Also um der Wahrheit die Ehre zu geben, Kelle... Wenn ich sowas hier lese: Huffingtonpost, dann fällt selbst mir nix mehr ein. Ich bin zwar noch immer nicht dafür, solchem Pack Steine an den Kopf zu schmeißen, aber ich sehe durchaus ein, dass man mit solchen Leuten auch nicht mehr vernünftig diskutieren kann...

Ich meine, man kann ja von der Frau Doktor halten was man will, aber ein Mindestmaß an Respekt, gerade wenn man sich gegenüber steht, sollte doch schon die Höflichkeit gebieten. Das schafft man ja sogar im Land- und Bundestag. Also ich lass mir als Alternative zu meinem Vorschlag, dass die Politik dort hin und in den Dialog mit den Leuten muss, nochmal was anderes einfallen...
 
Ich bin zwar noch immer nicht dafür, solchem Pack Steine an den Kopf zu schmeißen...

Ich finde es gut, dass Dein Mitleid mit unschuldigen Steinen angemessen groß wird. :ugly:

Also ich lass mir als Alternative zu meinem Vorschlag, dass die Politik dort hin und in den Dialog mit den Leuten muss, nochmal was anderes einfallen...

Mal was aus meiner Thüringer Heimat: https://eichsfeld.thueringer-allgem...8222-Heiligenstadt-ist-nicht-Heide-1133460703

NPDler wurden vor dem Saal von der Polizei abgefangen.
Der Landrat (CDU): „Sie haben nicht das Recht, diese Vorurteile in den Raum zu stellen.“

Das "reden" geht bis zu einem gewissen Punkt, wo Ungewissheit und "Angst" nicht von Vorurteilen und Hass triefen.

Ferndiagnose: Alles richtig gemacht. :)
 
Ja die frage war durchaus ernst gemeint ? Wie könnte man dir und deinen "ich bin ja kein Nazi, aber......." Freunden am besten helfen. Reichen Jobs oder braucht ihr ein paar streicheleinheiten wie kann ich euch am besten helfen?
Und isch habe gar keine Klarinette.

öhm vielleicht ist Dir ja entfallen woher Dein Lebensunterhalt kommt, aber Menschen wie Photon kommen zumindest dafür auf und Du fragst ihn dann ob "Jobs reichen würden"? :ugly:

Ich mein, wenn es nicht so dämlich bis albern wäre sich selbst so ins Aus zu schießen, könnte man Dir glatt böse sein ;)
 
Ich mein, wenn es nicht so dämlich bis albern wäre sich selbst so ins Aus zu schießen, könnte man Dir glatt böse sein ;)
Ich glaube nur nicht, dass es eine so gute Idee ist, diesen User zu "wecken", indem man nochmal auf das Geseiere eingeht. Wenn Du mal die beiden Beiträge liest, dann siehst Du schon anhand der Rechtschreibung, wessen Geistes Kind es wohl sein mag. Außerdem kam da nix konstruktives, es ging ausschließlich ums Pöbeln. Womöglich bin ich ihm bei einem anderen Thema auf den Schlips getreten und jetzt kam die Retourkutsche (vermutlich im Suff). Insofern wird es besser sein, es zu ignorieren, sonst kommen wir hier vom Thema ab, beleidigen uns nur noch gegenseitig und überlassen dem Präkariat womöglich noch das Feld :biggrin:
 
Ich kann das ohne Anmeldung/Registrierung komplett lesen. 8O
So sieht das bei mir aus:
s9fGU.jpg

Falls es wichtig ist, kannst Du den Text hier rein quoten?
 
