Genau deswegen mag ich den normalen Deutschen ja so, weil er immer wieder irgendwelche vorgeschobenen Gründe findet, nicht auf die Straße zu gehen.

Vielleicht verbringt der "normale Deutsche" ja auch lieber seine Freizeit anders, als mit Trillerpfeifen, Pflastersteinen usw durch die Gegend zu marschieren um sich gegenseitig anzukeifen ;D

Ich weiss ja nicht, aber wenn man zb durch Arbeit usw eh schon viel "Streß" hat, kann ich mir angenehmere Sachen vorstellen, und seis nur wenn ich mich bei dem Wetter auf den Sonnenstuhl haue und mich braten lasse :mrgreen:

Außer ich hab natürlich zuviel Freizeit ^^ Man glaubt garnicht auf was für Ideen die Leute kommen wenn man nix zu tun hat, oder wenn einem langweilig ist.
 
Was ich damit sagen will: Wenn schon diese Menschen Angst vor "ihren eigenen Leuten" haben, die ja irgendwie berechtigt zu sein scheint weil sie wissen sollten wovon sie sprechen. Ist es dann nicht auch irgendwo verständlich, dass unbeteiligte Angst bekommen die solche Menschen u.U. zu hunderten und tausenden vor die Haustür gesetzt bekommen? Ich rede nicht von "abfackeln" oder Gewalt... ich rede erstmal nur von Angst.

Ich bemüh jetzt mal eine Statistik,die von der AfD im sächsischen Landtag angefragt wurde.

Demzufolge hat Freital mit dem Flüchtlingsheim acht Kriminelle Asylbewerber "gewonnen".
In Freital selbst wohnten bis dato schon 800 Kriminelle.

Wovor sollte jetzt der gemeine Freitaler Angst haben?

Bevor ich hier in Braunschweig richtig aktiv war, habe ich mir verschiedene Gruppe bzw. deren Handeln angeschaut, weil ich Angst hatte, in der "falschen" Gruppe zu landen.

Dann habe ich mit den Leuten Gespräche geführt, mich an Diskussionen beteiligt, bis mir klar war, ich brauche keine Angst zu haben, wenn ich mich dort engagiere.

Das ist ein Weg mit Ängsten umzugehen, ob es der "richtige" ist, kann ich nur für mich beurteilen.

gruss kelle!
 
Das ist ein Weg mit Ängsten umzugehen, ob es der "richtige" ist, kann ich nur für mich beurteilen.

Ist schon nicht schlecht. So richtig gut wäre es meiner Ansicht nach gewesen wenn Du Dich mit der anderen Seite auch noch ähnlich umfangreich auseinandergesetzt hättest. Deine Geschichte klingt ein bisschen so, als hättest Du Dir das passende Banner zwar ganz gut ausgesucht, wobei aber der/das "böse" von vorherrein klar definiert war.

@geldverdienen84

Och, demonstrieren ist schon wichtig. Ich habe mir vor 10-15 Jahren auch noch auf unzähligen Demos (vorrangig Friedensdemos gegen Kosovo, Irak, Afghanistankriege/einsätze etc) die Stimmbänder verbrüllt (konnte danach immer super Death-Metal growlen;)).
Aber irgendwie ist das nach meinem Empfinden zu ner Art "Nieschensport" verkommen. Ich hatte den Eindruck, dass es immer weniger Menschen dort um "die Sache" ging, sondern eher darum "was zu erleben" oder "dabei zu sein" ohne wirklich Ahnung zu haben worums geht. Kelle hat schon recht wenn er den deutschen als Demontrationsmuffel bezeichnet und das bedauerlich findet. Wenn man unzufrieden ist und was verändern will muss man halt erstmal "wütend" werden. Leider aber sind die meisten Menschen hier scheinbar 1. in ihrem Schiksal ergeben und/oder 2. so schlecht bzw. falsch informiert, das die meisten sich wahrscheinlich ohne es zu ahnen auf die falsche Seite stellen würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht verbringt der "normale Deutsche" ja auch lieber seine Freizeit anders, als mit Trillerpfeifen, Pflastersteinen usw durch die Gegend zu marschieren um sich gegenseitig anzukeifen ;D

Du hast die Molotov-Cocktails vergessen. :ugly:

Ich weiss ja nicht, aber wenn man zb durch Arbeit usw eh schon viel "Streß" hat, kann ich mir angenehmere Sachen vorstellen, und seis nur wenn ich mich bei dem Wetter auf den Sonnenstuhl haue und mich braten lasse :mrgreen:

Du hast den Cocktail vergessen - ohne Molotov. :mrgreen:

Zweifelsohne ist es jedem freigestellt zu demonstrieren, oder in die Strandbar zu gehen.

Es sind nur zwei Sachen die ich sehe.
Da sind die einen, die meinen "Ich würde gerne demonstrieren, wenn ..." wo dann viele Vorurteile kommen.
Diese Leute könnten einfach mal losgehen, und schauen, wie es denn tatsächlich läuft. Jut, Vorurteile abzubauen ist schwierig, aber möglich wäre es.
Zum anderen gibt es Leute, die trotz der Erfahrung von 92/93 meinen,es wäre alles halb so schlimm.

Wenn jemand wie Du sagt, ich liege nach der Arbeit lieber im Sonnenstuhl, ist das Dein ganz ureigenes Recht.
Das werte ich dann auch nicht, weil ist ne klare Aussage.

gruss kelle!
 
