Billigauto – soll ich es wagen?

wurzelaus

Member
26 März 2012
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Hallo zusammen!

So langsam wird es eng im Auto. Fahren einen kleine Golf 4.
2 Erwachsene und 3 Kinder tun sich schwer da länger als 20 Min gemeinsam zu fahren. Nun haben wir uns überlegt ein neues Auto zu kaufen. Finanziell schauts aber momentan leider eher schlecht aus und mit einer großen Familie denkt man eher pragmatisch als an irgendwelche Statussymbole.

Habe aber jetzt vom Dacia Lodgy (nein, ich bekomme nichts dafür!!) gelesen. Ich bin zwar kein Autokenner, aber auf den ersten Blick schaut das Teil ja nicht sooo „billig“ aus. Ich meine, hier ist das Auto auf das Wesentliche reduziert worden. Und der Preis für einen Neuwagen ist natürlich der Hammer für einen!

Hat jemand Erfahrungen mit der Marke oder gar mit dem Modell?

Danke und Gruß!
 
Wenn du nur den reinen Nutzwert eines Autos siehst und auf den Status pfeifst, dürftest du mit dem Lodgy nichts falsch machen. Nur musst du von vorn herein ein paar Abstriche machen - das ist klar. Der Preis kommt nicht von ungefähr.

Ich für meinen Teil hab den Dacia auch schon in Erwägung gezogen. Vor allem, weil Deutsche Hersteller offensichtlich keine Autos für Durchschnittsfamilien bauen wollen - bzw. nicht zu Preisen, die sich Durchschnittsfamilien leisten können...:-? Wenn ich mir anschaue, das ein VW Caddy als Neuwagen mindestens 4000 € teurer ist als die Spitzenversion vom Lodgy...
 
wenns mir auch nur um den Platz ginge, würd ich die Kiste sofort kaufen...

die einzige Alternative, Gebrauchtfahrzeuge der anderen Hersteller. Die kosten zwar sicher immer noch etwas mehr, aber dafür haste halt dann auch n Tick schöneres/wertstabileres/wertigeres Auto.
 
Ich hatte mal auf ner Automesse einfach mal den Duster Probe gefahren!
War sehr überrascht! An sich und für die Preise sind die Autos ok! Es ist halt kein Statussymbol ganz klar und viel Plaste innen drin! Aber hej.... die Japaner/ Chinesen machen das auch immer noch!

Ich denke für den Preis bekommst du das was du bezahlst! Ein Auto mit 4 Rädern, einen Neuwagen, und keine Scheisse! Luxus, Sonderausstattungen kosten extra, bzw. fehlen! Als reine Familein-Kutsche denke ich aber (und bei 3 Kindern) vollkommen ausreichend!

Was ich dir noch auf den Weg geben möchte.... Dacia ist in der Hand von Renault, bzw. ist Renault (in manchen Ländern werden die Dacia Modelle als Renault verkauft) d.h. auch die Ersatzteile sind alle von Renault und da muss ich sagen..... Finger weg..... Renault und Ersatzteile.... das ist der Hammer was die Preise betrifft! Ersatzteile sind sehr teuer für Renault!!
 
Hallo,

wenn schon Dacia und grosse Familie, dann schau Dir direkt den Dacia Dokker an, der kommt demnächst auf den Markt... Zwei Schiebetüren hinten, gerade bei kleineren Kindern absolut super.

Der steht bei mir auf der Auwahlliste. Solange man bei VW alleine für eine Radio viele hundert Euro Aufpreis möchte und nicht in der Lage ist, Dacia eine Konkurrenz entgegen zu stellen....

Wer viel Platz braucht, gerne Schiebtüren hätte und das ganze bezahlbar, dem bleibt nur Dacia. Wer etwas mehr übrig hat, kann direkt zu Renault (Kangoo) oder Fiat (Doblo) gehen. Und nur wer Geld zu viel hat, schaut mal bei VW (Caddy, Touran) oder Mazda (5) vorbei.

Gruss
Marty
 
Hi
ich bin in ähnlicher Situation wie Du, der Platz wird langsam knapp im Auto.

Ich hatte mir den auch schon angesehen und bin auch begeistert von dem Auto und das bei dem Preis.

