Frage: Rechtliches Vorgehen, Serverkonfiguration

Mal abgesehen davon, daß der Thread langsam abgleitet und wahrscheinlich keiner ohne Kenntnis des geschlossenen Vertrages hier "richten" kann wundert es mich, daß trotz 3 Seiten Diskussion noch nicht gefragt/geschrieben wurde um welches "Projekt" es sich denn handelt. Geht es dabei nur um eine Software/ein Script? Oder hast du z.B. eine bestehende Community oder gar ein Shop- oder Maklersystem mit Lieferanten-/Kundenbestandsdaten übernommen?
Das hört sich zwar erstmal recht nebensächlich an, könnte aber sowohl für die laufende Diskussion als auch für den Sachverhalt wichtig sein.

U.u. bist du nämlich, was Kelle bereits angedeutet hat, zu einer Datensicherung verpflichtet. Wenn das so ist bleibst du auf den bisher und ggf. noch entstehenden Kosten sitzen und handelst dir evtl. sogar noch ein eigenes Verfahren ans Bein.
Meine Mutter musste in ihrer damaligen Firma ein tägliches Backup der Bestandsdaten anlegen und die Backups gesichert und feuergeschützt aufbewahren.

Wenn dem nicht so ist, ist einzig und alleine der geschlossene Vertrag zwischen dir und der Firma relevant. Wenn dort nicht ausdrücklich eine Datensicherung vereinbart wurde, und in der Regel wird sie von Seiten der Firma im Kleingedruckten (Haftungsausschluss) ausgeschlossen, kannst du davon ausgehen, das die Firma im Recht ist.
Ein Bekannter von mir arbeitet bei Nokia. Wenn dort ein Handy zur Reparatur ankommt wird zu erst die Firm-/Software neu "aufgeflasht". Dabei gehen sämtliche Daten auf dem Handy verloren. Das mag bei einem "normalen" Handy schon ärgerlich sein wenn sämtliche Kontakte und Bilder weg sind, bei "Business-Handys" (z.B. dem Commi) wird dort aber auch gerne mal mit dem Anwalt gedroht... ohne Erfolg ;)

Entgültig wird das aber keine Community, sondern ein Gericht klären. Und wenn du schon in einem Forum nach Meinungen fragst, solltest du auch damit rechnen, daß Meinungen/Antworten kommen die dir u.U. nicht gefallen. In einigen Sachen hat Kelle nämlich durchaus recht.

90% aller KFZwerkstätten werden von Kaufleuten betrieben. :D Natürlich bezahlen die einen KFZ-Mechaniker dafür das er an den Autos schraubt.
Und jetzt denk den Gedanken mal zu ende... Der KFZ-Mechaniker macht einen Fehler und zerstört den Motor eines Kundenfahrzeuges. Wer haftet für den Schaden? Der Mechaniker, oder die Werkstatt (also der Kaufmann)?

Gruß Aru
 
Und jetzt denk den Gedanken mal zu ende... Der KFZ-Mechaniker macht einen Fehler und zerstört den Motor eines Kundenfahrzeuges. Wer haftet für den Schaden? Der Mechaniker, oder die Werkstatt (also der Kaufmann)?

Gruß Aru


Oh ich verstehe. Jepp wenn das ein externes Unternehmen war, zb. der Motor zur überholung weggeben wurde haftet das externe Unternehmen. Kenne ich aus Erfahrung. War es im eigenen Hause haftet natürlich der Besitzer der Firma. Aber auf keinen Fall der Kunde Auftraggeber
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja das ist das Problem bei ITsupportern, die hören einfach nicht zu ;)
Doch, die hören zu... und vor allem lesen die richtig. Die lesen nämlich, was im Auftrag steht und was bezahlt wird. Und genau das tun die dann auch. Und wenn im Auftrag steht "PHP-Update", dann machen die ein PHP-Update.

Das Update dürfte normalerweise in einer Stunde erledigt sein. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste jedes System, auf welchem ich ein Update fahre, vorher selber sichern, dann wäre das ein teurer Spass für Kunden.

Ich sehe mich schon vor dem Kunden-SAP-System sitzen mit der 4 TB-Datenbank, um ein AIX-Update zu machen und sicher erstmal 12 Stunden lang die Kiste, um danach 12 Minuten ein Betriebssystemupdate einzuspielen.