Aha es gibt also keine Facetten? Also ist ein abgebranntes Asylantenheim (in Planung und ohne Einwohner) für dich das gleiche wie eines, in dem Menschen wohnen?
Na die Diskussion ist doch wohl überflüssig. Der Mob hat bitte gar nichts anzuzuünden. Auch keine Autos, Kreuze und keine böse Bankfiliale. Auch dann nicht, wenn sie alle hart verdienten Euros ihrer "Kunden" in wertlosen Immobilien verjubelt hat.

Was für eine Art von nachhaltigem Protest soll das denn überhaupt sein?

Wenn man mit dem Bürger redet, hört man doch immer das Gleiche. Letztlich entlädt sich die ganze Wut auf die Politik, Justiz, Polizei, die eigene Situation und die Hilflosigkeit in solchen Aktionen. Man geht einfach nur gegen das vor, was wenigstens greifbar und wehrlos ist - ein Gebäude oder gar Leute, die ohnehin keine besonders starke Lobby haben. Vermutlich als Substitut für jemanden aus dem Bundestag, dem man nicht habhaft werden kann um ihm mal so richtig die Schnauze zu polieren.

Ich meine, ich habe ja wirklich noch mehr Verständnis für den Pöbel, als manch ein anderer, auch wenn ich selbst so nicht denken und handeln würde. Ich verstehe, wenn jemand um seine Sicherheit besorgt ist. Ich gehe sogar so weit, dass ich selbst für einen Lynchmob Verständnis hätte, der ein solches Heim stürmt um dort eine Bande aufzumischen, die die Nachbarschaft in Angst und Schrecken versetzt. Das wäre zwar noch immer nicht richtig und nicht tolerierbar, aber ich könnte es zumindest nachempfinden. Aber ein Haus zu zerstören, um es für Hilfesuchende unbenutzbar zu machen, ist wie ein Brandanschlag auf die Notaufnahme eines Krankenhauses.

Ich schrieb über die Fragestellung ob ich mich eher einer Demo ala "Refugees Welcome" anschließen würde - was ich definitiv tun würde wenn es denn tatsächlich via exakter Definition genau nur darum ginge... oder aber einer gegen, sagen wir " Asylmissbrauch" - was ich auch tun würde wenn es denn per exakter Definition nur darum ginge.
Ok, dann habe ich das mit Deinen Facetten falsch verstanden. Gut, reden wir über diese Facetten.

Wir reden hier einmal ("Refugees Welcome") darüber, ob wir Menschen in Not helfen wollen. Auf der anderen Seite reden wir davon, ob wir uns gegen eine Straftat ("Asylmissbrauch") aussprechen wollen. Nun frag' mal irgendeinen vom Linksaußen-Flügel, den Du kennst (privat oder von mir aus auch hier bei Klamm), wer nicht genau wie Du an beiden Demos teilnehmen würde. In beiden Fällen gibt es doch eigentlich gar keine Facette.

Eine Facette wäre aus meiner Sicht die Frage, wer hilfebedürftig ist. Eine andere, wie weit unsere Hilfe gehen sollte. Und hier denke ich, besteht dringender und reichlicher Diskussionsbedarf.

Ich stelle mal eine gewagte Gegenthese zu Kelles "in Freital demonstrieren nur Faschos" These auf und behaupte (ohne jemals dort gewesen zu sein), dass da weniger als jeder vierte in der Tat sowas wie ein "Fascho" ist, sondern jemand der einfach nur Angst hat, sich unverstanden und unterdrückt fühlt und für Faschos für gewöhnlich genauso wenig übrig hat wie Du, ich oder Kelle.
Bin ich ganz Deiner Meinung.

Im Osten scheint das anders zu sein. Im Osten haben die Menschen naturgemäß mehr Angst vor "Fremden". Der Grund: sie hatten früher keine.
Stimmt so nicht. In der DDR gab es Verträge mit Kuba, Vietnam, China und einigen anderen nach Definition "sozialistischen" Ländern. Die kamen in die DDR um hier zu studieren und mussten nach dem Studium wieder das Land verlassen. Konnten dann unter bestimmten Bedingungen wieder einreisen, um hier zu arbeiten, aber das Ziel war vor allem, sie hier auszubilden, damit sie das Wissen in ihren Heimatländern verbreiten konnten.

Aber das waren eben alles keine Menschen in Not. Das waren Leute, die auch handverlesen waren, überhaupt kein Interesse an Ärger und Kriminalität und dank der Totalüberwachung in der DDR auch kaum eine Möglichkeit dazu hatten. Das ist mit den Leuten, die jetzt kommen (egal ob zugewandert aus dem Ostblock oder als Menschen ohne Identität und Vergangenheit in Lampedusa) aber ganz anders. Unter denen befindet sich sehr wohl ganz übles Gesochs. Und darüber hinaus gab es in der DDR auch eine ganz feste Quote, wieviele für wie lange kommen dürfen. Auch das ist in der Hinsicht komplett anders. Also muss die Politik darauf auch ganz anders reagieren. Einfach ein Dach über dem Kopf und Essen auf Rädern auf unbestimmte Zeit wird wohl nicht reichen.

Freital ist ein Spiegel des Versagens unserer Regierenden beim Asyl- und auch Integrationsthema, genauso wie etliche andere Orte in Deutschland an denen die "Einheimischen", wie auch die Staatsmacht bereits die Segel gestrichen haben.
Absolut richtig! Und so wie der Bürger den Asylanten bepöbelt, weil er niemanden aus dem Bundestag bepöbeln kann, so wird der Bürger in einen Topf mit jenen geworfen, der alles undeutsche gleich durch den Schornstein jagen möchte.

