Das schöne an Geld ist ja, dass es jeder anders sieht, an den kleinen Definitionsexkurs den ich hier lesen durfte, kann man gut erkennen, dass jeder einen anderen Bezug zu Geld hat.

Wertaufbewahrungsmittel ist glaub ich die exakte Definition von Geld. (Was auch immer das Geld sein mag. Papiergeld oder Naturalgeld) Vertrauen ist die Basis von Geld, ich näher mich langsam dieser Ansicht an. Der Euro, kurz das "offizielle Zahlungsmittel der Europäischen Union" ist vertrauenswert wenn sie relativ stabil ist und mir die Sicherheit gibt, morgen, nächste Woche, sowie nächstes Jahr damit weiterhin bezahlen zu können.

Wie wird dieses Vertrauen geschaffen und bringt es die Menschen in der EU nachhaltig weiter?
 
Wie wird dieses Vertrauen geschaffen und bringt es die Menschen in der EU nachhaltig weiter?

Das ist eine der Fragen, die wir sicher so nicht beantworten können. Vermutlich ist es eine Glaskugel in der man schaut, dingliche Tatsachen daran festzumachen.

Im Moment jedenfalls sieht es sehr festgefahren aus. Im Parlament sitzen die falschen Köpfe, um die Krise richtig einschätzen zu können und wir kennen nicht alle Informationen, sodass man es ja erfahren wird. Leider werden große Entscheidungen vorher meist nie angekündigt, sondern die passieren von heute auf morgen.

Vielleicht gibts ne neue Krise, deren Staatsbankrott von Deutschland sich anschließt, vielleicht passiert aber auch gar nichts. Jedenfalls wird es nicht besonders besser für die Menschen in der Peripherie, solange sie den Euro haben und uns wird es durch den Euro in dieser Form auch nicht besser gehen.

In der Krise liegt die Chance es besser zu machen. :)
 
Traust Du dem Euro noch?
Leider ja, er wird "durchgeboxt!" Er wird jedoch keine nachhaltige Entwicklung bringen, außer vielleicht in 5-20 Jahren, wenn man diesen harten Kurs weiterfährt (HilfsKREDITE), dann werden die weichen/schwachen Länder so lange geschliffen, bis sie auch so hart sind wie der Euro (werden soll) / ist. Ja, die Geldpolitik. Harter Euro oder weicher Euro? Der Mensch entwickelt sich in der Not am besten. Ironisch, nicht wahr?

Du hast mein Posting schon verstanden, ich vertraue darauf, dass ich mit dem "offiziellen Zahlungsmittel der europäischen Union" in fünf Jahren weiterhin bezahlen kann. Ich weiss aber auch das der Preis den wir und auch die anderen Länder dafür "bezahlen" (Leistung) höher als der Nutzen sein wird. Disparitäten gibt es jetzt schon, Ost-West Disparität in Deutschland (Für jeden den es interessiert, fragmentierende Entwicklung, räumliche Disparitäten. Google findet da einige Karten. Auch ein Atlas bietet Informationen. Ist ja nicht so, dass die Problematik nicht nachzulesen ist).

Begründen kann man sie mit dem freien Kapitalverkehr (Globalisierung), der dahin fließt wo für das zu erzeugende Produkt, die besten Standortfaktoren bestehen. Sicherlich gibt es innerhalb der EU Fördereinrichtungen wie die EUREK, die das Bilden von Disparitäten versucht zu unterbinden und schwache Regionen zu fördern, aber reicht das aus? Wieder eine neue Frage... Eingreifen in den "freien" Markt?

P.S.: Ich hoffe du entschuldigst mir meine indirekte Antwort. Den Begriff "Vertrauen" habe ich in diesen Bezug negieren müssen. Ich vertraue einen guten Freund, meiner Freundin und xxxx mehr als dem Euro. Doch habe ich meinen Frieden mit dem Euro gefunden. Vielleicht werde ich beizeiten verschämt vom Euro profitieren, vielleicht profitiere ich jetzt schon. Der Warenhandel funktioniert im europäischen Raum am besten (interregionaler Handel). Das verdanken "wir" und "Konzerne" unteranderem der EU und auch ihrer Geldpolitik. Je mehr man sich einliest desto schwieriger wird es das Wissen verständlich zu reproduzieren. Man müsste seitenweise schreiben. Jeder kennt andere Hintergründe und und und...
 
