"Bio"-Sprit E10

Werdet Ihr E10 tanken

  • Nein, ich habe Angst um Auto und Geldbeutel

    Stimmen: 8 80,0%
  • Ja, ich will die Erdölvorkommen schonen

    Stimmen: 1 10,0%
  • Vielleicht E10, Super, Super Plus ist doch alles gleich teuer

    Stimmen: 1 10,0%

  • Umfrageteilnehmer
    10
  • Umfrage geschlossen .
"Wird EE-Gas als Stromspeicher eingesetzt, dann beträgt der Wirkungsgrad von Strom zu Strom zwischen 30 % und 44 %"
https://de.wikipedia.org/wiki/EE-Gas

Das hört sich ja erstmal nach einem schlechten Wirkungsgrad an, wenn man aber bedenkt, dass für die Produktion des Stroms eben keine Ressourcen verbraucht werden, kann das doch fast egal sein. Also pflastern wir die Landschaft mit Windrädern und jedes Dach mit Photovoltaikanlagen und schon ist das kein Problem mehr. Solarmodule statt Dachziegel sollte für jeden Neubau Pflicht werden.

Marty
 
wenn man aber bedenkt, dass für die Produktion des Stroms eben keine Ressourcen verbraucht werden, kann das doch fast egal sein.
Fallen die Windräder und Solaranlagen und die benötigte Infrastruktur also vom Himmel?
Besonders bei Solar: Eine Solaranlage braucht so schon etliche Jahre um die für ihre Herstellung benötigte Energie wieder einzuspielen und sie bringt Jahr für Jahr weniger. Wenn ich dann noch 2,5 - 3 mal soviel Energie wegen des schlechten Wirkungsgrades benötigte + zusätzliche Anlagen zu Speicherung baue hole ich vermutlich noch nicht mal die Herstellungsenergie je wieder rein :ugly:

Wenn Also pflastern wir die Landschaft mit Windrädern und jedes Dach mit Photovoltaikanlagen und schon ist das kein Problem mehr. Solarmodule statt Dachziegel sollte für jeden Neubau Pflicht werden.
Ausser hohen Kosten und Strompreisen wird das aber nicht viel bringen, aber man macht ja den größten Blödsinn mit für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze :ugly:
 
Fallen die Windräder und Solaranlagen und die benötigte Infrastruktur also vom Himmel?
Nein, natürlich nicht. Aber solange eine Solaranlage in ihrem Leben mehr Energie produziert als bei der Produktion und Errichtung verbraucht wurde, ist die Bilanz positiv.
Besonders bei Solar: Eine Solaranlage braucht so schon etliche Jahre um die für ihre Herstellung benötigte Energie wieder einzuspielen und sie bringt Jahr für Jahr weniger.
Dazu gibt es ja nun Zahlen. Und es wird ja nicht Photovoltaik gebaut, um das zwangsläufig umzuwandeln, sondern nur die Überschüsse.

https://www.volker-quaschning.de/datserv/kev/index.php

Ausser hohen Kosten und Strompreisen wird das aber nicht viel bringen, aber man macht ja den größten Blödsinn mit für Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze :ugly:
Die hohen Kosten entstehen nur durch eine dämliche staatliche Förderung, die hohe Renditen erzeugt. Die reinen Produktionskosten ohne EEG Umlage sind doch heute schon günstig. Und sie werden immer günstiger.

Marty
 
Und es wird ja nicht Photovoltaik gebaut, um das zwangsläufig umzuwandeln, sondern nur die Überschüsse.
Und die Überschüsse zu bestimmten Zeiten wachsen umso weiter je mehr Photovoltaikanlagen ich einsetze. Umso mehr ich diese Energieform also benutze umso weniger effizient wird es also und der Grenzwert ist dann halt das alles erstmal gespeichert wird.

Die hohen Kosten entstehen nur durch eine dämliche staatliche Förderung, die hohe Renditen erzeugt. Die reinen Produktionskosten ohne EEG Umlage sind doch heute schon günstig. Und sie werden immer günstiger.
Nur Windenergie ist heute schon ziemlich günstig. Solarenergie ist nur halbwegs günstig wenn man Endverbraucherpreise als Maßstab nimmt, aber davon kann man als Erzeuger ja nicht ausgehen.
 