Ich gehe als Dienstleister davon aus, dass ein geprüftes Backup existiert. Wenn keins existiert, kann mich der Kunde gerne beauftragen, eines vor den arbeiten anzulegen. Nur eines darf der Kunde nie: Mir erzählen, dass er ein 8000 Euro teures Projekt auf einem Server liegen hat, der noch nie gesichert wurde und auch nicht gesichert werden kann, weil die Sicherung noch nicht eingerichtet ist. Dann würde ich den Auftrag schliechtweg ablehnen.

Was ich bei der ganzen Diskussion noch nicht verstanden habe: Wer kann mir denn mal erklären, wie man beim Einspielen eines PHP-Updates die Platte schrotten kann. Ich habe jetzt wirklich länger darüber nachgedacht, wie man das schafft, ohne vorsätzlich zu handeln. Das geht nicht.

Verschulden trifft den Dienstleister nur, wenn er beauftragt wurde, vor den Arbeiten ein Backup anzulegen und er das nicht gemacht hat. Und da der Threadersteller ja anscheinend selber nicht so genau weiß, was er beauftragt hat...

Marty
 
Ich gehe als Dienstleister davon aus, dass ein geprüftes Backup existiert. Wenn keins existiert, kann mich der Kunde gerne beauftragen, eines vor den arbeiten anzulegen.

Bist du auch ITsupporter ?

Er sollte das System einrichten sodass ich u.A. auch ein Backup machen kann.
Ich habe das von der Firma schonmal machen lassen.
Einrichten etc. dadrunter wurde letztemal auch das einrichten eines automatischen Backups. Genau das habe ich diesmal auch machen lassen.

und

muss ich als Nutzer ein Backup machen bevor ich eine Firma beauftrage das System einzurichtet und die Backupfunktion zu installiert ?

Auf deutsch den Techniker war klar das er es nicht gemacht haben konnte. Also wo ist das Problem ihm das zu verkaufen oder ihn grundsätzlich expliziet darauf hinzuweisen? Jedes große Unternehmen mach das und jeder kleine Progger auch.

Mir ist es Grundsätzlich mal egal wer hier haftet. Nur kapiere ich nicht, wieso "erfahrene Itler" behaupten, das grundsätzlich kein Backup gemacht wird. Ich habe eben nochmal nen richtigen Informatiker gefragt einer mit Diplom und der sagt auch, das er fast immer die Daten sichert, weil eben jedenmal ein kleiner fehler unterlaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bist du auch ITsupporter ?
Ja, in gewissem Sinne wohl schon, genauso wie Kelle. Ich würde mich eher als Administrator bezeichnen, aber Support gehört da auch zu.

Auf deutsch den Techniker war klar das er es nicht gemacht haben konnte. Also wo ist das Problem ihm das zu verkaufen oder ihn grundsätzlich expliziet darauf hinzuweisen?
Es ist überhaupt kein Problem, ihm das zu verkaufen, wenn er es haben will. Ich frage mich allerdings, wie man als Dienstleister die Dienstleistung "Backup" verkaufen soll, wenn laut Threadersteller die Einrichtung der Funktion "Backup" Teil des Auftrags war? Wobei, das war es ja erst, als er gemerkt hat, dass er hier sonst blöd dasteht. Am Anfang war es ja nur das PHP-Update. Und aus der Tatsache, dass er FTP einrichten sollte zu schliessen, dass der Dienstleister wusste, um was für ein System es sich hier handelt, ist schon arg weit hergeholt. In der Regel haben solche Dienstleister vor Auftragserteilung keinen Zugriff auf das System. Und ich glaube nicht, dass der Auftrag lautete:

"Richten Sie auf meinem Server, auf dem ein 8.000 Euro teures Projekt liegt, das noch nie gesichert wurde, ein Backup ein und installieren sie ein PHP-Update". Solch einen Auftrag hätte ich so nicht ausgeführt, ohne mir schriftlich vom Kunden zusichern zu lassen, dass ich bei Datenverlust nicht hafte.

Ich kenne übrigens keinen bekannten IT-Dienstleister, der in seinen AGB keine Klausel hat, die solch eine Haftung für Datenverlust ausschliesst und die Datensicherung auf den Kunden abwälzt.