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Zu dem Video in der Huffingtonpost: naja, was soll man dazu noch sagen :roll:

Was ich im Moment erschreckend finde, wie viel stumpfsinn und schwachsinn auf FB geteilt und kommentiert wird. Da fasst man sich an Kopf. Daher fand ich diesen Beitrag (gestern nur auf FB gesehen, heute netterweise auch in der Mopo) sehr cool: https://mopo24.de/nachrichten/so-haben-fluechtlinge-ein-camp-hinterlassen-10200

Vielleicht sollte man das den Leuten in Heidenau nochmal genau zeigen. ;)
Ich finde es auch nicht prickelnd, dass so viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen, ABER: wenn man mal Videos vom IS gesehen hat, wie sie am lebendigen Leibe Leute abschlachten, köpfen, verbrennen, ertränken, erschießen oder verstümmeln ist eine Flucht durchaus nachvollziehbar. Auch haben die Menschen in ihrer Heimat doch nix. Wenn ich weiß, ich sterbe eh, versuche ich die Flucht in ein besseres Land, wo die Chance besteht ein wesentlich besseres Leben zu führen.

Das Hauptproblem in meinen Augen liegt darin, dass die anderen Staaten (die ja sonst immer gerne Krieg spielen) wenig bis gar nichts tun das Problem an der Wurzel zu beseitigen. Solange es den IS gibt wird es immer Flüchtlinge geben. Entweder man nimmt die FLüchtlinge auf und unternimmt nix, oder man unternimmt was und dann hört es auch mit den Flüchtlingen auf. (mal ganz theoretisch gesehen).

Aber solange "wir" nix ändern, dürfen wir auch nicht an der Situation meckern...vor allem, wnen wir gar nicht mal so schlecht am Waffenexport verdienen ;-)
 
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Das Hauptproblem in meinen Augen liegt darin, dass die anderen Staaten (die ja sonst immer gerne Krieg spielen) wenig bis gar nichts tun das Problem an der Wurzel zu beseitigen.
Weil die umliegenden Staaten den IS gar nicht so unsympathisch finden. Oder zumindest weniger unsympathisch als Assad. Im Augenblick unterstützen einige Länder je nach Gusto irgendeine Gruppe, die sich gegen Assad wirft. Mal mit Geld, mal mit Waffen, mal (wie im Falle der Türkei) auch gern "humanitär", indem man verletzte IS-Terroristen medizinisch versorgt.

Nur scheint kaum jemand auf dem Schirm zu haben, was wohl passiert, wenn Assad gestürzt ist und der IS als stärkste Kraft die Macht an sich reißt. Ich höre schon den einen oder anderen sich kleinlaut einen Assad zurück wünschen...

Aber solange "wir" nix ändern, dürfen wir auch nicht an der Situation meckern...vor allem, wnen wir gar nicht mal so schlecht am Waffenexport verdienen ;-)
Ich habe noch nicht einen Cent an einer Waffe oder Patrone verdient, Du etwa? Was ich tue ist, mit meinem Steuergeld die Regierung zu unterstützen, die durch die aktive Genehmigung von Waffenexporten wider besseren Wissens in wessen Hände sie gelangen, den Konflikt begünstigen. Aber auch da kann man mir wohl nur einen sehr begrenzten Vorwurf machen, denn ich habe als Angestellter kaum die Möglichkeit, Steuern zu hinterziehen oder die Zahlung zu verweigern. Ich könnte mich höchstens arbeitslos melden, aber ich bin mir nicht sicher, ob das dann zielführend wäre... :D
 
Weil die umliegenden Staaten den IS gar nicht so unsympathisch finden. Oder zumindest weniger unsympathisch als Assad. Im Augenblick unterstützen einige Länder je nach Gusto irgendeine Gruppe, die sich gegen Assad wirft. Mal mit Geld, mal mit Waffen, mal (wie im Falle der Türkei) auch gern "humanitär", indem man verletzte IS-Terroristen medizinisch versorgt.

Nur scheint kaum jemand auf dem Schirm zu haben, was wohl passiert, wenn Assad gestürzt ist und der IS als stärkste Kraft die Macht an sich reißt. Ich höre schon den einen oder anderen sich kleinlaut einen Assad zurück wünschen...