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Leider ja, er wird "durchgeboxt!" Er wird jedoch keine nachhaltige Entwicklung bringen, außer vielleicht in 5-20 Jahren, wenn man diesen harten Kurs weiterfährt (HilfsKREDITE), dann werden die weichen/schwachen Länder so lange geschliffen, bis sie auch so hart sind wie der Euro (werden soll) / ist. Ja, die Geldpolitik. Harter Euro oder weicher Euro? Der Mensch entwickelt sich in der Not am besten. Ironisch, nicht wahr?
Das geht so lange bis die Wirtschaft dieser Länder vollends kaputt ist - dann wird der Staatsbankrott erklärt.

Du hast mein Posting schon verstanden, ich vertraue darauf, dass ich mit dem "offiziellen Zahlungsmittel der europäischen Union" in fünf Jahren weiterhin bezahlen kann.
Der nächste deflationäre Schock zeichnet sich schon ab. Vllt überlebt der Euro, vllt auch nicht - ich sehe das mehr als Glücksspiel. Der deutsche Trumpf ist schon gezogen! Was bleibt dann noch?

Begründen kann man sie mit dem freien Kapitalverkehr (Globalisierung), der dahin fließt wo für das zu erzeugende Produkt, die besten Standortfaktoren bestehen.
Der freie Kapitalverkehr soll ja in Zukunft deutlich eingeschränkt werden. Die Diskussion über Steueroasen deutet schon darauf hin. Die hoch verschuldeten Staaten können sich das mit der Zeit nicht mehr leisten und müssen versuchen Kapital im Land zu halten um die Erträge abschöpfen zu können und vllt sogar das Kapital selbst zu (siehe Zypern).
 
Das geht so lange bis die Wirtschaft dieser Länder vollends kaputt ist - dann wird der Staatsbankrott erklärt.
Was ja noch nicht der Fall ist. Ich bin aber bei dir, sehe es ähnlich (die Problematik), glaube aber, dass ausgelotet wird. Konnte man an Zypern gut erkennen. Das sind harte Verhandlungen, da ein Abhängigkeitsverhältnis beiderseits besteht.
Der nächste deflationäre Schock zeichnet sich schon ab. Vllt überlebt der Euro, vllt auch nicht - ich sehe das mehr als Glücksspiel. Der deutsche Trumpf ist schon gezogen! Was bleibt dann noch?
Was heißt denn Trumpf? Das nennt man harte Politik (die mir nicht gefällt), die seit Jahren funktioniert. Siehe Vorposting. Interregionaler Handel. Es gibt Statistiken die zeigen das es funktioniert. Leider mit peripheren Folgen und fragmentierender Entwicklung die ich auch im Vorposting genannt habe.
Der freie Kapitalverkehr soll ja in Zukunft deutlich eingeschränkt werden. Die Diskussion über Steueroasen deutet schon darauf hin. Die hoch verschuldeten Staaten können sich das mit der Zeit nicht mehr leisten und müssen versuchen Kapital im Land zu halten um die Erträge abschöpfen zu können und vllt sogar das Kapital selbst zu (siehe Zypern).
Diskussion ja, wie einschränken? Das Eingreifen in andere Länder wird ausgeschlossen, wäre aber notwendig. Offshoring ist und bleibt ein Problem und eine Chance (freie Märkte).