Klar, erhält man keinen Mercedes aber der wagen soll ja als erstes seinen Zweck erfüllen.

Da wir einen großen Wohnwagen haben mit 2000kg eigen gewicht muss ich immer zusätzlich auf
die Zuglast achten und da haben sich dann leider unsere Wege getrennt :(

Zzt. fahren wir einen KIA Sorenten wie schon gesagt wegen der Zuglast und sind sehr zufrieden mit KIA

Als nächsten wollen wir uns jetzt von KIA diese Modell eventuell holen, Platz ohne ende und die benötige
Zugkraft erhalten wir auch:
https://www.autoscout24.de/Details.aspx?id=222023656&cd=634864692840000000

Gruss
Tom
 
Aber mal ne ganz andere Alternative: Wenn Ihr nicht so oft mit der ganzen Familie auf lange Strecke fahrt, dann kannman auc z.B. für den Urlaub nen großen mieten und sonst beim Golf bleiben. Aber hängt natürlich stark von eurem "Fahrverhalten" ab.

Wir haben Urlaub auch schon mit "getrennter" Anfahrt gemacht, Gepäck im PKW, Leute im Zug...
 
Ohne persönliche Erfahrungen mit diesem oder vergleichbaren Autos: Wer billig kauft, kauft zweimal.

Was nutzt der günstige - gar billige - Preis am Anfang wenn Folgekosten durch Reparaturen und Pannen schnell folgen und unverhältnismäßig hoch sind? Irgendwo kommt der Preis immer her. Es hat einen Grund, dass andere Automarken, z.B. VW, teurer sind. Und das ist meiner Meinung nach keine Marke, die irgendwie besonders luxuriös ist oder gar überteuert, sonderlich schlichtweg "normal".
Vllt. spart man so etwas Geld, aber es kostet im Gegenzug Zeit und Nerven, etwa bei Reparaturen oder mangelnder Qualität, die einen nervt oder schlichtweg für Fehlfunktionen sorgt.

Also ich würde soetwas nicht kaufen. ;)
 
So, angenommen, Du haettest das Geld nicht fuer einen (sagen wir mal) VW - was wuerdest Du machen?

Einen Gebrauchten kaufen?

Das kommt ganz drauf an wie "sehr" das Geld für einen (z.B.) VW Neuwagen nicht verfügbar ist.
Entweder also einen Gebrauchten kaufen, eventuell auch über eine Finanzierung nachdenken. Auch ein Jahreswagen kann super sein oder man schaut sich bei Angeboten zum Thema Leasing um. Das hängt eben ganz von den finanziellen Möglichkeiten ab.
Ansonsten würde ich ernsthaft darüber nachdenken inwiefern ein Auto(wechsel) notwendig ist und ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt. Das gelegentliche Nutzen eines Mietwagens wurde bereits angesprochen. Für 2 oder 3 Mal im Jahr in den Urlaub fahren ist das sicher günstiger. Braucht man jeden Tag eine große Kiste kommt sowas natürlich nicht in Frage.
Auch Carsharing ist eine sinnvolle Sache, wenn man ein großes Auto oder generell ein Auto eher selten benötigt. Es gibt durchaus Angebote ohne Grundgebühr und monatliche Kosten, sodass man wirklich nur dann etwas bezahlt wenn man ein Auto verwendet.

Ich wollte auf jeden Fall sagen, dass es nicht "auf Teufel komm raus" ein Neuwagen sein muss, nur weil er total günstig/billig ist. Ein Gebrauchtwagen kann ebenso schön oder sogar schöner sein. Und nicht nur schöner, sondern auch zuverlässiger, usw., das hatte ich bereits geschrieben. Hängt natürlich alles sehr vom Einzelfall und von den in Ausblick stehenden Fahrzeugen ab. Wer mit der spartanischen Ausstattung eines Neuwagen der niedrigsten Preisklasse zufrieden ist wird auch mit einem Gebrauchtwagen zufrieden sein, bei dem vllt. nicht alles topaktuell ist sondern auf dem Stand von vor 2-5 Jahren, nur als Beispiel das Navi, oder eben teilweise nicht den exakten Vorstellungen entspricht. Da muss man bei einem Gebrauchten natürlich Abstriche machen, aber den perfekten Gebrauchtwagen gibt es sowieso nicht, munkelt man. ;)

