Mediziner beklagen unhaltbare Zustände in Dresdner Zeltstadt

Folgende News wurde am 06.08.2015 um 17:12:28 Uhr veröffentlicht:
Mediziner beklagen unhaltbare Zustände in Dresdner Zeltstadt
Top-Themen

Dresden (dts) - In der Dresdner Zeltstadt werden medizinische und hygienische Mindeststandards nicht eingehalten. Das sagen die Mediziner Gerhard Ehninger und Kai Loewenbrück vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden "Zeit-Online". Beide Mediziner arbeiten als Freiwillige in dem Flüchtlingscamp, Ehninger war zuletzt Anfang der Woche in der Zeltstadt."Im Ambulanzcontainer herrscht eine Temperatur von 35 Grad. Medikamente können nicht vernünftig gelagert werden, teils stammt das Material aus im Jahr 2007 abgelaufenen Verbandskästen. Es gibt keine Möglichkeit, Männer und Frauen getrennt voneinander zu untersuchen", sagte Ehninger "Zeit-Online". Es gebe zu wenige Toiletten, zunächst seien diese sogar ohne fließendes Wasser gewesen."So konnten sich virale Durchfallerkrankungen und die Krätze ausbreiten. Es fehlte an einfachsten Utensilien: Untersuchungsliegen, Blutdruckmessgeräten, Stethoskopen und sogar an Desinfektionsmitteln", sagt Ehninger."Im Camp wird unser Grundgesetz nicht eingehalten: das Menschenrecht auf Gesundheit. Das Recht auf Privatsphäre. Die Würde des Menschen. Auch das Kindeswohl ist im Camp in Gefahr. Man muss es so deutlich sagen: Es geht um das Leben von Menschen", kritisiert Loewenbrück. Viele Flüchtlinge seien erst im Camp krank geworden."Dort spielt sich eine humanitäre Katastrophe ab, während ein paar hundert Meter weiter die Leute am Elbufer baden", so Loewenbrück. Die beiden Mediziner, die wie viele andere Dresdner als Freiwillige in dem Camp arbeiten, fühlen sich von den Behörden im Stich gelassen: "Die Landesdirektion Sachsen versagt. Ob aus Unfähigkeit oder Absicht. Geflüchtete leben in engen Zelten bei 35 Grad, werden sanitär nicht ausreichend versorgt und bekommen teilweise zu wenig Essen. Es treibt einem die Tränen in die Augen. Es kann nicht alles durch Ehrenamtliche aufgefangen werden wie bisher", so Ehninger.
 
Ich meine, es ist ja nun - und da wrst Du mir zustimmen - beileibe nicht so, dass sich diesemal die Ureinwohner besonders freuen würden auf die Fremden.
Ich könnte mich darauf verständigen, dass sich niemand über eine wachsende Unterschicht in seinem Umfeld freut.

Da mögen vielleicht viele die Fremden als Ursache sehen, weil es da eine auf der Straße sichtbare Schnittmenge geben mag. Die Argumentation kann ich auch nachvollziehen, wenn auch nicht teilen. Ich persönlich sehe vielmehr den über Jahre hinweg viel zu niedrigen Stellenwert des Problems in der Politik als Ursache. Wenn sich überhaupt mal jemand an Reformen wagt, dann nur um die Grenzen der verschiedenen Schichten noch zu verschärfen (Turbo-Abi, Studienreform, Agenda 2010).
Ich meine, schonmal beim Jobcenter nach ner Tätigkeit für ungelernte gefragt? Haben die gar nicht mehr im Programm.

Wie das am Ende ausgeht? Darüber sind wir uns dann wieder einig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Grünen-Politiker regt Prämie bei Flüchtlingsunterbringung an

Folgende News wurde am 07.08.2015 um 04:47:57 Uhr veröffentlicht:
Grünen-Politiker regt*Prämie bei Flüchtlingsunterbringung an
Top-Themen

Berlin (dpa) - Der Grünen-Politiker Dieter Janecek hat eine staatliche Prämie für Privatleute angeregt, die bei sich zu Hause Flüchtlinge beherbergen. Das würde insbesondere überforderte Kommunen schnell und wirksam entlasten, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion der «Huffington Post». Janecek schlägt 20 Euro am Tag vor? für maximal drei Monate. Wenn Flüchtlinge darüber hinaus in einer Privatunterkunft bleiben, sollte der Staat nach seinen Vorstellungen 100 Euro im Monat zahlen.
 