Nur kapiere ich nicht, wieso "erfahrene Itler" behaupten, das grundsätzlich kein Backup gemacht wird.
Weil man grundsätzlich davon ausgeht, dass der Administrator des Servers seinen Aufgaben nachkommt und seinen Server schon so häufig sichert, wie die Daten es erfordern. Ich habe noch nie erlebt, dass Produktivsysteme so völlig ohne Backup vor sich hinwerkeln.

Ich habe eben nochmal nen richtigen Informatiker gefragt einer mit Diplom und der sagt auch, das er fast immer die Daten sichert, weil eben jedenmal ein kleiner fehler unterlaufen.
Wer zahlt ihm das? Oder berechnet der für ein PHP-Update dann erstmal, wie Kelle vorrechnet, ein paar hundert Euro?

Marty
 
Weil man grundsätzlich davon ausgeht, dass der Administrator des Servers seinen Aufgaben nachkommt und seinen Server schon so häufig sichert, wie die Daten es erfordern. Ich habe noch nie erlebt, dass Produktivsysteme so völlig ohne Backup vor sich hinwerkeln.

Genau das ist der Punkt, den ich nicht verstehe bei euch beiden.

Also angenommen der Auftrag lautete richte mir eine Funktion für Backups ein, weil ich es selber nicht kann. Ist davon auszugehen, das kein Backup vorliegt, also verkaufe ich den Kunden eins und mache eins bevor ich etwas am System ändern. Das es sich um ein laufendes also Produktivsystem handelt wurde ja nie gesagt denn der Server sollte ja irgendwie erstmal vernünftig eingerichtet werden. Zitiere ich jetzt aus dem Urteil, welches vorhin hier gepostet wurde steht da, obwohl die Klage abgewiesen wurde unter anderem auch das drinn

In der Sache spielte es keine Rolle, dass Werkunternehmer, wie der beauftragte Dienstleister, sich grundsätzlich vor objektiv Daten gefährdenden Eingriffen erkundigen müssen, ob die Datensicherung auf dem neuesten Stand ist.

Heist für mich, obwohl es für dieses gepostet Urteil nicht von Bedeutung ist, besteht denoch ein Pflicht dazu. Richtig oder nicht ?
Das wurde ja anscheinend auch nicht gemacht oder? Weil spätestens dann hätte er ein Backup von sich aus machen müssen. Jetzt meine Frage ist ein Update eines Systems Daten gefährdent oder nicht ?

Und zu den Kosten eines Backups, beide für mich bis jetzt arbeitende Programmierer haben es mir nie bzw. wenn dann nur verdeckt in Rechnung gestellt.
Kann es sein das ein erfahrener Programmierer ein Backup eines kompletten einfachen Webservers in wenigen Minuten macht? Wobei mir aufgefallen ist, das ich die gezippte Backupdatei bei beiden von deren eigenen Server laden konnte.

Also wenn ich euch erfahrene Itler richtig verstehe ist ein einfacher Befehl eingeben und die Dateien automatisch rüberziehen bei euch zu teuer um es den Kunden zu berechnen oder ?

Ok gut bei anderen "Itler" ist das Service scheinbar...

edit Marty nachwas :
Ich frage mich allerdings, wie man als Dienstleister die Dienstleistung "Backup" verkaufen soll, wenn laut Threadersteller die Einrichtung der Funktion "Backup" Teil des Auftrags war?

Die Dienstleistung ein Backup zu erstellen ist etwas ganz anderes als eine Funktion dafür zu integrieren die es dem Auftraggeber ermöglicht selbständig Backups zu machen. Also wo genau liegt jetzt hier deine Frage ?

Oh Marty noch eine Frage

Du bist Informatiker habe ich gelesen also vermutlich hast du studiert. Stimmt es das man gleich am Anfang des Studiums lernt das man Daten sichert bevor man die ändert? Mal ganz unabhängig davon das man immer Risken auf Kunden abwälzen kann.
 
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Also angenommen der Auftrag lautete richte mir eine Funktion für Backups ein, weil ich es selber nicht kann. Ist davon auszugehen, das kein Backup vorliegt, also verkaufe ich den Kunden eins und mache eins bevor ich etwas am System ändern.
Völlig korrekt. Aber: Lautete denn der Auftrag so? Oder lautete der Auftrag "Mach ein Update vom PHP und richte FTP ein!"? Kannst Du aus dem, was bisher hier gepostet wurde, schliessen, wie der Auftrag lautete? Ich nicht.