Natürlich ist es ein wenig komplexer als von mir geschildert ;-)
Wenn man richtig aufplittet wer mit dem ins Bett geht und wer mit wem eine Affäre hat wirds schon kompliziert das ganze zu "bereinigen" da man feststellen würde: zu deutsch, jeder fickt irgendwie mit jedem (mal ganz salop ausgedrückt :ugly: )

Und andere wiederum haben gar kein Interesse etwas an der Situation zu ändern.

Ich habe noch nicht einen Cent an einer Waffe oder Patrone verdient, Du etwa?

Ich auch nicht, aber unser Staat, die Firmen die die Waffen herstellen & die ganzen Mitarbeiter der Firmen ;-)

Hey, 3. Größer Waffenexporteur weltweit...da gehts um bisschen Kohle ;)
 
Hey, 3. Größer Waffenexporteur weltweit...da gehts um bisschen Kohle ;)
Klar, ohne Frage. Aber irgendwer hat mal damit angefangen, den Deutschen ins Gewissen reden zu wollen mit: "Ihr habt an den Waffen verdient, die jetzt Leute abschlachten. Ihr habt an dem Gold und Diamanten verdient, für die Leute dort ausgebeutet wurden und ihr Leben riskierten. Ihr habt Kolonien gehabt, habt schön an der Arbeit der Menschen verdient, habt sie ausgebeutet, versklavt und später habt ihr euch nicht darum gekümmert, was aus dem Land wird. Im Dritten Reich habt ihr den Krieg über dieses Land gebracht und wieder alles gestohlen" Und noch mehr Zeug.

Wer mir damit in irgendeiner Form ein schlechtes persönliches oder nationales Gewissen einreden will, ist bei mir ganz falsch. Ich als Person habe keinen Cent verdient an irgendeiner dort aufgeführten Handlung; auch niemand aus meiner Familie, meinem Freundeskreis oder dessen Familien.

Was mein nationales Gewissen angeht, naja, da könnte man mich unter anderen Umständen eher drübe kriegen. Aber weißt Du, seitdem ich mir immer irgendeinen Zeigefinger anschauen muss, der mahnend gen Himmel gereckt wird, wenn ich auch nur erwähne, dass ich eine Art Ansatz zu einem so genannten Nationalstolz habe (der bei weitem nicht so ausgeprögt ist, wie etwa der eines US-Amerikaners), man allenthalben bemüht ist, eine deutsche Identität im Volk zu ersticken und eine europäische zu fördern, seitdem lasse ich mich natürlich auch äußert ungern über mein deutsches Gewissen in die Haftung nehmen.

Unter dem Strich ist es nun so, dass ich selbst Pazifist bin und folglich mit Waffen im Allgemeinen meine Probleme habe. Ich habe selbst noch keine hergestellt, abgefeuert oder verkauft. Ich stimme nur selten mit den Machenschaften meiner Regierung überein; die meiste Zeit schüttle ich nur verständnislos den Kopf, was die wohl wieder aus dem Kopf lassen. Ob ich für oder gegen Waffenverkäufe bin, interessiert meine Volksvertreter außerdem genauso viel oder wenig, wie meine Meinung zu anderen Themen - gar nicht. Ich fühle mich daher weder schuldig, noch leitet sich für mich aus der Tatsache, dass meine Regierung irgendetwas tut, irgendeine staatsbürgerliche Pflicht zur Wiedergutmachung oder was auch immer ab. Meiner Pflicht zur Bekämpfung komme ich bei jeder einzelnen Wahl nach, was allerdings bislang völlig ergebnislos war. Andere Wege stehen allerdings leider unter Strafe. Insofern stoßen derartige Argumente bei mir regelmäßig auf sowas von taube Ohren :)
 
Photon, ich stimme in vielen Punkten zu nahe 100 % mit Dir überein ;-)
Du oder ich sind persönlich an gar keinen Umständen im Ausland schuldig. Unser Staat schon eher (siehe Punkte oben).