P.S.: Bin jetzt weg, kann erst wieder Dienstag antworten. Das Leben ruft, Sonne, zeichnen, die Architektur. Die Krise sollte ja nicht nur Lebensbestandteil sein. :)
 
Wolfgang Schäuble: Bankenrettung wie in Zypern sollte in Zukunft die Regel sein

Folgende News wurde am 20.04.2013 um 18:45:00 Uhr veröffentlicht:
Wolfgang Schäuble: Bankenrettung wie in Zypern sollte in Zukunft die Regel sein
Shortnews

"Die Beteiligung von Eigentümern, nachrangigen Anleihegläubigern und dann ungesicherten Anlegern muss der Normalfall sein, wenn ein Finanzinstitut in eine Schieflage gerät", meinte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in einem Interview. Auch Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem äußerte sich bereits ähnlich. Damit wären alle Bankkunden mit einem Guthaben über 100.000 Euro wie in Zypern zu Zahlungen zwangsverpflichtet. Da die Finanzmärkte unruhig auf die Aussage von Dijsselbloem reagierten, ruderten einige Politiker gleich wieder zurück. Zyperns Rettung könne kein Vorbild für alle anderen Fälle sein.
 
Im Grunde mache ich mir da keine Gedanken drüber, denn ich habe keine 100.000 und mehr auf der Bank liegen. Doch heutzutage ist man ja fast schon gezwungen bei einer Bank ein Konto zu haben, denn jeder Geldverkehr läuft über die Banken und Lohntüten gibt es heute auch nicht oder kaum noch mehr.
Und dann wird man auch noch gezwungen dafür gerade zu stehen, wenn die Banken Misswirtschaft betreiben?
Ich kann dazu nur sagen: Nein, danke.
Sollte ich irgendwann in den Genuss kommen, reich in dem Sinne zu sein, 100.000 € als flüssige Mittel zu besitzen, werde ich dieses Vermögen sicher nicht bei einer Bank lagern, sei es konservativ aufm Sparbuch noch in irgendeinem Depot oder sonstwie, sondern alternativ anlegen. Es gibt immer noch genügend Kapitalanlagen, die nicht über Banken laufen und dennoch gute Rendite abwerfen.
 
Immer wieder große Worte von einem Mann der selbst 100.000 Euro Schwarzgeld in der Schublade vergessen hat :ugly:

Sollte ich irgendwann in den Genuss kommen, reich in dem Sinne zu sein, 100.000 € als flüssige Mittel zu besitzen, werde ich dieses Vermögen sicher nicht bei einer Bank lagern, sei es konservativ aufm Sparbuch noch in irgendeinem Depot oder sonstwie, sondern alternativ anlegen. Es gibt immer noch genügend Kapitalanlagen, die nicht über Banken laufen und dennoch gute Rendite abwerfen.

Lieber für nicht auszahlbare 500.000 Euro Bildung im Kopf haben als für Millionen bedruckte Zettel in der Hand. Mit 100.000 Euro in Bar allein bist Du nicht reich sondern nur eine falsche Entscheidung/ etwas Pech davon entfernt wieder ein kompletter Habenichts zu sein ;)
 
Jetzt stellt euch doch mal vor jemand hat angespart für seine Rente hat gerade so 100000€ zusammen und verliert dann plötzlich 20000€ und ein anderer hat 95000€ dem passiert nichts obwohl 100k€ sind ein witz sollen sie doch die Aktionäre der Bank enteignen das wäre sinnvoller. Wenn einer zuviel Geld hat und das auch noch in Aktien dieser unlauteren Wirtschaftssäulen stecken kann, der sollte dann auch bluten wenn es schief geht.
 
Jetzt stellt euch doch mal vor jemand hat angespart für seine Rente hat gerade so 100000€ zusammen und verliert dann plötzlich 20000€ und ein anderer hat 95000€ dem passiert nichts obwohl 100k€ sind ein witz sollen sie doch die Aktionäre der Bank enteignen das wäre sinnvoller. Wenn einer zuviel Geld hat und das auch noch in Aktien dieser unlauteren Wirtschaftssäulen stecken kann, der sollte dann auch bluten wenn es schief geht.

Sowas regelt "der Markt" von ganz allein. Ich war am Freitag bei der HV der CoBa - Da gab es einige, die mit 100.000 € eingestiegen sind und heute mit 5000€ oder weniger dastehen...
 
