan wie stabil eine westlich gestützte Demokratie tatsächlich ist und wie effektiv die Einmischung langfristig ist. Intervention ist ein künstlicher Eingriff von außen, der die natürliche Entwicklung behindert und zu extremen Folgen führen kann. Dazu zählt auch ein Regime künstlich zu stützen.
Du meinst ein Gottesstaat wäre da das beste?
Du misverstehst mich. Die Menschen müssen ihren eigenen Weg gehen, ihre eigenen Fehler machen und auch ihre eigenen Fehler ausbügeln.
Es müssen ja nicht immer unsere sein. Trotz diversen Differenzen würde ich im Irak zum Beispiel iranische Unterstützung als willkommen heißen.
Ja schiitische Soldaten als Friedenstruppe im Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten. Tolle Idee.
Das Thema bei Hilfseinsätzen in Zusammenhang mit wirtschaftlichen Interessen ist immer schwierig, aber so gesehen ist dies auch wiederum Politik. Aber sollte man dennoch akzeptieren das andere Länder mit ihren Einsätzen ihre Interessen schützen und stärken und wir dann leer ausgehen?
8O offene Kritik wär mal nen Anfang. Man muss doch nicht jeden Quatsch mitmachen, nur weil es die Großen machen.
Solange den Menschen dort geholfen wird, ist es mir egal ob "wir" im Gegenzug dafür billigeres Öl erhalten...
Billigeres Öl ist doch nicht die Wirkung, sondern die Ursache der meisten Probleme. Und ich weiß nicht wie 500.000 Tote den Menschen im Irak geholfen haben sollen.
 
Im Kern ergreift man also immer Partei, richtig?
Es geht nicht ohne...

Du setzt offenbar Kommunismus, Nationalismus oder einen Gottesstaat automatisch mit Tyrannei gleich.
Es ist doch völlig egal ob die Menschen ihre Produktionsmittel verteilen, sich international isolieren oder den ganzen Tag beten wollen. Sie müssen aber alle lernen, wie man von innen heraus die fanatischen Auswüchse verhindert und das geht nicht ohne Einsicht.

Du stellst dir alles einfach vor. Im Sozialismus war es nicht das Übel das Produktionsmittel verteilt wurden sind. Sondern andere Dinge. Es nützt nichts, wenn die Menschen Einsicht haben aber nicht die Kraft und den Mut aufbringen können sich gegen ihr Regime zu wehren weil ihnen die Hände gebunden sind. Nicht alles läuft so friedlich ab wie der Mauerfall...

Und jetzt stell dir mal vor, die Russen würden die einfach wegbomben, weil sie sich dazu berufen fühlen einen "Krieg gegen den Faschismus" zu führen... Wie dankbar wären wir? :roll:

Schwachsinniger Vergleich :roll: Es gibt einen unterschied ob politische Extremisten Gewalttaten ausüben, oder ob sie zu Separatisten werden und sich somit bewaffnen und ein Land in ein Bürgerkrieg stürzen. Außerdem muss man dann hier berücksichtigen, wären wir selber nicht in der Lage die Situation in den Griff zu bekommen, sollte man nicht zu Stolz sein und Hilfe aus dem Ausland ablehnen.

Und du meinst, wenn man den Krieg verhindert hätte, hätte man auch die Ursache für den Fanatismus beseitigt? Wie hätte sich denn eine frühe Niederlage mit wenig Schaden im Kontext des Unmuts über die Knebelverträge der letzten Niederlage auf auf die vorherrschenden ideologischen Strömungen ausgewirkt? Wahrscheinlich wäre er nur später geführt worden, dann aber vielleicht mit Atomwaffen.

Hätte würde was wäre wen - spekulativ. Die Ursache des Fanatismus ist nicht beseitigt wurden, sie ist immer noch Gegenwärtig.

Vielleicht gäbe es dann auch die Grundidee eines Europas, wäre aber in einem anderen Entwicklungsstufe, vielleicht gäbe es andere Europa interne Kriegskonflikte oder es wäre gar nichts passiert. Aber darum geht es hier nicht. Was ich dir klar machen wollte, ist trotz das der Mensch die Ursache und die Probleme kennt es sich nicht so leicht was ändern wird. Nur weil es einen 1 WK und einen 2 WK gab heißt es nicht das es keinen weiteren geben mag.

Nur weil das 3. Reich verfallen ist, man die Situation analysierte heißt es aber noch lange nicht das so was nie wieder vorkommen kann. Das zu glauben ist meiner Ansicht nach naiv.