Dabei wäre die Lösung verhältnismäßig einfach - und ich weiß, dass ich mir mit diesem Vorschlag wieder keine Freunde bei Rechts und Links mache :D Aber sei es drum: Jeder, dem Asyl bewilligt wird, wird fotografiert und registriert (ja, auch mit Fingerabdrücken und notfalls mit Blutprobe). Dann bekommt er einen provisorischen Ausweis, den er immer bei sich tragen muss. Mit diesem Ausweis kann er kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen und sich auch sonst frei bewegen, muss sich aber spätestens bis 23 Uhr wieder in "seinem" Heim einfinden. Dort hat er seinen Bedürfnissen entsprechend einen Anspruch auf ein Bett, einen Schrank und 3 Mahlzeiten pro Tag sowie auf ärztliche Versorgung und natürlich Schutz. Wer gegen diese Regeln verstö0t oder gar straffällig wird, verwirkt sofort sein Asylrecht und wird rückgeführt.

Im Falle von Flüchtlingen ohne Namen und Herkunft gilt im Grunde das Gleiche. Da wird es allerdings schwerer, sie rückzuführen, wenn man nicht weiß, woher sie kommen. Da wird man sich noch was einfallen lassen müssen. Aber sonst wäre das so mein Vorschlag.

Bei Zuwanderern ist es noch einfacherer. Die wollen ja dauerhaft bleiben und hier leben. Sie müssen einen Mehrwert für das Land darstellen; also etwas mitbringen, was hier benötigt wird. Daher wird hier die Identitätsfeststellung kein Problem sein und auch sonst vermute ich, dass von diesen Leuten ein sehr geringes Risiko ausgeht. Hier muss eben nur entschieden werden, ob man sie braucht oder nicht.

So, und abschließend auch noch ein Statement von mir: Ich halte Dich auch nicht für einen Brandstifter. Auch nicht für jemanden, der mit dem Mob rennt ohne selbst den Wirsing zu benutzen.

Letztlich gehen die Meinungen aller gar nicht so weit auseinander. Der "reinrassige Fascho", der also Menschen wirklich anhand seiner Rasse, Herkunft oder Religion bewertet, wird sich im Bereich von 1:1.000.000 Bürgern bewegen. Also letztlich wird es von der Sorte sogar weniger als korrupte Politiker geben. Wesentlicher häufiger wird sich der Typ Bürger finden lassen, der von seinem Reichtum nichts abgeben will, für den er womöglich selbst nichts beiträgt (also der Hartzi, der schreit "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!"). Hier wird die Grenze auch fließend zu denjenigen, die Angst davor haben, vor einer fremden Kultur unterwandert und womöglich irgendwann unterworfen zu werden. Auch wenn es nach absoluten Zahlen nicht danach aussieht, aber es gibt halt in jeder Großstadt Deutschlands bereits extrem ausgeprägte Parallelgesellschaften und Regionen, in denen kein Einheimischer mehr wohnt. Das Zeugnis völlig kopfloser und verfehlter Politik der Vergangenheit. Und zum Schluss gibt es noch mehr oder wenige Xenophoben, die einfach Angst vor Fremden und Veränderungen haben. Leute, die es hassen, nicht selbst etwas kontrollieren zu können und mit der Situation vor Ort schlicht überfordert sind. Diese Gruppe sind oft auch Menschen, die selbst kaum in Kontakt mit denen gekommen sind, gegen die sie vorgehen, aber durch Hörensagen ganz genau zu wissen meinen, wer die sind. Die könnte man ziemlich leicht heilen, wenn man dem Vorschlag von Oscar Wilde folgt: "Reisen veredelt wunderbar den Geist und räumt mit all unseren Vorurteilen auf." Nur sind es meist eben genau die Leute, die zu pleite sind um sich auch nur ein Taxi rund um den Häuserblock zu leisten...

So, und ohne je da gewesen zu sein behaupte ich, dass beispielsweise Pegida aus einer bunten Mischung genau dieser Menschen besteht.
 
Ist schon nicht schlecht. So richtig gut wäre es meiner Ansicht nach gewesen wenn Du Dich mit der anderen Seite auch noch ähnlich umfangreich auseinandergesetzt hättest. Deine Geschichte klingt ein bisschen so, als hättest Du Dir das passende Banner zwar ganz gut ausgesucht, wobei aber der/das "böse" von vorherrein klar definiert war.

Die kurze Version:
Als Ossi, dessen Verwandte und Bekannte im Herbst 89 Leib und Leben riskiert haben, um in der DDR eine Wende herbeizuführen, lasse ich keinen Wessi an einem Montag ungehindert über die Straße zu ziehen, um mittels Wir sind das Volk! seinen xenophoben Theorien zu huldigen.

Die andere Version:
Wenn Leute gegen eine Islamisierung auf die Straße gehen, die es nicht gibt, um unter dieser Tarnung ausländerfeindliche Parolen darzubieten, dann bin ich auch dagegen.

Sei beruhigt, ich lese regelmäßig die einschlägigen Seiten um mich zu informieren.
Ich hab da bloß noch nie was gefunden,was mich überzeugen würde.

gruss kelle!
 
Dabei wäre die Lösung verhältnismäßig einfach - und ich weiß, dass ich mir mit diesem Vorschlag wieder keine Freunde bei Rechts und Links mache :D

Den Pflasterstein gibt es nicht wegen links/rechts, sondern wegen akuter Unwissenheit. ;)

Aber sei es drum: Jeder, dem Asyl bewilligt wird, wird fotografiert und registriert (ja, auch mit Fingerabdrücken und notfalls mit Blutprobe). Dann bekommt er einen provisorischen Ausweis, den er immer bei sich tragen muss.