@Reddog: Du scheinst in dieser Hinsicht ja gute Erfahrungen gemacht zu haben. Wieviele Asylanten leben denn in Deiner Wohnung als Untermieter? Sonst könntest Du das ja nicht so genau wissen...
 
Texaner, anders: du hattest geschrieben:

(8 ) Texaner
Meine Wohnungseinrichtung ist mir mehr wert als 20 Euro pro Woche... da würde bestimmt einiges verschwinden. Und die entstehenden Nebenkosten... ob sich die von 20 Euro decken lassen würden? Und wenn die dann noch Besuch bekommen... Soll dieser Politiker doch mal vormachen.
Bestimmt also, ja? Wie kommst du zu dieser Annahme?

Im Übrigen sprechen wir hier von einem Vorschlag. Den kann man sich anhören und entscheiden, ob man ihn annimmt. Du tust das nicht, das ist auch dein gutes Recht. Aber man sollte nicht gleich wieder mit Vorurteilen um sich werfen.
 
@Mone: Dann schlage ich vor, daß DU mal einen (oder mehrere) Asylanten bei Dir aufnimmst und dann von Deinen Erfahrungen berichtest ;)
 
Sagen wir es so, ich begegne Menschen zu Beginn nicht mit Ressentiments. und stufe sie schon als Diebe und Verbrecher ein. Selbst bei Menschen mit Fremdenhass suche ich erstmal das Gespräch. Nur wenn halt nichts mehr rumkommt als das, hat der/die gute Mann/gute Frau verloren.
Darf ich fragen wieso Du darauf kommst das alle Asylbewerber Diebe und Verbrecher sind? Und in diesem Zusammenhang was haben die Auseinandersetzungen in den überfüllten Unterkünften damit zu tun?

Aber btw. nein ich habe keine Erfahrungen damit gemacht, weil bisher ich Steuern zahle und die Schweiz Unterkünfte bereitstellen kann. Wobei ich das mit Bunkeranlagen schon skeptisch betrachte.
 
Der Idee ist eigentlich eine gute, allerdings Frage ich mich wie es realsiert werden kann, ohne dass die gierigen in diesem Land diese Idee Ausnutzen. In Städten gibt es zum Beispiel viele WG´s. Jemand, der in einer WG wohnt wird definitiv schneller integriert. Ob es ein Deutscher ist, der in eine andere Stadt zieht, oder ein Flüchtling, spielt dabei keine Rolle. Man findet einfach schneller Anschluss.
 
@Reddogg: Es geht mir nicht speziell um Asylbewerber. Es geht mir allgemein um fremde Menschen, die unkontrolliert in meiner Wohnung sind. Ich würde auch niemals so einen Wohnungstausch mitmachen. ICH würde nicht alleine in einer fremden Wohnung sein wollen, wenn danach nämlich irgendwas nicht wiedergefunden wird, fällt der Verdacht logischerweise auf mich. Und aus genau demselben Grund würde ich es nicht wollen, wenn wildfremde Menschen in meiner Wohnung rumstöbern. Abgesehen davon gibt es diesen weisen Spruch: "Gelegenheit macht Diebe". https://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~Gelegenheit macht Diebe&suchspalte[]=rart_ou
Auch eine sonst anständige Person kann in Versuchung kommen, die Regeln zu übertreten, wenn es sich anbietet; Man sollte niemandem die Gelegenheit geben, etwas zu stehlen. (Das habe ich vom obigen Link kopiert)
EDIT: Wer den Link ausprobiert, einmal auf "Abschicken" klicken...
 
@Mone: Dann schlage ich vor, daß DU mal einen (oder mehrere) Asylanten bei Dir aufnimmst und dann von Deinen Erfahrungen berichtest ;)

Warum ich? Du behauptet, dass "die" "bestimmt" klauen. Und wenn du etwas behauptest, solltest du das beweisen können. Also tu es bitte, aber fordere den Beweis oder Gegenbeweis nicht von anderen ein.
 