Wir sehen gerade im Irak und in Afghanistan wie stabil eine westlich gestützte Demokratie tatsächlich ist und wie effektiv die Einmischung langfristig ist. Intervention ist ein künstlicher Eingriff von außen, der die natürliche Entwicklung behindert und zu extremen Folgen führen kann. Dazu zählt auch ein Regime künstlich zu stützen.

Afghanistan hat zwar Defizite, aber ich habe dort mehr Hoffnung als im Irak.

Du misverstehst mich. Die Menschen müssen ihren eigenen Weg gehen, ihre eigenen Fehler machen und auch ihre eigenen Fehler ausbügeln.

Dazu habe ich ja weiter oben schon was geschrieben....
Es nützt aber nichts, wenn die dieses machen wir aber dann direkt bzw. dann indirekt selber betroffen sind. Jetzt nehmen wir an die ISIS erreichen ihre Ziele - glaubst sie würden uns in Ruhe lassen? Wie viele Terroristen lassen sich wohl dort dann noch mehr ausbilden und kommen wieder zurück in den Westen?

Ja schiitische Soldaten als Friedenstruppe im Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten. Tolle Idee.
Jap da hast du recht. Da habe ich Mist gelabbert - so weit habe ich das auf die schnelle nicht berücksichtigt.

8O offene Kritik wär mal nen Anfang. Man muss doch nicht jeden Quatsch mitmachen, nur weil es die Großen machen.

Es kommt darauf an in wie fern wir durch so einen "Quatsch" betroffen sind oder nicht...

Billigeres Öl ist doch nicht die Wirkung, sondern die Ursache der meisten Probleme. Und ich weiß nicht wie 500.000 Tote den Menschen im Irak geholfen haben sollen.
Das mit dem Öl war ja nur ein Beispiel. Ressourcen waren immer die Ursache bei den meisten bewaffneten Konflikten.
 
Es geht nicht ohne...
Doch. Neutralität, faire Handelsbeziehungen und politischer Austausch auf Augenhöhe. Es bringt doch nix sich einfach im Teufelskreis weiter zu drehen.

Schwachsinniger Vergleich :roll: Es gibt einen unterschied ob politische Extremisten Gewalttaten ausüben, oder ob sie zu Separatisten werden und sich somit bewaffnen und ein Land in ein Bürgerkrieg stürzen.
Das eine ist die Vorstufe des anderen. Es war doch die westliche Intervention, die Extremisten derart Zulauf einbrachte, dass sie den offenen Konflikt überhaupt wagen konnten.

Hätte würde was wäre wen - spekulativ.
Hätten wir vor ein paar Jahren im Syrien-Konflikt eingegriffen, dann hätte man wohl schlimmeres abwenden können.
:yawn:

Die Ursache des Fanatismus ist nicht beseitigt wurden, sie ist immer noch Gegenwärtig.
Im Gegensatz zur ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gibt es nun aber innere Kräfte, die dem entgegen wirken und die Bedrohung klein halten. Aufklärung, Erfahrung, wehrhafte Demokratie.
Die Geschichte ist eben nicht nur grausam, sondern auch ein wertvolles Vermächtnis für die weitere Entwicklung einer Gesellschaft.

Aber darum geht es hier nicht. Was ich dir klar machen wollte, ist trotz das der Mensch die Ursache und die Probleme kennt es sich nicht so leicht was ändern wird. Nur weil es einen 1 WK und einen 2 WK gab heißt es nicht das es keinen weiteren geben mag.
Für meine Begriffe gab es bereits einen 3. und 4. ;)
Ich will dir nur meinen Standpunkt klar machen, dass die Menschen da unten echt beschissene Regierungen haben, derer sie sich besser selbst entledigen. Manche trauen sich noch nicht, manche haben es noch nicht gemerkt und manche wollen es noch beschissener machen, aber wir sollten endlich aufhören uns bei der Bevölkerung zum Feindbild Nummer 1 machen zu wollen. Das hilft ja auch niemandem.
Nur weil das 3. Reich verfallen ist, man die Situation analysierte heißt es aber noch lange nicht das so was nie wieder vorkommen kann. Das zu glauben ist meiner Ansicht nach naiv.
Wer glaubt denn das? Wir WISSEN, dass es vorkommen kann, weil es genau hier passiert ist. Ich kann den alten Flakturm vom Küchenfenster aus sehen. Deshalb versuchen wir das ja auch aktiv zu verhindern. Präventiv. Wir selbst. In unserem eigenen Vorgarten. Und nicht irgendeine Schutzmacht, Schrägstrich, Weltpolizei von außen.
Es nützt aber nichts, wenn die dieses machen wir aber dann direkt bzw. dann indirekt selber betroffen sind. Jetzt nehmen wir an die ISIS erreichen ihre Ziele - glaubst sie würden uns in Ruhe lassen? Wie viele Terroristen lassen sich wohl dort dann noch mehr ausbilden und kommen wieder zurück in den Westen?
Teufelskreis. Wieso fahren da eigentlich so viele hin um sich ausbilden zu lassen und zurück zu kommen? Richtig, weil wir versucht haben zu verhindern, dass jemand seine Ziele erreicht und ausversehen das falsche Dorf bombardiert haben... unter falschem Vorwand... wegen bunter Bildchen. Da wäre ich auch sauer.
 