Wenn eine Bank wirklich pleite ist dann rutscht der Kurs auch noch weiter runter als von ehemals 30 Euro auf nunmehr 1.14 wie bei der Commerzbank. Die ist noch lange nicht am Ende.

Das die Aktionäre nicht an einer Pleite beteiligt werden ist jedenfalls komplett an den Tatsachen vorbei geredet.
 
Ja den depp der bei 30€ rein ist erwischt es aber nicht den der bei 1,14 gekauft hat. Alle Aktionäre zu rate ziehen wenn die Bank in Schieflage gerät Punkt. Denn warum kaufst du denn Aktien weil du dir mehr Rendite erhoffst als du auf einem lausigen Sparbuch bekommst. Also solltest du auch das volle Risiko tragen und nicht irgendwelche Sparer. Und da sind wir wieder bei meinem
Leitspruch "Gier frisst Hirn" Nur leider trifft es in dem Fall die falschen.
 
Warum sollen se mich denn zurate ziehen? Ich werde denen auch nichts sagen was sie nicht schon wissen :ugly:

Denn warum kaufst du denn Aktien weil du dir mehr Rendite erhoffst als du auf einem lausigen Sparbuch bekommst. Also solltest du auch das volle Risiko tragen und nicht irgendwelche Sparer. Und da sind wir wieder bei meinem
Leitspruch "Gier frisst Hirn" Nur leider trifft es in dem Fall die falschen.

Wenn die Bank wirklich pleite geht dann bleibt der Kurs sicher nicht bei 1.14 dann verliere ich auch die nahezu komplett. Wenn Sparer ohne Gier aber mit genügend Dummheit auf Sparbüchern sparen und ohne Rendite Risiken eingehen dann ist das ihr Problem. Bei meiner Anlage sehe ich Chance und Risiko wenigstens noch in einem ausgewogenen Verhältnis.
 
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Ich gehe ja davon aus, dass diese Sparer die Bank retten also auch den Aktienkurs also dich !! Und dann noch dazu der Steuerzahler. Und jeder der bissel Moral hat weiß das auch. Aber was ist heut zu Tage noch Moral hat keiner mehr. Was richtig ist, ist falsch und was falsch ist, ist richtig.
 
Jetzt stellt euch doch mal vor jemand hat angespart für seine Rente hat gerade so 100000€ zusammen und verliert dann plötzlich 20000€ und ein anderer hat 95000€ dem passiert nichts obwohl 100k€ sind ein witz sollen sie doch die Aktionäre der Bank enteignen das wäre sinnvoller. Wenn einer zuviel Geld hat und das auch noch in Aktien dieser unlauteren Wirtschaftssäulen stecken kann, der sollte dann auch bluten wenn es schief geht.


Naja, irgendwo muss man ja die Grenze ziehen und das geschieht in einer Krise immer ziemlich willkürlich.

Die einen haben Pech, die anderen haben Glück gehabt.

Es wird immer vergessen, dass auch eine Bank pleitegehen kann. Das vergessen die meisten Leute immer. Dieses Risiko trägt dann jeder selbst. Wer relativ sicher gehen will, hat eben nicht mehr Geld als der Einlagensicherungsfond abdeckt. Was soll diese ganze Geldhorterei auch?

Geld muss in Bewegung bleiben. Also wer Angst um sein Geld hat, kann es einfach ausgeben, dann hat man bei der Reise nach Jerusalem sich nicht auf den fehlenden Stuhl gesetzt.
 
Ich gehe ja davon aus, dass diese Sparer die Bank retten also auch den Aktienkurs also dich !! Und dann noch dazu der Steuerzahler. Und jeder der bissel Moral hat weiß das auch. Aber was ist heut zu Tage noch Moral hat keiner mehr. Was richtig ist, ist falsch und was falsch ist, ist richtig.
Ja wenn die Regierung solchen Schwachsinn macht wird es aber eher Zeit die Beschwerde bei der Wahlurne abzugeben.
Mein moralisches Wertesystem habe ich auch geordnet, dabei bin ich zu dem Schluss gekommen das ich lieber der Böse bin als der Dumme.