@Mone: Warum sollte jemand, der diese Idee als schlecht empfindet, sie umsetzen? Das sollten doch lieber die machen, die die Idee gut finden 8)
 
Texaner Idee schlecht finden und wilde Behauptungen gegenüber Fremden, oder in dem Falle Asylbewerber aufstellen ist dann doch etwas ganz anderes.
Das es solche Sprichwörter gibt negiert ja niemand, das es auch schwarze schafe gibt, auch keine Frage. Aber alle pauschalisiert so abwatschen. no way. Wie gesagt dann dürfte ich genauso von den dEutschen Rassisten, dem rechten Block sprechen etc. nur das dies in den Nachrichtenkommentaren (z.T. zu Recht) gelöscht wird. Und es ist ebenso interessant wie schnell da eine spezifische Gruppe sich "beleidigt" fühlt. Aber gegenüber anderen immer wieder Beleidigungen und verallgemeinernde Aussagen treffen. Was Dir selbst Dir angetan werden soll, das begehe auch nicht gegenüber anderen. (leicht abgewandelt).
 
Wenn ich einen Asylbewerber aufnehmen würde, dann währe das ein Untermieter und müsste für ihn Miete zahlen an den Vermieter. Dann die Nebenkosten und vielleicht noch Verpflegung. Dann kann ich in meinem eigenen zu Hause nicht mal Geld liegen lassen oder mich frei bewegen. Und dann weiss ich auch nicht, ob er lange Finger macht. Das alles kostet viel mehr als 20,00€ pro Monat. Das hat nichts mehr mit Tolleranz zu tun.
 
Wenn ich einen Asylbewerber aufnehmen würde, dann währe das ein Untermieter und müsste für ihn Miete zahlen an den Vermieter. Dann die Nebenkosten und vielleicht noch Verpflegung. Dann kann ich in meinem eigenen zu Hause nicht mal Geld liegen lassen oder mich frei bewegen. Und dann weiss ich auch nicht, ob er lange Finger macht. Das alles kostet viel mehr als 20,00€ pro Monat. Das hat nichts mehr mit Tolleranz zu tun.

Aber er schlägt doch 20€ pro Tag vor und nicht 20€ pro Monat. Das wären dann 600€. Für WG´s wäre das zum Beispiel ein Ansporn. Es geht nicht darum, dass jemand mit einer 2 Zimmer Wohnung einen Flüchtling auf der Couch schlafen lässt.
 
Aber er schlägt doch 20€ pro Tag vor und nicht 20€ pro Monat. Das wären dann 600€. Für WG´s wäre das zum Beispiel ein Ansporn. Es geht nicht darum, dass jemand mit einer 2 Zimmer Wohnung einen Flüchtling auf der Couch schlafen lässt.


Meine Wohnungseinrichtung und mein Privates ist mir mehr wert als 600,00€ pro Monat. Dann mach Du es doch selst und nimm Dir Asylbewerber in Deine Privatsphäre.Mal sehen, wie weit Du mit den 600 € Kommst. Ich würde das für keine 10000€ im Monat machen.
 
Es fordert/zwingt Dich ja auch niemand dazu. Ohh mannnnnn
Nur lasst diese Vorverurteilungen. Denn die Fussen nur auf eure "Angst", diplomatisch ausgedrückt. Das sind erhebliche Vorwürfe Dir ihr dort den noch nicht mal in Aussicht stehenden Personen gegenüber ablasst.

Wenn jeder so ängstlich wie ihr beide sein würdet, gebe es keine WG's, selbst Partnerschaften wären wohl extrem selten bei euch. ;) Man kann ja niemanden ver/trauen.
 
Es fordert/zwingt Dich ja auch niemand dazu. Ohh mannnnnn
Nur lasst diese Vorverurteilungen. Denn die Fussen nur auf eure "Angst", diplomatisch ausgedrückt. Das sind erhebliche Vorwürfe Dir ihr dort den noch nicht mal in Aussicht stehenden Personen gegenüber ablasst.

Wenn jeder so ängstlich wie ihr beide sein würdet, gebe es keine WG's, selbst Partnerschaften wären wohl extrem selten bei euch. ;) Man kann ja niemanden ver/trauen.


Lese Dir bitte mal den neusten Artikel durch: " Flüchtlingsattacken: Trucker wollen nicht mehr nach England fahren"

~ Text entfernt (Mone) ~ Und das ist nicht nur meine Meinung.So denken Millionen Menschen.Viele äußern sich bloß nicht.
 
Also wenn so ein Programm kommt, dann sollte man fairer Weise nicht nur Flüchtlinge da mit einbeziehen ...

Obdachlose zb könnten auch unsere Hilfe gebrauchen, das sind ja auch nicht alles nur Diebe und Halunken, die alle selber daran Schuld sind das sie in einer solchen Situation gelandet sind ... Denen könnte es doch auch helfen wenn man sie bei sich in der Wohnung dann wohnen lässt, und sich um sie kümmert