Wichtig ist auch, dass einem das Auto gefällt. Wenn man sich bspw. schlichtweg festgelegt hat, dass es mal ein Neuwagen sein soll, dann sollte man auch einen nehmen. Wenn das Geld dann eben nicht für den beispielhaften VW reicht, sondern "nur" für ein "Billigauto", muss man diesen Kompromiss eben eingehen. Es macht einen dann auch nicht glücklich einen gebrauchten VW zu kaufen, nur weil es dann eine angesehene Marke ist und vom Preis ebenso passen würde.

Neuwagen sind nunmal teuer. Das ist aber bei fast allen Dingen so, die neu sind. Ob man das möchte bzw. braucht ist die andere Frage. Ich bin der Meinung, dass ein guter Gebrauchter keine nennenswerten Nachteile hat außer dass man eben nicht sagen kann, dass man einen Neuwagen fährt.
 
So schlecht sind die aktuellen Dacias nicht.

Wenn man allerdings Wert auf Klimaanlage etc. legt, dann kommen andere Modelle mit Tageszulassungen oder Rabattaktionen durchaus an die Daciapreise heran.

Der nagelneue Skoda Fabia 1.2TSI meiner Schwiegermutter stand mehrere Wochen in verschiedenen VW Werkstätten weil der Wagen öfter mal spontan in einen extremen Notlauf ging (max. 30 Km/h).
Echt toll wenn man sich gerade auf der Autobahn befindet.

Mein Passat TDI war extrem teuer im Unterhalt (Dieselpumpe kaputt, Turbolader, zweimal der Ladeluftkühle, Riemenscheibe, Einspritzdüsen)...da hätte ich mir einen nagelneuen Sandero mit Dieselmotor von holen können. Und dann wurde der TDI plötzlich wertlos als das Automatikgetriebe auch noch kaputt ging.

Ich habe mir jetzt aber einen gebrauchten Ford Focus 1 geholt (BJ 2004). Ist eh mein Lieblingswagen gewesen und der Vorbesitzer hat eine Kfz-Werkstatt und der Wagen steht für sein Alter extrem gut da (technisch wie optisch) und hat gerade 85.000km runter.

Einen Basis Dacia Sandero hatte ich mir ausrechnen lassen. Inkl. Überführung und Garantie hätte der mich 8000 Euro gekostet...mit nix drin..
 
Vorab Danke für die tollen Antworten! Mit den Tipps kann ich wirklich was anfangen!

Der Artikel ist nicht schlecht. Hat mit einen guten Überblick verschafft.
Danke dafür! :)

Renault und Ersatzteile.... das ist der Hammer was die Preise betrifft! Ersatzteile sind sehr teuer für Renault!!

8O Sowas hören wir natürlich nicht gern!

Haben und im Sommer den Wagen meines Schwiegervater ausgeborgt, da unserer etwas spinnte und wir auf Nummer sicher gehen wollten – ein Lancia Musa. Leider hatte der Board-Computer von dem Ding gesponnen – die Lenkung funktionierte nicht mehr – sodass wir 3/4 des Urlaubes auf ein Leihauto umsteigen mussten. Kein Mechaniker oder sonst wer kannte sich da bei dem Italiener aus. Das war die Hölle für uns – finanziell und emotional!

Hab von all dem genug. Darum auch die Idee eines Neukaufs. Das wir jetzt im Falle eines Reparatur so viel zahlen müssten, ist alles andere als schön!

Aber ein Neukauf schließt ja eine Garantie mit ein, oder? Fünf Jahre müsste so ein Ding doch ohne Probleme laufen. Danach würde ich ihn eh wieder verkaufen. :)

Aber mal ne ganz andere Alternative: Wenn Ihr nicht so oft mit der ganzen Familie auf lange Strecke fahrt, dann kannman auc z.B. für den Urlaub nen großen mieten und sonst beim Golf bleiben. Aber hängt natürlich stark von eurem "Fahrverhalten" ab.
Ja, das haben uns schon alle Bekannten und Verwandten geraten. Nur, wir sind eine sehr aktive Familie. Wir machen oft (min. jedes 2 WE) Ausflüge aufs Land, besuchen Bauernhöfe oder wir gehen Wandern. Der Golf ist da mittlerweile schon sehr nervig geworden. Da passt einfach nicht alles rein was wir mitnehmen wollen.