Zum Thema Nationalstolz: ich war am 4. Juli zufällig in Amerika gewesen. Was die Amis da aufgefahren haben, wie sie den Tag gefeiert haben...das war schon imposant anzusehen. Ich fand es cool, dass es soetwas noch gibt (naja, in vielen Ländern eigentlich - nur Deutschland darf soetwas nicht haben).
 
Und doch profitieren alle vom daraus resultierenden Wohlstand. Aber ist nen anderes Thema... ;)
Inwiefern profitiere ich von Waffenverkäufen? Ich weiß natürlich nicht, wieviel Steuergeld dabei rum kommt (ich vermute, dass das Schmiergeld wohl interessanter ist), aber ich würde dazu gern mal eine Volksbefragung durchführen:

A) Alles bleibt wie es ist.
B) Wir stellen nur noch Waffen für Sportschützen her, aber kein Kriegsgerät und verkaufen auch keine Waffen mehr ins Ausland, auch nicht an "die Guten". Im Gegenzug erhöhen wir die Mehrwertsteuer um 0,5%.

Also ich würde für B stimmen.

Du oder ich sind persönlich an gar keinen Umständen im Ausland schuldig. Unser Staat schon eher (siehe Punkte oben).
Also nehmen wir unsere Volksvertreter in die Haftung? Ist sowieso längst überfällig.

Weißt Du, ich sehe es ganz einfach. Wenn wir Flüchtlingen helfen, dann tun wir es, weil wir es wollen. Weil da Menschen in Not sind, die Hilfe benötigen. Und weil man nie wissen kann, wie es hier mal in Deutschland wird, irgendwann bin vielleicht ich oder auch "nur" meine Frau (und eventuell Kinder) auf der Flucht, die ich dann in Sicherheit wissen will. Deswegen und aus humanitären Gründen sollten wir tun, was wir tun können. Auch wenn wir militärisch intervenieren sollten, dann tun wir es, weil wir die Ursache des Übels beseitigen wollen und letztlich auch um uns selbst zu helfen, nicht überrannt zu werden.

Aber es braucht niemand versuchen mir ein schlechtes Gewissen machen zu wollen für Dinge, die Leute getan haben, die ich persönlich zum Kotzen finde. Und mir gleichzeitig womöglich noch mein bißchen deutsches Identiätsbewusstsein vorwerfen... Nee nee...
 
Weißt Du, ich sehe es ganz einfach. Wenn wir Flüchtlingen helfen, dann tun wir es, weil wir es wollen.
Nein, weil wir (=der Staat und die Gesellschaft als Ganzes) uns dazu verpflichtet haben und es eine einen moralischen Imperativ zur Hilfe gibt! den erkennst du ja selber sogar an:
Weil da Menschen in Not sind, die Hilfe benötigen. Und weil man nie wissen kann, wie es hier mal in Deutschland wird, irgendwann bin vielleicht ich oder auch "nur" meine Frau (und eventuell Kinder) auf der Flucht, die ich dann in Sicherheit wissen will. Deswegen und aus humanitären Gründen sollten wir tun, was wir tun können.
Auch wenn wir militärisch intervenieren sollten, dann tun wir es, weil wir die Ursache des Übels beseitigen wollen und letztlich auch um uns selbst zu helfen, nicht überrannt zu werden.
Ob das mit einer militärischen Intervention getan wäre darf bezweifelt werden - siehe Afghanistan, Irak Libyen...
Aber es braucht niemand versuchen mir ein schlechtes Gewissen machen zu wollen für Dinge, die Leute getan haben, die ich persönlich zum Kotzen finde. Und mir gleichzeitig womöglich noch mein bißchen deutsches Identiätsbewusstsein vorwerfen... Nee nee...
Auch wenn du nicht gutheißt, was "Leute" (oder wie Herr Gabriel nicht unpassend gesagt hat: "Pack") getan haben und immer noch tun - ihre Motive teilst du doch, oder? zumindest liest man aus vielen deiner Beiträge genau das heraus. Und das darf man dir vorwerfen. Zum einen, weil es gegen das, was tatsächlich festgeschriebene nationale Identität (Grundgesetz) verstößt, zum anderen, weil man es für amoralisch halten kann.