Das es sich um ein laufendes also Produktivsystem handelt wurde ja nie gesagt denn der Server sollte ja irgendwie erstmal vernünftig eingerichtet werden.
Und wenn ich als Dienstleister nicht weiß, was das für ein Server ist? Ist es ein Produktivsystem, dann gehe ich davon aus, dass es gesichert wird. Ist es kein Produktivsystem, dann können keine wichtigen Daten datrauf sein. Und nun?

Heist für mich, obwohl es für dieses gepostet Urteil nicht von Bedeutung ist, besteht denoch ein Pflicht dazu. Richtig oder nicht ?
Kann ich nicht beurteilen.
Jetzt meine Frage ist ein Update eines Systems Daten gefährdent oder nicht ?
Falsche Frage: "Ist das Update von PHP so kritisch" wäre besser. Und ich weiß bis jetzt immer noch nicht, wie man beim Update des PHP-Interpreters oder des PHP-Moduls im Apache eine Festplatte kaputt machen kann.

Machen wir doch mal die Fachfrage: Wer hier kennt unter Linux eine Möglichkeit, eine Festplatte mit einem Befehl physisch zu zerstören? Oder unter Windows?

Und zu den Kosten eines Backups, beide für mich bis jetzt arbeitende Programmierer haben es mir nie bzw. wenn dann nur verdeckt in Rechnung gestellt.
Das ist doch schön.
Kann es sein das ein erfahrener Programmierer ein Backup eines kompletten einfachen Webservers in wenigen Minuten macht?
Wieviele konsistente und absolut sichere Backups eines Systems hast Du schon gemacht? Wenn dieses Projekt 8000 Euro wert war, dann war das wohl etwas mehr als ein MySQL-Dump, oder? Sonst hätte der Verkäufer das ja locker auf CD brennen und verkaufen können. Es hatte wohl einen Grund, warum der Server mitverkauft wurde.

Aber korrekt: Wenn es um etwas wie ein VMS geht, dann ist eine Sicherung schnell gemacht. Sofern die Möglichkeit auf dem System eingerichtet ist.

Wobei mir aufgefallen ist, das ich die gezippte Backupdatei bei beiden von deren eigenen Server laden konnte.
Das macht man aber eben mal nicht so nebenbei, wenn die Datenbank ein paar Gigabyte hat, oder?

Also wenn ich euch erfahrene Itler richtig verstehe ist ein einfacher Befehl eingeben und die Dateien automatisch rüberziehen bei euch zu teuer um es den Kunden zu berechnen oder ?
Wie ist denn der einfache Befehl, der einen Server mit Datenbanken, Konfiguration etc. komplett sichert und automatisch auf einen anderen Server rüberzieht? Und wenn das so einfach geht, warum hat der Threadersteller es nicht vorher gemacht?

edit Marty nachwas :
Die Dienstleistung ein Backup zu erstellen ist etwas ganz anderes als eine Funktion dafür zu integrieren die es dem Auftraggeber ermöglicht selbständig Backups zu machen. Also wo genau liegt jetzt hier deine Frage ?

Deine Aussage bezieht sich wohl auf IT-Laien. Für Fachkräfte ist das eine identisch zum anderen.

Warten wir doch einfach ab, was der vom Gericht bestellte Gutachter entscheidet. Ich gehe davon aus, das der Threadersteller nicht einfach so auf 8.000 Euro verzichtet und klagen wird. Vielleicht lässt er uns dann in einigen Monaten am Ergebnis teilhaben.

Marty
 
Wenn dieses Projekt 8000 Euro wert war, dann war das wohl etwas mehr als ein MySQL-Dump, oder? Sonst hätte der Verkäufer das ja locker auf CD brennen und verkaufen können. Es hatte wohl einen Grund, warum der Server mitverkauft wurde.