Mit dem E10 habe ich mir mal schön den Motor meines Motorrads versaut...das ist keine wirkliche Alternative als Kraftstoff der Zukunft.
 
Gedankenspiel: Wir stellen weiter fleissig Windräder auf, gerne auch auf See, und schaffen es im südlichen Europa ebenfalls Wind- und Sonnenenergie in großem Umfang zu nutzen. Die riesigen Strommengen, die auch noch relativ unkontrolliert in die Netze strömen könnte man dann nutzen um mit dem "überflüssigen" Teil Power-to-Gas-Anlagen zu betreiben.

Jetzt musst Du mir nur noch erklären, warum es sinnvoll sein sollte, eine Energieform unter Verlusten in eine andere umzuwandeln, um dann, bezogen auf Kraftfahrzeuge, mit der neuen Energie mit einem geringeren Wirkungsgrad nen Motor zu betreiben, statt die Primärenergie mit höheren Wirkungsgrad direkt in Bewegung umzusetzen.

Da kannst Du gleich E-Autos mit Batterien als Puffer betreiben, macht mehr Sinn.

gruss kelle!
 
Das mache ich doch gerne!

Der Umweg ist sinnvoll, da die Speicherung (Erdgasnetz) und Verteilung des Gases bereits erprobt ist und dem bisherigen Nutzerverhalten sehr nahe kommt. Weiterhin ist ein Gastank gut zu entsorgen und hält prinzipiell ein Autoleben lang. Das kann man von Akkus jeglicher Art nicht sagen. Diese müssen bei ca. 10 Jahren Nutzung auf 150.000-250.000Km mehrfach getauscht werden, da die Kapazität nachlässt bzw. sie defekt sind.

Positiv ist ebenfalls, dass man PKW mit Gastank schnell wieder befüllen kann und diese dann auch auf ordentliche Reichweiten für Reisen kommen. Selbst Aussendienstler hätten kein Problem einen solchen Wagen zu nutzen. Bei Elektroautos sieht dies anders aus.

Natürlich kann man die benötigte Energie auch durch Gezeiten-, Wasser- oder Solarkraftwerke herstellen. Je nach Verfügbarkeit. In Deutschland wäre dies vermutlich eher die Windkraft. Alternativ wären auch Biogasanlagen (betrieben mit Abfällen nicht Nutzpflanzen) eine Möglichkeit, aber nur in begrenzter Kapazität.

Ein positiver Nebeneffekt wäre, dass man gezielt Erzeugungsspitzen für die Umwandlung nutzen könnte und somit die Netze entlastet bzw. die Abschaltung von bestehenden Anlagen verringert.

Hinweis am Rande: AUDI hat gerade den Schwenk von dem Elektrokonzept zu dieser Variante aufgenommen und geht unter die Kraftstoffhersteller.
 
Positiv ist ebenfalls, dass man PKW mit Gastank schnell wieder befüllen kann und diese dann auch auf ordentliche Reichweiten für Reisen kommen. Selbst Aussendienstler hätten kein Problem einen solchen Wagen zu nutzen. Bei Elektroautos sieht dies anders aus.

...

Ein positiver Nebeneffekt wäre, dass man gezielt Erzeugungsspitzen für die Umwandlung nutzen könnte und somit die Netze entlastet bzw. die Abschaltung von bestehenden Anlagen verringert.

Wäre wohl die Frage, wie man Elektroautos konzipiert.

Es gibt von Bombardier eine Straßenbahn, die statt Oberleitung eine in die Straße eingebettete Induktionsschiene nutzt.

Gäbe es das für PKWs, bräuchtest Du deutlich weniger Batterien, bzw. kannst die Batterien nutzen, um Spannungsspitzen abzupuffern, in dem alle Autos zwangsgeladen werden, bzw. bei Spannungsabfällen nur noch den Betrieb der PKWs sicherstellst.

Gleichzeitig müsste es theoretisch möglich sein, die Bremsenergie des PKW, welche er nicht in Batterien einspeisen kann, weil die ggf. voll sind, ins Stromnetz zurückzuspeisen.

Da müsste sich bloß das Verkehrsministerium mit der Autoindustrie auf dieses Modell einigen, um die Infrastruktur zu schaffen.

gruss kelle!
 