Ob wir nun einen Dacia kaufen, weiß ich im Moment nicht. Wie wir gesehen haben gibt’s da berechtigte Für und Wider.

Ich lass mir mal das durch den Kopf gehen, aber wenn ich ihn kaufe werde ich berichten! :)
 
Man sollte je nach Hersteller schon eine Garantieverlängerung mit in die Kalkulation nehmen.

Wenn ein neues Schaltgetriebe über 2000 Euro kostet, ein Automatikgetriebe über 5000 Euro (das war das Angebot meines VW Händlers inkl. Einbau) und ein Turbolader auch nicht unter 2000 Euro eingebaut wird, ist schnell der finanzielle Ruin erreicht eines normalen Arbeitnehmers.

Die TSI Steuerketten sind auch so ein Thema; man fragt sich auch, weshalb relativ viele Mercedes A-Klassen Probleme mit den Steuerketten haben die so angeboten werden. Das sind alles Reparaturpreise jenseits von gut und böse.

Unter 5 Jahre Garantie (auch auf Motor UND Getriebe) würde ich mir von keinem Hersteller ein neues Auto mehr kaufen. Gerade als ehemaliger VW Besitzer (Golf und Passat TDI) habe ich da meine negativen und extrem teuren Erfahrungen sammeln dürfen.

Bei Kia ist die lange Garantie schon im Normalpreis enthalten, bei den "Premium" Marken darf man sie mitunter teuer bezahlen.

Ein Arbeitskollege fährt seit Jahren einen Kia Ceed und es wurden nun an drei Türen kleine Roststellen entdeckt...nun hat er auf Garantie drei neue Türen drin. Ohne beim Hersteller um Kulanz zu betteln.

Für mich muss ein Auto 300.000km ohne grosse Probleme mindestens durchhalten. DAS haben alle meine 199x hergestellten Autos geschafft (VW, Ford, Nissan).
Beim Golf 2 ölte der Motor etwas, beim Ford Escort war die Karosserie nicht mehr frisch (Rost), aber diese alten Wagen fuhren sich problemlos bis 300K Kilometer ohne Motorreparaturen.
Und beim Nissan war die Steuerkette auch nach 19 Jahren noch fit und auch die CVT-Automatik. Davon kann man bei VW nur träumen...

Ich bin guter Dinge, mit meinem 2004er 1.6l Saugbenziner (100PS) auch die 300.000km zu erreichen (so in 10 Jahren). Ein Realverbrauch von 6,3-6,8l/100Km inkl. Stadtverkehr ist kalkulierbar und völlig im Rahmen für einen Kombi mit Klimaanlage, die meist an ist (im Sommer zum kühlen und im Frühling/Herbst zum Scheiben freimachen).

Und was er nicht hat an teuren Teilen kann auch nicht kaputt gehen.
 
Von der Firma aus fahren wir nur VW-Konzern. Das ist nett, aber auch nicht billig.

Privat habe ich noch nen KIA Sportage. Das ist schon was ganz anderes... Billiger im Innenraum und die Sitze sind auch nicht so geil... Aber sonst echt gut. Motor ist leistungsmäßig gut, die Automatik ist nicht schlecht, wenn sie auch anders schaltet, als ich es von Hand tun würde und die Grundausstattung wäre bei einem VW viele, viele hundert Euro Aufpreispflichtig. Die Verarbeitung insgesamt lässt keine Wünsche offen.

Ganz im Unterschied dazu habe ich nur negative Erfahrungen mit französischen Autos. Egal welches Konzerns. Renault ist nur minimal besser als Peugeot... und ein Bekannter hat als Mitsubishi Händler so wenig mit seiner Werkstatt verdient, dass er schnell noch Peugeot reingenommen hat. Auslastung ist jetzt super, verkaufen will er den Kram aber nicht. Die Wut sollen andere kassieren.

Kurz gesagt: Man kann weniger Geld ausgeben als bei VW und Co. Man bekommt aber auch weniger. Und ab einer Grenze geht es nach unten nur noch über schlechtere Qualität. Egal ob alte Motoren, Teile aus vergangenen Modellversionen oder bei Dacia auch einige Einsparungen in puncto Sicherheit. Das muss einem bewusst sein. Und eben auch, dass auch ein niedriger Anschaffungspreis schnell durch Reparaturen aufgefressen werden kann.
 
VW ist leider mittlerweile in der Anschaffung UND bei der Wartung teuer.

Dass der Innenraum eines VWs mich durchaus anspricht und vor allem Dacia und vielen französischen Modellen in Sachen Wertigkeit aussticht gebe ich gerne zu.

Aber ein Normalfahrer möchte ein zuverlässiges Auto haben, welches nicht viel kostet und keine teuren Reparaturen nach sich zieht.

Und VW zieht sich mit peinlichen technischen Mängeln quer durch fast alle Baureihen:

- schwarzer Kühlflüssigkeitsdeckel (was platzt als erstes?)
- "Killerschraube" bei 1Z/AHU TDI, weil sie dachten eine Kurbelwellenschraube mit einer Festigkeit von 8,5 würde reichen. Die Folge waren runde Kurbelwellenstümpfe und in der Folge kaputte Dieselmotoren wenn die Scheibe abriss und den Zahnriemen mitnahm.
- die einfrierenden Motoren nicht zu vergessen
- Probleme mit diversen TSI Modellen (durfte ich hautnah erleben)
- Steuerketten sind totgespart worden von "hält ein Autoleben lang" zu "sehr teures Verschleissteil". Fing schon bei den VR6 Modellen mitte der 1990er an.
- die DS-Getriebe sind zwar etwas zuverlässiger als die alten VW 4-Gang Wandler, aber schlechter ging auch nicht mehr.

Bis auf die Steuerkette und die einfrierenden Motoren war ich bei jedem Problem persönlich betroffen.

Ich finde Dacias im Innenraum HÄSSLICH und sie haben auch ältere Komponenten verbaut, aber:

- der schon erwähnte 1.2 16V BASISmotor kann sparsam gefahren werden
- die 86PS CR-Diesel sind sehr gut im Verbrauch und Zuverlässigkeit.

VW kann sicherlich beim Thema Sicherheit punkten. Aber Dacia Käufer sind eher die Zielgruppe, die vorher alte Golf2, Golf3 fuhren und im Gegensatz zu den inzwischen verrosteten alten VWs ist ein Dacia eher sicherer..kann aber eben nicht mit einem VW aus aktueller Generation mithalten.

Anderseits sind Motorräder viel unsicherer; und erst die billigen 45Km/h Motorroller. Dagegen ist ein Dacia Sandero viel sicherer.

Auch wenn ich mir statt eines neuen Dacis einen gebrauchten Focus gekauft habe: Dacia hat das untere Preissegment aufgewirbelt. Heute bekommt man einen Fiat500, Panda, Daihatsu Cuore etc. teilweise mit Klimaanlage und MP3 Player neu/Tageszulassung für unter 8000 Euro. Konkurrent belebt das Geschäft und wer mehr Optionen/Ausstattung/Ambiente will bekommt es ja nachwievor bei VW und Co.
 
Und VW zieht sich mit peinlichen technischen Mängeln quer durch fast alle Baureihen:

- schwarzer Kühlflüssigkeitsdeckel (was platzt als erstes?)
- "Killerschraube" bei 1Z/AHU TDI, weil sie dachten eine Kurbelwellenschraube mit einer Festigkeit von 8,5 würde reichen. Die Folge waren runde Kurbelwellenstümpfe und in der Folge kaputte Dieselmotoren wenn die Scheibe abriss und den Zahnriemen mitnahm.
- die einfrierenden Motoren nicht zu vergessen
- Probleme mit diversen TSI Modellen (durfte ich hautnah erleben)
- Steuerketten sind totgespart worden von "hält ein Autoleben lang" zu "sehr teures Verschleissteil". Fing schon bei den VR6 Modellen mitte der 1990er an.
- die DS-Getriebe sind zwar etwas zuverlässiger als die alten VW 4-Gang Wandler, aber schlechter ging auch nicht mehr.

Bis auf die Steuerkette und die einfrierenden Motoren war ich bei jedem Problem persönlich betroffen.

So unterschiedlich können Erfahrungen sein.

Schwiegermutter fährt Golf in der 3 Generation... Noch keine Pannen oder andere Mängel gehabt.
Gestern hatte ich ein Rendezvous mit dem ADAC... Haben zufällig über die Zuverlässigkeit der VWs gesprochen. Er sagte, dass er in seiner langen Dienstzeit sehr sehr wenig Probleme mit VWs hatte.

Wir selbst werden Anfang des kommenden Jahres nach einem VW umschauen. Da geht es jedoch in die Richtung Tiguan / Touareg (natürlich gebraucht).
Wir werden z.B. auf keinen Fall auf diese (meiner Meinung nach) "Billigmodelle" zurückgreifen.
 
Jedes Auto hat Fehler und Mängel, egal welche Marke. Ebenso haben gewisse Wägelein gewisse Mängel eben öfter als andere. Usw..., das ist ja nichts Neues. "Qualität hat seinen Preis" ist schließlich keine falsche Aussage. ;)
Statistisch lässt sich das dann alles belegen. Da muss man dann von Einzelfällen mal absehen und schlichtweg zu diesen Statistiken greifen.
Liegt dort ein günstiges/billiges Auto bei Fehlern/Mängeln/Reparaturen/etc. höher muss man entscheiden ob die Kostenersparnis beim Kauf die Kosten (im Sinne von Zeit/Flexibilität beim Neuwagen) für einen persönlich kompensieren können. Damit sind konkret die Zeit, der Aufwand und der Ausfall gemeint.
Wenn man es sich von Aspekten der Zeit und Machbarkeit leisten kann, dass man (übertrieben gesagt) jede Woche mit dem Wagen in die Werkstatt muss, dann soll man zu einem Wagen greifen, der das erfordert bzw. erfordern kann (statistisch gesehen).
Wenn nicht sollte man lieber einen Wagen wählen, der statistisch gesehen weniger Ausfälle/Mängel/etc. hat.
Ein Billigauto hat potentiell eben mehr Probleme als ein Auto von hoher Qualität. Und im vorherigen Satz kann man das Wort "Auto" gegen fast jedes Produkt ersetzen. ;) Und Qualität kann man in gewissem Maße noch immer vom Preis ablesen, in einem gewissen Rahmen. Irgendwo oben und unten sind dann die Grenzen, wo es schlichtweg unrealistisch wird, aber das wollen wir hier mal nicht betrachten. (Ein Sportwagen für mehrere 100k Euro ist vermutlich nicht besser als ein Sportwagen für 100k Euro, da geht es eher um Marke, Ansehen, etc. ;) Das lässt sich auf vielerlei Aspekte/sogar Produkte übertragen.)

Kurzum: Ein sogenanntes Billigauto mag als Neuwagen dank Garantie relativ gefahrlos erscheinen. Doch man muss auch bedenken, dass diese Garantie einen plötzlichen Ausfall nur bedingt abdeckt. Selbst wenn man einen Leihwagen bekommt hat man dennoch den Stress und die Wartezeit. Auch wenn Reparaturen "kostenlos" sind, hat man den Stress das Auto in die Werkstatt zu fahren, etc.
Und bei einem Totalversagen auf der Autobahn nützt einem eine Neuwagengarantie auch herzlich wenig... ;) Mal als Denkanstoß...

Sowas kann man versuchen auszuschließen indem man ein Fahrzeug (statistisch höherer) Qualität kauft.

Letztendlich ist es Glückssache. Der Eine fährt mit dem "Billigauto" 10 Jahre ohne Probleme während der Andere mit dem "Qualitätsauto" über 10 Jahre nur Ärger hat. ;)

Daher meine Empfehlung: Lieber einen hochwertigen Gebrauchtwagen vom Händler mit Garantie als ein Neuwagen niedrigerer Qualität (ebenso mit Garantie). Geht man von ungefähr gleichen Spezifikationen aus, hat man dadurch meiner Meinung nach eine Menge gewonnen (auch wenn es nur eine Wahrscheinlichkeit bleibt...).