Ich hab nicht von einem SQLDump geredet sondern von einem Backup eines kompletten Systems.
Aber korrekt: Wenn es um etwas wie ein VMS geht, dann ist eine Sicherung schnell gemacht. Sofern die Möglichkeit auf dem System eingerichtet ist.
VMS ? wie kommste den jetzt drauf ?
Das macht man aber eben mal nicht so nebenbei, wenn die Datenbank ein paar Gigabyte hat, oder?
Du weist nicht wie groß die Datenbank ist oder war ? Aber selbst meherer Gigabyte kann man in weniger als einer Stunde kopieren.
Wie ist denn der einfache Befehl, der einen Server mit Datenbanken, Konfiguration etc. komplett sichert und automatisch auf einen anderen Server rüberzieht? Und wenn das so einfach geht, warum hat der Threadersteller es nicht vorher gemacht?

Ich bin kein Itler vielleicht damit ?
dd if=/dev/hda | gzip -c | ssh user@host "cat > imagedatei.gz" oder so ähnlich? Du bist doch Informatiker nicht ich, aber ok, das ganze System wäre nichtmal nötig, eben evt nur relevante Daten. Bei Webservern offensichtlich ja das home-verzeichnis also dann evt so ?

tar c /home/ | gzip -c | ssh user@host "cat > homedirs.tar.gz" und so
tar c /var/lib/mysql/ | gzip -c | ssh user@host "cat > mysql.tar.gz"
bzw. so ähnlich ?

eintippzeit ne Minute ? Kopier dauer 1,5 min je 1 gig ?
Deine Aussage bezieht sich wohl auf IT-Laien. Für Fachkräfte ist das eine identisch zum anderen.

Also ein Backup zu erstellen ist das selbe, wie eine Funktion einzubauen mit der ein Backup erstellt werden kann? Ok ich bin IT-Laie und will es dann auch bleiben:p
 
Zuletzt bearbeitet:
ich frag mich ganz grundsätzlich:

Warum kauft man ein angeblich 8000 Euro teures Projekt mit Server, wenn auf diesem so gut wie nix läuft?

Für mich alles etwas unverständlich.

Und selbst wenn keine Backup-Systeme bestehen, kann man immer noch per SSH Backups machen.

Und wie schon öfter gesagt wurde:

Bei nem "einfachen" PHP-Update zerschießt man sich nicht mal eben /var/www oder weiß Gott wo der Pfad auf den Server is.

Viel mehr war es wohl ein anderer Fehler, ob jetzt die Platte vorher schon nen Knacks hatte (also physikalisch defekt war) oder der ITler n Fehler gemacht hat, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Und da ist wohl auch der Knackpunkt:
War die Platte vorher schon defekt, kann die IT-Firma auch nix dafür (das wär ja so als wenn beim Reifenwechseln in der Werkstatt auf einmal der Auspuff abfällt und dann die Werkstatt haften muss), oder hat der ITler irgendwas grundlegend falsch gemacht (also solange auf den eigentlich intakten Auspuff gehämmert, bis er abfiel).
 
Was hatte ich heute Nacht subversive Gedanken...

... auch Sicherheitslücken prüft und ein PHP-Update durchführt.

Bei so einem System kann man davon ausgehen, dass mehrere Sicherheitslücken vorhanden sind.
Allein wenn php nicht brauchbar gepatched ist, wird einem ja übel.

Ganz zu schweigen vom Betriebssystem selbst und den anderen Diensten...

"Bei dem Linux fehlten viele wichtige Kommandos zum Beispiel
ps, less, top "

Oh, schau mal einer an...
Standardaufrufe zur Prozesskontrolle etc. funktionieren nicht, sind bzw. gar nicht vorhanden.

So, jetzt paaren wir mal ein unsicheres System mit dem Fakt, dass Standardaufrufe nicht funktionieren.

Was erhalten wir dabei?

Auf einem unsicheren System hat sich Schadsoftware installiert, die zum Tarnen und Täuschen erstmal die Prozesskontrolle außer Kraft setzt.
Nachdem das soweit gelungen war, ging sie dazu über, entsprechende Routinen a la Spam Mails, DDoS, FileSharing etc. zu veranstalten.

Um keine Spuren zu hinterlassen, korrumpierte die Schadsoftware das Dateisystem um jegliche Spuren zu löschen.

Also, wenn es ganz gut läuft, ist der Threadersteller nicht nur seine 8.000 € los, sondern hat noch ne Urheberrechtsklage o.ä. am Hals...

gruss kelle!
 