Und das "bißchen" ist in dem Blickwinkel dafür keine Ausrede, sondern eher Erklärung... :ugly:
 
Wir haben internationale Veträge/Verordnungen unterschrieben und ratifiziert die uns nicht nur "verpflichten" (wobei ich das anders bezeichnen würde, weil man uns ja dazu nicht gezwungen hat sondern wir wollten das), sondern, wie schon darkkurt sagt, moralisch ebenso eine grosse Rolle für uns spielen sollte.
Das andere Staaten, insbesondere manch europäischer Staat der dieselben "Werte" vertreten sollte, da er sie ebenso unterzeichnet hat, entbindet uns noch nicht aus unserer eigenen Verantwortung. Es sollte eher so sein das wir noch viel stärker den Rückhalt auch dieser Staaten holen sollten. Und das muss auch nicht nur unter der Führung von Deutschland passieren (wobei dies medial am grössten wäre). Es könnte auch andere staaten wie Schweden, Österreich etc. ebenso gut vorantreiben. Und wir wären nur Schirmherr.
 
Nein, weil wir (=der Staat und die Gesellschaft als Ganzes) uns dazu verpflichtet haben und es eine einen moralischen Imperativ zur Hilfe gibt! den erkennst du ja selber sogar an:
Wo wir wieder an dem Punkt wären, welche Art von Hilfe über welchem Zeitraum hinweg am nachhaltigsten wäre. Nach wie vor bin ich nicht davon überzeugt, dass ein unkontrolliertes Einlassgewähren die beste oder überhaupt eine nachhaltige Lösung ist.

Ob das mit einer militärischen Intervention getan wäre darf bezweifelt werden - siehe Afghanistan, Irak Libyen...
Klar, aber zu jedem einzelnen lässt sich auch was sagen. Zunächst mal hat man sich in eine sehr unkomfortable Lage manövriert, in dem man gewaltsam den ganzen Nahen Osten destabilisiert hat - also zumindest darf sich diesen Orden die USA an die Brust heften. In puncto Syrien weiß man zwar ganz genau, was man nicht will, aber niemand kann sagen, was er will. Man will keinen Assad, keinen IS, keine PKK. Aber das sind ja im Wesentlichen die Hauptkräfte, die sich da bekämpfen. Geht man gegen Assad vor, bedankt sich der IS. Geht man gegen den IS und Assad vor, quietscht die Türkei - unser Freund und Bündnispartner. Geht man gegen alle vor, ist man komplett am Arsch und weiß schon gar nicht mehr, was am Ende bei heraus kommt. Man hält die Füße still, weil man eigentlich nicht weiß, wen man unterstützen soll, irgendwie ist jede Option Mist.

Trotzdem ist ein Nichtstun meiner Ansicht nach noch schlimmer. Denn egal, wer da unten "das Rennen" machen wird (im Augenblick sieht es ja sehr nach dem IS aus, man darf gespannt sein), keiner wird am Ende unser "Wunschpartner" sein. Eigentlich müsste, damit es überhaupt ein gutes Ende nehmen kann, der normale Bürger, der sich abseits von religösem fundamentalistischem Wahn bewegt, das Ruder in die Hand nehmen und die ganzen Fanatiker aus dem Land jagen (oder zu ihren Schöpfern zurück schicken). Nur das können wir nicht machen, das müssen zuerst die Leute dort machen. Und da hast Du natürlich wieder recht - wenn wir es tun, darf ein Erfolg zu recht bezweifelt werden. Leider ist ein großer Teil des ganz normalen Volks inzwischen über die Welt verteilt.