Wäre wohl die Frage, wie man Elektroautos konzipiert.

Es gibt von Bombardier eine Straßenbahn, die statt Oberleitung eine in die Straße eingebettete Induktionsschiene nutzt.

Gäbe es das für PKWs, bräuchtest Du deutlich weniger Batterien, bzw. kannst die Batterien nutzen, um Spannungsspitzen abzupuffern, in dem alle Autos zwangsgeladen werden, bzw. bei Spannungsabfällen nur noch den Betrieb der PKWs sicherstellst.

Gleichzeitig müsste es theoretisch möglich sein, die Bremsenergie des PKW, welche er nicht in Batterien einspeisen kann, weil die ggf. voll sind, ins Stromnetz zurückzuspeisen.

Da müsste sich bloß das Verkehrsministerium mit der Autoindustrie auf dieses Modell einigen, um die Infrastruktur zu schaffen.

gruss kelle!

Es bleibt das Problem, dass Akkus nur qwenige Ladezyklen durchhalten und dann aufwendig entsorgt werden müssen. Ausserdem haben sie eine begrenzte Kapazität und es ist unrealistisch, dass man die Induktionslösung auf mehreren tausend Kilometern Strasse verlegt. Und das wären dann nur die vielbefahrenen, sonst werden es zig-tausende Kilometer. Und auch dann muss der Strom transportiert werden und es geht ein Teil verloren.

Ich finde es nicht sinnvoll eine komplett neue Infrastruktur aufzubauen. Die Erdgasinfrastruktur ist teuer bezahlt und kann einfach weiter genutzt werden. Sowohl für die Beheizung von Wohnungen, als auch für den Betrieb von Autos. Es gibt ja schon ein (löchriges) Netz an Tankstellen und viele tausend Kilometer Pipelines und Kavernen für die Speicherung... Aus meiner Sicht sind das sehr gute Voraussetzungen.

Und ich gebe Dir recht, dass der Wirkungsgrad nicht der Beste ist. Aber bei der Power-to-Gas Technik ist noch was möglich und wirklich große Windräder sind auch schon ok. Genauso kann man ja in den osteuropäischen Wüstengegenden riesige Solarparks aufstellen (Pipelines nach Europa vorhanden) oder in den Golf-Staaten (Flüssiggasterminals vorhanden). Und da es dort massig Platz gibt, kommt es auch nicht auf das letzte % Wirkungsgrad an. Die Amis machen es ja vor. Statt die teure und aufwendige Geothermie aus Deutschland, bauen die einfach riesige Farmen mit Billig-PV-Modulen aus China auf. Weniger Ausbeute pro qm, aber bessere Rendite pro investiertem $.
 
Es gibt von Bombardier eine Straßenbahn, die statt Oberleitung eine in die Straße eingebettete Induktionsschiene nutzt.
Feine Lösung. Und wenn dabei dann alle Strassen sowieso einmal angefasst werden müssen, direkt eine intelligente Steuerung mit verbauen. Dann können die Autos (oder in Zukunft Ein-Mann-Kaseln) vollautomatisch fahren mit Höchsttempo.

Darüber denke ich schon länger nach. Aus Autobahnen Transportnetze machen. Man fährt bis Zur Bahn, besteigt dort eine passende Reisekapsel (für 1-50 Personen oder Waren) tippt ein Ziel ein und das System transportiert einen dorthin. So wie die Bahn, nur in ganz klein und immer verfügbar.

Das würde Unmengen Energie sparen, deutlich bessere Auslastung bringen und den Menschen entlasten.

Marty
 
Feine Lösung. Und wenn dabei dann alle Strassen sowieso einmal angefasst werden müssen, direkt eine intelligente Steuerung mit verbauen. Dann können die Autos (oder in Zukunft Ein-Mann-Kaseln) vollautomatisch fahren mit Höchsttempo.

Darüber denke ich schon länger nach. Aus Autobahnen Transportnetze machen. Man fährt bis Zur Bahn, besteigt dort eine passende Reisekapsel (für 1-50 Personen oder Waren) tippt ein Ziel ein und das System transportiert einen dorthin. So wie die Bahn, nur in ganz klein und immer verfügbar.

Das würde Unmengen Energie sparen, deutlich bessere Auslastung bringen und den Menschen entlasten.

Marty

Ob es Energie spart würde ich jetzt mal im Raum stehen lassen. Aber die Lsöung an sich hätte Charme. Individualverkehr ist halt doch die schönere Sache. Wenn das dann intelligent gesteuert wird und keiner mehr vor einem rauszieht oder man mit 100KMh mehr von hinten überholt wird, läuft das alles viel entspannter. Kann man aber auch mit Navigation und Kommunikation der Autos untereinander regeln. Auch da kann Verkehrsdichte zu langsamerer Fahrt führen o.ä.

Aber im Grunde geht es hier ja um den Antrieb und Treibstoff. Und es sind sich wohl die meisten hier einig, dass es wenig Sinn macht, Nahrungsmittel zu Treibstoff zu machen, solange es nicht für alle Menschen ausreichend bzw. erschwinglich Nahrungsmittel gibt. Sicherlich gibt es auch noch andere Stellschrauben die Versorgung zu verbessern (weniger Wegwerfen etc.) aber grundlegend ist der Weg sicherlich nicht der Beste.

Utopien für die entfernte Zukunft mag man auch viele haben, aber ich denke, dass man bereits jetzt mit relativ kleinen Schritten viel verbessern kann und sich weit weniger abhängig von fossilen Energieträgern und ihren Lieferanten machen könnte. Und dafür eignet sich gerade die schon vorhandene Infrastruktur super.
 
Ob es Energie spart würde ich jetzt mal im Raum stehen lassen.
Es würde, da bin ich mir ganz sicher. Weil niemand mehr alleine in einem 2-Tonnen Vehikel in einem stetigen Beschleunigen-Bremsen Kreislauf fährt, sondern in einem ultraleichten, kleinen, aerodynamisch optimierten Gefährt mit konstanter Geschwindigkeit, versorgt ohne ineffizientem Verbrennungsmotorm, der viel zu viel Leistung hat.

Und es sind sich wohl die meisten hier einig, dass es wenig Sinn macht, Nahrungsmittel zu Treibstoff zu machen, solange es nicht für alle Menschen ausreichend bzw. erschwinglich Nahrungsmittel gibt.
Im Grunde ja, im Detail aber nicht. Was nützt der Raps, aus dem wir hier Energie machen, den hungernden Menschen im Sudan? Die könnten den Raps nicht bezahlen und wenn wir ihn verschenken würden, müsste er trotzdem erst einmal dorthin... Das macht keinen Sinn.

Marty
 
Utopien für die entfernte Zukunft mag man auch viele haben, aber ich denke, dass man bereits jetzt mit relativ kleinen Schritten viel verbessern kann und sich weit weniger abhängig von fossilen Energieträgern und ihren Lieferanten machen könnte. Und dafür eignet sich gerade die schon vorhandene Infrastruktur super.

Der Haken ist doch, dass wir uns mittelfristig Gedanken darum machen müssen, wir wir uns einerseits die Mobilität erhalten, und andererseits
- den Energiebedarf zu reduzieren
- die Energie von fossil auf regenerativ umzustellen

So wie hier verschiedene (laienhaften) Ideen genannt werden, so verhalten sich die einzelnen Hersteller bzw. Verkehrsträger.

VW bastelt aktuell an einem 1-Liter Auto, was von der Größe her zu allem taugt, nur nicht zur Mobilität, Toyota baut Hybrid PKWs, die aber nur in Städten wirklich als Hybrid funktionieren, die Bahn baut Strecken, die sich im wesentlich dazu eignen, Metropolen mit schnellen Zügen zu verbinden und nebenbei gibt es Vorschläge, LKWs auf Oberleitungsbetrieb umzustellen, weil das klappt ja mit Muldenkippern in Steinbrüchen auch schon etc.

Es fehlt aber die übergreifende Idee/Utopie wo wir hinwollen, damit wir jetzt anfangen können, diese Idee technisch zu entwickeln, um sie dann in zehn Jahren in die Realisierung zu bringen, damit wir mittelfristig ein Ergebnis haben.

Nur hab ich die Befürchtung, dass sich die Politik nicht traut, das Thema konsequent anzugehen, da die Bevölkerung beim Thema Auto einfach zu allergisch reagiert.

gruss kelle!