Für mich alles etwas unverständlich.

Und selbst wenn keine Backup-Systeme bestehen, kann man immer noch per SSH Backups machen.
Sicher wenn man weiß wie es geht, aber hätte er es gewußt hätte er keine Firma dafür beauftragen müssen, ihn ein Backupssystem einzurichten oder? Hier lese ich auch raus das es zwei verschiedene Sachen sind (Backup machen und Backupsystem einrichten) sagte mir gestern ein Progger auch eins ist klickebunti machen, für einen "Ahnungslosen", das andere ist ne Befehlszeile eintippen und eine rauchen gehen. MArty sagt ja für einen Informatiker wäre es dasselbe scheinbar aber nicht für jeden Informatiker.

Und wie schon öfter gesagt wurde:

Bei nem "einfachen" PHP-Update zerschießt man sich nicht mal eben /var/www oder weiß Gott wo der Pfad auf den Server is.

Oh nichts ist unmöglich, wir können es ja mal testen indem du mich bei dir nen PHP Update machen lässt (ich hab davon nämlich keine Ahnung) was passiert wenn ich ne falche Datei einspiele ? Dannach bootet der Server nicht mehr oder was weiß ich ? Hoster spiel nen neues Image ein und sind die Daten dannach noch da? vermutlich nicht oder doch ich weiß es nicht weil ich davon keine Ahnung hab. Aber ich weiß das ein Backup eines kompletten Webserver für einen erfahren Proggramierer kein so großer Aufwand darstellt, das es von vornherein als unmöglich betrachtet wird. Du schreibst ja selbst es geht per ssh (was auch immer das ist ;) )

@ Kelle heiße Spekalution wäre möglich nen Leie würde das sicher nicht erkennen, ein erfahren Itler aber schon ?
 
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@ Kelle heiße Spekalution wäre möglich nen Leie würde das sicher nicht erkennen, ein erfahren Itler aber schon ?

Ich frage mich echt, wie lange Du noch Leute unterstützen möchtest, die eine Gefahr für das ganze Internet darstellen, die keinerlei technisches Know How zum Betrieb eines Projektes haben, aber denken, mit Geld kriegt man alles hin?

Die ganze Verhaltensweise dieses Typen ist mindestens fahrlässig, wenn nicht sogar grob fahrlässig.

Aber vielleicht sollte www.ewock.de mal von solch top gepflegten Systemen per DDoS lahmgelegt werden.
Freu mich dann auf Dein entspanntes "Der Betreiber muss nix können, Hauptsache er kennt wen, der das alle halbe Jahre mal macht."

gruss kelle!
 
Irgendwie bringt mich der Thread hier auf die Idee 8k zu verdienen....

Will wer nen Server mit nem tollen Projekt (noch kA, wird aber 8k wert sein) mit Server? (also die Routinen zum Filsesystem kaputt machen müsst ich noch schreiben aber is sicher nich schwer)....

Ansonsten würd ich sagen die 8k sind fürn A****. Ein Projekt ohne irgendwelche Backupfunktionen laufen zu lassen is scho fahrlässig.
 
Naja aber wenn ich echt GARKEINE Ahnung hab, kauf ich keinen Server.

Ich kauf ja auch kein Auto, wenn ich net mal nen Führerschein hab.

So ein "unkomplettes" Projekt zu kaufen is sowieso komisch.

Und wegen dem PHP-Update:

Die IT-Firma weiß schon was sie macht - wenn nicht, dann hat man Amateure oder Stümper engagiert.
 
Ich hab nicht von einem SQLDump geredet sondern von einem Backup eines kompletten Systems.
Aha, und eine laufende Datenbank sicherst Du einfach so mit?

VMS ? wie kommste den jetzt drauf ?
Das war ein Beispiel.

Du weist nicht wie groß die Datenbank ist oder war ? Aber selbst meherer Gigabyte kann man in weniger als einer Stunde kopieren.
Natürlich. Ich kann auch fast 200 GB in meinem Netzwerk in einer Stunde kopieren. Frage ist, ob ich die Daten auch über die Anbindung in einem WAN so schnell kopieren kann. Oder stand zufällig im LAN des Hosters ein Backup-Server zur Verfügung?