Auch wenn du nicht gutheißt, was "Leute" (oder wie Herr Gabriel nicht unpassend gesagt hat: "Pack") getan haben und immer noch tun - ihre Motive teilst du doch, oder?
Da ich hier 2 solcher Heime habe, weiß ich auch um die Nachteile, die daraus entstehen. Also kann ich es sehr gut verstehen, wenn niemand ein Flüchtlingslager oder ein Asylheim vor der Nase haben will. Aber für mich ist es noch immer ein großer Unterschied, ob ich aktiv dagegen vorgehe oder ob ich es zähneknirschend in Kauf nehme, wie ich es auch bei der Mehrwertsteuer tat. Einfach aus der Einsicht heraus, dass niemand wirklich froh ist, so ein Heim in der Nähe zu haben, aber sie ja trotzdem irgendwo stehen müssen. Heißt für mich, dass ich sicherlich niemand bin, der da mit Kuchen und Kaffee vorbei geht und sich mit den Leuten anfreunden will, aber ich werde ihnen auch nicht verwehren, dort zu sein und sie in Ruhe lassen. Und ehrlich gesagt ist es das, was ich von jedem Deutschen als Minimum erwarte.

Und das darf man dir vorwerfen. Zum einen, weil es gegen das, was tatsächlich festgeschriebene nationale Identität (Grundgesetz) verstößt, zum anderen, weil man es für amoralisch halten kann.
Das lasse ich mir aber zu keiner Zeit auch nur im Ansatz vorwerfen. Dass ich hier nicht irgendwelche fremden Leute mit offenen Armen willkommen heiße, mag womöglich an meinem Charakter liegen. Würde ich auch nicht tun, wenn es (Russland-) Deutsche wären. Ich hetze nicht gegen Flüchtlinge, ich engagiere mich nicht für oder gegen sie, ich gehe ihnen einfach aus dem Weg und toleriere sie. Solange sie mir nicht auf den Sack gehen, gehe ich ihnen nicht auf den Sack. Sie haben ihre Sorgen, ich habe meine. Ihre mögen größer sein, aber meine reichen mir auch. Ich habe genug damit zu tun, mich um mein Leben und das meiner Lieben zu kümmern.

Aber zu der Sorge, die mein Leben und das meiner Lieben betrifft gehören allerdings Punkte, die womöglich Schnittmengen mit denen der Asylanten haben. Und darunter zählt nunmal die innere Sicherheit, Kostenfaktor (weil ich es bin, der es bezahlen muss) und so weiter. Und darüber muss man dann schonmal reden. Heißt ja nicht, dass ich jeden zum Kriminellen stemple, die Grenzen komplett schließen und den Schießbefehl ausgeben will. Aber je mehr Menschen in einem Gebiet wohnen, desto mehr Rebungspunkte, desto mehr Kriminalität, ist doch völlig normal oder nicht?

Was machst Du kann man mir denn also zum Vorwurf machen, hm?

Das andere Staaten, insbesondere manch europäischer Staat der dieselben "Werte" vertreten sollte, da er sie ebenso unterzeichnet hat, entbindet uns noch nicht aus unserer eigenen Verantwortung. Es sollte eher so sein das wir noch viel stärker den Rückhalt auch dieser Staaten holen sollten. Und das muss auch nicht nur unter der Führung von Deutschland passieren (wobei dies medial am grössten wäre). Es könnte auch andere staaten wie Schweden, Österreich etc. ebenso gut vorantreiben. Und wir wären nur Schirmherr.
Nochmal: Es geht doch gar nicht darum, uns aus irgendeiner, wie auch immer gearteten Verantwortung zu ziehen. Es geht darum, dass wir unserer selbst verordneten Verantwortung auf dem für alle besten Wege nachkommen. "Für alle" bedeutet in diesem Zusammenhang: Die Flüchtlinge, Europa und auch Deutschland.