Doch. Neutralität, faire Handelsbeziehungen und politischer Austausch auf Augenhöhe. Es bringt doch nix sich einfach im Teufelskreis weiter zu drehen.

Und wie sollte das jetzt den Syrien Konflikt lösen? Es wurde versucht das ganze diplomatisch zu lösen...


Das eine ist die Vorstufe des anderen. Es war doch die westliche Intervention, die Extremisten derart Zulauf einbrachte, dass sie den offenen Konflikt überhaupt wagen konnten.

Lassen wir mal die ganzen Verschwörungstheorien außen vor, meines Wissens nach betrat vor dem 11. September keine westlichen Interventionstruppen den Afghanistan um gegen die Taliban zu kämpfen.

EDIT: Die (höher als erwartet) Wahlbeteiligung in Afghanistan zeigte doch auch was die Menschen nun wollen. Das sie wählen gehen trotz Drohungen der Taliban, dem vergangenen trotzen...

[...]Teufelskreis. Wieso fahren da eigentlich so viele hin um sich ausbilden zu lassen und zurück zu kommen? Richtig, weil wir versucht haben zu verhindern, dass jemand seine Ziele erreicht und ausversehen das falsche Dorf bombardiert haben... unter falschem Vorwand... wegen bunter Bildchen. Da wäre ich auch sauer.

Über die Motive kann man sich streiten, aber ich bin der Ansicht, dass die "Rache-Absicht" bei denen ist die in den Krisenregionen leben. Für viele Extremisten/Fanatiker die im "Westen" Zuhause sind, ist dies nur ein weiterer Grund. Aber nicht unbedingt die Hauptursache sich dem Dschihad anzuschließen.



Ich weiß das meine Behauptung ebenfalls rein spekulativ war :roll: Dennoch bin ich der Ansicht das durch ein früheres Eingreifen der Einfluss und der Zuwachs von Al-Qaida Kämpfern da unten geringer wäre. Doch jetzt sind sie da. Organisiert und stark...


Im Gegensatz zur ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gibt es nun aber innere Kräfte, die dem entgegen wirken und die Bedrohung klein halten. Aufklärung, Erfahrung, wehrhafte Demokratie.
Die Geschichte ist eben nicht nur grausam, sondern auch ein wertvolles Vermächtnis für die weitere Entwicklung einer Gesellschaft.

Es gab auch schon vor dem Aufstieg der NSDAP Kräfte die davor gewarnt haben. Es gab während der Machtübernahme Kräfte die Widerstand geleistet haben. Es mag sein das die Menschen nun "wacher" sind was das angeht, aber es bedeutet noch lange nicht das dadurch die "Demokratie" bewahrt bleibt...

Selbst vor dem 3. Reich wurden die Juden in der Geschichte mehrfach verfolgt, dies schützte leider nicht vor einem Holocaust...


Für meine Begriffe gab es bereits einen 3. und 4. ;)
Ich will dir nur meinen Standpunkt klar machen, dass die Menschen da unten echt beschissene Regierungen haben, derer sie sich besser selbst entledigen. Manche trauen sich noch nicht, manche haben es noch nicht gemerkt und manche wollen es noch beschissener machen, aber wir sollten endlich aufhören uns bei der Bevölkerung zum Feindbild Nummer 1 machen zu wollen. Das hilft ja auch niemandem.

Wer sagt denn das wir uns bei der Bevölkerung zum Feindbild machen? Ich kann mir vorstellen das bei den Golfkriegen die US-Truppen nicht wünschenswert waren, aber jetzt würden vor allen die Flüchtlinge US Truppen zu ihrem Schutz wünschen. Gerade die USA, die an der jetzigen Situation da unten nicht Unschuldig ist, hat meiner Ansicht nach eine große Verantwortung im Irak - denen sie sich nicht stellen mag...