Das passiert schon bei der Ankunft, bevor der Antrag auf Asyl im System ist.
Einfach um abgleichen zu können, ob der Flüchtling gemäß Dublin II im "richtigen" Land ist.

Mit diesem Ausweis kann er kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen und sich auch sonst frei bewegen, muss sich aber spätestens bis 23 Uhr wieder in "seinem" Heim einfinden.

Das mit den Öffis finde ich einen guten Vorschlag, da ich von nem Busfahrer hier erfahren habe, dass mit unterschiedlichem Maß gemessen wird.
Bei Deutschen wird hier bzgl. Schwarzfahrens durchgegriffen, bei Asylbewerbern nicht, weil das macht nur Arbeit und es bringt nix. Sowas kann und darf nicht sein.

Was die 23 Uhr anbelangt, also in Freital läuft da kein Flüchtling mehr auf der Straße rum. Wenn auch aus nem anderen Grund.

Dort hat er seinen Bedürfnissen entsprechend einen Anspruch auf ein Bett, einen Schrank und 3 Mahlzeiten pro Tag sowie auf ärztliche Versorgung und natürlich Schutz.

Pack noch ein bissl Taschengeld drauf, dann haben wir die heutige Situation.

Wer gegen diese Regeln verstö0t oder gar straffällig wird, verwirkt sofort sein Asylrecht und wird rückgeführt.

Hier wird es sehr haarig.
Flüchtlingsschutz aka Asyl heißt, jemand wird in seiner Heimat akut bedroht, was dieser Person das Leben kosten kann.
Jemanden dann wegen eines Diebstahls in den Tod zu schicken, widerspricht allen Grundrechten.

Wie weiter oben erwähnt, es gibt ne Statistik aus Sachsen:
1,9% der Asylbewerber sind kriminell, 2,1% der Sachsen sind kriminell.
Das sehe ich nicht als besorgniserregendes Problem an.

gruss kelle!
 
Was die 23 Uhr anbelangt, also in Freital läuft da kein Flüchtling mehr auf der Straße rum. Wenn auch aus nem anderen Grund.
Also drückt der Mob diese Maßgabe durch, was die Politik nicht schafft? ;)

Genau das will ich ja nicht. Es soll klare Regeln geben, nach denen sich ein Asylant und Flüchtling zu verhalten hat. Das schafft Struktur und letztlich auch Vertrauen beim Bürger, dass der Staat ausnahmsweise auch mal eine herausfordende Situation im Griff hat.

Flüchtlingsschutz aka Asyl heißt, jemand wird in seiner Heimat akut bedroht, was dieser Person das Leben kosten kann. Jemanden dann wegen eines Diebstahls in den Tod zu schicken, widerspricht allen Grundrechten.
Ja, mag sein. In seinem Herkunftsland wird vielleicht Diebstahl mit der Amputation der Hände bestraft. Die falsche Religion mit dem Tod und lautes Lachen mit Steinigung. Das bedeutet aber nicht, dass wir hier ohne Regeln leben (können). Es heißt nur, dass die Regeln hier andere sind, an die man sich aber genauso halten muss. Und wer nicht in der Lage ist, Regeln zu befolgen, der muss halt mit den Konsequenzen leben. Er kann ja auch gern Asyl in einem Land beantragen, das ganz andere Regeln hat, ist mir ja völlig wurscht. Hier würden diese Regeln gelten und bei einem Verstoß verwirkt er sein Asylrecht in diesem Land.

Wie weiter oben erwähnt, es gibt ne Statistik aus Sachsen: 1,9% der Asylbewerber sind kriminell, 2,1% der Sachsen sind kriminell. Das sehe ich nicht als besorgniserregendes Problem an.
Aber das sind doch nur Zahlenspiele. Letztlich gibt es in jeder Stadt Problemviertel, in denen die Kriminalität eben höher ist. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man neue "Hot Spots" schaffen sollte.

Ein paar Posts vorher hatte ich es doch schon geschrieben. Uns hat man hier 2 Asylheime untergejubelt. Ursprünglich waren es Wohnheime für ausländische Studenten. Inzwischen stehen dort ganztags und die halbe Nacht Männer zwischen 45 und 55 davor und unterhalten sich lautstark mit anderen, die aus den Fenstern glotzen. Frauen mit 3+ Kindern im Schlepp verlassen und betreten das Heim. Also es ist alles, nur keine Wohnheime für Studenten mehr. Davon abgesehen: Seit es die Heime hier gibt, haben bestimmte Delikte massiv zugenommen. Vor allem Überfälle, Einbrüche und Diebstähle.

Ein langjähriger Freund von mir hat ein paar Straßen weiter einen Coffee Shop eröffnet. Also ohne Hanf, nur Kaffee und Bagels und so. Der hat inzwischen zum x. Mal seine zerstörte Eingangstür auswechseln müssen. Inzwischen hat er schon Probleme mit der Versicherung. Früher haben sie die Scheiben eingeschlagen. Jetzt hat er Sicherheitsglas, jetzt verbiegen sie die Tür und den Rahmen um rein zu kommen. Und wofür? Für 150 Euro Wechselgeld und Kaffee. Kaum 200 Meter weiter ein Imbiss. Der Besitzer hat mir auch schon gesagt, dass er kein Bargeld mehr im Laden lässt. Hilft nix, eingebrochen wird trotzdem. In seinem Fall schon mehr als 50 (!!!) mal. Für Besteck, Gläser, einfach alles, was man so mitnehmen kann. Nochmal 300 Meter weiter meine örtliche Tanke. Da bin ich etwa jede Woche ein Mal. Etwa ein Mal pro Monat ist die Tür mit Sperrholz repariert und hinter dem Kassenbereich sämtliche Regale zerstört, alle Zigaretten, Tabak und Alkohol fehlt. Trotz Kameras und Alarmanlagen, verkehrsgünstig und schnell von der Polizei zu erreichen. Und so geht es weiter. Alle würden sofort schwören, dass das vor 5 Jahren noch nicht so war und in dieser Gegend eigentlich auch völlig neu ist. Das ist eine Tatsache.

Nun kann man gerne behaupten, dass es mit den Asylheimen nichts zu tun hat, sondern einfach nur zeitlich unglücklich zusammen fällt. Aber so weltfremd ist ja nicht mal die örtliche Polizei. Denn selbst wenn unter 100 Leuten nur 1 kriminell ist (also bei 500 Leuten, die in so einem Heim wohnen, nur 4 oder 5 Leute kriminell sind), dann sind es noch immer maximal 1% der Fremden, aber die können ganz allein eine Region nachhaltig schädigen. Und wenn es nur ein einziger in so einem Heim ist, aber eben noch aus jeweils 3 oder 4 anderen Heimen jemand kennt und mit denen nachts los zieht, hilft es niemandem, dass die Quote der Kriminellen auf 0,2% gesunken ist. Deswegen bedarf es dringend Regelungen, die Vertrauen schaffen und es den Lumpenpack schwer machen, in meiner Heimat wilde Sau zu spielen.

Will sagen: Wir stehen nunmal vor neuen Herausforderungen, auf die man reagieren muss. Deswegen rede ich von einem Plan und auch von Kontrolle. Aber auch von Schutz sowohl der Heimbewohner, als auch der Anwohner und der Geschäftsbetriebe, Wohnungen und so weiter. Das alles muss gewährleistet sein und erst wenn das alles vollumfänglich sicher gestellt werden kann, dann können wir wieder Leute rein holen. Deswegen sollte Frau Merkel und ihr Stab der Sinn- und Ahnungslosen mal das Bettchen verlassen und sich zu einer Besprechung treffen, wie man diese Herausforderungen bewältigt. Die Zeit drängt.
 
Es soll klare Regeln geben, nach denen sich ein Asylant und Flüchtling zu verhalten hat. Das schafft Struktur und letztlich auch Vertrauen beim Bürger, dass der Staat ausnahmsweise auch mal eine herausfordende Situation im Griff hat.

Daran glaub ich nicht.
Ganz einfach weil der Bürger noch nichtmal ansatzweise darüber informiert ist, welche Regeln jetzt schon gelten.

Und wer nicht in der Lage ist, Regeln zu befolgen, der muss halt mit den Konsequenzen leben. Er kann ja auch gern Asyl in einem Land beantragen, das ganz andere Regeln hat, ist mir ja völlig wurscht. Hier würden diese Regeln gelten und bei einem Verstoß verwirkt er sein Asylrecht in diesem Land.

Kann er, bezogen auf die EU eben nicht, da gemäß Dublin II das Land zuständig ist, wo der Flüchtling initial gelandet ist.
Kein europäisches Land würde so jemanden aufnehmen, ins Heimatland abschieben geht nicht, also wäre so eine Regelung schlichtweg nicht realisierbar.

Aber das sind doch nur Zahlenspiele.

Das sind keine Zahlenspiele, das ist knallharte Realität.

Seit es die Heime hier gibt, haben bestimmte Delikte massiv zugenommen. Vor allem Überfälle, Einbrüche und Diebstähle.

Das Einbrüche generell deutschlandweit zugenommen haben, auch in Gemeinden ohne Flüchtlingsheime, ignorieren wir mal lieber, passt nicht ins Weltbild. :p

Alle würden sofort schwören, dass das vor 5 Jahren noch nicht so war und in dieser Gegend eigentlich auch völlig neu ist. Das ist eine Tatsache.

Und wer sind die Täter?

... aber die können ganz allein eine Region nachhaltig schädigen.

Negativ, da in der Region schon deutlich mehr Kriminelle wohnen.

Will sagen: Wir stehen nunmal vor neuen Herausforderungen, auf die man reagieren muss. Deswegen rede ich von einem Plan und auch von Kontrolle. Aber auch von Schutz sowohl der Heimbewohner, als auch der Anwohner und der Geschäftsbetriebe, Wohnungen und so weiter.

Es hilft aber nicht, Personengruppen unter Pauschalverdacht zu stellen. So lange die Arschlochquote unter Flüchtlingen vergleichbar zur deutschen ist, braucht man dort nix besonderes tun.
 
Und wer sind die Täter?
Weiß ja keiner. Habe da auch schon mit den Leuten drüber gesprochen. Die sind ziemlich sauer auf die Polizei. Ob nun zu recht oder unrecht, weiß ich nicht. Will ich auch nicht beurteilen. Aber alle hörst Du sagen: "Die Bullen, die machen doch nix. Kommen vorbei, machen einen auf wichtig, nehmen die ganze Scheiße hier auf. Immer die gleichen Fragen, könnte hier ein Tonband hinstellen. Dann bekommste hier so einen Wisch in die Hand, schönen Tag, guten Weg und weg sind se wieder. Ich ruf die nur noch wegen der Versicherung, sonst braucht die kein Mensch."

Heißt wohl so viel, als dass bislang nicht ein einziger Einbruch aufgeklärt worden ist. Zumindest würde ich das so deuten. Wie gesagt, man kann jetzt vermuten, dass es zeitlich einfach nur unglücklich mit den beiden Heimen zusammen fällt. Aber das wäre mir persönlich eine Spur zu viel Zufall. Aber ja - so lange keine Täter dingfest gemacht werden können, bleibt es natürlich nur eine Vermutung.

Eine andere Sache ist das mit den Überfällen. Sowas gab es hier nur äußerst selten. Jetzt gibt es hier vermehrt genau 2 neue Arten von Überfällen. Bei der einen, die nur nachts passiert, springen wortwörtlich 3-4 Leute aus dem Gebüsch, zücken ein Messer, pieken damit in die Rippen und fordern die Herausgabe des Mobiltelefons und des Bargelds. 2 Leuten aus meinem Freundeskreis bisher passiert, aber was man so hört, kommt es wohl häufiger vor. Es scheinen auch immer die gleichen Leute zu sein. Die immer 3 gleichen, also die "Stammcrew", sind maskiert, der Wortführer spricht akzentfreies deutsch, also scheint der hier geboren zu sein. Ein weiterer redet gar nicht, kann wohl nicht oder ist dazu zu doof. Und der dritte hat so einen Was-guggst-Du-Alda-Akzent. Scheint also ein buntes Ensemble zu sein.

Aber die Taschendiebstähle bei Rentnern sind immer gleich. Da kommen diese... Ha, wie drückt man sich politisch korrekt und unverfänglich aus? "Schwarzkoppblagen" wird vielleicht missverstanden. Also sagen wir mal "Jugendliche mit öffensichtlich südländischem Migrationshintergrund" - hoffe das ist ok. Also eben diese kommen immer auf Fahrrädern von hinten, reißen den Rentnern die Taschen aus der Hand oder von der Schulter. Letztens erst wieder passiert, um 14 Uhr (!!!) - also hellerlichter Tag. Frau fiel hin und liegt seither im Krankenhaus, hat sich wohl mindestens einen Knochen gebrochen. Weiß ich auch nur von meinen Nachbarn, die kennen die alte Dame wohl näher. Das ist inzwischen der 6. Fall von dem ich direkt höre innerhalb von 3 Jahren. Wenn man jetzt noch dem Hörensagen glaubt, dann kann man diese Zahl locker verdreifachen. Und immer wurde die Polizei gerufen, aber die Täter konnten bislang wohl nicht überführt werden. Oder sie wurden überführt und sind nach der drakonischen Strafe von vielleicht anderthalb Sozialstunden wieder auf freiem Fuß, keine Ahnung.

Ich meine, ich höre doch, was die Leute reden. Und sie reden doch ganz offen darüber, was in ihnen vorgeht. In den Medien wird nur immer (bewusst) die falschen Fragen gestellt. Es geht niemandem darum, hilfebedürftigen Menschen die Hilfe zu verweigern. So weit es meinen Freundes- und Bekanntenkreis angeht, ist auch nicht ein einziger dabei, der das Anzünden, stürmen oder sonstige Beschädigung von Asylheimen oder Auffanglagern befürwortet. Schon gar nicht von Menschen, die darin leben müssen. Aber die Leute wollen auch nicht, dass Steuergeld sinnlos verprasst wird, dass die Wohnqualität (und damit die Lebensqualität) in der Region abnimmt, was aber mit erhöhter Kriminalität einher geht. Die Leute wollen nicht, dass das Bildungsniveau an den Schulen sinkt, nur weil die Hälfte der Klasse "nix verstehen". Und so weit ich es mitbekommen habe, wollen alle gerne ihre Handtaschen behalten.

Es hilft aber nicht, Personengruppen unter Pauschalverdacht zu stellen. So lange die Arschlochquote unter Flüchtlingen vergleichbar zur deutschen ist, braucht man dort nix besonderes tun.
Mag sein. Aber ich erwarte von meiner (Landes-)Regierung, die ich Monat für Monat fürstlich durch mein Steuergeld unterstütze, dass auf diesen massiven Anstieg von Kriminalität reagiert wird. Entweder mit mehr Polizei, besserer Organisation, schärferer Justiz, ... was auch immer. Von mir aus sollen sie Bärenfallen auslegen oder die Leute mit einem Betäubungsgewehr an der Flucht hindern. Völlig egal. Vielleicht ist nicht einer der Täter ein Asylant, sondern es sind alles völlig verzogene Assigören original deutscher Herkunft. Keiner weiß es. Bis jetzt wird eben immer nur vermutet und gemutmaßt.

Da ich aber davon ausgehe, dass bislang noch kein Täter überführt wurde, sind zumindest die Einbrecher hier in der Gegend bislang weder deutsch, noch Asylant, noch Zuwanderer oder osteuropäische Fachkraft, sondern einfach nur unbekannt. Man kann also nur mutmaßen, welche Quote sie ansteigen lassen. Aber die Fahrradclique hier, die schlägt zumindest alle 2 bis 3 Monate zu (also mindestens, weil man ja auch nicht alles mitbekommt). Und die scheinen sich aber des Lebens zu freuen.
 
Tumult bei Freitaler Bürgerversammlung zu Asyl

Folgende News wurde am 06.07.2015 um 23:12:14 Uhr veröffentlicht:
Tumult bei Freitaler Bürgerversammlung zu Asyl
Top-Themen

Freital (dpa) - Begleitet von tumultartigen Szenen hat in Freital am Abend eine Bürgerversammlung zum Thema Asyl stattgefunden. Die Stadt vor den Toren Dresdens hatte in den vergangenen Wochen mit teils ausländerfeindlichen Protesten vor einer Asylunterkunft in einem ehemaligen Hotel für Schlagzeilen gesorgt. Bei der Versammlung im Kulturhaus wurden aus den Reihen der Teilnehmer erneut pauschale Vorurteile gegen Asylbewerber geäußert. Andere Teilnehmer, die sich für die Flüchtlinge einsetzen wollten, wurden niedergebrüllt.
 
Ich hoffe bloß, dass die Stadt daraus gelernt hat: Mit Rassisten kann man einfach nicht diskutieren!
 
Die Sache mit den Heimen is sowieso alles Fake. Angeblich sollen ja die armen Syrer da rein. Pustekuchen... ich weiss aus zuverlässigster Quelle (Staatliche Einrichtung namens Polizei!!!) das in einem Heim in meiner nähe das expliziet für Syrische Flüchtlinge umgebaut wurde nicht ein Syrer drin ist und auch keiner rein kommt weils schon voll ist mit anderen "Flüchtlingen"

Stattdessen wird bei den Örtlichen Discountern ein markanter Anstieg von Ladendiebstählen verzeichnet die zu 90% auf das Konto der Heimbesucher geht:yawn: Auch andere Delikte haben seit Eröffnung stark zugenommen. Ist natürlich alles Zufall :roll:

Auch das seit dem alle 2 Tage ein Personenkreis lautstark unsere Mülltonnen durchwühlt und den Dreck liegen lässt. Jene Volksgruppe die früher mal den Namen einer Schnitzel und Soßensorte bekleidet haben haben anscheinend nichts besseres zu tun...
Oder die stehen auch gerne mal an Ampeln (Ich red jetzt nich von den Scheibenwischern) sondern dreisterweise von jenen die bei Rot an der Ampel die Autos ablaufen und Feuerzeuge, Taschentücher verschenken und um 10 Sekunden SPäter erneut vorbei zu kommen um dann dreist Geld zu fordern.Selbst wenn man den scheiss zurückgibt.
Teilweise geht es so weit das kleine GPS Chips versteckt sind in den Sachen damit die wissen wann man zu Hause ist und wann man reinkann um die Bude leerzuräumen. Alles schon vorgekommen...

Und wenn das mit unserer tollen Asylpolitik so weitergeht haben wir bald auch ganz Griechenland hier :roll:
 
@pyrosland.de:

Die Polizei hat Dir also mitgeteilt, dass im Heim in Deiner Nähe ausschließlich Menschen wohenen, die keinen Grund haben, hier um Asyl zu bitten? Oder warum steht das Wort Flüchtling bei dir in Anführungszeichen?

Zu den Menschen, die Du offensichtlich zur Volksgruppe der Sinti und Roma rechnest (hat Dir das auch die Polizei bestätigt?): Wenn Du siehst, dass jemand Müll liegenlässt, fordere ihn doch auf, das wegzuräumen. Und die Ampelsteher: Was lässt Du Dir auch Sachen schenken, die Du nicht brauchst... :p

Griechen benötigen übrigens kein Asyl, die haben Freizügigkeit innerhalb der EU. ;)
 
So schlimm fand ich das Interview gar nicht. Und was sonst in dem Text steht... eigentlich auch nicht. So ein Bürgerforum ist aus meiner Sicht genau der richtige Weg. Natürlich gibt es Zwischenrufe, vielleicht wird bei so einem heißen Thema auch mal der Ton schärfer. Na und? So wie ich es lese, geht jede Stammtischdiskussion hitziger zur Sache. Und dass diese Diskussion vor allem mit viel Emotionen geführt werden würde, war doch hoffentlich schon vorher klar.

Wenigstens gehen die Leute da hin. Also haben sie ein Anliegen. Ist schon ärgerlich, wenn man dann nicht mehr rein gelassen wird, weil die 380 erreicht sind. Nächstes Mal dann vielleicht woanders oder eben (wie es gesagt wurde) eine weitere Versammlung abhalten. Finde ich sehr gut! Das ist eben auch ein Teil Demokratie, wie ich es mir vorstelle.

Was die Demonstrationsorte angeht. Nun, ich verstehe die Menschen. Wenn sie vor der Fürstenresidenz ihres Volksvertreters demonstrieren, tragen sie so ihr Problem direkt zu ihm. Quasi genau so, wie der Volksvertreter das Problem vorher zu ihnen und in ihre Nachbarschaft trug (ich kenne keinen Volksvertreter, der neben einem Asylantenheim wohnt. So weit geht die Nächstenliebe dann wohl doch nicht...). Aber ich bin tatsächlich schockiert darüber, dass man Demonstrationen vor den Privatresidenzen untersagen kann, aber nicht einschreitet, wenn sie vor Asylantenheimen stattfinden. Ginge es nach mir, würde beides verboten werden. Denn jeder andere Ort, wo der Stein des Anstoßes nicht unmittelbar vor der Nase ist, ist vermutlich besser gewählt und würde die Gemüter vermutlich weniger hoch schaukeln.

Aber die Frage, ob eine Demonstration gegen en Asylheim erlaubt sein sollte oder nicht, ist aus meiner Sicht gar keine Frage. Man kann gerne darüber diskutieren, ob es anständig und moralisch einwandfrei ist. Aber das Demonstrationsrecht ist ein Grundpfeiler der Demokratie, da gibt es überhaupt keine Diskussion. Nur eben der Ort sollte "genehmigungspflichtig" sein, wie ich finde. Und natürlich muss wie bei jeder Demo ausreichend Polizei zugegen sein, aber das hatten wir ja schon...
 
Die Polizei hat Dir also mitgeteilt, dass im Heim in Deiner Nähe ausschließlich Menschen wohenen, die keinen Grund haben, hier um Asyl zu bitten? Oder warum steht das Wort Flüchtling bei dir in Anführungszeichen?´


Zeig mal bitte, wo du das rausliest? Ich sehe nur, dass die Polizei gesagt hat, dass in dem für Syrer gebauten Heim kein Syrer wohnt. Nun zitiere mal bitte die Behauptung, dass die Polizei gesagt hätte, dass die Leute grundlos hier sind.

Zu den Menschen, die Du offensichtlich zur Volksgruppe der Sinti und Roma rechnest (hat Dir das auch die Polizei bestätigt?): Wenn Du siehst, dass jemand Müll liegenlässt, fordere ihn doch auf, das wegzuräumen. Und die Ampelsteher: Was lässt Du Dir auch Sachen schenken, die Du nicht brauchst... :p

Das möchte ich sehen, dass du denen sagst, dass sie bitte den Müll aufheben sollen. Ich erinnere mich gerade an eine News hier bei Klamm, dass die Polizei in Duisburg sagt, dass Marxloh eine No-GO Area ist, da die Polizei regelmäßig von Menschenmassen angegriffen wird bei Einsätzen bezüglich Parkdelikten, etc. und sich nicht zu verteidigen weiß. Nun stell ich mir gerade klein baffi vor, der anders als die Polizei, in der Lage ist diese Menschen zu erziehen und in die Schranken zu weisen. Bitte vorbeikommen und demonstrieren. Ich bin wirklich gespannt. Ich denke der Poster (der kommt ja aus Berlin) kennt auch solche Gegenden, falls du ihm das lieber dort demonstrieren willst.
 
So ein Bürgerforum ist aus meiner Sicht genau der richtige Weg.

Naja, wenn es unter der Maßgabe läuft, den Ruf der Stadt zu retten, der nunmal mindestens national versaut ist, dann ist es imho der falsche Ansatzpunkt.
Ansatzpunkte wäre aus meiner Sicht, wie man rassistische Zusammenrottungen weg bekommt und wie man das Zusammenleben zwischen "besorgten" Bürgern und Geflüchteten normalisiert.

Natürlich gibt es Zwischenrufe, vielleicht wird bei so einem heißen Thema auch mal der Ton schärfer. Na und? So wie ich es lese, geht jede Stammtischdiskussion hitziger zur Sache. Und dass diese Diskussion vor allem mit viel Emotionen geführt werden würde, war doch hoffentlich schon vorher klar.

Es kam ja noch nichtmal eine Diskussion auf, da alle die nicht ausländerfeindlich gestimmt waren, niedergebrüllt wurden bzw. denen das Mikro abgedreht wurde.
Und wenn sowas vorher klar war, kann man ganz klare Regeln erlassen und durchsetzen.
1.) Jede Wortmeldung wird stattgegeben.
2.) Wer den aktuellen Redner unterbricht, fliegt.

Wenigstens gehen die Leute da hin. Also haben sie ein Anliegen. ... Das ist eben auch ein Teil Demokratie, wie ich es mir vorstelle.

Ich stell mir Demokratie nicht so vor, dass die einen die anderen niederbrüllen und so gar keine Diskussion zu Stande kommt.

Aber ich bin tatsächlich schockiert darüber, dass man Demonstrationen vor den Privatresidenzen untersagen kann, aber nicht einschreitet, wenn sie vor Asylantenheimen stattfinden. Ginge es nach mir, würde beides verboten werden. Denn jeder andere Ort, wo der Stein des Anstoßes nicht unmittelbar vor der Nase ist, ist vermutlich besser gewählt und würde die Gemüter vermutlich weniger hoch schaukeln.

Sicherlich sind neutrale Plätze deutlich besser geeignet. Nur mit Bannmeile hier und Bannmeile dort landet man mittelfristig auf dem Park&Ride Parkplatz vor der Stadt, was nicht im Sinne des Versammlungsrechts sein kann.

Aber das Demonstrationsrecht ist ein Grundpfeiler der Demokratie, da gibt es überhaupt keine Diskussion. Nur eben der Ort sollte "genehmigungspflichtig" sein, wie ich finde. Und natürlich muss wie bei jeder Demo ausreichend Polizei zugegen sein, aber das hatten wir ja schon...

Sie muss "nur" konsequent durchgreifen, dann braucht man keine neuen Regeln. ;)

Ich erinnere mich gerade an eine News hier bei Klamm, dass die Polizei in Duisburg sagt, dass Marxloh eine No-GO Area ist, da die Polizei regelmäßig von Menschenmassen angegriffen wird bei Einsätzen bezüglich Parkdelikten, etc. und sich nicht zu verteidigen weiß.

Nun bleibe er mal bei den Fakten. Die Gewerkschaft der Polizei hat dies geäußert, nicht die Polizei. Und das Gewerkschaften gerne übertreiben was die Arbeitsbedingungen der Mitglieder anbelangt, ist nun keine neue Erkenntnis.

gruss kelle!