Ich halte es nicht für zielführend, kopf- und planlos die Grenzen zu öffnen. Leute kommen ohne Papiere, also ohne Identität, Vergangenheit und Vermögen ins Land. Gleichzeitig aus dem Osten die Wirtschaftsflüchtlinge. Ok, ein guter erster Schritt mag getan sein, dass man überlegt, diese Staaten zu sicheren Herkunftsländern zu erklären. Und wie lange zum Teufel will man darüber jetzt noch nachdenken? In meiner Welt wären sie das schon längst.

Zu den Flüchtlingen. Ist es wirklich die beste Lösung für alle Seiten, die aufzunehmen und auf unbestimmte Zeit in einem Status der Duldung durchzufüttern? Glaube ich nicht, glaubt nicht mal jemand der Linksaußen-Fraktion. Nur sieht die Lösung anders aus. Linksaußen meint, dass man die Leute gleich integrieren sollte, damit sie so früh wie möglich in der Lage sind, in Deutschland zu arbeiten. Anders gesagt: Arbeitsstellen zu besetzen, die gar nicht da sind. Sehr witzig. Außerdem gilt in Deutschland (Gott sei dank) das Vorzugsrecht, das aber, wenn man es erwähnt, einem gern immer wieder zum Vorwurf gemacht wird. Da wird einem gern unterstellt, man wäre so ein pöser Rechter, weil man ja erstmal die eigenen Leute in Lohn und Brot versetzt haben will, dabei ist das Gesetz! Wenn es aber um die Aufnahme von Flüchtlingen geht, wedelt man ganz eifrig mit dem Grundgesetz vor sich her. Krude Welt.

Ein Aussieben nach Qualifikationen bringt zwar Deutschland etwas, aber nicht der großen Mehrheit der Flüchtlinge. Also muss eine andere Lösung her. Und da fällt mir eben nur ein, das Übel an der Wurzel zu packen. Aber mein Vorschlag stößt allenthalben auf Gegenwehr. Nun schön, wie also sonst?
 
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Wirtschaftsflüchtlinge ist mir zu plakativ.
Kurze Frage war ich ein Wirtschaftsflüchtling der aus deutschland in die Schweiz ging, weil die Schweiz mir Arbeit und Geld gab. Bin ich wieder Wirtschaftsflüchtling weil ich in ein paar Tagen aus CH wieder nach Deutschland einwandere genau aus demselben Grund. CH ist kein EU-Land und simit ist auch Schengen quasi genauso anzuwenden wie bei den Westbalkan-Personen. Also muss ich auch damit rechnen das mein zukünftiges Heim abgebrannt wird, das ich gegebenenfalls attackiert werde?
Und bitte jetzt nicht mit meiner deutschen Nationalität kommen.
 
Wirtschaftsflüchtlinge ist mir zu plakativ.
Das tut mir leid, ist aber auch der offiziell verwendete -Begriff. Noch zumindest.

Kurze Frage war ich ein Wirtschaftsflüchtling der aus deutschland in die Schweiz ging, weil die Schweiz mir Arbeit und Geld gab.
Nein. Begründung: Du hast nicht Deutschland verlassen, weil es Dir nach eigenem Ermessen nicht so schlecht ging, dass Dir alles egal war und Du Dich notfalls auch mit staatlichen Hilfsleistungen der Schweiz abgefunden hättest. Du hast ein Arbeitsangebot aus dem Ausland bekommen, weil Du als Person gefragt warst und hast es angenommen. Völlig normaler Arbeitsmarkt.

Ich käme auch gar nicht auf die Idee, wenn beispielsweise die Charité einen Herzspezialisten aus Bulgarien kommen lässt, den als Wirtschaftsflüchtling zu bezeichnen.

Bin ich wieder Wirtschaftsflüchtling weil ich in ein paar Tagen aus CH wieder nach Deutschland einwandere genau aus demselben Grund.
Nein, auch nicht. Du bist eben, wie die meisten Arbeitnehmer, eine Nutte Deiner Branche. Ich verkaufe mich ja auch an den Bestbietenden (wobei nicht nur das Gehalt eine Rolle spielt). Also ich gehe nur wegen des Geldes arbeiten. Ohne Geld wüßte ich etwa 1.000.000.000.000 Dinge, die ich lieber täte.

So wie Du argumentierst, kann wirklich nur ein Linker argumentieren, der sich mit der Denkweise der bürgerlichen Mitte und der Rechten nie ernsthaft befasst hat (oder befassen wollte). Du, die Leute am anderen Ufer der Politik sind nicht blöde oder böse Menschen. Sie sehen die Dinge meist nur aus einem anderen Blickwinkel, der oftmals auch gar nicht falsch ist. Man muss sich nur mal die Mühe machen, diesen Blickwinkel ernsthaft teilen zu wollen und wie auch bei den Linken einen Bogen um die Fanatiker machen. Dann fluppt es ;)
 
Nein. Begründung: Du hast nicht Deutschland verlassen, weil es Dir nach eigenem Ermessen nicht so schlecht ging, dass Dir alles egal war und Du Dich notfalls auch mit staatlichen Hilfsleistungen der Schweiz abgefunden hättest. Du hast ein Arbeitsangebot aus dem Ausland bekommen, weil Du als Person gefragt warst und hast es angenommen. Völlig normaler Arbeitsmarkt.

Ich käme auch gar nicht auf die Idee, wenn beispielsweise die Charité einen Herzspezialisten aus Bulgarien kommen lässt, den als Wirtschaftsflüchtling zu bezeichnen.
Nur eine Frage wie man es verkauft. Wenn ich sage das in D damals keinen Job in meiner Branche fand, trotz das ich Akademiker war, wäre ich aus Schweizer Sicht jemand der aus Wwirtschaftlichen Gründen in die Schweiz kam. Und btw. bei den SVP-Wählern werde ich ja auch genau so gesehen. 8O


Nein, auch nicht. Du bist eben, wie die meisten Arbeitnehmer, eine Nutte Deiner Branche. Ich verkaufe mich ja auch an den Bestbietenden (wobei nicht nur das Gehalt eine Rolle spielt). Also ich gehe nur wegen des Geldes arbeiten. Ohne Geld wüßte ich etwa 1.000.000.000.000 Dinge, die ich lieber täte.
Auch wieder falsch,ok es würde jetzt ein wenig sehr ins persönliche gehen, aber ich kann sagen das ich zu 90% keine Chance mehr in meinem Bereich habe eine Anstellung zu finden. ;) Ich bin somit in der Situation wie zuvor ich habe eigentlich keine Chance auf einen Arbeitsplatz (ich war ca. 3 Jahre auf der Suche (da kommt die anti-Deutsche-Haltung mancher Schweizer noch dazu), zuerst als ich noch Arbeit hatte später als ich meinen Job verlor) und gehe nun nach Deutschland um überhaupt einen Job zu haben. Ich denke ich muss nicht dazu sagen das ich in D weit weit weniger verdiene als zuletzt in CH.

Aber je nachdem wie man solch einen Fall hinstellt, ging ich als Wirtschaftsflüchtling und komme als Wirtschaftsflüchtling. Und ich sage Dir so wie es ist, wäre meine Gesichtsfarbe etwas dunkler, mein Deutsch noch sehr viel extremer im sächsischen angesiedelt (oder gar kein Deutsch) und ich müsste mich genau denselben Vorteilen gegenübergestellt sehen. Denn das ist kein anderer Blickwinkel sondern meist eingebrannte Vorurteile, ohne die die Person als Person zu nehmen und dessen Geschichte anzuhören.