Wer glaubt denn das? Wir WISSEN, dass es vorkommen kann, weil es genau hier passiert ist. Ich kann den alten Flakturm vom Küchenfenster aus sehen. Deshalb versuchen wir das ja auch aktiv zu verhindern. Präventiv. Wir selbst. In unserem eigenen Vorgarten. Und nicht irgendeine Schutzmacht, Schrägstrich, Weltpolizei von außen.

Es nützt nichts wenn mein Vorgarten "schützend" blüht, während die Pflanzen in den Nachbargärten nach und nach verwelken. Denn dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, in welcher Kraft und Pracht und für wie lange meine Pflanzen blühen mögen. - Und das war für mich jetzt genug Poesie für die kommende Woche ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wie sollte das jetzt den Syrien Konflikt lösen? Es wurde versucht das ganze diplomatisch zu lösen...
Ohne Geld und Waffen aus dem Ausland löst er sich von alleine und möglicherweise sogar weniger blutig. Es besteht allerdings die Gefahr, dass uns das Ergebnis nicht gefällt.

Lassen wir mal die ganzen Verschwörungstheorien außen vor, meines Wissens nach betrat vor dem 11. September keine westlichen Interventionstruppen den Afghanistan um gegen die Taliban zu kämpfen.
Nicht gegen, aber mit. Auch eine Form der Intervention.

Doch jetzt sind sie da. Organisiert und stark...
Weil sie westliche Waffenlieferungen, Munition, Fahrzeuge, Kommunikationsgerät und sogar Ausbildung erhalten... :LOL:

Es gab auch schon vor dem Aufstieg der NSDAP Kräfte die davor gewarnt haben. Es gab während der Machtübernahme Kräfte die Widerstand geleistet haben. Es mag sein das die Menschen nun "wacher" sind was das angeht, aber es bedeutet noch lange nicht das dadurch die "Demokratie" bewahrt bleibt...
Es bedeutet noch nichtmal, dass die Demokratie überhaupt erhaltenswert ist oder die Spitze der politischen Evolution sei. Wir wissen aber, was wir ganz sicher nicht wollen.

Wer sagt denn das wir uns bei der Bevölkerung zum Feindbild machen? Ich kann mir vorstellen das bei den Golfkriegen die US-Truppen nicht wünschenswert waren, aber jetzt würden vor allen die Flüchtlinge US Truppen zu ihrem Schutz wünschen.
Es geht doch dabei nicht um Mehrheiten. Was juckt den Vater seiner von einer Drohne getöteten Tochter was die Mehrheit im Land denkt? Da unten ruft jedenfalls, soweit ich mich nicht irre, niemand nach Blutrache an Schweizern.
 
Ohne Geld und Waffen aus dem Ausland löst er sich von alleine und möglicherweise sogar weniger blutig. Es besteht allerdings die Gefahr, dass uns das Ergebnis nicht gefällt.
Das Problem liegt wohl eher, das die Splittergruppen zu viel "Hilfe" aus dem Ausland bekommen von zu vielen Interessenvertretern. Somit wurde Syrien zu einer Spielwiese von Stellvertreterkriegen.

Weil sie westliche Waffenlieferungen, Munition, Fahrzeuge, Kommunikationsgerät und sogar Ausbildung erhalten... :LOL:
Die Extremisten werden überwiegend von Katar, Saudi Arabien und der Türkei finanziert. Soweit ich weiß bildet und rüstet die CIA die "gemäßigten Rebellen" aus...


Es bedeutet noch nichtmal, dass die Demokratie überhaupt erhaltenswert ist oder die Spitze der politischen Evolution sei. Wir wissen aber, was wir ganz sicher nicht wollen.

Habe ich auch nicht behauptet. Habe das nur aufgegriffen um auf deine "wehrhafte Demokratie" einzugehen.

Es geht doch dabei nicht um Mehrheiten. Was juckt den Vater seiner von einer Drohne getöteten Tochter was die Mehrheit im Land denkt? Da unten ruft jedenfalls, soweit ich mich nicht irre, niemand nach Blutrache an Schweizern.

Das Thema "Motiv" hatten wir schon mal...

Bist du da mit der Schweiz sicher? Sie ist immerhin ein Land wo sie die Minarett verboten haben (wie das wohl extremistische Terroristen auffassen?) und nur weil die Schweiz eine unpolitische Rolle einnimmt, heißt es noch lange nicht das sie selber nichts gegen Al-Qaida vorgehen, wenn es innerhalb ihrerer Landesgrenze liegt - auch wenn sie aufgrund ihrerer Gesetze damit Probleme haben...

Dennoch mag dies nicht bedeuten, das die Schweiz dadurch keine Probleme mit der Al-Qaida bekommen würde (direkt aber auch indirekt)...
 
Die Extremisten werden überwiegend von Katar, Saudi Arabien und der Türkei finanziert. Soweit ich weiß bildet und rüstet die CIA die "gemäßigten Rebellen" aus...
Woher kriegen denn Katar und die Saudis ihre Waffen? Achja, von uns.

Und natürlich gibt es auch klare Grenzen und strenge Kontrollen, wen man da in Syrien beliefert.
Nichtmal bei den afghanischen Soldaten und Polizisten konnte man sich sicher sein, wen man da eigentlich trainiert und nicht umsonst gehören westliche Waffen zum Standard-Repertoir in jedem Bürgerkrieg. Warum wollen die Amis eigentlich keine Luftabwehrraketen an die "gemäßigten" liefern, wenn sie sich doch so sicher sein können, dass keine Waffen bei Extremisten landen?
Und was heißt überhaupt "gemäßigt" in einem Bürgerkrieg? :think:

Dennoch mag dies nicht bedeuten, das die Schweiz dadurch keine Probleme mit der Al-Qaida bekommen würde (direkt aber auch indirekt)...
Es ist aber auch klar worauf Extremisten den Großteil ihrer begrenzten Ressourcen verwenden. Und das sind üblicherweise die Parteien, die sich an militärischen Interventionen beteiligen.
 
Woher kriegen denn Katar und die Saudis ihre Waffen? Achja, von uns.

Die Saudis setzen aber wohl kaum das ein was sie bei uns kaufen. Denn überwiegend sind sowjetische Waffen im Einsatz die sie direkt woanders beziehen können. Ansonsten wäre es mir neu das wir direkt DSchK Maschinengewehre, Flugabwehrkanonen vom Typ SU-23-2, Strela-2, AK 47,... herstellen. Was ja alles alte Sowjetische Bestände sind :think:

Saudi Arabien und Co. liefern neben Panzerabwehrwaffen überwiegend Geld und gekauft wird bei russischen Waffenhändlern als auch im Libanon...

Und natürlich gibt es auch klare Grenzen und strenge Kontrollen, wen man da in Syrien beliefert.
Nichtmal bei den afghanischen Soldaten und Polizisten konnte man sich sicher sein, wen man da eigentlich trainiert [...]

Das stimmt. Man kann sich nie sicher sein wen man trainiert. Da es auch einige Überläufer gibt. Solange es nur ein geringer Bruchteil sein wird, ist es wohl ein "kalkulierbares Risiko".

[...] und nicht umsonst gehören westliche Waffen zum Standard-Repertoir in jedem Bürgerkrieg.
Nope. Siehe oben - Alles Waffen womit die Rote Armee mal ausgestattet war.

Es gab mal Bilder von ein paar Rebellen aus Libyen mit ein paar G-36 in den Händen. Diese wurden zwar nicht an die Rebellen direkt geliefert, sondern stammen aus erbeuteten Gadaffis Beständen (was die Sache jetzt auch nicht besser macht - da sie bei keinen von den 2 Parteien hätte landen sollen).

Warum wollen die Amis eigentlich keine Luftabwehrraketen an die "gemäßigten" liefern, wenn sie sich doch so sicher sein können, dass keine Waffen bei Extremisten landen?
Und was heißt überhaupt "gemäßigt" in einem Bürgerkrieg? :think:

Weil das Risiko zu groß ist. Die verschiedenen Rebellengruppierungen bekämpfen sich auch untereinander. Es wäre fatal wenn solche schwere Waffen dann Extremisten in die Finger bekommen, in dem sie diese erbeuten.

Die "gemäßigten Rebellen" sind Diejenigen die nicht zu den Extremisten gehören und mit denen auch im Krieg sind.

Es ist aber auch klar worauf Extremisten den Großteil ihrer begrenzten Ressourcen verwenden. Und das sind üblicherweise die Parteien, die sich an militärischen Interventionen beteiligen.

Jetzt sind sie noch beschränkt, aber auch deren Ressourcen werden größer. Erst recht wenn sie einen Staat nach ihren Vorbild erschaffen können...
 
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Die Spenden sicher nicht ihre Neuware. Richtig.

Also ich sehe auf den Bildern aus Syrien verdächtig viele FN FAL. Wer könnte denn davon noch Altbestände rumliegen haben? Zufällig Katar und Saudi Arabien.

Selbst wenn Katar / Saudi Arabien keine Altbestände davon hätten, würden sie die fleißig mit anderen Waffen versorgen. Aber es muss nicht sein, dass diese von den Saudi Arabien bzw. Katar stammen. Diese können genau so gut ihren Weg über Libyen oder Israel gefunden haben...