Ich bin kein Itler vielleicht damit ?
dd if=/dev/hda | gzip -c | ssh user@host "cat > imagedatei.gz" oder so ähnlich?
Den Bootsektor sollte man vorher auch sichern, die Partitionstabelle wäre evtl. auch noch sinnvoll. Alle schreibenden Dienste auf die Platte muss man beenden, eine laufende MySQL oder andere DB sollte man konsistent beenden, im Regelfall sollte man, um konsistente Zustände zu haben, die Platte noch unmounten... Alles Tätigkeiten, die schon mal passieren müssen, bevor das Sichern überhaupt startet. Könnte ja sein, dass die Platte dabei abgeraucht ist.

eintippzeit ne Minute ? Kopier dauer 1,5 min je 1 gig ?
Der Server hatte eine Anbindung ans Internet von 100 Mbit? Mensch, was Du alles weißt. Wo steht das alles hier im Thread?

Also ein Backup zu erstellen ist das selbe, wie eine Funktion einzubauen mit der ein Backup erstellt werden kann? Ok ich bin IT-Laie und will es dann auch bleiben:p
Du schreibst doch selber, wie simpel das ist. Dann ist es doch genauso simpel, dass direkt in einen Cronjob zu packen. Und schon hast Du Deine "Funktion" Backup eingerichtet, oder?

Du machst Dir über Prüfung, Konsistenz eh keine Gedanken, der Threadersteller ja auch nicht, weil er nicht die Fähigkeiten dazu hat, dann reicht das doch völlig.

Marty
 
Den Bootsektor sollte man vorher auch sichern, die Partitionstabelle wäre evtl. auch noch sinnvoll. Alle schreibenden Dienste auf die Platte muss man beenden, eine laufende MySQL oder andere DB sollte man konsistent beenden, im Regelfall sollte man, um konsistente Zustände zu haben, die Platte noch unmounten... Alles Tätigkeiten, die schon mal passieren müssen, bevor das Sichern überhaupt startet. Könnte ja sein, dass die Platte dabei abgeraucht ist.

ah ok wußte ich nicht (bin ja kein ITler ;) ) also ist ein Backup zu machen für einen Leien schon ein Problem, aber für einen erfahrenen ITler nicht ;) ?
Du setzt voraus das er es kann und schreibst mir aber, das ist gar nicht so einfach. Wiederspricht sich ;) Also wäre es doch das einfachste gewesen den Kunden vorher zu fragen oder ? Bzw. im Zweifelsfall selbst eins zu machen richtig ? Weil du schreibst ja selbst so einfach, wie ich es darstelle, ist es ja scheinbar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann denn nicht der Verkäufer belangt werden? Ich meine, wenn er so einen Schrott verkauft, der eigentlich nix wert ist. Klar wers kauft ist selber Schuld, aber wenn ich jetzt nen Auto kaufe (wovon ich zugegebener Maßen keine Ahnung habe) und mir dann bei Fahren der Auspuff abfällt, dann kann ich doch auch der Verkäufer belangen, weil er mir hätte sagen müssen, daß das Auto nicht ganz OK ist, oder nicht?
 
Ich kauf ja auch kein Auto, wenn ich net mal nen Führerschein hab.

naja, es gibt durchaus leute die das haben. die kaufen sich dann für viel geld einen fahrer und werde auch nicht angemacht.

Wichtig ist doch denke ich nur der Punkt inweit jemand der keine Ahnung hat die Verantwortung abgibt. Das dies dann eine Menge Geld kosten kann ist zwar eine andere Sache aber durchaus in Ordnung.

Mein Vater hat für seine Firmenhomepage irgendwann auch einen Server gemietet. Weil wir beide keine Ahnung vom Verwalten eines Servers haben hat er das auch abgegeben. Ich könnte zwar noch das ein oder andere machen will aber nicht behaupten das alles am Ende dann sicher ist ;)

Was ich damit sagen will und was auch mehrmals schon erwähnt wurde hier: Es bringt doch nichts wenn sich jeder hier an die Gurgel geht. Nicht jeder kann alles selbst machen und für alles gibt es irgendwo Dienstleister die einem das abnehmen können. Jetzt müssen nur die Bedingungen geklärt sein und letztendlich sollte eigentlich alle glücklich sein. :mrgreen: